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Dienstag, 18. März 2014, 19:39

Es gibt mal wieder ordentlich Konflikte im Kopf...

Hallo liebe Community,

ich melde mich seit längerer Zeit mal wieder, weil ich einfach mal einen Rat von euch brauch und vielleicht einige Tipps. Ganz kurz zu meiner Vorgeschichte: Es hat angefangen bei mir vor knapp einem Jahr mit HIV Zwangsgedanken und im Sommer kam dann die große Angst bei Unfällen jeglicher Art zu sterben. Ich habe mir dann nach einem "vermeindlichen Unfall" vorgestellt, dass alles was ich sehe in einem Komatraum stattfindet oder das sozusagen mein Leben nach dem Tod genau so aussieht. Nachdem ich halt ins große Grübeln kam, habe ich beschlossen zum Psychiater zu gehen und bin seit Anfang des Jahres unter Behandlung. Jetzt zu meinen Gedanken in letzter Zeit, welche mich überfordern: Am Sonntag den 23.02.14 habe ich mich bei McFit angemeldet, was ein großer Schritt für mich war, da ich nun doch wieder Spaß am Leben gefunden habe. Natürlich waren sie immer noch vorhanden, jedoch haben sie mich nicht mehr so beeinträchtigt. Direkt am nächsten Tag war ich wieder bei McFit und habe mein "Workout" gemacht, welches auch an einem Gerät mit dem Namen "Brustpresse" stattfindet. Als ich fertig war mit der Übung war an dem Gerät und ich aufstehen wollte, habe ich bemerkt, dass mein Handtuch unter dem Sitz festgeklemmt war. Um es raus zu bekommen musste ich als auf "die Pedale" treten, welche die Gewichte und die Halterung nach oben bewegt und mich dann bücken mit dem Kopf nach rechts gedreht und zum Handtuch greifen. Soweit, so gut. Im Nachhinein bin ich wieder vom Worst Case ausgegangen und in meinem Kopf sind Bilder aufgetaucht in den ich mit dem Fuß von der Pedale rutsche und mir die Halterung, an der 25 kg befestigt waren, mich seitlich am Kopf treffen. Außerdem kam mir noch der Gedanke das jemand mutwillig meinen Fuß wegtritt. Somit bin ich wieder in einen Unfall verwickelt worden, der mit Logik mir mal wieder zum Verhängnis werden würde. Kurz zwischendurch: Ich löse solche Gedanken immer mit Logik. In dem Fall bin ich vom Genickbruch ausgegangen, doch dazu kamen mir dann Gegenargumente wie: Durch das Gewicht auf der Pedale ist es gar nicht so einfach wegzurutschen, da müsste man schon unglücklich drauf getreten sein. Außerdem war mein Kopf schon nach rechts gedreht, weshalb die Krafteinwirkung nichts großartig an der Position meines Kopfes/Halses ändern würde, außer vielleicht einen blauen Fleck am Kopf. Doch da ich kein Fachmann bin, ist es schwer mir diese Frage 100% zu beantworten. Somit hab ichs dann immer wieder am eigenen Leib ausprobiert, doch wirklich gebracht hat es nichts, da ich mir die Frage gestellt habe wie sich mein Kopf verhält, wenn ich NICHT damit rechne. Des Weiteren hat eine mehr oder weniger bekannte Person GENAU AN DIESEM TAG ein Foto von sich an der Brustpresse auf Facebook hochgeladen. Da hatte ich dann wirklich Angst. Als ich meiner Psychologin vor ca. 2 Wochen davon erzählt habe, konnte sie mich nur bedingt beruhigen. Was jetzt noch dazu kommt ist am letzten Freitag passiert. Ich komme in das Zimmer meines Bruders und er sitzt mit dem Rücken zu mir auf seinem Schreibtischstuhl und guckt auf seinem Handy ein Video. Ich wollte ihn ein bisschen ärgern, was wir immer so ein bisschen machen, also nehme ich seinen Kopf und drehe ihn nach rechts, so wie ich mich erinnere nicht härter als sonst, also so das es nicht wehtut. Plötzlich kamen mir nach der Aktion aber Gedanken, das ich ihn verletzt hätte oder das ich ihm das Genickgebrochen hätte. Solche Gedanken, dessen Kontent andere Menschen waren, hatte ich bisher noch nie. Warum auch? Da ich laut meinen Gedanken dann gemerkt hätte, wenn er sich verletzt hätte oder er sogar gestorben wäre. Aber er lebt ja noch und ich hab mich eben gerade erst mit ihm unterhalten. Trotzdem sind die Gedanken vorhanden und immer wenn ich daran denke fühle ich mich wie ein Mörder. Ich gehe ja immer gerne vom Worst Case aus und meine Erklärung ist es, dass mein Herz vor Angst und dem Schock der Leiche meines Bruders stehen geblieben ist und ich jetzt mir wieder alles vorstelle.... Ach ihr wisst schon. Mein nächster Termin ist erst nächste Woche Freitag und bis dahin schreibe ich 3 Klausuren in der Schule für die ich intensiv lernen muss, was mit bei den Gedanken mehr oder weniger schwer fällt. Was kann ich tun um mich zu beruhigen? Ich selbst mache es immer, in dem ich auf meine Lage zurückblicke und an die Stunden bei meiner Psychologin denke und ich diese Vorstellungen nicht zu ersten mal hatte mit den Unfällen... Trotzdem hilft mir das nicht immer... Ich bedanke mich erstmal an denjenigen der sich die Zeit nimmt das hier zu lesen und mir vorzugsweise eine Antwort schreibt. Bei bedarf Such ich auch noch nach einem Bild von der Brustpresse, damit ihr es besser verstehen könnt. Im Internet steht auch nichts über den Genickbruch drin was mir hilft...

