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secretsonline

unregistriert

21

Dienstag, 18. Dezember 2007, 14:04

ich weiss nicht, wo das problem ist. ich habe nichts unrechtes getan. niemanden beleidigt oder angegriffen.


für eure wahrnehmungen kann ich nichts.


ich habe mich mit meinem kommentar ganz normal beteiligt. was der rest daraus macht... ja.. dann hab ich viell doch recht? nunja... des lieben friedens willen... lasse ichs mal dabei..

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »secretsonline« (18. Dezember 2007, 14:05)


22

Dienstag, 18. Dezember 2007, 14:53

Hallo Nina und Michaela,

in erster Linie ist es für Nina wichtig, ihre Gefühle äußern zu können, ihre Gefühle als echt anzunehmen, auch ihre Erinnerungen.

Besonders das Beispiel des Stehenlassens, des Schreienlassens, was du Michaela ja verneinst und somit deiner Tochter die Erinnerung absprichst, eine Wahrnehmung, die sie aber noch und doch hat. Du negierst damit das Gefühl und die Wahrnehmung von Nina, mit der Begründung, dass du dich selbst auch nur sehr wenig, wenn kaum an deine Erinnerung erinnern kannst und damit glaubst du Nina nicht, dass sie sich daran erinnert. Es ist aberso, auch wenn Erinnerungen verdrängt werden, der Körper merkt sich alles und es kommt dann auf unterschiedliche Weise zutage. Viele denken, nur weil sie sich nicht an ihre Kindheit so genau erinnern können, muss auch nichts schlimmes passiert sein, weil sie sich nicht erinnern können. Aber ihre körperlichen und psychischen Symptome sprechen eine andere Sprache. Viele verdrängen oder verneinen sogar den Zusammenhang. Die mangelnde Erinnerung ist oft ein Zeichen dafür, dass man lernen musste, zu verdrängen, Gefühle von Wut, von Hilflosigkeit zu verdrängen, weil sie niemanden interessierten, weil niemand gefragt hat, wie es einem geht. Man hat gelernt, die Schmerzen auszuhalten und irgendwann hat man gelernt, zu verdrängen, weil man funktionieren musste. Man existierte zwar, aber im Grunde war man kein Mensch, weil alles menschliche in einem negiert wurde, zerstört und manipuliert.

Nina, die heute versucht, ihren Gefühlen Glauben zu schenken, die versucht an ihre Geschichte zu kommen, die versucht für sich selbst zu verstehen, wird abermals durch dich, Michaela in all ihren Gefühlen nicht ernst genommen, du sprichst ihr ihre Erinnerungen und Gefühle ab. Du gehst nicht auf ihre Fragen ein. Du gehst auf diese Fragen nur so ein, in dem du ständig eine Verteidigungspostion einnimmst, als wenn dich Nina, deine eigene Tochter angreifen würde.

Deine ganzen Briefe, Michaela, spiegeln Wut und Zorn wieder, deine Briefe spiegeln nur das wieder, dass du von Nina Vergebung hoffst und Verständnis, dass du selbst es schwer hattest, aber das Verständnis für Nina, das wirklich innere Verständnis, dass du ihr zuhörst, dass du von der Verteidigungsebene runterkommst, kannst du ihr nicht geben. Du willst dich damit entschuldigen, dass du es auch schwer hattest und Nina sollte versuchen zu verstehen und verzeihen, du sagst, alle liegt bei ihr, du wartest eben, du übergibst Nina damit wieder die Verantwortung, wo ist deine Verantwortung?

Michaela, es tut mir von Herzen leid, was dir widerfahren ist und mit Sicherheit, war auch niemand da, der dich in den Arm genommen hat, der dich aufgefangen und angenommen hat, der dir gesagt hat, du darfst Wut und Trauer fühlen und erleben, du darfst wütend darauf sein, was dir passiert ist. Dass deine Gefühle echt sind! Das hat dir wahrscheinlich bis heute gefehlt, niemand war da und nun, da ist deine Tochter, die an dich Fragen stellt und Gefühle wie Wut und Zorn vorhanden sind, mit denen du nicht umgehen kannst, weil sie dich auch zu sehr an dein eigenes Schicksal erinnnern und du nun viel mehr Verständnis von deiner Tochter erwartest, aber so funktioniert das nur sehr schwer.

