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Zwangsgedanken: Schlimme Zwangedanken ?

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1

Montag, 31. Dezember 2012, 22:05

Schlimme Zwangedanken ?

Hey, ich leider seit meinem 11 Lebensjahr an Zwangsgedanken .
Angefangen haben Sie auf Klassenfahrt , wo ich dachte , ich koennte aus dem Fenster springen oder im Urlaub vom Kreuzfahrtschiff .Habe wirklich alles durch an Zwangsgedanken , von Gottesbeweis , ueber homsexuell sein , paedophil sein , eltern angreifen etc.
2008 musste mein Vater ins Gefaengnis und die Zwaenge wurden parallel dazu so stark , das ich in eine Klinik musste , da ich den Zwangsgedanken hatte , dass mir die ganze Welt nur vorgespielt wurde.Natuerlich habe ich nicht ein Gedanken an meinen Vater in Untersuchungshaft verschwendet .Mein Vater saß uebrigens zu Unrecht in Haft , was die Sache fuer mich noch schlimmer gemacht hat , da er meine absolute Bezugsperson ist .Hatte in dieser Zeit sehr schlechte Erfahrungen mit Aerzten , wurde mit Neuroleptika vollgepumpt , bis mir ein Arzt gesagt hatte , das sind Zwangsgedanken und keine Schizophrenie , die mir vorher attestiert wurde :( .
Auf jeden Fall , habe ich dieses Jahr viele Verluste in meinem Leben hinnehmen muessen .Meine Freundin hat mich aufgrund meiner Zwaenge und Verlustaengste verlassen ,wie auch meine Freundin , mit der ich davor zusammen war . Meine Eltern und der gesamte Haushalt sind in Hartz vier abgerutscht, meine Mutter an einer Depression erkrankt und parallel dazu meine Zwangsgedanken unglaublich stark geworden .
Ich kann nicht mehr zur Uni gehen und bin sehr depressiv geworden .
Auf jeden Fall probiere ich grade in der Therapie diese Situation zu verarbeiten , da sie wohl Futter fuer die Zwangsgedanken sein soll .
Im Moment soll ich negative Eigeschaften ueber meine Eltern aufschreiben und reale Probleme nennen .Mache ich alles .Das Problem ist das ich wirklich traurig ueber die Situation zu hause bin und auch sauer .Das schlimmste ist aber , dass ich seit zwei Wochen den Gedanken habe , ich liebe meine eltern und meinen bruder nicht mehr .sie waeren mir egal und entwickel ein kinofilm im kopf , dass ich deswegen suizid begehe und nicht mehr mit ihnen rede in der geschlossenen lande .richtig krasses kopfkino.dabei liebe ich meine eltern , obwohl ich manchmal sauer auf sie bin .
Auf jeden fall gehe ich zur zeit jedem gespraech mit ihnen aus dem weg und traue mich nicht mehr rauszugehen , da ich die ganze zeit den gedanken habe , du liebst deine eltern nicht mehr .Meint ihr das koennte ein Zwangsgedanke sein :( ? ich kann nicht mehr , da es mich den ganzen tag verfolgt und ich andauernd daran denken muss , wie schlimm das fuer mich waere , ich bin nur am weinen und komme nicht aus meinem bett raus .ich kann mir selber nicht trauen gerade ,da ich ja wirklich auf manche sachen sauer bin , aber das ist doch normal als 22 jaerhiger, ist fast so schlimm wie 2008. Dazu wurde noch mein Citalopram reduziert , da es bei so hoher dosis verlaengerungen des qt intervalls verursachen soll .ich waere euch sehr dankbar , ob jemand schonmal etwas aehnliches hatte und mir vlt weiterhelfen kann .
rutsch alle gut rein !

2

Dienstag, 1. Januar 2013, 20:35

Bitte gebt mir mal einen Rat :(

3

Dienstag, 1. Januar 2013, 22:42

Hallo etienne! Ja ich denke es sind Zwangsgedanken! Ich leide auch seit Jahren unter Zwangsgedanken. Ich hatte sie mit lesbisch werden und im Bezug auf Tod und nun habe sexuelle Zwangsgedanken die Inzest, pädophil sein beinhalten... Ich hatte zwar noch keine Zwangsgedanken, dass ich meine Familie nicht mehr liebe, aber was ich in den Jahren gelernt habe: meine Zwangsgedanken spiegeln meine größten Ängste und Abneigungen wider! Und was aus deiner Nachricht hervor geht ist ,dass du Angst hast, deine Eltern nicht mehr lieben zu können. Daher bin ich mir sicher, dass es sich um Zwangsgedanken handelt und nicht wirklich so ist! Bleib auf alle Fälle an der Therapie dran! Ich wünsche dir das Beste und ein gutes neues Jahr!

