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PlayingTheAngel

unregistriert

1

Mittwoch, 22. Februar 2012, 16:13

Angst/Zwangsvorstellungen Schizo??? HILFE!!!!!

Hallo liebe Forum-User!!!

ich bin im moment in stationärer Behandlung auf einer Psychotherapiestation, ist auch alles wunderbar. Bin zwar erst 21 Jahre alt, aber irgendwie werde ich das Ding schon schaukeln...hoffen wirs zumindest!! ?(
Und ich kann mir gut vorstellen, dass vielen dieses thema schon auf den sack geht (meinem thera gott sei dank nicht :D )



Mein Problem ist nun folgendes: Ich habe Kortison bekommen zw. den Jahren, war total unter stress, wäre wirklich am liebsten aus dem fenster gesprungen (gott sei dank wohne ich im keller hahaha :P )

dann kam ich ins KH und wurde 5 tage isoliert...angeblich irgend einen infekt festgestellt...und netterweise wurde mir am anfang mitgeteilt, dass kortison Psychosen auslösen kann.... D A N K E, die info habe ich gebraucht... ;(

nun nahm alles seinen lauf...5 tage isoliert, sowieso schon burn out/panikstörung und laptop....symptome gegoogelt von schizo/psychose und noch verrückter geworden...

was von den frühwarnsymptomen ich mir jetzt eingebildet habe und was nicht weiß ich im moment leider nicht so genau. jedenfalls achte ich spezifisch genau auf meine gedankengänge und stelle mir immer vor was wäre wenn....wenn ich jetzt stimmen höre würde, das würde sich bewegen etc.....und so ne kacke....den ganzen tag auch ehger kathastrophen bilder was sich alles um psychosen dreht..sehe immer mich vor eigenen augen wie ich verrückt bin oder meine stimme wie sie wäre wenn ich verrückt bin und so ne kacke...DEN GANZEN TAG!!!! VIele symptome von dem frühwarnsymptomen treffen natürlich zu im moment, aber bin extrem gestresst etc...

Und nun meine frage...werde ich verrückt oder kennt ihr das?!

rosesraining

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2

Mittwoch, 22. Februar 2012, 18:38

Hey PlayingtheAngel,

OHJA, und wie ich das kenne... aber ich gebe dir einen Tipp: Höre auf zu Googlen. Das ist das schlimmste, was du machen kannst.
Du bist ganz sicher nicht schizophren. Die Angst kann ich zu hundert Prozent verstehen, ich habe sie schon seit Jahren und es geht mir bis heute noch gut ;)
Wir steigern uns viel zu sehr in diesen Gedanken rein... das würde jemand, der kurz vor einer Psychose steht nicht machen. Er würde sich in ganz andere Gedanken reinsteigern, aber nicht in den Gedanken, ob er jetzt Frühwarnzeichen hat.

Ich kenne alle Frühwarnzeichen von Psychosen und vor allem das der Gedankeninterferenz hat mich ein ganzes Jahr lang geängstigt. Aber dann hab ich mal eine Freundin gefragt und sie meinte, es sei ganz normal dass einem ab und an mal komische, wirre Gedanken im Kopf rumspuken, die zusammenhangslos sind.
Ich hab dann natürlich immer gedacht "An was könnte ich jetzt denken, was total wahllos ist?" Und irgendein komisches Wort fällt einem dann immer ein.

Oder manchmal, wenn ich irgendwelche Geräusche oder jemanden reden höre, ihn aber nicht sehe (z.B. im Getümmel vom Supermarkt oder generell da wo viele Menschen sind) denke ich auch immer "Ohoh, jetzt fängts an, jetzt hörst du Stimmen". Und ich bin immer erst beruhigt, wenn ich das Geräusch orten kann... und wenn ich das einmal nicht orten kann, dann grübele ich den ganzen Tag nach, ob das wirklich ein reales Geräusch war oder ich es mir eingebildet habe.... An manchen Tagen ist es echt gut und an anderen wieder richtig schlimm.

Und das Googlen... das macht alles viel, viel schlimmer. Hätte ich nicht soviel über psychische Krankheiten gegooglet, hätte ich viele viele Zwangsängste weniger!

Man spricht von einem „Teufelskreis der Angst“, der aus folgender Spirale besteht:
1. Es treten harmlose körperliche oder geistige Veränderungen auf z.B. Entfremdungsgefühle, geistige Müdigkeit, geistige Erschöpfung etc.