Ich vermute, dass Nina sich jetzt genauso vor den Kopf gestoßen fühlt, wie auch schon früher als kleines Kind. Du hörst ihr nicht zu, nicht emotional, du nimmst sie nicht wahr, auch ihre Erinnerungen sprichst du ihr ab. Es geht aber viel mehr darum, was Nina emotional erlebt hat und welche Botschaften ihr ihr Körper gibt und welche Erinnerungen hervorkommen. Es geht darum, dass du dich nicht vor ihr verteidigen solltest, weil sie dich nicht angreift, sondern einfach, dass du versuchst, und ich glaube, dass fällt dir ebenso schwer, dass was sie dir mitteilt, versuchen nachzufühlen. Veruche dir vorzustellen, wie sie sich gefühlt hat und auch du selbst, als sie eingelassen wurde, wie bedrückend wie schmerzhaft, wie unendlich grausam, auch das Weinenlassen, dass du ihr Weinen nicht gehört hast, auch wenn vielleicht die Oma aufgepasst hat. Es geht darum, dass du versuchst, das was Nina fühlt, als echt anzunehmen, es anzuerkennen, ihr dabei zu helfen, Zwiespältigkeiten aufzuklären, aber nicht, in dem du dich verteidigst und ihre Wahrnhemungen negierst. Nina wünscht sich nichts sehnlicher, als dass du einfach verstehst, wie es in ihr aussieht, dass du all ihre Gefühle von Wut und Zorn gegen dich annehmen kannst, dass du ihr emotional zuhörst. Und ich weiß, dass das schwer ist und weh tut, weil du begreifen wirst, dass das alles dich an deine eigene Geschichte erinnern wird und dir klar sein wird, dass du ebenfalls niemand hattest, der deine Gefühle und Erinnerungen geachtet hätte.... aber nur so, in dem du deine eigene Geschichte zuläßt und nicht ständig Verständnis von Nina und Vergeben erhoffst, weil du es nicht anders konntest damals, kommt ihr zueinander. Wir alle können verstehen, was dir widerfahren ist, aber jetzt geht es darum, was du damit machst, was du daraus reflektierst insbesondere mit und durch Nina, ob du in der Lage sein kannst, Nina anzunehmen. Nina kann nichts dafür, was dir passiert ist, sie kann überhaupt nichts für dein Leben und von ihr Vergebung von ihr zu hoffen, ist vermessen, da sie das Gefühl nur wieder haben wird, dass es dir damit besser geht, weil du dann das Gefühl hast, dass man dir vergibt, dass man deinem Bedürfnis entspricht, aber dabei verlierst du vollkommen das Bedürfnis deiner Tochter aus den Augen.

Warum soll ein Kind vergeben, wenn sich sich nichts geändert hat, wenn sie sich emotional genauso unverstanden fühlt, wenn ein bitterer Nachgeschmack bleibt, weil es nur dir dann besser geht, weil ihr nicht wirklich zueinander gefunden habt. Momentan greifst du deine Tochter an und erwartest Verständnis, dass du es nicht besser konntest, aber glaube mir, sie wird sich dir erst dann nahe fühlen, wenn es nicht ums Vergeben geht, sondern wenn du sie annimmst, ihre Gefühle anerkennst ohne sie abzuwerten, ohne ihre Erinnerungen zu negieren und zu behaupten, du weißt es besser, du ihr ihre Gefühle aberkennst. Du wirst erstens ihr und damit dir selbst auch näher kommen.

Und Nina hat größten Mut besessen, auszusprechen, was sie fühlt, angefangen ihren Wahrnehmungen zu glauben, auch wenn du ihr sie zum Teil wieder absprichst, wiegsagt der Körper merkt sich alles und hinterläßt Spuren. Fehlende Erinnerung heißt nicht, dass es etwas nicht gab, sondern einfach dass zum Schutz des Überlebens verdrängt wurde, um auszuhalten.

