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clara**

unregistriert

1

Dienstag, 18. Oktober 2011, 18:24

Online Selbsthilfegruppe

Hallo.
Ich leide seit einiger Zeit an Zwangsgedanken. Das Ganze hat sich recht schleichend entwickelt und wurde dann immer schlimmer. Ich bin jetzt auch in Therapie.
Seit geraumer Zeit überlege ich, ob vielleicht eine Selbsthilfegruppe eine geeignete Ergänzung wäre. Wie seht ihr das? Ist es gut, sich soviel damit zu beschäftigen oder sollte man sich in seiner "freien Zeit" lieber ablenken und sich nicht auch noch intensiv mit anderen austauschen?
Gibt es eigentlich soetwas wie eine Online- Selbsthilfegruppe? Als Chat bspw.?
Falls nein- man könnte doch evtl. eine solche "gründen"? Sich z.B. immer zur gleichen Zeit mit mehreren Betroffenen/Angehörigen in einem Chatraum treffen bspw. über Skype? Was haltet ihr davon? Nützt das was? Gibt es das schon? Wäre jemand interessiert?
Viele Grüße
Clara

Martinez

unregistriert

2

Dienstag, 18. Oktober 2011, 20:33

Einen Chat gibt es glaub ich, nur wird dieser nicht wirklich genutzt...

Jake_Sully

Fortgeschrittener

  • »Jake_Sully« ist männlich

Beiträge: 265

Zwangssymptome: Angst vor Schmutz/Parasiten

Medikament / Dosis: Fluoxetin

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Pandora

Beruf: EU-Rentner

Hobbys: PC, Internet, Linux-Mint, Kinofilme

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3

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 00:47

Zitat

Original von Martinez
Einen Chat gibt es glaub ich, nur wird dieser nicht wirklich genutzt...

Ja, hier nocheinmal der Chat-Link
Den "Start-String" im weißen Feld durch den eigenen Nicknamen ersetzen, weil der Nickname nicht aut. übernommen wird (evtl. auf Chat-Server schon vergeben).

Sinnvoll wäre evtl. ein regelmäßiger Treff - zeitlich fixiert zur Hauptverkehrszeit abends?

clara**

unregistriert

4

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 14:20

Hallo,
ja genau- das war mein Gedanke. Dass man sich vielleicht einfach zu einer festen Zeit dort trifft und dort gemeinsam Probleme besprechen kann. Eben wie eine richtige Selbsthilfegruppe, nur eben online? Oder macht das aus irgendeinem Grund wenig Sinn?
Wer hätte denn Interesse?

Pit-2001

unregistriert

5

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 15:15

RE: Online Selbsthilfegruppe

Ich habe festgestellt, dass Selbsthilfegruppen keinen Vorteil zu Gruppen anderer Menschen bringen.

Das was wahre Menschen ausmacht, mit denen man gern erzählt, die sich beistehen, hängt nicht davon ab, ob jemand auch Zwänge hat oder ob jemand keine hat, ob jemand Pfarrer ist oder Landstreicher usw.

Wenn man den richtigen Menschen trifft, kann der Kontakt nützlich sein, und wer der richtitge Mensch ist, hängt nicht zwangsläufig davon ab, ob er auch Zwänge hat. O.k. nur das was ich lernte . . .

Trotzdem ist es gut, Infos von Betroffenen zu studieren, wozu ja auch das Forum an und für sich gut ist, wo jeder über sich schreiben kann und auch Rückmeldung bekommt, wie andere mit ihren Probleme umgehen.

Ich könnte z. B. nie in einen Chat, weil mich viele Worte, die nicht fix bleiben,wie im Forum, ganz schnell in Angststrudel bringen, genauso wie sich ein Reinheitszwängler, schwerlich in den Bahnhofstoiletten treffen könnte, um sich mit jemand zu unterhalten oder in einem schmutzigen Laden oder was weiß ich.

Schönen Gruß
Pit

6

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 17:54

Hi Clara,

willkommen im Forum:)

Der Sinn von Austausch mit anderen Menschen hängt nicht ausschließlich davon ab, ob man sich real oder online austauscht.

Ich habe zB neulich in einem Bericht von körperlich Behinderten gehört, die auch für sich Online eine Plattform zum Treffen und Austausch gegründet haben und dort dann per Chat oder Audio miteinander kommunizieren.

Selbsthilfegruppen können Vor- und Nachteile haben. Ein Nachteil ist zB, dass einen die innerhalb der Gruppe erzählten Probleme noch zusätzlih belasten können. Ein anderer Aspekt ist, dass man auch jemand braucht, der das Ganze ein wenig 'anleitet' und im Zweifel auch in der Lage ist zu schlichten.
In Gruppen gibt es immer eine andere Dynamik, als wenn nur zwei Personen miteinander kommunizieren.

Eine andere Frage ist, was man sich konkret unter einer Onlinegruppe vorstellt und was man von ihr erwartet.

