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Wiederholungszwang: austausch über zwänge

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Mittwoch, 13. November 2013, 22:38

austausch über zwänge

hey!

hat jemand von euch lust sich mit mir über unsere zwänge auszutauschen? ich würd gerne einfach mal alles aufschreiben was ich so an blöden zwängen mache, weils mir dann immer noch blöder vorkommt. außerdem würd mich interessieren was ihr so macht. es würd mich auch "freuen", wenn jemand ähnlich komische sachen macht wie ich.

lg co

Elena

Anfänger

  • »Elena« ist weiblich

Beiträge: 14

Zwangssymptome: Kontrollzwang

Medikament / Dosis: keine

Aktueller Therapie-Status: Keine Ahnung

Status: Betroffene/r

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2

Donnerstag, 14. November 2013, 08:07

Huhu,

wir können uns gerne austauschen, finde es auch immer sehr interessant zu lesen was andere für Zwänge haben und warum sie meinen dieses ausführen zu müssen. Man erkennt sich manchmal selbst in Geschichten anderer Leute :D und vorallem können betroffenen diese Gedanken nachvollziehen, wenn man sowas jemanden erzählt der nicht betroffen ist kann er das gar nicht verstehen.

3

Montag, 18. November 2013, 14:40

ok dann fang ich einfach mal ein bisschen an zu erzählen. meine zwänge sind hauptsächlich wiederholungszwänge und ordnungszwänge. außerdem zähl ich immer wie oft ich was mache. und wenn ich dann an irgendwas blödes denke dabei dann muss ichs nochmal machen. es is ziemlich mühsam dass das nicht auffällt.

jetzt fällt mir im moment nicht mehr ein : )

Elena

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4

Dienstag, 19. November 2013, 08:26

Huhu,

also ich habe hauptsächlich einen Kontrollzwang aber kenne es trotzdem das ich bei manchen Sachen die ich ausführe genauso wie du keine doofen Gedanken haben darf sonst muss ich es nochmal tun. Ich führe es denn nochmal aus bzw solange bis ich neutrale Gedanken dabei habe aus Angst das sonst etwas passiert bzw das passiert was ich gerade gedacht habe. Diese Sache kann ich aber inzwischen schon ganz gut abschalten, bedeuet ich schaue zum Beispiel häufig Abends ob mein Portmonai in der Tasche ist und ob die Bankkarten da sind. Dabei kommt es schon vor das ich doofe Gedanken habe und ich den Drang verspüre es nochmal zu tun, jedoch tue ich das dann nicht. Es ist anfangs schwer gewesen, weil ich ja den Gedanken hatte es würde nun was schlechtes passieren aber um so öfter man es unterbricht um so sicherer ist man dann. Wenn ich allerdings traurig oder halt einfach psychisch angeschlagen bin kommt es schon vor das ich es bei einer Ausführung nicht belassen kann. Das war und ist aber nie eine Sache gewesen die mich jemals wirklich eingeschränkt hat da es sich um Handlungen abends handelt und bei schlechten Zeiten 5 min in Anspruch nehmen.

Ganz im Gegenteil zum Kontrollzwang :thumbdown: zu meinen "schlimmen" Zeiten (ich weiß andere sind da noch viel viel schlimmer von betroffen) habe ich 45 min gebraucht um von der Pferdekoppel los zu kommen :alarm: . Um das Haus zu verlassen, damals nur wenn niemand anderes mehr Zuhause war (Elternhaus), habe ich ca 20 min gebraucht um sicher zu gehen ob Herd/Bügeleisen aus sind , obwohl kürzlich noch nicht mal benutzt oder Haustür richtig zu und abgeschlossen usw.

Inzwischen schaffe ich es innerhalb von 10-15 min weg vom Stall, keine reine Kontrollzeit denn am Stall ist inzwischen mehr los sodass ich häufig das Kontrollieren abbreche da es mir unangenehm ist. Reine Kontrollzeit sind dann wohl ca 5 min. leider schaffe ich es immer noch nicht ohne das ganze mind. 4-5 mal nochmal angeschaut zu haben X( . Aber ich konnte es ja schon sehr reduzieren.

