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Peter

Anfänger

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Zwangssymptome: Negative Zwangsgedanken

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1

Sonntag, 5. August 2012, 18:52

3 Jahre Leben mit Zwangsgedanken - Mein persönlicher Erfahrungsbericht

Hallo Forum,
ich dachte immer mal irgendwann schreibe ich ein Buch zum Thema Zwangsgedanken...
Aus dem Buch ist nichts geworden, aber ich habe einen Erfahrungsbericht über mein Leben mit negativen Zwangsgedanken verfasst. (Ich bin 26 Jahre alt).

Ich war sehr stark von negativen Zwangsgedanken betroffen, so das ich nicht mehr weit von einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik entfernt war.
Ich beschreibe in meinem Bericht den Verlauf der Krankheit und berichte von dem negativen, wie auch positiven Veränderungen die die Zwangsgedanken in mein Leben brachten.
Es handelt sich insgesamt um 14 Seiten, wer mag kann den Bericht als pdf. über folgenden Link downloaden:
http://www.mediafire.com/?w77v6z5fh9x0pzo
Ich hätte den Bericht auch dirket hier geposted, aber dazu ist er einfach zu lang.
Ich hoffe meine Schilderungen geben euch Mut für den Umgang mit Zwangsgedanken.
MfG
Peter

Labrador

unregistriert

2

Dienstag, 14. August 2012, 21:46

Ein toller Text, mehr kann ich dazu im Moment gar nicht schreiben.

Quovadis

unregistriert

3

Mittwoch, 15. August 2012, 09:53

Hallo Peter,

großes Lob für Deinen Text und vor allem den mutigen Weg, den Du offensichtlich erfolgreich gegangen bist.

Ich glaube, dass Dein Text vielen anderen Betroffenen Mut machen kann und würde Dich unbedingt dazu ermutigen ihn ggf. zu erweitern und als Buch zu veröffentlichen.


Vielen Dank und liebe Grüße

Peter

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Zwangssymptome: Negative Zwangsgedanken

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4

Montag, 27. August 2012, 14:28

Hallo,

mich freut es sehr, das ihr mit meinem Bericht etwas anfangen könnt!

Den Text zu erweitern bzw. ein Buch darüber zu schreiben... ich glaube ich belasse es zur Zeit erstmal bei diesem Bericht. Vielleicht komme ich in ein paar Jahren auf diese Idee zurück. Ich saß sehr lange an diesem Text. Gerade habe ich das Gefühl, dass ich die letzten Jahre, genug Zeit und Gedanken der Selbstreflexion bzgl. "Zwangsgedanken" gewidtmet habe. Der Politiker Wolfgang Kubicki, hat mal einen Satz gesagt der mir im Gedächtnis blieb, weil er meine jetzige Situaton ganz gut beschreibt:

„Selbstreflexion ist wichtig. Dauerhafte Selbstbeschäftigung ist tödlich.“

Viele Grüße

Peter

5

Montag, 27. August 2012, 22:58

Danke, du hast mir Mut gemacht!

Quovadis

unregistriert

6

Dienstag, 28. August 2012, 09:39

Vielleicht könnte man den Text in diesem Forum oben "anpinnen" damit er auch zukünftigen Mitgliedern direkt zugänglich ist?

Peter

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Zwangssymptome: Negative Zwangsgedanken

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7

Dienstag, 28. August 2012, 19:26

@ Quovadis

was meinst du mit "anpinnen"?

Gruß

Peter

Sandra

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8

Mittwoch, 5. September 2012, 17:46

Hallo Peter,

ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Liebe Grüße

Sandra

Peter

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Zwangssymptome: Negative Zwangsgedanken

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9

Mittwoch, 5. September 2012, 21:56

Danke Sandra

Gruß

Peter

Peter

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Zwangssymptome: Negative Zwangsgedanken

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10

Samstag, 8. September 2012, 14:33

Ich bin echt baff...

mittlerweile haben über 200 Leute meinen Erfahrungsbericht downgeloaded. Ob sie ihn gelesen habe ist die andere Frage:)... nicht desto trotz freue ich mich und überrascht mich das scheinbar große Interesse.

Viele Grüße

Peter

Patrick

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11

Samstag, 8. September 2012, 22:05

Ich wünsche dir auch weiterhin alles Gute. Vielleicht schreibst du ja einen Folgebericht :D

foremma

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12

Sonntag, 9. September 2012, 14:04

da sieht man mal wie sehr man nicht alleine damit ist! chapeau.