2. Das führt bei sehr sensiblen Menschen zu einer Wahrnehmung dieser Veränderungen. Die Betroffenen bemerken die eingetretenen körperlichen oder kognitiven Veränderungen und wenden sich ihnen stärker zu.

3. Bewertung der Symptome als Zeichen einer Bedrohung. Die wahrgenommenen körperlichen oder kognitiven Symptome, die oft normale Stress- oder Nachstresssymptome darstellen, werden mangels anderer Erklärungsmöglichkeiten als gefährlich beurteilt („Ich werde bestimmt gleich durchdrehen" "Bald bin ich verrückt").

4. Entwicklung von Angst als Folge der vermeintlichen Gefährdung . Die Entstehung vermehrter Angst ist die logische Folge, wenn bestimmte Symptome als gefährlich interpretiert werden.

5. Geistige Veränderungen als Folge der Angst machenden Bewertung der Symptome. Die eingetretenen Veränderungen werden so angstvoll erlebt, dass die Symptome stärker werden und man sich diese auch teilweise selbst einbildet und in die Richtung interpretiert, die für einen am angstvollsten ist.

6. und das ganze führt manchmal zu richtigen Angst- und Panikattacken, die von den Zwangsgedanken regiert werden.


Ich hoffe, ich konnte dich ein bisschen damit beruhigen. Mir hilft es immer sehr, wenn ich mir die rationalen Gründe vor Augen halte, warum ich mich dort so reinsteigere... und diese Ängste mich beherrschen.

Denk' dran: Du bist nicht alleine mit deinen Ängsten und ich glaube es geht ganz ganz vielen Zwänglern so wie uns!

Aber wie heißt es so schön? Zwängler sind verrückt bei klarem Verstand!
;)

Alles Liebe und lass' dich nicht unterkriegen!

RosesRaining
Nicht zu viel denken. Du könntest Probleme schaffen, wo vorher gar keine waren!

PlayingTheAngel

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3

Donnerstag, 23. Februar 2012, 08:45

Hallo! :))

Danke für deine Antwort!

Ich weiß, das es eig theoretisch unlogisch ist darüber nachzudenken, aber wenn die angst einen extrem packt dann ist das die hölle...das schlimme ist ja dann während panik denke ich ok jetzt bin ich verrückt und danach dann wieder nicht und mal so und mal so...schrecklich -.-

Aber schön das es noch mehrere gibt dennen es so geht wie mir! :))
Kann sich das ganze eigentlich in einen Wahn entwickeln??? (Typische Angstpatientenfrage :P )

ich krieg halt auch den gaaaaaaanzen tag bilder in meinen kopf wie ich mich fühle...schrecklich, ich muss alles visualisieren vorm inneren auge und das is so schrecklich weil das sind jameistens keine tollen bilder....ZUM KOTZEN!!!! :silly:

rosesraining

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4

Donnerstag, 23. Februar 2012, 09:01

Hey :)

also so ein Wahn im Sinne von einer psychischen Krankheit entwickelt sich da auf keinen Fall draus.
Zwangsgedanken sind schon "wahnsinnig" genug, wie ich finde, aber auf eine ganz andere Weise als psychotisches Erleben.
Egal wie sehr wir uns in diese Gedanken reinsteigern, wir haben immer noch diesen kleinen Funken Verstand und erkennen die Unsinnigkeit unserer Gedanken und Vorstellungen.

Bist du eig. wegen deinen Zwangsgedanken zurzeit in stationärer Behandlung oder hast du auch Zwangshandlungen?

Liebe Grüße

Roses Raining
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PlayingTheAngel

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5

Donnerstag, 23. Februar 2012, 09:58

Hey

ja, bin im moment in stationärer behandlung weils unter anderem mit meiner ambulanten thera nix gebracht hat...
die hat so sätze losgelassen von wegen das ich ja eh bald verrückt werde wenn ich so weiter mache und es wäre total scheiße verrückt zu sein etc...

hier auf station ist ein therapeut der definitiv anders therapiert und ich bin auch echt froh das ich den habe !! :)) der kennt meine ehemalige therapeutin und hat sie wohl auch schon gefragt, weil man einen angstpatienten der angst vorm verrückt werden hat nich so behandeln kann/sollte....

