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Kontrollzwang: extremes Leiden

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Samstag, 16. April 2011, 08:46

extremes Leiden

Hallo !

Wie ich hier schon mehrfach berichtet habe, leide ich an einer sehr extremen Zwangsstörung. Im wachen Zustand führe ich UNUNTERBROCHEN Kontrollzwänge aus. Ich vermeide deswegen seit über 20 Jahren mein gesamtes Leben. Ich bin aus jedem Job rausgeflogen. Bin jetzt 100 % arbeitsunfähig. Zahlreiche ambulante und 4 stationäre Therapieversuche sind jeweils von Therapeutenseite beendet worden. Ich lebe in einer 20 qm-Wohnung. Ich bin sehr stark depressiv, alles fällt mir sehr schwer. Ich bin alkoholkrank. Die Aussicht Alkohol zu trinken oder zu besorgen, ist die einzige Gelegenheit für mich, die Wohnung zu verlassen. Ich lebe nur noch nachts, schlafe tagsüber bis in den Abend hinein. Nach dem Aufstehen verbringe ich ca. 2 Stunden auf der Toilette mit exzessiven Reinigungsritualen nach dem Stuhlgang. Ich betreibe fast gar keine Körperpflege mehr. In diesem Jahr habe ich mir erst einmal die Zähne geputzt, Duschen tue ich gar nicht mehr. Haarewaschen ca. alle 10 Wochen. Rasieren ca. alle 2 Monate. Mein mich behandelnder Psychiater notiert nur immer meinen momentanen Zustand, der immer gut aussieht, wenn ich vor ihm sitze, sagt, daß ich eine Therapie machen soll und verschreibt mir die unwirksamen Medikamente (Cipralex).
Ich bin 37 Jahre alt und habe vor 20 Jahren das erste und einzige Mal Sex gehabt.

Ich habe das Gefühl, ich bin der Einzige mit solch einer Schwere der Erkrankung.
Was soll ich jetzt bloß machen ??

*wink* :wand: :(
Wer kann mir helfen ?

  • »rollireloaded« ist männlich

Beiträge: 86

Zwangssymptome: Druck / Kratz / Beißhandlungen -Grübelzwänge -

Medikament / Dosis: Keine Medis (ersetzten keine Liebe)

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: NRW Wuppervalley

Beruf: Keiner oder Überlebungskünstler

Hobbys: Modelleisenhahn

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Samstag, 16. April 2011, 15:20

Hallo Robbie,

nun du gehörst zu den Betroffenen die mir hier am besten gefallen.
Fakten und auf den Punkt bringen.
Meine Gesamtsituation ist fast die gleiche. Die Zahlen mögen variieren.
Rauswurf kenne ich. Doc: " Alles im grünen Bereich" - was nicht ist.

Hilfe: ????

Ich bekomme nicht die Therapie und Medikamente die ich will.
Meine Zwänge stehen in keinen Lehrbuch.

Hilfe wäre echte Selbsthilfe unter Betroffenen.
Unser beides Leid ist das uns keiner mit Gewalt da raus holt.

Du solltest dir einen Masterplan machen wie du der Situation entfliehen kannst.
Liebe läßt sich nicht erzwingen.
Du solltest dich event. freiwillig in eine Klinik begeben. Hilft nicht.
Gibt dir aber neue Sichtweisen.

LG Rolli
Ich dachte einen Gedanken , aber der Gedanke den ich dachte war nicht der Gedanke den ich dachte gedacht zu haben. Wenn ich nicht diesen Gedanken gedacht hätte den ich dachte das ich ihn gedacht hätte, ich hätte nicht so viel (nach) gedacht.

manuelrd

unregistriert

3

Montag, 18. April 2011, 15:07

Hallo,

das klingt jetzt vielleicht unanständig, aber DU könntest meine Zukunft sein..........

Da ich mir aber leider nicht mal selber helfen kann, werde ich auch dir nicht helfen können. sorry.

lg, Manuel