Mit freundlichen Grüßen
liebe_zum_drama

Jake_Sully

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2

Mittwoch, 19. März 2014, 05:48

Gegen derartige Überdrehtheit der Gedanken hilft Risperidon gering-dosiert. Ich persönlich werde auch sachlich-ruhiger, wenn ich synthetisches Haarshampoo meide.

Elena

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3

Mittwoch, 19. März 2014, 10:46

Hi,

ich muss erstmal nachfragen um genau zu verstehen was genau jetzt deine Angst ist.

Soweit ich das jetzt verstanden habe, hast du Angst bei der Sache im Fitnessstudio gestorben zu sein nur deine "Seele" (so umschreibe ich das mal) hat davon nichts mitbekommen und "lebt" quasi einfach weiter. Oder habe ich das jetzt falsch verstanden ?(

Was hat dein Psychologe denn zu diesen Gedanken gesagt?

4

Mittwoch, 19. März 2014, 15:06

Das hast du richtig verstanden Elena. Ich habe immer bei solchen Fällen die Angst, gestorben zu sein, es aber nicht zu merken. Das mit dem Fitnessstudio war ein "typischer" Fall, doch das mit meinem Bruder kann ich mir selbst nicht erklären. Icj stelle mir vor ich hätte ihm das Genick gebrochen, doch dann hätte ich es ja bemerkt. Deshalb schien ich mir das in meinen Gedanken so zurecht, dass ich an einem Herzinfsrkt vor Schreck gestorben bin (wobei och garnicht weiß ob das wirklich so theoretisch funktionieren könnte).

5

Mittwoch, 19. März 2014, 15:08

Achja, nochmal zu dem was meine Psychologin meint: Sie fragt moch immer nur wie ich mich fühle und sagt mir das es sich um Zwangsgedanken handelt. Außer der Tatsache, dass ich Zwangsgedanlen zum Thema Tod habe, leide ich auch noch unter dem Kontrollzwang (Tür kontrollieren, usw.).

Femme1705

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6

Freitag, 21. März 2014, 14:33

Hi,

Mir hilft es auch mich mit dem Gedanken anzufreunden, was wäre denn wenn, was könnte ich dann tun?? Da kannst du dir einige Punkte sammeln, es wird dir bestimmt etwas einfallen!

Wenn du denkst du wärest jetzt tot, und dann? Es hat sich ja wohl nix verändert, wenn alles wie immer ist, dann warte einfach und die Angst wird vergehen. Glaub mir, egal wie lange es dauert, die Angst vergeht...bzw wird weniger!

Und es ist die Bedeutung die Du dem Gedanken gibst, denk doch mal der Gedanke hätte wenig Bedeutung. Du leidest im Grunde unter der Bedeutung dieses Gedankens für dich...nicht unter dem Gedanken

Mal ganz platt gesagt, wenn du tot wärest würdest du hier nix mehr schreiben. Von keinem auf der Welt wird der eigene Tod bewusst wahrgenommen;-) das ist paradox!!

Alles gute