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Waschzwang: Umzug

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Schlumpfine

Anfänger

  • »Schlumpfine« ist weiblich
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Beiträge: 26

Zwangssymptome: Waschzwang

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1

Sonntag, 4. Mai 2014, 19:45

Umzug

hallo ihr lieben,

ich überlege fieberhaft nach einer Lösung wie ich mein Bettgestell möglichst sauber verpacken kann so dass es dieses mal mit umziehen kann. hat da jemand tipps?

ich freue mich über Ideen.

habt einen schönen Sonntag

2

Sonntag, 4. Mai 2014, 21:18

Hallo Schlumpfine,

aber das kann man doch abwaschen. Ich handhabe es so, dass ich die Möbel hinterher mit Sagrotan abwasche...
Verpacken können wirst du das wohl schlecht.
Hast du Hilfe beim Umzug?

Sandra

Schüler

  • »Sandra « ist weiblich

Beiträge: 84

Zwangssymptome: Wasch.-Kontroll.-Ordnungs.und Putzzwang,Zwangsged.

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

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Hobbys: Kochen,Sport

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3

Sonntag, 4. Mai 2014, 21:34

Liebe Schlumpfine,

es gibt doch "Packfolie" wie Sie auch die Profis benutzen.

Liebe Grüße
Sandra

Schlumpfine

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4

Sonntag, 4. Mai 2014, 21:58

ob ich damit das Lattenrost verpacken kann? Mir macht das Angst.

Sandra

Schüler

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5

Sonntag, 4. Mai 2014, 23:07

Ja, du kannst damit auch das Lattenrost verpacken. Ja, ich glaube dir das dir allein schon der Gedanke daran Angst macht aber lass diese Angst bitte nicht die Oberhand über dich gewinnen.

Sina

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6

Montag, 5. Mai 2014, 16:34

Hallo
Ich verpacke immer mehrfach und ein lattenrost würde ich wie folgt verpacken
Erste Schicht 2 dicke spannbettlaken jeweils von einer Seite aufgezogen
Zeite Schicht dicke Folie Abdeckplane oder ähnliches mit paketband abkleben
Dritte Schicht wenn möglich ein großer Karton oder Pappe mit paketband abkleben
Und zu guter Letzt schnüre drum, damit man es greifen kann ohne den Karton zu zerstören

Zum auspacken kannst du dann den Karton öffnen, die Folie zerschneiden und dann die Laken einfach abziehen

Viel Erfolg!
Sina

girasol1991

unregistriert

7

Montag, 5. Mai 2014, 20:42

Oh man ihr gebt ihr Tipps, die letztendlich alles schlimmer machen werden. Du wirst da nie rauskommen, wenn du dem Zwang so viel Macht gibst!

Sina

Schüler

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Zwangssymptome: waschen putzen duschen

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8

Dienstag, 6. Mai 2014, 09:13

Sorry, aber es gibt Situationen, da geht es gar nicht anders!
Jeder der das schon mal erlebt hat, weiss wovon ich rede....

9

Dienstag, 6. Mai 2014, 11:03

@ girasol:
Du berichtest in letzter Zeit so begeistert von Deinen
expos, das war doch früher nicht so... Ich wuerde mich so freuen,
Wenn Du mal erzählen würdest was Dir geholfen
Hat das auszuhalten??
Wie konntest Du den Ekel überwinden?
Was macht für Dich den Unterschied, damit eine expo gelingt??
Habe selbst wenige sehr gute und auch katastrophale Erfahrung damit,
Vieles haengt von meiner Grundstimmung ab...
Gruss
Nick

girasol1991

unregistriert

10

Dienstag, 6. Mai 2014, 12:19

Sorry, aber es gibt Situationen, da geht es gar nicht anders!
Jeder der das schon mal erlebt hat, weiss wovon ich rede....


ich habe das durchaus erlebt, der zwang hat mich fast zum suizid getrieben...ich möchte hier auch niemandem zu nahe treten, ich habe durchaus immer noch den zwang und würde bei dem umzug auch nicht alles komplett so belassen, wobei es sich bei mir darauf reduzieren würde, dass ich die gegenstände (sprich regale, kommoden, etc.) von außen nach dem transport abwischen würde und sie dann weiter nutzen würde, obwohl mein zwang mehr verlangen würde. ich möchte nur klar machen, dass all das den zwang verstärken würde. und das ist nun mal so, das weiß auch jeder von uns. letztendlich ist es immer die eigene entscheidung (mehr oder weniger denn letztendlich sind nicht wir es sondern die zwänge, die entscheiden). nur ist es wie ich finde mein gutes recht hier auch sagen zu dürfen, dass all die tipps es nur schlimmer machen - langfristig.

