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Sonstiges: Zukunft

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naddel33

unregistriert

1

Montag, 23. Januar 2012, 06:41

Zukunft

Guten Morgen ihr Lieben!
Seit längerem frage ich mich nun wie das alles in Zukunft weiter gehen wird mit den Zwängen.
Hab meine Arbeit aufgeben müssen weil gar nichts mehr so recht ging. :alarm:
Nun warte ich darauf das meine Therapie endlich beginnt.
Dabei denke ich oft daran wie das weitere Leben mit den Zwängen aussieht.Ich weiss das alles schon ziemlich festgefahren ist.
Das ist nichts was mich aufbaut.Im Gegenteil.

Wie geht ihr mit den Zukunftsgedanken um ?

LG Naddel

motte

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2

Montag, 23. Januar 2012, 08:36

RE: Zukunft

Hallo Naddel,

ich denke immer an die Sachen, die ich erleben will -meinem Kind eine schöne Kindheit bieten, Urlaub, Ausflüge, und und und.

Im Moment ist bei uns einiges festgefahren. Zum Beispiel ist das Geld etwas knapp geworden (u.a. hatte unser Auto letztes Jahr einen Motorschaden). Das belastet mich sehr, das einfachste wäre wenn ich etwas dazu verdienen würde. Geht aber nicht mit meinen Zwängen. Ich warte auch nur noch auf den stationären Aufenthalt (in den nächsten drei Wochen wird es los gehen, nur ein Datum konnte man mir nicht nennen) und hoffe, dass ich diesen Kreis damit endlich aufbrechen kann.

Momentan schränkt der Zwang mein Leben sehr ein. So soll es nicht bleiben, ich will die Zwänge überwinden (leider schaffe ich es nicht alleine).

Da ich jetzt das zweite Mal in die Klinik gehe, ist es mir nun auch besonders wichtig, die Ursachen heraus zu finden. Ich möchte nicht alle paar Jahre einen Rückfall erleiden müssen.

So wie es jetzt ist, kann ich es mir nicht vorstellen (Zukunft). Ich träume davon, auf dem Spielplatz zu toben, in den Zoo zu gehen oder was auch immer.
Ich will eine gute Haus-/Ehefrau und Mutter sein, ich will aber auch wieder was für mich machen können (Arbeit, Sport, Hobby).

naddel33

unregistriert

3

Montag, 23. Januar 2012, 09:46

RE: Zukunft

Hallo Motte

sicher meine Kinder sind auch ein Lichtblick Dinge zu ändern.
Trotzdem bleibt eben der Eindruck bisher alles falsch gemacht zu haben.
Bis vor kurzem war mir ja nicht mal bewusst das ich unter Zwänge leide.
Hab natürlich auch Angst dies auf meine Kinder zu übertragen.

Bist du krank geschrieben?
Durch meine Krankenkasse und deren Vorschriften wurd alles unnötig in die Länge gezogen.War privat versichert.
Nun blieb mir keine andere Wahl als die Arbeit aufzugeben.
Ja so wie du schreibst will ich Dinge auch erleben.Einfach das Leben geniessen wie andere es auch machen.Nur im Moment ist das nicht möglich.

Liebe Grüße

motte

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4

Montag, 23. Januar 2012, 09:54

Ich bin gar nicht berufstätig gewesen, habe vor zwei Jahren nach dem Studium keine Arbeit gefunden und wurde dann schwanger (hatten beides versucht, je nachdem was zuerst klappt -habe aber fast ein Jahr lang Bewerbungen geschrieben).

