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Itachi1412

unregistriert

1

Dienstag, 8. Januar 2013, 23:44

Ekel vor Menschen und damit verbundener Waschzwang.

Hallo alle Ich bin Neu hier und stellle mich kurz mal vor.

Ich bin 25 jahre Alt und Männlich.
Mich plagen so einige geistige Angelegenheiten aber hier soll es um den Wasschzwang gehen der nur durch menschenekel hervorgerufen wird.

Angefangen hat alles vor etwa 18 Jahren ich muss so zwischen 6 und 8 Jahre Alt gewesen sein, wo ich von heute auf morgen,
den körperlichen kontakt mit Menschen mied. dass weiss ich von meiner Mutter, denn in dem Alter bekahm sie das letzte mal von mir eine Umarmung.
In dem Alter habe ich es natürlich nicht begriffen und meine Mutter dachte: was solls, so ist er eben, er mag nicht berührt werden.

Wirklich einschränkend wurde es für mich in der Orientierungsstufe, wenn alle ihre ersten Erfahrungen mit Beziehungen machten, oder auch der Sportuntericht war die hölle. aber ich schlug mich durch und immer weiter.
Die jahre vergingen und mit 19 Hatte ich meine Erste von 2 freundinen, die ich aber nicht berühren konnte ohne mich sofort zu Ekeln und mich unbemerkt zu Waschen. Zu intimitäten konnte ich nie kommen lassen.
Die Beziehung hat natürlich nicht lange gehalten.
( Kurzer einwurf, ich bin nicht homosexuel, Männer und Frauen ekeln mich gleichermaßen an, das einziege was ich noch ekeliger finde, und wo ich schon wenige stunden später herpes an der lippe bekomme sind kleinkinder und babys, überzogen mit köperauswürfen und klebriegen zeugs überall buuuuuhrrr morgen herpes^^ ).

Mit 19 war ich dann aus eigenem Antrieb das Erste mal beim Psychater der diagnostiezierte depression weil ich in folge des Waschzangs, oder auch umgekehrt, auch nicht gerne mit menschen in kontakt trete und da ich sonst nichts machen kann auch sehr niedergeschlagen war, bin. Mann stopfte mich mit mirtazipan und noch irgendeinem ding voll ohne Besserung. Also lies ich es und versuchte mein Leben einfach wie gewohnt weiter zu führen.

nun, seit 2 jahren ist es so schlimm, dass ich nichts anfassen kann von dem ich weiss dass es ein Mensch berührt hat, ohne mich zu Waschen. Mein Arsenal sind Arztseife, sicher 10 Packete im Monat und antibakerielles Gel für unterwegs sicher 20 packungen.
Seit dem bin ich auch wieder in Behandlung mit einer diagnostiezierten soziophobie.. demnach finde ich seit jahren leider auch keinen Job

Also mein Waschzwangproblem ohne auf alles andere einzugehen, ich kann keine Menschen berühren, nicht mal meine familie, seit meinem 8ten lebensjahr.
hatte eine glückliche kindheit wurde nie gemobbt oder vergewaltigt.
Ich kann nichts anfassen was andere berührt haben ohne waschen waschen waschen oder wenn es doch passiert, reagiert mein körper darauf mit lippenherppes.

Nun bin ich in behandlung wegen der soziophobie und dem anderen., und mein doc meint das der ekel vor menschen wohl mit der soziophobie zusammenhängt.
Diese jedoch bekomme ich langsam besser in den griff, doch der Waschzwang wird immer schlimmer. wie kann ich selbst meinen ekel vor menschen ablegen?
Ich habe es oft genug versucht aber es geht nicht.

Habt ihr ähnliches oder ein paar Tipps wie ich besser damit umgehen kann?
mir tun auch die anderen leid, viele verstehen es garnicht das ich so reagiere und suchen die schuld bei sich selbst denken sie sind unrein oder sowas.

Für ein paar tipps und erfahrungswerte wäre ich echt dankbar.