Peter

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Zwangssymptome: Negative Zwangsgedanken

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13

Sonntag, 4. November 2012, 23:29

Hi,
ich poste nochmal den Link zu meinem Erfahrungsbericht zu neagtiven Denkzwängen.
http://www.mediafire.com/?w77v6z5fh9x0pzo
Könnt ihr darüber downloaden.
Ich bin mir sicher das meine geschilderten Erfahrungen dem ein oder anderen helfen können seine eigenen Zwangsgedanken zu verstehen...das hoffe ich zumindest.
Gruß

Bea1312

unregistriert

14

Donnerstag, 24. Januar 2013, 09:56

Danke für diesen Bericht!!!

Hallo ich bin eine Mama von 2 wundervollen Kindern. Ich leide seid Dezember und aggressiven Zwangsgedanken meinen Kids gegenüber. Davor hatte ich Panikattacken und Angst davor mir könnte etwas passieren. Ich muss dazu sagen mein Mann arbeitet Nachts und abends lag ich oft im Bett und hatte Angst einzuschlafen und früh nicht mehr wach zu werden. Was wird dann aus meinen Kindern wenn sie mich früh finden--- der absolute Horror. Am 13.12. hatte ich Geburtstag einen Abend davor lag ich im Bett und es kam der Gedanke meinen Kindern etwas anzutun. Ich war völlig fertig versuchte ganz schnell einzuschlafen. Aber die Angst ließ mich nicht los. Meinen Geburtstag genießen konnt ich vergessen. Habe mich früh meinem Mann anvertraut, natürlich auch mit der Angst davor wie könnte er reagieren. Klar er war erstmal geschockt, aber meinte dann auch hey so ein Blödsinn das würdest du nie machen.

Ich habe dann die Liste von Psychologen raus und runter telefoniert, wollte mich einweisen lassen. Habe eine sehr liebe Psychologin gefunden die auch nicht komisch reagiert hat sondern meinte-- ja es sind einfach nur Zwangsgedanken!!!
Habe alles durch an Gegenständen, Putzmitteln und so weiter wie ich meinen Kids was antun könnte-- also gedanklich. Panische Angst natürlich habe jede Situation vermieden mit ihnen alleine zu sein. Aber Nachts muss ich leider da durch. Habe massive Schlafstörungen weil die Angst mich quält- Herzrasen, inne Anspannung ohne Ende.
Letzte Woche ging es mir realativ gut konnte die Zeit mit ihnen genießen und habe mich irgendwie sicher gefühlt. Vorher war alles so unwirklich-- wie im Trance. Konnte diese Gedanken auch annehmen und wieder weg schieben. Dann habe ich mir das Buch Kobold im Kopf gekauft und es hat mich völlig aus der Bahn geworfen. Da stehen so viele schreckliche Dinge drin. Habe es noch nicht fertig-- Thearpieansätze müsste ich vllt mal lesen, aber es hat mir Angst gemacht. Das gelesene konnte ich nicht verarbeiten. Da kam alles wieder hoch und seid dem geht es mir wieder schlecht. Die letzten Nächte konnte ich relativ gut schlafen. Davor jede Nacht Angst, Herzrasen ja nicht aufstehen Nachts. Muss dazu sagen meine Kinder schlafen bei mir im Bett. ich kann es zulassen- Heute früh war ich happy weil die Nacht ok war, aber dann schossen wieder Gedanken: wie Vllt würde ich es doch tun und was ist wenn es mir gefallen würde wenn sie nicht mehr da wären: in meinen Kopf. Das macht mir so extreme Angst. Ich liebe sie!!!!
Lieber Peter haben mir eben deinen Bericht durchgelesen. Habe mich so oft darin wiedergefunden. Einfach toll geschieben und macht mir Mut.

Yezrel

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15

Donnerstag, 24. Januar 2013, 15:59

@Bea

Zitat

Muss dazu sagen meine Kinder schlafen bei mir im Bett. ich kann es zulassen


Liebe Bea

Deine Kinder bei Dir im Bett schlafen zu lassen, davon würde ich abraten, weil es ganz wichtig ist, dass Du, aber auch Deine Kinder genug eigenen Freiraum haben und sich Mutter und Kinder nicht gegenseitig erdrücken in der Entwicklung. Gerade wenn die Kinder noch klein sind, unterschätzen das Mütter, die sich dadurch aber auf einmal komplett überfordert fühlen, denn auch Mütter brauchen Zeit und Raum für sich alleine, das ist ganz wichtig.

