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1

Samstag, 18. August 2007, 21:38

Vater mit Zwangsgedanken

Hallo Zusammen!

Ich bin neu in diesem Forum und hoffe, dass ich hier eventuell hilfreiche Ratschläge bekomme, wie wir, also die gesamte Familie, meinem Vater helfen können.

Mein Vater leidet an Zwangsängsten. Er hat lange nicht über seine Ängste gesprochen. Er konnte nicht mit uns reden. Nicht mal mit seiner Frau.
Er war nun 12 Wochen im Bezirkskrankenhaus. Meiner Meinung nach hat dieser Aufenthalt nicht wirklich was gebracht. Kleiner Erfolg dieses Aufenthalts war allerdings, dass er mit uns über seine Ängste gesprochen hat.
Er hat Angst, dass er irgendetwas machen könnte, was seinem Enkel schaden könnte. Vor allem dass er ihm mit spitzen Dingen, wie z.B. Nägeln oder Nadeln was antun könnte.
Sein Enkel (mein Sohn) ist 11 Monate alt und er liebt ihn über alles ... er würde ihm auf gar keinen Fall absichtlich was antun wollen.
Nach seinen Angaben hat er diese Angst seit dem sein Enkel angefangen hat Gläschen zu Essen. Als er noch voll gestillt wurde, gab es für ihn noch kein Problem.
Seit zwei Tagen ist er nun wieder zu Hause und sieht seinen Enkel nun täglich, da wir im selben Haus wohnen. Er geht ihm nicht aus dem Weg, spielt mit ihm und übt mit ihm gehen.
Allerdings hab ich das Gefühl, es geht ihm nicht viel besser als vor dem Klinikaufenthalt. Er ist immer noch sehr unruhig, unkonzentriert, schwindlig und zittrig (könnten allerdings auch Nebenwirkungen der Medikamente sein).
Außerdem hat er noch vor etwas Angst, dass er mir nicht sagen will, bzw. kann. Auf meine Nachfrage wovor er denn Angst hätte, und dass ich ihm ja nur helfen wolle, bekam ich folgende Antwort: "Er hat ja keinen Sinn, du kannst mir ja sowie so nicht helfen. Quäl mich nicht."

In vier Wochen hat er seinen ersten Termin bei einem Verhaltenstherapeuten.

Wie kann ich meinem Vater helfen??? Wie sollen wir uns mit unsrem Sohn gegenüber ihm verhalten?

Hoffentlich kann mir jemand einen Rat geben!

Vielen Dank
Bertl

Pit-2001

unregistriert

2

Sonntag, 19. August 2007, 00:59

RE: Vater mit Zwangsgedanken

Wenn er zu einem Therapeuten geht ist das schon gut.

Denk einfach dran, dass er sich auch furchtbar schämen könnte, vor seinen Nachkommen in diese Rolle zu kommen. Gute Worte o.k., aber das kann man nicht so einfach abbauen.

Alles Gute

Pit

3

Sonntag, 19. August 2007, 07:59

RE: Vater mit Zwangsgedanken

Danke Pit für die Antwort !!!

Der Termin beim Therapeuten ist zwar erst in 4 Wochen aber das werden wir schon schaffen.

Meine Frage noch: Soll man ihn weiterhin auf seine Probleme ansprechen oder nicht.
Soll man ihn mehr oder weniger anhalten wieder ausser Haus zu gehen (Eisessen oder Grillfest) damit mann mit anderen Leuten wieder Kontakt kommt und durch
ratschen wieder mal auf andere Gedanken kommt.




Danke


Bertl

4

Sonntag, 19. August 2007, 12:49

Hallo Bertl !

Ich empfehle dir und auch deinem Vater das Buch von Nicolas Hoffmann "Wenn Zwänge das Leben einengen". Hierin wird nicht nur über den Betroffenen geschrieben, sondern auch für Angehörige eine Hilfestellung im Umgang mit Zwangspatienten gegeben.