außerdem wurde auch noch BurnOut/Erschöpfungsdepression diagnostiziert, was hier auch noch behandelt wird....

aber bis jetzt noch ohne tabletten, wobei ich gegen diese zwangsgedanken/zwangsgrübeln kurz davor bin irgendwas zu machen...so wird der stress ja nie weniger :(

zwangshandlungen habe ich bis jetzt noch nicht, hoffe auch nicht das die kommen..wobei ich auch immer das gefühl habe irgendwas vergessen zu haben wenn ich das haus verlasse...sowas wie glätteisen aus machen oder tür richtig zu gemacht etc..kuck aber nicht nach... ;)


aber stationär gefällt es mir eigentlich richtig gut, ist ja auch ne therapiestation, hier gibts halt 2mal gruppentehrapie, eine große gruppentherapie, jederzeit gespräche mit den pflegern und 2 mal therapeut pro woche..und die gruppe so in der freizeit ist halt auch noch viel wert, da man sich dann auch austauschen kann.

am anfang war ich allerdings zwei wochen auf soner "auffangstation" und das war echt heftig..das kommt halt auch noch dazu, ich hab eig das gesehen wovor ich am meisten angst hatte...und das is echt hart teilweise gewesen hier...aber ich kann eigentlich soweit damit umgehen, weil irgendwo in mir tief drin weiß ich ja das ich nicht verrückt werde ;-) außerdem hat der therapeut (welcher jetzt auch mein ambulanter wird) sich halt speziell um mich gekümmert das ich da nicht so untergehe...deswegen, bin echt so froh das ich den habe!!! :breit:

und wie ist das bei dir? warst du schonmal stationär?

rosesraining

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6

Donnerstag, 23. Februar 2012, 12:37

Hey! :-)

Ohje, so eine Thera kann man ja echt nicht gebrauchen. Was fällt der denn bloß ein? Manchmal verstehe ich die Menschen echt nicht...

Du brauchst wirklich keine Sorgen haben, dass du verrückt wirst. Das wirst du ganz sicher nicht! Ich glaube, dass unsere Gedanken primär von der Angst geprägt sind und genau dieses Angstgefühl gibt einem manchmal echt das Gefühl, gleich durchzudrehen... aber es ist einfach "nur" diese unbändige Angst!

Nein, ich war noch nie stationär auf Therapie. Solange es auch so klappt, will ich das auch nicht machen. Und Medis nehme ich auch keine. Ich habe schon seit meiner Kindheit Ängste und Zwangsgedanken und so schlimm es auch manchmal ist, kam ich immer wieder auf einen grünen Pfad und habe noch nie das Bedürfnis gespürt, mir von Tabletten helfen zu lassen.
Ich glaube, ich bin ein Mensch, dem es einfach gut gut darüber zu reden und das ist für mich die beste Medizin.
Das heißt nicht, dass ich mich gegen Medis wehre, wenn ich merke, es geht echt nicht mehr anders. Das soll jetzt auf keineswegs so rüberkommen, dass ich Medis verurteile... sie sind bestimmt eine gute Hilfe für Menschen, die wirklich glauben, dass es anders nicht geht.
Ich bin irgendwie ein Stehaufmännchen und habe mich bisher aus wirklich ganz ganz schlimmen Zwangsgedankenphasen wieder herausgekämpft und habe auch schon starke Angstgefühle ausgehalten und hatte auch schon die ein oder andere Panikattacke. Am schlimmsten war es, wo ich noch nicht wusste, was Zwangsgedanken sind. Da dachte ich echt, ich bin sowas von verrückt und keiner kann mir je helfen.
Aber diese Erfahrung zeigt mir auch jedes Mal, dass nach jeden Woken wieder Sonne kommt :)
Und sollte es irgendwann gar nicht mehr gehen, dann nehme ich auch Medis.

Zwangshandlungen habe ich auch keine, aber das mit dem Glätteisen kommt mir bekannt vor ;)
Früher war das sogar noch extremer und da hab ich manchmal meine Mama angerufen, wenn ich in der Schule war und ihr gesagt, sie soll noch mal gucken, ob ich es aus der Steckdose gemacht hab ;)
Seitdem ich studiere ist das weniger geworden, aber da kamen halt die Zwangsgedanken richtig heftig teilweise. Aber meine innerste Überzeugung ist diejenige, dass es uns Zwänglern gelingen kann, Zwänge und Ängste zu besiegen. Irgendwie. Irgendwann. :)

Kennst du außer dem Visualisieren vor dem inneren Auge auch das, wenn man sich auch so dumme Gedanken vor dem inneren Ohr vorstellt... also wenn du denkst "so könnte das klingen, wenn man verrückt ist" und sowas :S ??