@ girasol:
Du berichtest in letzter Zeit so begeistert von Deinen
expos, das war doch früher nicht so... Ich wuerde mich so freuen,
Wenn Du mal erzählen würdest was Dir geholfen
Hat das auszuhalten??
Wie konntest Du den Ekel überwinden?
Was macht für Dich den Unterschied, damit eine expo gelingt??
Habe selbst wenige sehr gute und auch katastrophale Erfahrung damit,
Vieles haengt von meiner Grundstimmung ab...
Gruss
Nick


um ehrlich zu sein habe ich vor einigen wochen nur eine expo gemacht, es handelte sich hierbei um für mich zwei 'dreckige' namen, die ich immer gemieden habe oder sobald ich diese las, hörte, oder jemand vom aussehen mich an diese personen erinnert hat, entweder direkt gewaschen habe und die gegenstände (zum beispiel mienen laptop wenn ich das auf dem laptop gelesen habe) und die fläche auf der sich der gegenstand befand säubern musste. nun in der expo in meiner therapiestunde bei der meine mutter unter anderem zwischenzeitlich mit anwesend war, habe ich die namen aussprechen, lesen, den zettel auf dem diese standen anfassen müssen, mich anfassen müssen etc. und danach habe ich vorerst nicht mehr gewaschen, bin auto gefahren, habe zu hause die gegenstände angefasst, meine mutter und meinen vater angefasst, den zettel mit den namen mitgenommen, dann waren wir noch mit unseren hunden spazieren und dann habe ich mir die hände gewaschen, da brauchte ich unterstützung, da ich es da fast wieder übertrieben hätte, danach habe ich den zettel noch verbrannt als symbol, dass diese menschen und namen mein leben nicht weiter bestimmen sollen und erst abends geduscht. darüber hinaus habe ich laut die namen ausgesprochen immer mal wieder und mache das auch jetzt noch. ich bemühe mich nicht im kopf zu neutralisieren. es klappt mal mehr mal weniger gut, alles in allem habe ich aber durch diese expo noch ein paar weitere baustellen einigermaßen angehen können, so kann ich die anderen, zwar weniger dreckigen namen, denken udn auch aussprechen. letzten freitag gab es sogar die situation, dass neben mir auf dem parkplatz eine frau geparkt hatte aus hamburg (wie einige vllt wissen habe ich dort einige monate gelebt und in einem verlag gearbeitet, sodass auch die zeitschriften wie stern, geo, etc. dreckig für mich sind). diese frau war definitv eine vertreterin (outfit, rollkoffer, etc.) und als ich näher drübe rnachgedacht habe und merkte wie sie komisch schaute, hatte ich das gefühl bzw. habe ich gedacht, dass die im verlag gearbeitet hat. sie sah der frau auch ziemlich ähnlich. letztendlich weiß ich nicht ob sie es war oder nicht, aber ich habe die situation ausgehalten, danach die einkäufe ins auto getragen, war noch kurz im sportgeschäft was für mich kaufen, und jetzt ist es in ordnung. es gibt natürlich immer noch viel vom zwang, aber es sind teilweise auch sachen, die ich nicht ablegen möchte....ich wische regelmäßig mein handy hab, gehe abends vorm schlafen duschen, wasche, wenn ich wasche immer noch doch recht lang, meine eigenen gekauftne klamotten etc. werden gewaschen bevor ich sie trage, eigene einkäufe wische ich gelegentlich auch noch ab und den flur von meinem wohnhaus mag ich ebneso nicht berühren ohne danach zu waschen wie die briefkästen. doch was definitv weniger geworden sind, sind die zwansgedanken, das ständige neutralisieren sobald ich mit den namen 'kontakt' hatte und das betraf auch die zeitschriften, diverse weitere namen und wie man sich sicherlich vorstellen kann die zeitschriften sind in jedem geschäft und manche kaufen die sogar...das ist jetzt erträglich gewordne, es ist immer noch ein komishces gefühl, aber es ist ok.
was sich geändert hat bei mir, ich weiß es nicht...vielleicht, dass ich einen wunderbaren freund habe, der einen wundervollen sohn hat und demgegenüber möchte ich so wenig wie möglich zwangskranke verhaltensweisen an den tag legen, vielleicht auch, dass ich selber mal eine familie gründen möchte...vielleicht ist es aber auch, weil ich nach dem bachelor (also diesen herbst) in eine weiter entfernte stadt ziehen möchte, ich möchte, dass alles schaffen. natürlich wird es immer schwieriger sein als bei anderen in meinem alter und ich habe noch sooo viel zu schaffen was den zwang anbelangt. ich will aber nicht mehr, dass es mein leben bestimmt. ich brauch eine gewisse kontrolle und habe mir immer eingebildet, dass der zwang mir diese gibt, aber im endeffekt nimmt er mir doch alle kontrolle, denn all die sachen in meinem leben sind durch ihn bestimmt. er nimmt mir das leben und macht das seit fast zehn jahren, irgendwann ist gut, irgendwann muss es weitergehen. ich glaube, das prägende erlebnis war, als ich vor einigen wochen eine hostpitation für ein praktikum in einem wohnheim für langfristig psychisch und/oder suchtkranke gemacht habe und dort auch ein zwängler war. er war einfach lebens- und handlungsunfähig, ich möchte nicht so 'enden', was nicht heißen soll, dass es 'schlimm' oder eine 'schande', es ist nur so, dass ich nicht so enden möchte. ich hab angst verrückt zu werden und wollte die expo eigentlich nicht machen aber habe sie gemacht und gemerkt, ich werde nicht verrückt. ich werde eher verrückt, wenn ich so weiter mache. denn es bilden sich immer neue aspekte des zwanges. früher waren es nur die handlungszwänge, aber seit einigen jahren kamen die zwangsgedanken hinzu und ich will nicht wissen ob nicht irgendwann vllt noch was kommt oder gekommen wäre...
ich danke dem zwang, dass er da war, er hat mir geholfen aus meinem käfig herauszubrechen, er hat mir geholfen mich selbst zu finden, doch in meiner weiteren entwicklung wird er mich hemmen. ich weiß, dass ich ohne den zwang immer irgendwie depressiv gewesen wäre, ich bin es ab und an immer noch, aber ich liebe das leben in seiner vollen blüte, ich will nie wieder an diesen punkt gelangen, wo ich mir das leben nehmen will und ich muss dafür kämpfen und den zwang immer weiter eindämmen...

