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sabrina

Fortgeschrittener

  • »sabrina« ist weiblich
  • »sabrina« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 221

Zwangssymptome: Wasch-, Gedankenzwang

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

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1

Mittwoch, 31. März 2010, 23:33

Noch jemand krank und arbeitslos wg. Zwänge?

Hallo,

habe heute meine Kündigung bekommen, zwar nicht direkt wg. der Zwänge aber ich hätte den Job wg. der Zwänge nicht mehr machen können.

Seit kurzer Zeit bin ich nun auch krank geschrieben und meine Ärztin empfahl mir einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen.

Nächste Woche muß ich nun erstmal zum Arbeitsamt und mich ja arbeitslos melden. Ist aber irgendwie blöd da ich ja krank auf unabsehbare Zeit bin.

Nun habe ich vor allem eins ganz sehr: A N G S T !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das alles belastet mich zusätzlich zur Krankheit dermaßen, ich muß pausenlos daran denken, wie die Ämter einen versuchen werden reinzulegen oder abzuschieben oder Anträg ablehnen etc., von einem Amtsarzt zum anderen schicken werden. Ich könnte jetzt schon heulen, ich habe davor Angst und Ekel und ich kann es gar nicht richtig beschreiben, es ist Horror. Dann Angst vor finanzieller Not noch dazu!

Ich habe ja schon panische Angst nächste Woche ins Arbeitsamt zu gehen. Hatte das schon mal, ungepflegte wartende Leute, alles war irgendwie schmuddelig, ich hatte Ekel Angst und hinterher war waschen etc. angesagt.

Die Krankheit allein macht mich schon fertig und wer weiss was jetzt noch kommt....Zudem muß ich mich auch noch um mein Kind (3) kümmern!

Wie kann man das überstehen? Kann mir jemand Mut machen? Ging es bei jemanden ohne Probleme ab?

LG Sabrina
sabrina

2

Samstag, 3. April 2010, 11:25

Ich beneide Dich sehr !

Ich kann seit 10 Jahren nicht mehr arbeiten ! Und davor bin ich überall fristlos entlassen worden ! Und davor habe ich mein Abitur nicht geschafft !
Jetzt soll ich Grundsicherung (=Abstellgleis) beantragen.
Wer kann mir helfen ?

the_saint

unregistriert

3

Montag, 12. April 2010, 01:30

Zitat

Original von sabrina
... Nun habe ich vor allem eins ganz sehr: A N G S T !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das alles belastet mich zusätzlich zur Krankheit dermaßen, ich muß pausenlos daran denken, wie die Ämter einen versuchen werden reinzulegen oder abzuschieben oder Anträg ablehnen etc., von einem Amtsarzt zum anderen schicken werden. Ich könnte jetzt schon heulen, ich habe davor Angst und Ekel und ich kann es gar nicht richtig beschreiben, es ist Horror. Dann Angst vor finanzieller Not noch dazu!

...Wie kann man das überstehen? Kann mir jemand Mut machen? Ging es bei jemanden ohne Probleme ab? ...


Ich habe ähnliche Probleme und manchmal sehe ich voller Angst in die Zukunft. Ich habe EU-Rente beantragt und fürchte mich vor den Behördengängen, wenn ich dann vom Sozialamt einen Zuschuss brauche.
Aber ich bin auch dankbar für die Hilfe die ich bisher bekommen habe. *kiss*
Ich bedanke mich beim Krankenhauspersonal der Station P1 der Asklepios-Klinik-Brandenburg für 3Monate Geduld und Fürsorge, bei der Loriot-Stiftung-Brandenburg für meine Teppich-Finanzierung, bei Arbeitsamt-Fallmanagerin und Barmer+Rentenversicherung-Personal in Brandenburg für nette-gute Beratung. Und ich bin dankbar, dass es noch ein soziales Netz in Deutschland gibt - deshalb mag ich die Linke und hasse die FDP.

Kathrin

unregistriert

4

Sonntag, 2. Mai 2010, 02:22

Ich kann auch nicht mehr arbeiten wegen der Zwänge. Bin nun seit einem halben Jahr berentet (Erwerbsminderungsrente).
Bei mir war es so, dass ich auch erstmal eineinhalb Jahre krankgeschrieben war, als dann das Krankengeld (welches nach eineihalb Jahren abläuft) ablief, empfahl mir die Kasse den Rentenantrag zu stellen, bzw. lief das vorher schon an, da absehbar war, dass ich nicht arbeiten kann.
Ich musste einmal zum Amtsarzt, was schon nicht so toll war, der war sehr unfreundlich und ich hab unheimlich viel erklären und mich rechtfertigen müssen. Gut ist es da immer, was persönliches zu schreiben, warum einfach Arbeit nicht mehr geht usw. Bericht, wie so ein Tag abläuft. Das wär sinnvoll solchen Leuten, die da zu entscheiden haben vorzulegen, ebenso von deiner Psychologin ein kurzes Schreiben warum, wär sinnvoll.

Auf jeden Fall hab ich vor dem Amtsarzt auch das beim Arbeitsamt erledigen müssen, das war nicht so schlimm was die Fragen anbelangte, ich erklärte, warum ich krank sei und nicht arbeiten könne.

Der Antrag auf Rente wurde bei mir gleich beim ersten Mal genehmigt.
Allerdings hat der ganze Prozess mit der Krankschreibung vorher und dem ganzen Behördenkram 2 Jahre gedauert.