Liebe Grüße

Roses Raining
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PlayingTheAngel

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7

Donnerstag, 23. Februar 2012, 12:57

Hallo,


ja finde gut das du so denkst!! ;) Ich bin halt mittlerweile aber leider soweit, dass ich kurz davor bin mich einfach hinzugeben zu der ganzen scheiße, egal was passiert....bin im moment leider eher depressiv als ängstlich...

ja ds mit dem ohr kenne ich auch, ich hab auch das problem das ich immer sofort eine vorstellung bekomme wenn mir was angst macht wie das weitergehen könnte, dadurch bin ich teilweise so verwirrtheit das ich dann in den grübelzwang verfalle ob es nun wirklich ist alles oder nicht, ob ich verrückt bin oder nicht... ;(

ich laufe auch teilweise durch die straßen und überlege mir wie ein mensch mit pschose dsa jetzt wahrnehmen würde, also es ist schon echt heftig...und ich weiß halt leider nie ob das wirklich normal jetzt noch ist oder nicht... ?(

rosesraining

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8

Donnerstag, 23. Februar 2012, 15:15

Hey :)

meine WG, wo ich für mein Studium wohne, ist mitten in der Stadt und da sitzt manchmal so ein junger Mann, der bettelt. Er hatte schon einen leicht kranken, aber einen total lieben Eindruck gemacht. Und weil ich immer auf dem Hin- und Rückweg von der Uni mit ihm ins Gespräch gekommen bin, habe ich ihm gelegentlich auch ein bisschen Geld gegeben. Und dann hat er mir erzählt, dass bei ihm vor 6 Jahren Schizophrenie diagnostiziert wurde und dann hat er mir davon erzählt... Ein super lieber Kerl und er freut sich, wenn man mit ihm redet und er ein bisschen erzählen kann.

Ich hatte total Mitleid und fands halt auch echt total cool von ihm, dass er da so offen drüber redet. Also es ist auch kein Straßenjunge, sondern er lebt schon in ner eigenen Wohnung, nur weil das Sozialgeld nicht langt, geht der arme Kerl zusätzlich noch betteln...
Aber was ich damit eigentlich sagen will: Ich habe ihn mal gefragt, ob er bevor seine Krankheit ausgebrochen ist, Angst gehabt hat, dass er krank wird.
Und er meinte er hatte Angst, aber nicht davor, ob er krank ist, sondern er hatte vielmehr Angst vor seiner Umwelt, weil er eine komplett veränderte Wahrnehmung hatte. Er meinte, das letzte, woran er gedacht hätte, wäre gewesen dass mit IHM was nicht stimmt, eher stimmt was mit seiner Umwelt nicht...

Und ich glaube genau darin, besteht der Knackpunkt des ganzen... Als Zwängler achtet man extrem auf sich selbst und grübelt, ob mit einem selbst etwas nicht stimmt. Bei einer Psychose ist das scheinbar genau andersrum... man vermutet den Kern des ganzen nicht in sich selbst, sondern in seiner Umwelt.
Weißt du, wie ich das meine?
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PlayingTheAngel

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9

Donnerstag, 23. Februar 2012, 21:38

ooooohhhhhh die geschichte ist echt schön eigentlich! :))

aber ich dreh mich halt voll im kreis :-( die gedanken sind total durcheinander, dann die angst verrückt zu werden und das EWIGE in sich horchen...dann jedes gefühl visuell darstellen und katastrophal zu ende denken...dann ständig grübeln is das wirklichkeit oder nicht, das kommt ja auch noch von dem scheiß grübelzwang...

dann glaube ich teilweise schon das ich verrückt bin oder alles unecht ist und dann ist das immer son ganz komisches gefühl....so wattig :(

dann ist die umwelt so anders...so fremd...nichts gefällt mir irgendwie draußen ist sau komisch...hab angst raus zu gehen....es ist alles so viel!!! Und dann rede ich mir immer ein durch den ganzen stress werde ich mich selber verlieren und dann verrückt werden...weil durch stress wird man ja verrückt....