Viele Grüße, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L

7

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 20:05

Hi, ich muss sagen, dass ich gern eine Selbsthilfegruppe besuchen würde. Ich denke auch, dass ein persönlicher Kontakt schon Vorteile hat - die Geschichten und Probleme sind persönlicher. Oft geht es ja auch einfach um den Austausch, es ist schließlich keine Therapie. Aber für mich persönlich ist es erleichternd, wenn ich höre, dass andere vielleicht die selben Probleme haben und wie sie damit umgehen. Außerdem entwickelt sich ein Gespräch, eine Diskussion - dass ist ein Miteinander, dass virtuell nicht möglich ist. Außerdem hat man in einem Forum wie diesem hier auch nie die Gewissheit, dass man auf eine dringende Frage auch wirklich eine Antwort bekommt.

Hope

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8

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 20:50

Wir hatten schon mal eine SHG online hier im Caht gemacht, da braucht man ja nur ein paar Leute fragen einen Tag und eine Uhrzeit abmachen und loslegen der Chat ist ja da.
Gruß

Hope


Frei nach Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

9

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 21:52

Zitat

Außerdem entwickelt sich ein Gespräch, eine Diskussion - dass ist ein Miteinander, dass virtuell nicht möglich ist. Außerdem hat man in einem Forum wie diesem hier auch nie die Gewissheit, dass man auf eine dringende Frage auch wirklich eine Antwort bekommt.


Selbst wenn du real in einer Gruppe bist, bekommst du nicht immer eine Antwort, geschweige denn die Zeit, die du haben willst, um ausführlich über dein Anliegen zu reden ...

Meiner Erfahrung nach sind es in Selbsthilfegruppen - selbst mit Anleitung - immer dieselben, die sich in den Vordergrund spielen, während der Rest dann zur Ausstaffierung der Kulisse dient.
Manchmal wird dann auch in der Gruppe 'abgestimmt' welches persönliche Anliegen denn die meisten interessiert ... so kann es sein, dass jemand zB ein konkretes Anliegen hat, aber über Wochen NIE die Möglichkeit bekommt, das in der Gruppe zu besprechen.

Zum Thema Diskussion, es ist die Frage, ob man persönliche Anliegen vor mehr oder weniger Fremden zur Diskussion freigeben will, die dann auf gut Glück irgendwelche Kommentare dazu abgeben...

Sofern man keine persönliche Sympathie zum Gegenüber entwickelt, bringt es einen auch nicht weiter und in einer realen Selbsthilfegruppe kann man sich ebenso fremd bleiben wie virtuell.

Insgesamt fand ich die Gruppen, was konkrete Hilfe angeht, nie wirklich hilfreich; abgesehen vll davon, sich einer Gruppensituation auszusetzen, aber nie dahingehend, dass dadurch irgendwelche persönlichen Probleme geringer geworden wären; zum eigenen Elend gesellt sich dann noch das Elend der anderen dazu und Lebensgeschichten, die man nie wieder vergessen wird.

Entscheidend ist auch nicht immer nur das (Zwangs)Symptom, sondern oftmals eher das Gefühl und ähnliche Erfahrungen, selbst wenn das Gegenüber dadurch nicht ebenfalls zB einen Zwang entwickelt hat.

Ansonsten hilft es 'dringende' Fragen mit Freunden zu besprechen, denen man vertraut und mit denen man durch Sympathie verbunden ist.

Grüße, Hermit.
Das Leben als solches ist absolut lebensgefährlich und führt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit zum physischen Tod.

Lesen -> Denken -> Schreiben

~T~R~ O - o - O ~ L

nefesch

unregistriert

10

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 22:00

Bevor ich Gruppenarbeit kennengelernt habe, hatt ich auch Bedenken.
Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass es sehr gut tut, sich mit anderen auszutauschen. Man bekommt viele hilfreiche Tipps (da die meisten doch über genügend Lebenserfahrung und gesunden Menschenverstand (haben wir den???? ;-)))) verfügen )
Allerdings ist es hilfreich, wenn jemand dabei ist, der die Gruppe moderiert.

anno1980

unregistriert

11

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 22:15

Zitat

Original von Ann
Hi, ich muss sagen, dass ich gern eine Selbsthilfegruppe besuchen würde. Ich denke auch, dass ein persönlicher Kontakt schon Vorteile hat - die Geschichten und Probleme sind persönlicher. Oft geht es ja auch einfach um den Austausch, es ist schließlich keine Therapie. Aber für mich persönlich ist es erleichternd, wenn ich höre, dass andere vielleicht die selben Probleme haben und wie sie damit umgehen. Außerdem entwickelt sich ein Gespräch, eine Diskussion - dass ist ein Miteinander, dass virtuell nicht möglich ist. Außerdem hat man in einem Forum wie diesem hier auch nie die Gewissheit, dass man auf eine dringende Frage auch wirklich eine Antwort bekommt.



-->also da stimme ich dir voll und ganz zu.
ich bin neu in diesem Forum und habe mich auch ein bisschen durchgelesen und habe schon eine gewisse erleichterung gespürt einfach zu wissen ,dass ich nicht alleine auf dieser welt mit diesem problem bin.und ich denke diese thematik kann man auch nicht mit freunden besprechen, und für eine beziehung ist dies auch ein schwieriges thema.
man muss bei gleichgesinnten einfach keine angst haben als bekloppt oder pervers oder so gehalten zu werden, sondern man hat möglichkeiten sich mit leuten auszutauschen, -
das verständnis ist bei gleichgesinnten einfach besser.

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