Glg

4

Dienstag, 1. Januar 2013, 23:39

vielen dank , ich hoffe das es nur zg sind , ich werde irre :(

Jo

Anfänger

  • »Jo« ist männlich

Beiträge: 30

Zwangssymptome: Kontroll-; Gedanken

Medikament / Dosis: keine

Status: Betroffene/r

Wohnort: Hessen

Beruf: Techn. Angestellter

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5

Donnerstag, 3. Januar 2013, 00:15

Hallo,
kleiner Merksatz:
Wenn du meinst es könnte einZwang sein, dann ist es ein Zwang.
Die Wirklichkeit nimmt nie den Anschein von Zwang an, der Zwang nimmt aber den Anschein von Wirklichkeit an.
(frei nach Jeffrey Schwartz "Zwangshandlungen und wie man sich davon befreit")
Viele Grüße
Jo
Macht zu haben, bedeutet nicht, Recht zu haben.

6

Freitag, 4. Januar 2013, 18:56

danke

danke fuer eure tipps !
ich bin richtig depressiv , komme kaum mehr aus dem bett raus .
Soll am Montag Venlfaxin kriegen , hat jemand von euch damit positive erfahrungen gemacht ?
allen ein schoenes wochenende !

Skihaserl

Anfänger

  • »Skihaserl« ist weiblich

Beiträge: 9

Zwangssymptome: aggressive Zwangsgedanken

Medikament / Dosis: Cipralex 40 mg, Zyprexa 5 mg

Aktueller Therapie-Status: Teilstationäre Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Rheinland-Pfalz

Hobbys: Pferde, Reiten, Wandern, Wintersport, Rad fahren, Kanutouren, Lesen, Acrylmalerei

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7

Samstag, 5. Januar 2013, 20:28

Hallo etienne,

ich habe am 12.11.12 Venlafaxin bekommen. Vorher habe ich fast 4 Jahre Cipralex genommen, welches mir vor 4 1/2 sehr gut geholfen hat. Gleichzeitig hatte ich aber im Oktober 2008 eine Verhaltenstherapie begonnen. Nachdem ich Cipralex Anfang Sommer 2012 ausgeschlichen hatte und es Ende Augsut 2012 wieder genommen habe, hat es nicht mehr geholfen. Deshalb habe ich das Venlafaxin bekommen. Du musst es ausprobieren, jedes AD wirkt bei jedem Menschen anders. Leider muss ich sagen, dass es mir bis jetzt überhaupt noch nicht geholfen hat. Weißt Du schon, welche Dosis Du nehmen sollst am Anfang?

8

Samstag, 12. Januar 2013, 22:13

zwang

Zwangsgedanken , wenn es denn welche sind , was ich so hoffe, sind sehr schlimm geworden.ich habe das medikament gewechselt und bin jetzt bei fluoxetin.ich muss 24 std am tag darueber nachdenken , ob ich meine eltern liebe und ob es gute eltern isind.ich will das nicht .es tut so weh , ich bin staendig am zweifeln und muss pro contra argumentieren .bis vor zwei monaten habe ich mich so etwas nie gefragt , erst als in der therapie negative eigenschaften meiner eltern nennen sollte , dafuer ist mein anderer zwangsgedanke , dass ich nicht ich selber sein koennte , total verschwunden .ich weiss klingt fuer aussenstehende total komisch meine gedanken und abstrus.tut mir leid , dass ich hier so losschreibe , aber habe solche angst grade :( .konnte nicht an meiner uni klausur teilnehmen :(.