Gerade wenn Du in einer starken Abhängigkeit zu Deiner eigenen Mutter gelebt hast, brauchst Du das doppelt, um Deine unterdrückte Selbstentfaltung nachzuholen. Wenn die Kinder ihren eigenen Bereich haben und in ihren eigenen Betten schlafen, kann das auch die Zwänge bei Dir reduzieren helfen. Mir half es in der Abgrenzung zu meiner eigenen Familie, meinen eigenen Raum festzulegen und meine Familie etwas mehr auf Abstand zu halten, also keine totale Vereinnahmung durch Familie, Kinder, Mutter, Partner, das verstärkt die Zwänge, die symbolisch nach Abgrenzung und Freiraum schreien.
Lieben Gruß
Yezrel

Bea1312

unregistriert

16

Donnerstag, 24. Januar 2013, 16:20

Hmm naja meine Kids gehen abends mit Papa ins Bett. Er geht um 20 Uhr ins Bett und da ist es auch Zeit für die Kinder. Meine Tochter schläft ja abends in ihrem Bett ein und kommt dann inner Nacht rüber. Mein Sohn schläft bei uns seid dem er im Kh war. Das war 2009 bei ihm bestand der Verdacht auf Blutkrebs auch wieder eine Sache die mich fertig gemacht hat. Im Kh hatte er dann ein Zimmer wo er alleine geschlafen hat. Dadurch hat er Ängste und schläft bei uns. Er ist aber auch ein begnadeter Schnarcher dadurch komm ich oftmals nicht zum schlafen. Ich hab ja eh schon Probleme einzuschlafen und dann das dazu. Ich hatte mich gefreut das es geht mit ihnen allein zu sein. Genau das wollte ich ja unbedingt vermeiden. Habe Abstand zu meinen Kids genommen, konnt sie nicht mehr richtig an mich ran lassen. Auch schon wegen den Schuldgefühlen. Ihnen in die Augen sehen und wissen das man solche Gedanken hat einfach Horror.

Yezrel

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Donnerstag, 24. Januar 2013, 17:38

Hi,
ich poste nochmal den Link zu meinem Erfahrungsbericht zu neagtiven Denkzwängen.
http://www.mediafire.com/?w77v6z5fh9x0pzo
Könnt ihr darüber downloaden.
Ich bin mir sicher das meine geschilderten Erfahrungen dem ein oder anderen helfen können seine eigenen Zwangsgedanken zu verstehen...das hoffe ich zumindest.
Gruß


Ich habe den Bericht nun auch gelesen und finde ihn therapeutisch sehr wertvoll, nicht nur bei Negativen Zwangsgedanken, sondern allgemein bei Zwängen und ebenso für Zwanghafte Persönlichkeiten, weil es wirklich in die Tiefe der selbstgesetzten Normen geht und diese erfolgreich relativiert.
Lieben Gruß
Yezrel

Yezrel

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18

Donnerstag, 24. Januar 2013, 18:37

@Peter

Deine Ausarbeitung der "Grundform des negativen Zwangsgedankens", wie Du ihn bei Dir feststellen konntest, erinnert mich an die literaturwissenschaftlich eruierten "Einfachen Formen" von André Jolles als Ausdruck der menschlichen bzw. mündlichen Ausdrucksformen, worunter auch die "Sage" mit dem für Zwangskranke typischen magischen Denken fällt.

In der Volkskunde wurde zudem festgestellt, wie aus vielen abweichenden Sagenvarianten sich im Laufe der Tradierung eine "Zielform" des jeweiligen Sagentyps herauskristallisiert, und zwar immer die pointierteste und brutalste Version. Es entspricht also dem für Zwangsdenkende typischen magischen Denkmustern, die pointiert schlimmste Version zu wählen, womit Du mit Deinen Ausführungen genau den Punkt getroffen hast. Es ist in gewisser Weise auch ein Talent für pointierte Dramaturgie, denn in der Literaturwissenschaft wirken ähnliche Grundformen, z. B. die Novelle bzw. das Kriminalschema.

Die Akzeptanz Deiner negativen Zwangsgedanken entspricht übrigens auch der Grundform der Sage und des magischen Denkens, denn in der Volkssage wird mit dieser magischen negativen Anderswelt (der Zwangsgedanken) wie selbstverständlich angenommen gelebt, während es in der Fantastik literaturwissenschaftlich als "Riss" und "Verstörung" definiert wird. So gesehen wird auch erklärbar, warum Volkssagen auch in der Psychotherapie (Tiefenpsychologie, Archetypenlehre) erfolgreich und heilsam eingesetzt werden.
Lieben Gruß
Yezrel

Peter

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Zwangssymptome: Negative Zwangsgedanken

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19

Montag, 12. Juni 2017, 23:19

Meditation statt Medikation bei Zwangsgedanken

Hi, wem mein Erfahrungsbericht zusagt, der interessiert sich vielleicht für diesen Beitrag von mir. (Mittlerweile haben meinen Erfahrzungsbericht über 5.000 Menschen heruntergeladen, daher gehe ich von großem Interesse aus.) In meinem neuen Beitrag geht es um Meditation bei Zwangsgedanken. Mir hats geholfen und hilft es noch immer!!!
Den Bericht kann man als Pdf. herunterladen. Musste das so machen, weil der Bericht für ein Post im Forum zu groß ist.
PETER
https://www.mediafire.com/?6n87rjzag8axfs4

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