Aber kaum zu glauben, dass ich vor zwei Jahren noch täglich mit dem Zug gefahren bin, in der Uni auf Toilette gehen konnte und und und -und jetzt schaffe ich es nur selten mal zum Spaziergang vor die Haustür. War seit über einem halben Jahr in keinem Supermarkt, Post oder sonst wo.
Liegt aber daran, dass ich stark in die Vermeidung gegangen bin, damit mein Sohn möglichst wenig mitbekommt (er soll nicht lernen "Ich war draußen, nun werde ich gebadet").

naddel33

unregistriert

5

Montag, 23. Januar 2012, 13:28

Wie alt ist denn dein Sohn?
Bis vor kurzem waren diverse sachen auch kein Problem.Man hat einfach funktioniert und die Fassade aufrecht erhalten.Wenn ich so bedenke hat das viele Jahre prima geklappt.
Nun ist alles anders und die Krankheit akzeptieren kann ich im Moment noch nicht wirklich.
Stationär ist leider nicht möglich.Mein Mann arbeitet in 3 Schichten und die Kinder müssen versorgt sein.
Das kann kein anderer da kommt der Kontrollzwang durch.
Hat sich in deinem Leben schon was verbessert?
Habe natürlich auch Angst vor der Therapie, wird ja viel gewühlt in der Vergangenheit.

Ja nun bin ich arbeitsuchend, obwohl ich ja gar keine suche..so in diesem Zustand.

LG

motte

Schüler

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6

Montag, 23. Januar 2012, 16:16

Mein Sohn ist neun Monate alt.
Wenn ich gewusst hätte, dass die (Wasch-) Zwänge wieder so schlimm werden können wie früher, hätte ich kein Kind haben wollen. Er ist absolutes Wunschkind -aber erst nach der Geburt wurde es wieder arg schlimm.

Mein Mann arbeitet auch im Schichtdienst, er wird Elternzeit nehmen. Fremdbetreuung bei uns oder jemand anderem würde ich nicht können.

Ich hatte mich auch um einen Mutter-Kind-Platz bemüht (Bavaria Klinik in Kreisch bei Dresden), aber ich gehe nun doch in eine andere Klinik ohne Kind. War ja vorletzte Woche im Krankenhaus (wegen einem Melanom) und die zwei sind wunderbar zu Hause zurecht gekommen. So kann ich mich ganz auf die Therapie konzentrieren und bin näher an zu Hause, so dass sie mich auch mal besuchen können. Da habe ich jetzt halt schon die Zusage und weiß, dass es spätestens Mitte Februar los gehen wird.

Mein Kind ist mein größter Halt, mein Mann natürlich auch, aber mein Sohn ist der Grund warum ich so hoffnungsvoll in die Zukunft schaue. Er soll eine schöne Kindheit haben.

Verbessert hat sich bis jetzt nicht viel, bin ja auch erst seit Dezember in ambulanter Therapie (habe fast neun Monate auf der Warteliste gestanden). Wohne auf dem Land und da gibt es keine Therapeuten wie Sand am Meer...

Ich drück Dir die Daumen, dass es Dir bald besser geht.

Ich habe inzwischen die Hoffnung aufgegeben, Karriere zu machen. Habe auch nicht die Karft viel zu arbeiten. Mein Ziel ist es, eine gute Ehefrau und Mama zu sein, nebenbei auf 400 € Basis zu arbeiten (am liebsten in einem Büro oder so).

7

Dienstag, 24. Januar 2012, 02:10

Ich finde, Mutterschaft an sich ist schon ein Vollzeitberuf, dass viele Frauen oftmals trotzdem arbeiten gehen müssen, weil das Geld sonst nicht reicht, ist tragisch. Ebenso wie die Tatsache, dass Muttersein in Deutschland gesellschaftlich weder gewürdigt noch anerkannt wird. Es geht immer nur ums Geld und den Beruf, wieviel Verantwortung und Arbeit es mit sich bringt, Kinder aufzuziehen wird überhaupt micht bedacht.

Ich hätte gerne eine Mutter gehabt, die 'nur' Mutter und Hausfrau sein kann und dann immer für die Kinder da ist und nicht eine Mutter, die sich immer zwischen allem aufteilen muß.

Insofern motte, bis dein Kind erwachsen ist, vergeht noch viel Zeit und da wirst du auch als 'nur' Mutter schon genug zu tun haben.

Besser richtig fürs Kind da sein, als auch noch zusätzlich Karriere machen wollen ...

Gruß, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L

motte

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8

Dienstag, 24. Januar 2012, 07:24

Hermit, danke für die lieben Worte.