LH99

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  • »LH99« ist männlich

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Status: Betroffene/r

Hobbys: Gitarre spielen ; Musik produzieren

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2

Mittwoch, 9. Januar 2013, 15:01

Hi,
falls es die hilft, ich bin 14 Jahre und habe genau dieses Problem. Sportunterricht ist einfach grauenhaft. Wenn meine Mutter aus Versehen meine Bettwäsche berührt. (Aus der Waschmachiene holt), muss ich die Wäsche sofort wieder waschen.
Ich kann dich verstehen. ;)

LG

Yezrel

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Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

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3

Dienstag, 22. Januar 2013, 05:23

Hallo Itachi1412

Ich habe auch einen Waschzwang, allerdings beschränkt auf meine Hände, d. h. wenn ich die Hände akribisch genau allseitig und zählend gewaschen habe, entsteht bei mir der Eindruck, das Problem in Ordnung gebracht zu haben. Allerdings bekam ich dadurch sehr wunde Hände, trotz milden Mitteln, das Wasser ist einfach zu hart. Die schmerzenden Hände zwangen mich dann, mir weniger die Hände zu waschen, auch wenn es sehr gewöhnungsbedürftig war. Nur nutzte eben wirklich keine noch so gute Handkrem mehr. Mein Körper rebellierte immer mehr gegen meinen übertriebenen Waschzwang, sodass mich das erzog, denn die wunden Hände taten extrem weh mit der Zeit.

Ich bin in Therapie und kann Dir das nur empfehlen!
Lieben Gruß
Yezrel

girasol1991

unregistriert

4

Dienstag, 22. Januar 2013, 09:11

Hey,

also wenn du den Zwang in den Griff bekommen willst (vorausgesetzt es ist einer): Nicht vor den Dingen weglaufen bzw. die Hände waschen etc., sondern lernen das auszuhalten. Am besten mit kleinen Dingen anfangen, eine Hierarchie zu erstellen was am schlimmsten ist und was weniger schlimm ist und so weiter, kann da sehr hilfreich sein! Es wird wohl kaum alles gleich schlimm sein (zumindest erlebe ich das bei vielen Menschen mit Zwangsstörungen).
Mal ein Beispiel (habe u.a. einen Waschzwang):
Früher fand ich es total schlimm, wenn meine Mutter meine Bettwäsche oder sonst irgendwelche Wäsche von mir berührt hat oder die sogar auf den Boden gefallen ist, etc. - aber mit der Zeit habe ich schritt für schritt versucht das abzulegen. Angefangen dann mit Socken z.b., socken sind für mich das harmloseste, da man die ja eh an den füßen trägt, sprich wenn ein socken runtergefallen ist, meine mutter (oder sonst wer) ihn berührt hat, trotzdem anziehen. MIt der Zeit merkt man für gewöhnlich, dass es einfacher wird und erträglich ist. Wenn man das merkt, kann man dann weitermachen, zum beispiel mit der hose oder so - und dann schritt für schritt sich steigern.
ansonsten ist immer wichtig sich den zwang bewusst zu machen, sich dem stellen, ich bemühe mich meine rituale im rahmen des waschens auf ein minimum zu beschränken, nicht ideal aber besser als wenn ich das gar nicht mehr kontrollieren kann und sich teilweise dann auch gar kein 'Sauberkeitsgefühl' einstellt. Zudem ist es sinnvoll das ganze realistisch zu betrachten, was ist normal, was ist nicht normal, wo sind ängste, ekel etc. vllt begründet und wo nicht.
Ganz alleine ist das natürlich schwierig, wenn dein therapeut (?) meint, dass es mit der soziophobie einhergeht, du da aber anderer meinung bist, dann kann es hilfreich sein, sich noch eine zweite oder dritte fachmeinung einzuholen. ich habe das vor allem bei meiner medikation gegen den zwang gemacht, da ich da enorm misstrauisch/kritisch gegenüber eingestellt bin.
vllt ist diese seite hilfreich? http://www.zwangsstoerung.ch/selbsthilfe-fs.htm

liebe grüße!

Geri_

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  • »Geri_« ist männlich

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Zwangssymptome: Waschzwang

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Aktueller Therapie-Status: Stationäre Therapie

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5

Montag, 4. Februar 2013, 22:53

Hallo Itachi1412,

dein Waschzwang ist mit meinem so gut wie gleich. Mich graust es auch total von Körperauswürfen (Spucke, Rotz, Urin, Kot) anderer.


Hallo LH99,

Das mit der Bettwäsche und so kenne ich nur zu gut.

Hallo girasol1991,

ich würde mal sagen leichter gesagt als getan wie du es beschreibst.

girasol1991

unregistriert

6

Dienstag, 5. Februar 2013, 10:25

Hallo girasol1991,

ich würde mal sagen leichter gesagt als getan wie du es beschreibst.
Hallo,

nun ich habe auch nie behauptet, dass es leicht ist. Denn wenn es leicht wäre, dann wäre es sehr wahrscheinlich auch keine psychische Erkrankung ;-)

Geri_

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7

Dienstag, 5. Februar 2013, 21:28

So ist es :)