9

Donnerstag, 17. Januar 2013, 21:01

hallo etienne,
wie alt bist du? mir scheint dein leidensdruck im moment so groß zu sein, daß du über einen stationären aufenthalt in einer klinik nachdenken solltest. wie beurteilt dein therapeut die aktuelle situation? daß sich zwänge/zwangsgedanken plötzlich verlagern, ist übrigens nichts ungewöhnliches; erlebe ich bei meiner tochter auch immer wieder.
ich wünsche dir viel kraft für die nächste zeit!
liebe grüße, katja

10

Montag, 21. Januar 2013, 07:16

..

hey ich bin 22 jahre.habe mit stationaerem aufenthalt nur negative erfahrungen gemacht , wurden meine zg noch viel schlimmer .aber vielen dank fuer deine tipps.ich werde es so schaffen muessen.

girasol1991

unregistriert

11

Dienstag, 22. Januar 2013, 09:48

Hey,

inwiefern hattest du neagtive Erfahrungen mit stationären Aufenthalten? Wäre es nicht vllt nochmal einen Versuch wert - in einer anderen, vllt spezialisierten Klinik? Oder sonst eventuell im teilstationären Bereich? Damit du dich wieder fängst, einigermaßen stabilisierst und deinen 'Allerwertesten' hochkriegst, denn die größte Gefahr liegt darin im Bett zu liegen und nichts zu tun (auch wenn das an sich erstmal verlockend ist). MIr hat damals der teilstationäre Aufenthalt helfen können, da ich so wieder Stabilität und eine gewisse Struktur erleben konnte, jedoch genügend Pausen hatte, so dass keine Überforderung entstehen konnte. Zudem ist man aber gleichzeitig auch zu Hause noch eingebunden im familären Kontext, wobei ich nicht weiß ob das bei dir sinnvoll/förderlich wäre oder nicht - das ist so ein wenig die Frage.

Was sagt dein Therapeut/deine Therapeutin dazu, dass sich dein Zwang so verlagert hat bzw. was meint dein Therapeut/deine Therapeutin zu der Diagnose Zwangsgedanken? Du schreibtest davon, dass du hoffst, dass es welche sind, sprich es ist noch nicht wirklich diagnostiziert worden. Wie sieht das weitere Vorgehen aus? Machst du ggf. Expositionsübungen?
Wie stehen deine Eltern dazu, oder redest du wirklich so gut wie gar nicht mehr mit ihnen? Allgemein möcht ich loswerden, dass es nicht schlimm ist, sauer auf die Eltern zu sein, Wut zu empfinden, Enttäuschung etc. - das sind alles normale, menschliche Gefühle, die durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. Gleichzeitig aber ist die Liebe dennoch da - denn wenn du sie wirklich nicht lieben würdest, dann könnten sie dich ja auch nicht wirklich wütend machen durch ihre Verhaltensweisen. Jemand der einem egal ist, nun der ist einem egal, der kann keine wirklich starken Emotionen in dir auslösen.

Ich habe im Rahmen meiner Therapie auch häufiger schlecht über meine Eltern reden müssen, negative Kritik üben müssen etc. - fand ich auch nicht klasse, aber ich weiß, dass sie die wichtigsten Menschen in meinem Leben sind und ich liebe sie über alles, obwohl sie durchaus (wenn man das so sagen kann/darf) ein Stück weit 'Schuld' an meiner Erkrankung sind. Ich glaube, dass ich anders als du nicht so extreme Zweifel an meiner Liebe zu meinen Eltern etc. habe, liegt daran, dass ich wirklich davon überzeugt bin, dass Menschen sich untereinander immer gegenseitig weh tun, sich verletzen, aufeinander wütend sind - einfach weil zwischenmenschliche Beziehung das mit sich bringen. Alle Menschen sind in ihren eigenen Kontext, ihre eigenen Erfahrungen eingebunden, und ich weiß, dass meine Eltern nie etwas gemacht haben, um mir absichtlich und bösartig zu schaden, sondern weil nun weil sie nicht perfekt sind, weil sie zu sehr in ihrer eigenen Art gefangen waren, weil ihr Kummer so unendlich groß war und sie sich selbst vllt verloren hatten, und und und...

Zu deinem Studium: Sprich mal dort mit jemandem darüber. An meiner Uni gibt es extra ein Referat für Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung, oder die Zentrale Studienberatung oder so, dass du dort vllt erstmal pausieren kannst, dann hast du den Stress weg und kannst dich erstmal darum kümmern, dass du fit wirst!!!!

Alles Gute!