Inzwischen wohne ich mit meinem Freund zusammen und verlasse morgens als letztes das Haus, dafür brauche ich ca. 10 min dann kann ich mit gutem Gefühl fahren was Herd/Föhn in der Steckdose/Fenster/Haustür angeht. Damit kann ich ganz gut mit leben allerdings möchte ich das auf ein einmaliges gucken runter bekommen und vorallem muss man aufpassen das es nicht wieder schlechter wird :lol: .

Einen Bricht über meine schlechten Zeiten beim Kontrollzwang werde ich noch ausführlicher schreiben, da es sogar so war ich zwar gesehen habe das Beispielsweise der Herd aus ist mir aber selbst nicht vertraut habe, sprich ich dachte ich hätte falsch geguckt usw.

5

Dienstag, 19. November 2013, 18:22

sorry dass ich letztens nur so kurz geantwortet hab. mir ist da grade nicht so viel eingefallen, ich wollt dir aber trotzdem antworten.

bei mir ist es in letzter zeit mit den schlechten gedanken auch etwas besser geworden. aber ich muss total aufpassen, dass ich auch widerstehe. und wenns mir grade nicht so gut geht, dann werden die zwänge auch wieder schlimmer.

ich hab zwar keine kontrollzwänge, aber ich kann mir trotzdem reicht gut vorstellen, wie das ist. bei mir is es auch manchmal so, dass ich mir selbst nicht vertraue. dann binn ich mir nicht sicher ob ich den zwang jetzt schon richtig fertig gemacht hab, oder ob ich mich nicht vielleicht doch verzählt hab.

das blöde is, dass ich eigentlich fast immer irgendeinen zwang hab. bei mir passiert da auch sehr viel in gedanken. es wieder holt sich auch am tag immer wieder. zum beispiel muss ich mir manchmal wenn ich angst hab ganz bestimmte sätze denken, die mich beruhigen. das is dann nicht so wie zwänge beim weggehen aber wenn man dann mal weggegangen is is gut. wobei ich das mit dem das haus verlassen auch kenn. bei mir sinds dann halt andere sachen. ich zwängel dann beim anziehen rum oder beim nehmen von irgendwelchen sachen die ich noch brauch.

ich hab grad so ein problem meinem therapeuten das alles zu erzählen. ich hab ihm am anfang nur von der angst erzählt, weils für mich einfach schwierig war über die zwänge zu sprechen, weil ich bis jetzt nur meinem freund davon erzählt hab. dann hab ich mich langsam herangetastet. ich hab gesagt ich bin sehr ordendlich, ich brauch viel kontrolle, ich hab halt versucht das zwischen den zeilen zu sagen. dann hab ich ihm letztens einen brief von meiner neurologin gegeben, der ichs erzählt hab. das war schon hart. da stand dann kontrollzwang drinnen. ich hätt mir ehrlich gesagt sowas erwartet wie: was sie haben zwänge? warum haben sie das nicht gesagt? letzte stunde haben wir dann über die bedeutung von ordnung gesprochen und dass halt die ordnung die ich mir schaffe auch in mir ordnung schaffen soll. für mich wars eindeutig dass wir grade über die zwänge reden. ich hab dinge gesagt wie, die angst kommt, dann mach ich eine ersatzhandlung, dann wirds zuerst besser, aber eigentlich eh nicht. er hat dann gemeint er versteht mich nicht. jetzt bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob er einfach nur will, dass ichs aussprech, oder ob er mich wirklich nicht versteht. ich kann ihm aber einfach nicht sagen, wenn ich angst hab dann wiederhol ich sätze in gedanken oder ich zähl buchstaben.

sorry für den langen text aber ich musste das grade loswerden.