Ich wünsche euch beiden alles Gute und vor allem dir Nina, bleibe bei deinem Gefühl, höre immer auf dein Gefühl, nehme es an und erkenne es an, es sagt oft das richtige, genau wie all die Botschaften deines Körpers. Es ist oft schwer daran zu glauben, besonders wenn man unsicher ist und andere es negieren bzw. absprechen.

Ganz liebe Grüße

Anna

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Anna32« (18. Dezember 2007, 15:08)


Pit-2001

unregistriert

23

Dienstag, 18. Dezember 2007, 15:05

Danke

Danke für diesen wunderbaren Beitrag, Anna.

In mir verweigerte sich etwas, ihn zu schreiben, weil ich schon wieder zu sehr an Ninas Mutter und ihr Leid dachte. Toller Zug! Gut erzogen!!!

Aber letztlich ein Zeichen auch meiner Schädigung, meine Gefühle sofort wegzustecken, wenn es um die der "Erwachsenen" geht.

Daher nochmal danke für den Beitrag, dem meine Gefühlswelt in allem zustimmt, nur mein Verstand, das was mir anerzogen ist, das was man zu sein hat das sieht alles, will ausgeglichen sein, will kompromissbereit sein usw. usw. und solange wir das sind, Michaela, haben wir wohl Zwänge.

Das radiert nicht das alles aus, was du erlebt hast, Michaela, aber .......
da versagt es mir die Stimme und ich sage wieder : siehe Annas Brief

Pit

24

Dienstag, 18. Dezember 2007, 15:18

RE: Danke

Hey Pit,

danke für deine Worte..... ich denke auch immer wieder an dich, wenn ich deine Beiträge lese und kann deine Gedanken gut nachfühlen.

Ich weiß, man hat Angst davor etwas auszusprechen, weil man könnte ja nicht dem guten Ton entsprechen oder wieder andere verletzen, aber einfach bei seinem Gefühl zu bleiben, bei sich selbst zu bleiben, ist schwer. Meistens verstummt man auch, weil man das gefühl, wer hört dich denn, wen interessiert es überhaupt. Sich dab´von zu befreien, sich nicht davon abhängig zu machen, sondern eben mit sich selbst ins Zwiegespräch zu gehen und den Gefühlen Glauben zu schenken, fällt so unsagbar schwer, die innere Kraft wieder zu finden, dir vor schon vielen jahren geraubt wurde.

Aber genau das ist die für mich die eigentliche Tugend, bei sich zu bleiben, seinem gefühl zu vertrauen, was mir auch sicher in manchen Situationen schwer fällt. Tugendhaft ist nicht seinen Mund zu halten, brav zu sein, nur zu sprechen, wenn man gefragt wird, anderen nicht zu widersprechen. Tugendhaft ist, zu lernen, zu fühlen, durch einen und durch Menschen, die wahrlich nur rar sind auf dieser Welt, bestätigt zu werden, einfach dass die eigen erlebten Gefühle echt und wahr sind, all die Erinnerungen und Schmerze, wie gesagt der Körper und die Seele sprechen ihre eigene Sprache.

Alles Liebe für dich, Pit

Liebe Grüße

Anna

Pit-2001

unregistriert

25

Dienstag, 18. Dezember 2007, 15:22

RE: Danke

Liebe Anna, nur noch kurz was in eigener Sache:

Also, das was ich schreibe ist deshalb nicht unecht, nur Maske oder so.

Es ist vielleicht tiefer gefühlt, als das von anderen (wer weiß), aber es betrifft oft die anderen. Sich selbst nimmt man nicht so ernst.

Und du hast es Michaela ja versucht zu erklären, dass Nina das jetzt braucht.

Ich grüße dich auch

Pit

26

Dienstag, 18. Dezember 2007, 15:38

rene?? ist das rene, der diese Beiträge hier gesetzt hat??

Nina

27

Dienstag, 18. Dezember 2007, 15:40

Hallo du unbekannter,

ich finde deine Äußerungen in diesem Thema mehr als unpassend und frech.

Dies ist ein Thema, worüber in keinster Weise zu scherzen ist!!!

Also lass deine komischen Beiträge hier mal lieber bevor ich sauer werde!!