So langsam komme ich auch dahinter, aber 2009 als ich mit dem Studium fertig war (und das mit einem "guten" Diplom, also Note 2) und keine Arbeit gefunden habe, das war schon frustrierend.

Inzwischen sind meine Prioritäten auch bei der Familie und nicht mehr im Beruf.
Aber ich hoffe dennoch, dass ich später mal was dazu verdienen kann.

Schönen Tag euch,
motte

naddel33

unregistriert

9

Dienstag, 24. Januar 2012, 08:50

ich finde Mutter und Hausfrau für mich auch völlig ausreichend.Jedenfalls gerade im Moment.
Hab auch immer gearbeitet, die Kinder versorgt und versucht allen gerecht zu werden.Nur leider schaffe ich das nicht so wie andere.
Was sicher an der Krankheit liegt.Da kann man eben nicht in allen Bereichen gut sein.
Was sehr schwer für meinen ausgeprägten Perfektionismus ist.

Fremdbetreuung finde ich auch furchbar und könnt da nicht in Ruhe arbeiten.Die paar Male wo der Opa einspringen musste haben mir schon gereicht.
Ich habe dann immer mit einem schlechten Gewissen gearbeitet.

Liebe Grüße

motte

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10

Dienstag, 24. Januar 2012, 17:08

Am 01.02 geht es nun in die Klinik.
Habe schon dolle Angst -aber die Zukunft danach kann kommen...!

11

Dienstag, 24. Januar 2012, 17:43

Wünsch dir ganz viel Glück. Lass krachen und zeig dem Zwang auch mal deine harte Seite :breit:

motte

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12

Donnerstag, 26. Januar 2012, 12:44

Danke!

Falls es den Müttern hier weiter hilft, die evtl mal in eine Klinik müssen und ihr Kind nicht mit nehmen können/wollen/dürfen:
Meine Psychologin hat mir ein Schreiben aufgesetzt, dass ich keine fremde Person (Haushaltshilfe) im Haus ertragen kann (meinem Mann würde ja eine Haushaltshilfe zustehen so lange ich weg bin). Und dass auch sonst niemand helfen kann aus Familie/Freundeskreis. Somit ist mein Mann nun die "Haushaltshilfe", er nimmt unbezahlten Urlaub für zwei Monate. Meine Krankenkasse wird ihm das Gehalt zahlen, ebenso ist er für die zwei Monate über mich familienversichert.
So lange haben wir uns den Kopf zerbrochen, ob er Elternzeit oder Urlaub nehmen soll -beides wäre irgendwie nicht optimal gewesen.
So haben wir weder Gehaltseinbußen noch müssen wir den geplanten Familienurlaub absagen.

naddel33

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13

Donnerstag, 26. Januar 2012, 13:22

Hallo Motte

das ist gut zu wissen.
Alles Gute für deine bevorstehende stationäre Therapie.

Liebe Grüße

14

Donnerstag, 26. Januar 2012, 21:18

Viel Erfolg, hoffentlich kannst du dann von Fortschritten berichten, motte!

Die Info mit der Krankenkasse ist interessant und da hat das Schreiben deiner Therapeutin ausgereicht? Bist du gesetzlich versichert?
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

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~T~R~ O - o - O ~ L

15

Donnerstag, 26. Januar 2012, 21:54

Hey Motte, so ähnlich war es bei mir auch. Hab auch einen guten Uni-Abschluss und lange nichts gefunden, trotz vieler Bewerbungen etc. Ich hatte schon vorher Zwänge, aber immer gleichbleibend, nervig, aber noch nicht so stark einschränkend. Meine Zwänge haben sich erst in der Zeit, in der ich zuhause war richtig ausgeprägt und gesteigert. Bestimmt auch durch die ganzen Ängste, die auf einen in so einer Zeit zurasen: Angst um die Zukunft, Zweifel...
Aber ich kann dir sagen, dass ich jetzt in meinem Job zwar immernoch Zwänge habe, aber einiges doch sehr entspannt geworden ist - Paradoxerweise war ich früher, obwohl ich den ganzen Tage Zeit hatte, nie pünktlich, weil mich mein Kontrollzwang im Griff hatte und jetzt bin ich bisher noch nie zu spät gekommen. Kleine Schritte, aber umso ermutigender!!!!
Ich denke zuhause zu sein macht alles noch schlimmer. Da kann man sich reinsteigern, zumal man nur noch wenige Situationen hat, die einen fordern. Also ist es vielleicht gut, dass du dich durch dein Kind doch öfter noch raus trauen musst!

motte

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16

Freitag, 27. Januar 2012, 08:55

Zitat

Original von Hermit
Viel Erfolg, hoffentlich kannst du dann von Fortschritten berichten, motte!

