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Freitag, 30. März 2012, 20:10

Zwangsgedanken Hilfe ein Jahr Terror

Guten Tag,

ich würde gerne hier mal meine Geschichte niederschreiben, alles bekann vor drei Jahren, das ich aufeinmal aggressive Zwangsgedanken gegen mich und meinen Freund hatte und eine riesen Angst mich überkam. Ständig dachte ich muss ihn verlassen und ich grundlos total eifersüchtig war. Ich habe mich damals akut in die Klinik einweisen lassen; keine schöne Erfahrung. Dann habe ich eine Verhaltenstherapie begonnen, wo mir nach einen Jahr gesagt wurde, sie haben Depression. Ich Freude strahlend, weil ich nun endlich wusste, was ich für mich tun kann und ich habe mich ins Zeug gelegt: wohl jeden Ratgeber befolgt den es gab.

Es war eine große Umbruchszeit, ich hatte damals gerade mein Berufspraktikum zuende gemacht. mein Chef bot mir zwei Jobs an und ich dachte jäh, bist jung und wieso solltest du es nicht schaffen wie jeder andere auch 40h zu arbeiten.
Und dann kam alles Schlag auf Schlag, das ist jetzt genau ein Jahr her mein Vater wurde auf die intensiv eingeliefert, ah Panik, drei Tage später trennte sich mein Freund von mir, was ich dann gar nicht mehr in meine n Kopf bekam, und dann war ich so sauer auf ihn das ich ihn raus warf, er hat sich ab da nie wieder sehen lassen (Arschloch), gleichzeitig zogen liebe Freunde weg und ich dachte jo stürze ich mich in die Arbeit (die eigentlich ziemlich langweilig und gar nicht stressig ist) und dann fing es an gedanken wie, ich hasse alle menschen etc... heulkrämpfe und kein halten mehr. In die Klinik wollte ich nicht mehr, weil mir es damals nicht gut gefallen hat und dann habe ich mir eine andere Klinik ausgesucht, und es ratterte in Kopf: ich hasse alle menschen, meine kollegin wird mich bestimmt verachten, keiner darf jetzt mitbekommen das ich schwach, alle schauen mich komisch an, ich bin ein nicht ein schwachkopf, ich könnte alle umbringen etc.... in einer sitzung bei meiner therapeutin die auch plötzlich in panik geriet, oh gott nehmen sie jetzt bloß medikamende, dann dachte ich auch nochauch jetzt das Falsch gemacht, hätt ich mal früher u.s.w. und ich viel voll in die Depression, irgendwann konnte ich dann auch nicht mehr arbeiten und legte meine hoffnung auf die klinik, auf Trauma spezialisiert. denn ich wusste ein Trauma steckt dahinter. Dann kam ich in die Klinik und war bereits im totalen Selbsthass gelandet (unteranderem weil ich michvorher unglaublich gut reingoogelte in meinen Zustand), nach drei Wochen ging es mir gut und dann der nächste Schlag, oh gott ich bin ja wirklich traumatisiert und ne menge alter erinnerungen schoßen in meinen Kopf, aber ich bin ein gottgläubiger mensch und vertraute der klinik, also alles wird gut!
Dann letztes Jahr November kam ich aus der KLinik, immer noch ziemlich fertig aber motiviert und voller Hoffnung. meine Therapeutin bot mir gleich ein Termin an: ich dachte sagen wir ihr mal gleich das von dem TRauma, nicht das noch mehr sachen passieren die mir wehtun (sie hatte mich in der Therapie ziemlich unter Druck gesetzt, gleich alle ängste aufeinmal begegnen und mir vorgeworfen, das sie doch schon so lange mit mir therapie macht). Und ich spreche sie darauf und ihre einzigen worte waren oh Frau... das müssen wohl Mißverständnisse gewesen sein und prombt ging es wieder los und diesmal heftiger, im kopf: nur Hass oder bring dich um etc.:

also AWO angerufen und eine nette Frau kam vorbei, doch egal was sie sagte bei mir kam nur an du bist schuld, du bist schuld, du bist schuld und ich verabschiedete sie und mir war klar irgendwas stimmt hir nicht. Ich ließ mich also wieder akut über Weihnachten und Silvester in die Klinik bringen, wo ich schoneinmal war. Dort bekam ich ein Medikament was mir etwas half und meine ganzen Grübeleien, weil aufeinmal fühlte ich mich für alles schuldig was nur in meinem Umfeld geschah, reduzierte. Nun bin ich seit Februar zu hause mit der ERkenntnis, ich war sogar so instabil das ich eigentlich noch nicht mal bei den Therapie in der letzten Klinik mitmachen konnte. Alle Mitpatienten rieten mir bloß alle Hilfe anzunehmen die ich bekomme, aber ich werde halt auch immer Mißtrauischer.

Klar wurde mir, das durch den Druck meiner Therapeutin und der Geschichte das sie mir dazu anriet die Gedanken zu unterdrücken bloß alles Schlimmer wurde und naja, nun sitz ich da und mir geht es ziemlich schlecht, weiß noch nicht mal ob ich wieder arbeiten gehen kann und überhaupt wie meine zukunft aussehen soll und fühl mich kaum zu einer entscheidung fähig und innerlich ist einfach ein riesen Schmerz. Ich wäre für jedwege Rückmeldung dankbat. ?(

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Montag, 2. April 2012, 20:53

RE: Zwangsgedanken Hilfe ein Jahr Terror

Hey Ada,
da hast du echt eine harte Zeit gerade. Aber gib nicht auf, bei Zwängen ist es jeden Tag ein harter Kampf, aber es kann auch besser werden.
Wie lange genau hast du schon Zwänge - dass hört sich an, als ob es v.a. Zwangsgedanken sind?
Das Problem mit der Arbeit kann ich gut verstehen. Auf meiner früheren Arbeit hatte ich echt damit zu kämpfen. Jetzt ist es etwas besser, schon deshalb weil ich für etwas gebraucht werde und einen geregelten Tagesablauf habe. Auch wenn es hart ist,aber ein bißchen Struktur hilft manchmal, sich nicht ganz in den Zwängen zu verlieren, so geht es mir zumindest.
Hilfe annehmen ist auch nicht leicht, aber sei ganz ehrlich mit dir: Wie würde es denn weitergehen, wenn du es nicht tust?
Halt durch!