Mit Grüßen Nina

28

Dienstag, 18. Dezember 2007, 15:43

RE: Danke

Hallo Pit,

ich verstehe, was du meinst und deine Beiträge habe ich auch immer als echt empfunden, deswegen weiß ich deine Worte zu schätzen...

Alles Liebe

Anna

29

Dienstag, 18. Dezember 2007, 15:47

Liebe Anna,

ich danke dir sehr für deinen langen Beitrag hier und bedanke mich auch das du mich verstanden hast und meine Gefühle und all das.
Das ist schön, das jemand meine Seite versteht und ich finde es klasse wie du dich damit beschäftigt hast mit diesem Thema.

Vielen Dank :dafuer:
LG Nina *kiss*

secretsonline

unregistriert

30

Dienstag, 18. Dezember 2007, 17:14

ja, du hast recht. sorry für meine doofen beiträge. will nicht, dass du sauer wirst. bevor mir noch was passiert. davor hab ich angst und lasse das mal lieber.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »secretsonline« (18. Dezember 2007, 17:15)


Jessy78

unregistriert

31

Dienstag, 18. Dezember 2007, 17:22

Hallo secretsonline,

bitte laß jetzt diese provokativen Bemerkungen.

Ich denke, das reicht jetzt langsam.

Das ist ein Zwangsforum, wo man über seine Sorgen redet und nicht wo man solche Bemerkungen lesen muß.

Das ist eine Bitte!!!

Jessy

bo

Schüler

Beiträge: 110

Aktueller Therapie-Status: Keine Ahnung

Status: Sonstige

  • Nachricht senden

32

Dienstag, 18. Dezember 2007, 21:31

Mensch was für ein Ton hier. Leider kann ich bei der Fülle der Beiträge nicht immer jeden Thread verfolgen. Aber das hier ist ja echt mal unter der Gürtellinie.
Jetzt auch noch mal von admin lieber secretsonline: Bitte ein anderer Ton hier im Forum. Der Ärger der anderen User hier ist völlig nachvollziehbar. Rote Karte für dich.
Deine etwas unqualifizierten Beiträge werde ich gerne löschen. Weiterhin Nutzer sein darfst du auch gerne, aber halte dich einfach an die Spielregeln. Big brother is watching you! OK?!

Ich schließe den Thread auch mal zum Frieden aller.

In völligem Unverständnis.
Bo

33

Dienstag, 18. Dezember 2007, 21:56

RE: Hallo Nina!

Liebe Michaela,

Nun habe ich dir auch noch einiges zu sagen.
In deinem zweiten Brief hast du immer versucht dich zu entschuldigen oder ausflüchte zu finden warum dies und das so war.
weisst du, wenn ein kind von seiner Mutter verlassen wird dann interessieren die Umstände damals nicht so besonders.
Mcih haben sie interessiert und ich weiss das du kein leichtes Leben hattest, aber was kann ich denn dafür??

Deine ganze Kindheit hat sich nun auf mich abgespiegelt. weil du keine gute Kindheit hattest, darum its meine Kindheit nun auch so beschissen verlaufen.
und so läuft der Teufelskreis immer weiter..

Ich war damals gerade mal drei Jahre alt, ein kleines Mädchen war ich und ich war all dem völlig hilflos ausgeliefert. Ich konnte mich nicht wehren, für so ein kleines kind wie ich es damals war ist es die Hölle wenn die eigene mutter aufeinmal weg ist, es ist als wenn die Mutter tod wäre.
Ich war aufeinmal in einem Heim, mit vielen anderen Kindern, komischen Erwachsenen, ich war völlig alleine, kannte niemanden und musste von heute auf morgen mit der Situation klar kommen.
Es war für mich wie ein böser Traum.
du kannst dir gar nicht vorstellen was für ein Schock das für ein so kleines Mädchen ist.
Ich wusste nicht was los war, war völlig alleine.
abgestoßen habe ich mich gefühlt. Ich habe mich wie ein Stück Dreck gefühlt. so gefühlt als wenn mich niemand liebt.
Das ganze Vetrauen war aufeinmal zerstört, wem sollte ich mich noch anvertrauen??
Als du mich damals ich glaub es war nur einmal im Heim besuchen kamst da saß ich heulden auf deinem Schoß, klammerte mich an dich und flehte dich an mich wieder mitzunehmen. Doch du bist ohne mich gegangen und für mich ging eine Welt unter. Das kinderlachen war verschwunden aus meinem Gesicht.
ich hatte niemanden mehr.
Dies ist so ein großes Trauma geswesen für mich damals, was mich heute noch in meinen träumen begleitet.
Deswegen kann ich mich heute nur schwer akteptieren. Ich hasse mich oft. fühle mich ungeliebt. Das niemand mich gern hat. Das ich völlig alleine bin. und all dieses gestörte Bild was ich zu mir habe kommt von damals. Wie sollte ich mich auch lieben, wenn meine eigene Muter mich weggegeben hat und mir nie gezeigt hat das sie mich liebt??
Wie soll ich mich da selbst lieben??