girasol1991

unregistriert

11

Dienstag, 6. Mai 2014, 12:31

es ist die angst vor der angst, die mich beherrscht.
was ich übrigens auch glaube, was mir geholfen hat: ich fliege in nicht ganz zwei wochen für zehn tage nach ägypten, so ein paar leute meinten nur: bist bekloppt? das voll unsicher dort - und so weiter und so fort. ich bin aber davon überzeugt, dass ich sterben werde wenn es so sein soll und dann ist es egal ob ich in ägypten bin oder in deutschland. ich habe davor absolut keine angst, warum auch? angst lässt uns das leben verpassen und das ist so sinnlos, denn wir haben doch nur dieses eine leben. ich wusste das schon lange, aber ich fühle es jetzt viel mehr und ich denke, dass hilft mir auch bei dem zwang.

marcus aurelius sagte einst: Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern daß man nie beginnen wird, zu leben.

12

Dienstag, 6. Mai 2014, 20:21

Hallo Girasol!
Danke fuer Deine Nachricht und den Mut zu erzaehlen!
Gegen Zwamgsgedanken fand ich das Buch von Steffen
Moritz hilfreich... Ernaehrung und Bewegung haben
Mir auch etwas geholfen..
Aegypten waere mir zu gefaehrlich...es gibt veilleicht
Auch schlimmeres als zu sterben...von Terroristen
Entfuehrt..sexuelle Gewalt..jahrelange Gefangenschaft..
Liebe Girasol, fahr da nicht hin, man kann das Schicksal
Auch zu weit herausfordern....es ist aber Deine Entscheidung!!
Guck mal hier:
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laende…Sicherheit.html
Lg nick

girasol1991

unregistriert

13

Dienstag, 6. Mai 2014, 20:41

Ich bin über alle möglichen Risiken informiert, da aber nur eine Teilreisewarnung besteht, werden wir fliegen. Dort ist es nicht unbedingt gefährlicher als sonst überall auf der Welt. Wie gesagt, was das anbelangt bin ich angstfrei und das ist gut so. Darum soll es hier aber auch gar nicht gehen. Wollte nur einen Einblick gewähren, der vllt dem ein oder anderen helfen kann.