Die Info mit der Krankenkasse ist interessant und da hat das Schreiben deiner Therapeutin ausgereicht? Bist du gesetzlich versichert?



Ja genau, ich bin gesetzlich versichert. Hier mal der link dazu (ganz unten) http://www.tk.de/tk/h/haushaltshilfe/hau…anisieren/33942
Echt nett von der TK, dass sie meinen Mann beitragsfrei für die zwei Monate aufnehmen. Er ist Beamter, daher haben wir verschiedene Versicherungen.

17

Freitag, 27. Januar 2012, 19:00

Danke, ist interessant zu wissen, gilt das mit der Mitversicherung dann nur für Beamte oder allgemein?
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Jake_Sully

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18

Mittwoch, 8. Februar 2012, 01:39

Früher war ich ehrgeizig. Deshalb war ich sauer als ich arbeitsunfähig wurde.

Jetzt bin ich dankbar, dass mir 2 Stunden wöchentlich eine junge Russin im Haushalt hilft. Nachdem ich seit November wieder 10 Wochen in der Klinik war, wurde mir chronischer Zwang bestätigt. Deshalb wird die EU-Rente verlängert und das Sozialamt übernimmt die Haushaltshilfe-Kosten.

19

Samstag, 11. Februar 2012, 12:11

Na, das hört sich ein bißchen resigniert an. Ein bißchen Ehrgeiz ist ja nicht falsch. Ich bin noch jung, ich möchte noch etwas erreichen im Leben - und ich weiß auch, was ich will, und was nicht. Ich will mir das nicht vom Zwang kaputt machen lassen. Also bin ich motiviert, daran etwas zu ändern. Und das Gefühl etwas dagegen zu machen (Therapie usw.) hilft mir so sehr, die Zwänge etwas besser in den Griff zu kriegen.

20

Samstag, 11. Februar 2012, 22:08

Zitat

Na, das hört sich ein bißchen resigniert an. Ein bißchen Ehrgeiz ist ja nicht falsch. Ich bin noch jung, ich möchte noch etwas erreichen im Leben - und ich weiß auch, was ich will, und was nicht. Ich will mir das nicht vom Zwang kaputt machen lassen.


Wenn man über Jahre chronisch krank ist, muss man sich andere Prioritäten setzen, als wenn man noch gesund wäre. Es bringt nix, seine Zeit damit zu vergeuden, zu versuchen, zur Normalität zurückzukehren, wenn es aufgrund von Krankheit nicht mehr möglich ist.

Es gibt auch körperliche Krankheiten und Behinderungen, die irreversibel sind, genau so ist es bei manchen psychisch Kranken ebenfalls.

Erst wenn man das akzeptiert und erkennt, entstehen neue Möglichkeiten und neue Lebensfreude, vor allem geht es darum, sich von den alten Gedankenmustern und Sichtweisen zu lösen, die auf Menschen angewendet werden können, die nicht krank sind.

Bei körperlichen Krankheiten wird teils der "Mut" und das "Durchaltevermögen" der Leute bewundert, wie sie ihre schweren Krankheiten überstanden haben. Psychische Erkrankungen können ebenfalls genau so gravierend sein wie körperliche, nur, dass bei psychisch Kranken keiner sagt: Toll, dass derjenige das durchsteht, toll wie weit derjenige trotz allem noch gekommen ist!

Stattdessen wird zumeist mit dem verglichen, was derjenige alles NICHT mehr hat oder erreicht hat,natürlich im Vergleich zu Gesunden - sprich - nicht psychisch Kranken...

Gruß, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

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