Verstehst du nicht was du mir da angetan hast??
auch wenn es viele Umstände damals waren, kannst du nicht verstehen das du mir damals mein Herz gebrochen hast??
Was du da einem so kleinen mädchen angetan hast??
Es ist das schlimmste was einem Kind passieren kann wenn die eigene Mutter aufeinmal weg ist.

Nun bin ich damals in eine fremde Familie gekommen. Dort habe ich zum ersten mal ein richtiges Familienleben mitbekommen. Ich hatte dort eine große Schwester, die immer zu mir gehalten hat, die für mich wie eine Mutter war.
Ich kann von Glück reden, das ich sie dort in der Familie hatte.

trotzdem war es damals nicht leicht für mich. Nächte lang habe ich geheult. Dein Bild was ich von dir hatte immer unter mein Kopfkissen gelegt.
Ich zeigte damals in der neuen Familie schon ein gestörtes Verhalten.
Ich spielte mit meinen Puppen spiele nach, wie ein Kind einfach aus dem Bett geworfen wurde damit die eltern in Ruhe sich lieb haben konnten. ich spielte schlimme Ereignisse mit meinen Puppen nach, Ereignisse wo die mutter zum Kind sagte Ich hasse Kinder und all solche schlimmen Dinge.
Auch wollte ich zu Anfang immer meinen Pflegevater ausziehen, ich kannte es wohl so das die Männer wenn sie kamen sich immer ganz auszogen, keine Ahnung was da alles mal passiert ist.
All das haben meine Pflegeeltern beobachtet.

Auch als Kind zeigte ich damals schon ein zwanghaftes Verhalten. Das ist mir heute sehr bewusst das ich damals schon versuchte in einigen Bereichen alles unter kontrolle zu haben.

in der Jugend warb alles noch schlimmer, ich ritzte mir oft die arme auf, hatte auch einen selbstmordversuch. Flüchtete auch in Drogen.
Alles andere als toll.

Ich schreibe dies alles nicht weil ich dich anklagen will sondern weil ich dir nahe legen will wie schlimm das eigentlich alles für mich war.

Das du zu all dem was ich heute bin deinen teil dazu getragen hast.

Alles spiegelt sich wie in einem Teufelskreis wieder. doch ich will und werde diesen Teufelskreis durchbrechen. ich will nicht alles was in meiner Kindheit passiert ist an meinen sohn weiter tragen.
das wäre nicht fair...obwohl ich nie Liebe bekommen habe trotzdem kann ich meinem Kind ganz viel Liebe geben. ich bin froh das ich dies kann.

Nun leben drei meiner geschwister auch woanders. Meine beiden Brüder kenne ich nicht, habe ich noch nie gesehen. Vielleicht werden sie einmal zu mir kommen, wenn sie erwachsen sind.
aber aufwachsen werde ich nie mit ihnen können und dies kann man auch nie mehr nachholen. Was soll ich denn meinen Brüdern dann erzählen über dich??

Es ist für mich echt schwer das meine drei Geschwister auch woanders sind, das ich ihnen nie eine große schwester sein kann.
das ist alles so furchtbar für mich.

Wie in aller welt soll ich all das verarbeiten???

Wenn du nicht verstehst was du mir angetan hast, wenn du nicht nachempfinden kannst was für Schmerzen ich in mir habe, dann werden wir uns auch niemals annähern können.....

Nina