gott ich bin so unglaublich depressiv :tocktock:

geht es dir nicht manchmal auch so?

rosesraining

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10

Freitag, 24. Februar 2012, 00:14

Hey,

also so gedrückte Stimmung kenn ich natürlich, aber so im Sinne von einer Depression habe ich das zum Glück noch nie richtig erlebt... glaube aber das ist auch schwer zu unterscheiden... gibt ja depressive Verstimmungen und richtige Depressionen. Als ich einmal in so nem richtigen Tief war war das vllt eine depressive Verstimmung..

Aber ich kenne das mit dem Gedankenkreisen und dem Grübeln... Ohja, und wie ich das kenne.
Und das mit dem Zustand, dass einem alles fremd vorkommt nennt man ja Derealisation und Depersonalisation (kleine Vorwarnung und Entwarnung, falls du die Begriffe noch nie gehört hast und sie googlest: Du findest sie auch unter anderem bei Frühwarnzeichen von Psychosen, aber frag mal alle Zwängler... das kennen soooviele und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass sogar jahrelange Zustände solcher Art nicht zu einer Psychose führen).
Ist ein typisches Begleitsymptom von Zwangserkrankungen... das kann man auch bei Google nachlesen ;) Bei ersterem kommt einem die Umwelt und alles draußen fremd und unwirklich vor und beim letzteren kommt man sich selbst fremd und unwirklich vor...
Meinen ersten Depersonalisationszustand und Derealisationszustand hatte ich mit 12 Jahren und es endete in einer Panikattacke. Ich kann mich da heute noch ganz genau dran erinnern... war bei uns im Wohnzimmer. Meine Mama konnte mich dann irgendwie beruhigen aber es war ganz ganz furchtbar. Ich weiß nicht, was da plötzlich in meinem Gehirn verrückt gespielt hat... aber ein kleines Mädchen, dem die Umwelt so unglaublich fremd vorkam und das sich selbst unwirklich gefühlt hat...
Nehme mal an, dass das kam, weil ich schon als Kind Zwangsgedanken hatte und wenn das Gehirn irgendwann einfach nicht mehr kann bzw. blockiert, dann verfällt man wohl in so einen Zustand.

Habe das mit der Zeit (nach ca. 1-2 Jahren) dann aber super in den Griff bekommen und habe eine schöne und glückliche Jugend verbracht. Ich hatte in diesen Phasen so gut wie keine Zwangsgedanken und auch die Derealisations- und Depersonalisationsgefühle sind weitesgehend verschwunden
Und dann als ich angefangen hab zu studieren und es für mich eine komplett neue Lebenssituation war mit Umzug und so, kamen Zwangsgedanken und auch wieder solche Entfremdungserlebnisse.
Zurzeit habe ich es aber auch wieder im Griff. Ich hab ein bisschen die Angst vor solchen Momenten verloren, weil ich weiß, dass sie vorbei gehen...
Aber kann dich definitiv verstehen und wie du siehst... das kenne ich alles! ;)

Wie war dein Tag so? Geht es dir schon etwas besser? Hast du das Gefühl, du machst Fortschritte in der Thera?

Liebe Grüße!
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PlayingTheAngel

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11

Freitag, 24. Februar 2012, 21:17

Hallo,

ja es geht, der tag heute war ganz interessant....hatten 2mal gruppentherapie und da wird halt über die innerseelischen konflikte gesprochen....

hatte danach noch ein gespräch mit der pflege, dqa ich mal wieder komplett down wqar...ich hab manchmal das gefühl in mir drin läuft ein anderer film wie draußen, also ich sehe mich fast den ganzen tag (hauptsächlich wenn ich müde bin) vorm inneren auge was jetzt mein verrücktes ich machen würde....schrecklich!!!

Und ich hab jetzt angst, da ich das gefühl habe das es teilweise schon überhand nimmt, das ich dahin abrutsche....es belastet mich so ungemein das kann sich kaum jmd vorstellen glaube/hoffe ich!!!!

ich weiß zwar immernoch das es total unrational ist, aber die zwänge sind so extrem das ich sie teilweise auch weiterdnke, obwohl ich mir immer nur denke das würde ich jetzt denken wenn ich verrückt wäre....es plättet mich einfach total....