Yezrel

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12

Dienstag, 22. Januar 2013, 10:26

Hallo etienne

Ich hab derzeit auch Zwangsvorstellungen, und zwar ausgerechnet über meinen Therapeuten, wie er mich in der nächsten Sitzung emtional zurückstößt und verletzt, das alles so echt, dass ich weinen muss, als wäre es bereits geschehen und eine Realität. Bei mir kommen aber solche Zwangsvorstellungen vermehrt dann, wenn es mir allgemein nicht so gut geht, zu viel Stress hatte etc. Wenn es mir allgemein besser geht, reduziert sich das automatisch oder verschwindet sogar ganz.

Deshalb schau, dass es Dir gut geht. Versuche, Dich mit positiven Dingen in Deinem Leben abzulenken.
Lieben Gruß
Yezrel

13

Dienstag, 22. Januar 2013, 23:27

yo

Hey, ne ich habe die Diagnose Zwangsgedanken .Habe seit meinem elften Lebensjahr Zwangsgedanken , die sich staendig verlagern, wenn mein Leben einigermaßen ok laeuft , koennen sie mir recht wenig anhaben .in phasen von viel stress und ueberforderung , wird es ganz schlimm.besonders schlimm wurde es, als mein vater 2008 zu unrecht ins geafaengnis kam , da sind sie bei mir so stark ausgebrochen , dass ich in eine klinik musste.das problem ist , dass ich hypochondern bin und kliniken fuer mich daher gift.ich kenne mich wahrscheinlich mit medikamenten zu gut aus .Zu hause habe ich keinerlei stress mit meinen eltern , sie helfen mir eher , aber ich komme zur zeit nur sehr schwer gegen die zwaenge an , sie wollen mich an allem hindern .ich glaube , dass es eine art schutzfunktion ist , in zeiten in denen ich gewisse konflikte oder probleme nicht loesen kann .der zwang tritt immer in situationen auf , wo ich eig nicht weiter weiss .ich glaube auch dass meine eltern in gewisser weise mitschuld haben , da sie durch ihre uebervorsorgliche erziehung dazu beigetragen haben , dass ich teilweise sehr schwer mit problemen umgehen kann .meine beiden elternteile sind unter sehr aermlichen verhaeltnissen bzw im heim groß geworden und haben genau versucht , mir so viel liebe zu geben , wie es nur geht ^^ .da sie selber wenig erfahren habe .Ich muesste jetzt eigentlich Expositionsuebungen machen , traue mich aber nicht , da ich angst habe dass die gedanken dann noch staerker werden und ich im moment keinerlei distanz zu den gedanken habe , sprich ich bin mir nicht sicher ob es zg sind , glaube aber so geht es den meisten von uns , wenn sie in einer akuten phase stecken .bei mir kann man foermlich beobachten , destso mehr stress (kein positiver , der tut mir enorm gut ) , ich in den zwangsgedanken gefangen stecke .na klar darf man aggros seinen eltern gegenueber haben , die habe ich auch , denke das ist ganz normal.das problem ist , dass mein zwang daraus macht , dass ich sie hasse und sie nicht lieben wuerde.das problem ist naemlich dass ich sie ueber alles liebe , deswegen macht es mir so angst .ich bin wahnsinnig stolz auf meine eltern und froh in einer gebildeten ,kultivierten und liebevollen familie aufgewachsen zu sein.leider laeuft halt grade alles den bach herunter und wie immer kriege ich zwang.hat alles im sommer letzten jahres damit angefangen , dass ich in eine beziehung gestuertzt bin , die schon zum scheitern verdammt war, da ich anstaendig mit einem profifussballer in konkurenz stand und parallel dazu , steht meine familie vor dem finanziellen ruin .abersviert wurde ich mit der aussagen , dass ich zu anstrengend sei , danach ist der zwang nochmal staerker geworden .meine beziehung davort, ist auch aehnlich in die brueche gegangen .ich glaube dass da ne menge hass in mir brodelt der so gepuffert wird .eig waer mir danach die braut umzuhauen (was ich nicht mache , keine angst ).Generell sehe ich Psychatrien als nicht sehr hiflreich an , da sie einem aus dem realen leben nehmen , was teilweise allerdings auch von vorteil sein kann.fuer mich ist es eher gift , da ich noch mehr zeit zum gruebeln und hineinsteigern habe .was das studium betrifft, seh ich keine chanche mehr , da ich saemtlichen stoff und pruefungen versauemt habe , was mich auch nochmal zusaetzlich traurig macht , da mir das studium pflegewissenschaften sehr gelegen hat .Generell hoffe ich , dass mir das Fluoxetin wieder etwas Distanz zu den Gedanken bringen wird, damit ich langsam wieder einen Lebensplan aufbauen kann .Fakt ist , dass lezte Jahr lief total Katastrophe und immer wenn das so ist , kommt der Zwang.Sprich depri bringt zwang,zwang bringt depri .also ein ziemlich gefickter kreislauf , aus dem man sich nur schwer befreien kann .ich war sogar zwischendurch soweit , dass ich einen vortrag ueber meine erkrankung an einer universitaet gehalten habe .es ist ein ziemlich schlimmer teufelskreislauf , da man waehrend man akut zwangsgedanken hat , die realen probleme teilweise vergisst .Ich entschuldige mich fuer meine grammatik und rechtschreibung und wuensche allen gute Besserung !

