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bo

Schüler

  • »bo« ist der Autor dieses Themas

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Aktueller Therapie-Status: Keine Ahnung

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Sonntag, 11. Januar 2009, 18:28

Überblick

In der heutigen Gesellschaft gibt es viele als normal angesehene Zwänge. Man muß z.B. arbeiten gehen, man muß sich an bestimmte Verhaltensweisen anpassen etc. Von diesen Zwängen wird hier aber nicht berichtet. Wir sprechen von Zwängen, wenn wir die psychische Krankheit Zwangsneurose meinen. Die Zwangsneurose ist eine Zwangserkrankung die oft chronisch verläuft. Was heisst das? Ein chronischer Verlauf einer Krankheit bedeutet, daß eine Krankheit, auch wenn deren Ursprung (=Erreger) nicht mehr existent ist, trotzdem noch in Erscheinung tritt. Dieses Auftreten der Krankheit ist durch sogenannte Automatismen meist noch stärker als die ursprüngliche Krankheit.
Eine Zwangsneurose kann verschiedene Stärkegrade annehmen. Sie kann aus einem Zwang oder Millionen von Zwängen bestehen. Die verschiedenen Ausprägungen wie Zwangshandlungen, Zwangsgedanken, Waschzwänge oder Kontrollzwänge werden beliebig kombiniert, vermischt und gegenseitig verstärkt. Man kann alle vier Ausprägungen haben oder "nur" eine. Eine dieser Zwangsarten bringt meist eine andere mit sich. Genaue Abgrenzungen kann man nicht machen, Zwänge gehen ineinander über. Begleiterscheinungen einer Zwangserkrankung sind meist Depressionen oder Angstzustände. Wenn ein Zwangsneurotiker seinen Zwängen nicht nachgeht, dann bekommt er meist so starke Panik- bzw. Angstattacken, daß das Verrichten des Zwanges als kleineres Übel erscheint. Doch das ist meist der Knackpunkt. Der Zwang als kleineres Übel schützt vor Angst. Angst als Ursache jeder Zwangserkrankung?
Etwa 1 Prozent der Bevölkerung leiden mehr oder weniger heftig an einer Zwangsstörungen. Das sind umgerechnet etwas 830.000 Erkrankte in der Bundesrepublik Deutschland. Die Dunkelziffer ist aber weitaus höher.
Bei optimaler Therapie ist eine Besserung der Beschwerden und des Verlaufs in den häufigsten Fällen zu erwarten. Eine vollständige Heilung der Erkrankung ist nur selten zu erreichen, eine stabiler Rückgang der Krankheitssymptome ist jedoch in den meisten Fällen möglich.

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