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bo

Schüler

  • »bo« ist der Autor dieses Themas

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Sonntag, 11. Januar 2009, 18:45

Kleptomanie (Zwanghaftes Stehlen)

Die Kleptomanie ist die Bezeichnung für zwanghaftes bzw. triebhaftes Stehlen von Dingen, die in der Regel nur einen geringen materiellen Wert haben. Unter Kleptomanie leidende Menschen stehlen nur in seltenen Fällen aufgrund wirtschaftlicher Zwänge.
Pathologisches Stehlen liegt dann vor, wenn

- zwei oder mehr Diebstähle von einer Person durchgeführt werden, ohne dass ein Bereicherungswillen für sich oder andere besteht.

- bei den Betroffenen ein intensiver Drang zum Stehlen vorliegt und diese ein Gefühl der Spannung vor dem Diebstahl haben und nach dessen Durchführung Erleichterung verspüren.

- die Betroffenen nach Abklingen des Spannungsgefühls zunächst ein schlechtes Gewissen haben, aber dennoch weiter stehlen.

Durch ihr Verhalten machen sich Kleptomanen strafbar. Das Diebesgut wird nach der Tat versteckt oder vernichtet. Das Stehlen bereitet dem Kleptomanen ein schlechtes Gewissen.

Die Gerichtsbarkeit ist sehr skeptisch, wenn auf Schuldunfähigkeit durch eine psychische Störung oder Erkrankung plädiert wird. In der Regel wird dann ein eindeutiges psychiatrisches Gutachten verlangt.

Die Beweggründe für die Kleptomanie sind vielfältig und bei den Psychologen umstritten. Es ist nicht klar, ob die Kleptomanie einen Zwang oder eine Sucht darstellt.
Einige Psychoanalytiker sind der Meinung, dass das Stehlen eine Art Ersatzbefriedigung für unterdrückte Wünsche darstellt. Weiterhin wird angenommen, dass die gestohlenen Dinge nur einen symbolischen Wert besitzen und auf die jeweiligen verdrängten Teile des Bewusstseins hinweisen.

Andere Meinungen gehen davon aus, dass die Kleptomanie eine versteckte Form des Widerstands gegen die Gesellschaft sei.
Wieder andere gehen von erregenden Gefühlen beim Stehlen als Motiv für den jeweiligen Diebstahl aus.

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