Yezrel

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14

Dienstag, 22. Januar 2013, 23:40

Hey etienne

Da hast Du doch schon recht viel erkannt über die Hintergründe Deiner Zwangsgedanken. Vielleicht hilft es Dir, wenn Du viel Fachliteratur dazu liest. Ich mache das so, neben der Therapie.

Gehst Du jetzt aktuell auch in Therapie? muss ja nicht in einer Klinik sein, sondern ambulant wär denkbar.
Lieben Gruß
Yezrel

15

Mittwoch, 23. Januar 2013, 00:55

hey

Hey, ja habe ab Donnerstag wieder Therapie und ambulant habe ich einen echt netten Psychiater ,der meinte , dass er mit dem Fluoxetin super Effekte gegen Zwaenge erziehalt hat , ich hoffe sehr , dass es nach ein paar Wochen anschlaegt , nehme es ja jetzt erst seit zwei Wochen und habe bisher nur Nebenwirkungen .Ansonsten ist Literatur fuer mich eher nicht so gut , da ich mich in alles hineinsteiger , wie gesagt habe auch Hypochondrie :( .Ich wuensche dir auch gute Besserung !!!

16

Mittwoch, 23. Januar 2013, 02:45

Aber mal ne Frage an euch , meint ihr es gibt das als Zwangsgedanke , dass man 24 std darueber nachdenken muss , ob seine eltern gute menschen sind bzw man sie liebt ?! bis vor zwei monaten war mir dis noch voellig egal und auf einmal muss ich das 24 std am tag argumentieren mit pro und contra.ich muss immer drauf achten , was ich spuere in deren gegenwart und ganzes leben analysieren , kriege dabei totale panik.aber das ist doch kein zwangsgedanke im klassischen sinn , eig bin ich mir schon bewusst , dass ich meine eltern liebe und gerne hier wohne.ich verstehe nicht , warum ich das auf einmal so in frage stelle .klar gibt es auch sachen die mich an mein eltern stoeren ^^, glaube das ist normal.aber es rattert grade 24 std am tag , meint ihr das kann ein zwangsgedanke sein ? wenn es so sein sollte , muss ich in die exposition gehen ...

girasol1991

unregistriert

17

Mittwoch, 23. Januar 2013, 12:45

Hey!

Also das mit deinem Studium würde ich mir echt nochmal gut überlegen, wenn es dir wirklich an sich sehr viel Spaß gebracht hat, dann solltest du das Aufschieben aber nicht Aufgeben! - meist sind die an den Unis da sehr entegegenkommen!!! Ich kann dir das nur wärmstens empfehlen.

Zu der Kliniksache: Wie wäre es denn dann im teilstationären Bereich? Da bist du ja dann nicht richtig aus dem realen Leben rausgehoben, kannst aber dennoch langsam Energie tanken. Die Sache mit der Hypochondrie - nun das ist natürlich nicht einfach, aber vllt ist das auch ein Teil den man dort behandeln kann?! Ich kenne mich damit allerdings nicht wirklich aus, deshalb mag ich da auch nicht urteilen oder Tips geben, war nur ein Gedanke von mir!