;( ;( ;(

zwangler34

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Zwangssymptome: Zwangsgedanken, Zwangsimpulse, Grübelzwang

Medikament / Dosis: Parotexin 10 mg

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Karlsruhe

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Hobbys: Fotografieren, Sport

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Samstag, 25. Februar 2012, 22:04

Hey ihr beiden,

ich kann mich zu 100% in euch hineinfühlen. Mit roseraining hatte ich auch schön mal das Vergnügen, hat mir auch wirklich geholfen.
Das mit dem googlen hat sich bei mir zu einer Sucht entwickelt. Ich hatte früher Angst vor physischen
Krankheiten, die wurde abgelöst von schlimmen Zwangsgedanken und -impulsen, Grübelzwang mit
depressiven Phasen. Dann die Angst mit der Schizophrenie, Angst, die Kontrolle zu verlieren, zu tun, was ich denke/ dachte. Mein Doc sagte nach der Diagnose Zwangserkrankung, dass die Ängste sich
verlagern. Irgendwann habe ich innerlich resigniert und keine Angst mehr vor den Gedanken gehabt.
Anstatt mich darüber zu freuen, habe ich gedacht, "jetzt ist dir alles egal ...".
Dann wieder gegoogelt, immer wieder schlechte Phasen gehabt, und so geht es bis heute weiter. Eine Depression hat sich daraus entwickelt usw.
Dieses "wattig" kenne ich auch.
Aber es ist ganz selten, dass man Leute findet, die GENAU das gleiche haben.
Was mir im Moment Probleme bereitet, ist zum Einen diese Resignation, schlimmer finde ich, dass ich früher immer erleichtert war, nachdem mir etwas klar wurde (war beim Arzt, der hat gesagt: "Sie sind gesund", und es ging mir gut; oder der Therapeut sagte: "Sie sind nicht schizophren und haben die gleiche Wahrscheinlichkeit wie Otto-Normal-Mensch so zu werden!", danach fühlte ich mich auch eine Zeit lang gut, dies ist jetzt nicht mehr so, diese Erleichterung fehlt mir...
Und ich habe auch gedacht, ich führte keine Zwangshandlungen durch, aber Vermeidungsverhalten zählt auch zu den Zwangshandlungen, also vermied ich, auf ein Gerüst zu klettern usw.
Ich drück euch die Daumen, dass Ihr irgendwann besser damit umgehen könnt und noch ein wunderschönes WE *kiss*
Ich bin ein bisschen neidisch, dass du einen so tollen Thera hast jetzt, der sich um dich kümmert !! :breit:

Ciao

PlayingTheAngel

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13

Freitag, 9. März 2012, 19:41

Hey=)


ja also im moment ist es echt gruselig...teilweise bin ich der festen überzeugung ich werde verrückt, bin es schon oder werde es nicht...sehr wechselhaft und launen abhängig...

am allermeisten nervt es mich aber total, dass ich mir den ganzen tag gedanken darüber machen muss!!! und das ich mir viele symptome schon einbilde, und teilweise gar nichtmehr weiß was ich mir einbilde und was nicht -.-
und dieses unsichere ob ich nun verrückt werde oder nicht ES NERVT MASSIVST!!!! :silly: :silly: :silly: :silly: :silly: :silly: :silly: :silly: :silly: :silly: :silly: :silly: :silly: :silly: :silly:

und dieses ständige denken, was würde jetzt jemand denken der psychotisch ist, dann angst vor der daraus resultierenden fantasie haben, dann daran zweifeln, 1000 mal drehen und wenden, dann googln und natürlich deutet ALLES darauf hin, dass man auf dem besten wege ist ne psychose zu entwickeln...

dann das zweifeln ob die ärzte einem das sagen würden oder nicht, schwnaken zwischen der meinung und diese ewige UNSICHERHEIT!!!! AAAAAAAhhhhhhhhhhhhhhhhh...

dann hab ich neuerdings total angst meine probleme hier in therapie zu bearbeiten, weil ich merke da kommt "stress" auf, und stress löst ja auch psychosen aus also bin ich weiterhin schön am verdrängen....

ICH FLIPP ECHT NOCH AUS!!!!!!!! *wink* *wink* *wink* *wink* *wink* *wink* *wink* *wink*