Zu der Sache mit 'Liebe zu deinen Eltern' - ich glaube schon, dass es ein Zwangsgedanke ist, denn die verlagern sich echt. Ich habe ziemlich plötzlich erlebt, dass bestimmte Zahlen dreckig für mich sind, da sie die Anzahl der Buchstaben eines Namen einer für mich dreckigen Person darstellen. Total dämlich eigentlich, denn ich habe zuvor noch nichts derartiges erlebt und auf einmal 'scheißt' (tut mir leid) mein Zwang mir da ins Gehirn und meint, die Zahlen sind dreckig, was dazu führt, dass ich Wiederholungszwänge entwickel, da nur so die Anspannung nachlässt. Total bekloppt ist das, in meinen ganzen 21 Lebensjahren hab ich über sowas nie nachgedacht und dann kam es vor mmh nem guten Monat aufeinmal in meinen Kopf und seitdem habe ich diese Zwänge. Also von daher denke ich schon, dass es sich bei dir dort auch um einen Zwangsgedanken handelt. Der Zwang sucht sich logischerweise schwache Stellen aus, wo er es leichter hat zu fruchten und wenn du im Rahmen deiner Therapie diese Thematik rund um deine Eltern hattest, hast du natürlich mehr darüber nachgedacht etc. und das war ein gefundenes Fressen für den Zwang.
Prinzipiell glaube ich auch, dass (fast) alles irgendeine Form von Zwang werden kann, letztendlich sind Zwänge ja auch nur ein Symptom für etwas, was mit der Seele nicht stimmt (und das können dann auch total banale Sachen sein).

zu den Medikamenten: Bist du da schon höchstdosiert? Ich habe bisher bei keinem wirkliche Erfolge erlebt - auch immer nur Nebenwirkungen und nachlassen der depressiven Anteile :( aber ich kenne auch echte Erfolgsstorys von ehemaligen Mitpatienten. Ich glaube da ist alles möglich! Die Zeit wirds dir zeigen! Auf jeden fall alles Gute!!!

Yezrel

Fortgeschrittener

  • »Yezrel« ist weiblich

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Zwangssymptome: Zwangh. Persönlichkeit, Zwangh. Langsamkeit, Kontroll-/Zählzwang

Medikament / Dosis: keine

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

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18

Mittwoch, 23. Januar 2013, 14:37

@etienne

Wie viel Zeit hängst Du denn in Deinen Zwangsgedanken drin im Verlauf des Tages? Gelingt es Dir zwischendurch, da auszusteigen? Wenn ja, wie schaffst Du es, Dich abzulenken?
Lieben Gruß
Yezrel

19

Mittwoch, 23. Januar 2013, 20:57

hey

Hey, ne bin erst bei 20 mg fluoxetin.glaube auch , dass der zwang sich immer die wundesten punkte heraussucht.wenn wir in der therapie ueber mein bruder sprechen wird es wahrscheinlich ihn erwischen , dis nervt echt krass.Mir gelingt es zur zeit garnicht distanz zu bewahren bzw aus dem gruebeln herauszukommen .mittlerweile ist es so , dass wenn ich bspsweise gecheckt habe, dass es nur ein zg sei koennte , sich ein weiterer oben drauf setzt.das einzige was wirklich hilft , ist keine beachtung schenken .wer das kann , der hat fast gewonnen .das studium kann ich nicht wiederholen , da es dual war :( .ich denke wirklich , dass das wichtigste ist , dass man sich nicht unterkriegen laesst.
Girasol , was hast du fuer erfahrungen mit medikamenten gemacht ? hattest du auch fluoxetin ?zur nacht nehme ich 25 mg seroquel , das wirkt ganz gut .leider kriege ich davon aber immer mega hunger.
das beste medikament , ist fuer mich seroquel , das unterdrueckt die zwangsgedanken wirklich super , allerdings traue ich mich nie ueber 25 mg , da es echt krasse nw hat ,bei 50 mg hatte ich keine zg mehr , aber war wie bekifft ^^
ich glaube das wichtigste ist , dass man ein einigermaßen stabiles leben hat , zumindestens bei mir kann der zwang dann nicht so eingreifen ...wenn es nicht besser wird , werde ich vlt eine tagesklinik in betracht ziehen ...aber erstmal probiere ich es weiterhin ambulant ... :alarm:

girasol1991

unregistriert

20

Donnerstag, 24. Januar 2013, 22:07

Hey, ne bin erst bei 20 mg fluoxetin.glaube auch , dass der zwang sich immer die wundesten punkte heraussucht.wenn wir in der therapie ueber mein bruder sprechen wird es wahrscheinlich ihn erwischen , dis nervt echt krass.Mir gelingt es zur zeit garnicht distanz zu bewahren bzw aus dem gruebeln herauszukommen .mittlerweile ist es so , dass wenn ich bspsweise gecheckt habe, dass es nur ein zg sei koennte , sich ein weiterer oben drauf setzt.das einzige was wirklich hilft , ist keine beachtung schenken .wer das kann , der hat fast gewonnen .das studium kann ich nicht wiederholen , da es dual war :( .ich denke wirklich , dass das wichtigste ist , dass man sich nicht unterkriegen laesst.
Girasol , was hast du fuer erfahrungen mit medikamenten gemacht ? hattest du auch fluoxetin ?zur nacht nehme ich 25 mg seroquel , das wirkt ganz gut .leider kriege ich davon aber immer mega hunger.
das beste medikament , ist fuer mich seroquel , das unterdrueckt die zwangsgedanken wirklich super , allerdings traue ich mich nie ueber 25 mg , da es echt krasse nw hat ,bei 50 mg hatte ich keine zg mehr , aber war wie bekifft ^^
ich glaube das wichtigste ist , dass man ein einigermaßen stabiles leben hat , zumindestens bei mir kann der zwang dann nicht so eingreifen ...wenn es nicht besser wird , werde ich vlt eine tagesklinik in betracht ziehen ...aber erstmal probiere ich es weiterhin ambulant ...:alarm:

Seroquel gegen die Zwänge? Wow, wow, wow - das wird bei Schizophrenie angewandt an sich und dient in solchen Dosierungen wie du sie nimmst meist einem besseren, einfacheren und ruhigeren Schlaf/Einschlafen (hat bei mir aber nicht gewirkt). Habe Leute gekannt, die bei 25mg voll ausgeknockt wurden. Das sollst du nehmen? Das ist mir echt neu bei Zwängen. An sich werden SSRIs verschrieben, wie das Fluexotin, das muss aber vllt noch höher dosiert werden? Sicher bin ich mir nicht. Ich habe bisher Schlaftabletten und Seroquel (höchste Dosierung waren 100mg) zum Schlafen, leider hat aber beides nicht funktioniert, selbst die Schlaftabletten nicht. Gegen die Zwänge selber habe ich Sertralin (250mg), dann Anafranil (150mg) ausprobiert und jetzt aktuell nehme ich 60mg Paroxetin - alle Medis waren glaube ich in ihrer Höchstdosierung, jedoch nun es hat sich auf meine Zwänge nicht wirklich ausgewirkt. Die Depressionen sind weniger geworden, aber die Zwänge nicht, werde auch versuchen die abzusetzen, hab kommenden Donnerstag meinen Neurologentermin. Ich habe an Nebenwirkungen vor allem beim Sertralin extremes Zittern erlebt (feinmotorisch war ich komplett im Ar***), beim Anafranil habe ich enorme Heißhungerattacken erlebt und das Paroxetin verursacht extremes Schwitzen und Gewichtszunahme, zudem Müdigkeit aber gleichzeitig auch Schlaflosigkeit. Das Seroquel hat bei mir keine spürbaren Nebenwirkungen gehabt. Aber das ist natürlich auch bei jedem Menschen anders! Ich kenne eine, die durchs Anafranil totale Erfolge bezüglich ihres Zwanges erlebt hat.

Du hast Recht, es ist absolut grundlegend und wichtig, nicht aufzugeben, zu kämpfen immer und immer wieder aufs Neue!
Hätte mir jemand vor 2 - 2,5 Jahren gesagt, dass ich heute im vierten Semester relativ erfolgreich studieren würde, mich im Sozialen Bereich ehrenamtlich engagiere um anderen Menschen zu helfen, ein zwar eingeschränktes aber dennoch angenehmes Leben leben würde - ich hätte den Menschen damals einen Vogel gezeigt! Ich war damals echt am Ende und wollte mir das Leben nehmen, hab dann aber gekämpft und gekämpft und nun es zeichnen sich immer mehr Erfolge ab! Deshalb: NICHT AUFGEBEN!
Zustimmen kann ich dir auch, dass wenn man einigermaßen das Leben leben kann, ist der Zwang nicht übermäßig stark, erlebe ich jeden Tag.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute!!!

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