Sehr empfehlenswert und einfach zu lesen !

Pit-2001

unregistriert

5

Sonntag, 19. August 2007, 19:35

RE: Vater mit Zwangsgedanken

Hi Bertl,

du kannst es machen, wie Angsthase schreibt und dir allgemeine Antworten aus so einem Buch holen.

Wenn du mich fragst, ich hatte es immer gern, wenn man mich überall einlud, auch wenn man mir sagt, was man über mich denkt usw.

Aber ich schätzte es, wenn man mich damit zu nichts drängt, nicht weitere Schuldkomplexe einjagte, mich also trotzdem so, wie ich war akzeptierte und das auch spüren ließ.

Rausgehen und Beziehungen pflegen ist sehr wichtig. Aber drängen und dadurch Schuldkomplexe pflanzen macht mehr kaputt als das gut machen kann. Er muss von selbst kommen, bezieht ihn überall ein, gebt ihm alle Geleghenheiten, aber zeigt nicht mit einem unsichtbaren Finger auf ihn, wenn er es nicht schafft. Ich denke mal ein Zwängler quält sichso schon genug damit, aufzufallen und nicht so sein zu können, wie man meint, wie man sein muss.

Und vielleicht schafft ihr es eines Tages, euch anzuhören, was tief in ihm vorgeht, manchmal erleichtert es den zwängler, wenn er das jeamand sagen kann, der ihn annimmt, so wie er ist. Doch dazu müsst ihr erst ein wenig mehr über all das lernen und das sind Bücher nicht verkehrt, aber auch Rückfragen hier.

Wenn ich noch was sagen darf?

Es gibt viele gute Regeln, die stehen auch in Büchern unbegrenzt drin.

Aber jede Regel wird zum Unglück, wenn sie nicht mit Liebe gepaart ist.

Zwängler brauchen auch mal Härte. Doch die soll sich nur erlauben, wer dem anderen bereits seine Liebe bewiesen hat und ständig beweist. Sie steht über jeder Regel und Härte und nur sie darf letztlich Regeln durchsetzen, meine ich. Die ideale Methode wäre, den Zwängler durch Liebe dazu bringen, dass er sich helfen lässt oder sich selbt hilft, ihn dabei zu stüzten, Halt zu vermitteln auch mal deutlich, wenn es passt.

Und ihm viel Zeit für sich zu geben. Leider dauert es manchmal lange, bis er von selbst beginnt, daran zu arbeiten, seine Abwehr sein lassen zu wollen, die ihm bisher half, um zu einem freien Leben zurückzukehren. Manchmal denkt man, der hat soviel Zeit und vergäudet sie nur in die Zwänge. Ja, ist schlimm. Andererseits braucht man Zeit für sich, wenn man solche Berge überwinden muss.

Das hineingeschubst werden, könnte schnelle Erfolge bringen, aber irgendwann und oft wachen die Leute dann wieder auf und stellen fest, was hab ich denn da gemacht und alles fängt von vorne an.

Hab mich jetzt wohl zuviel ausgelassen. Habs gern getan, vielleicht hilft euch was.

Pit

6

Sonntag, 19. August 2007, 20:04

Danke Pit :)) :)) :))


wir fühlen uns durch deine antwort schon bestätigt.
Meine Mutter hat ihn heute schon verpflichtete mit in die Kirche zu gehen.
Wir gehen sonst jeden Sonntag in die Kirche und er hatte ihr versprochen wenn er wieder ganz zu Hause ist geht er wieder mit.
Es war dann körperlich ziemlich anstrengend, da er am morgen recht zittrig ist wegen der Medikamente.

Ausserdem fuhren sie dann am Nachmittag 30 km mit dem Rad zum Eisessen und wieder zurück.

Die meiste Hoffnug setze ich in den Verhaltenstherapeuten !!!

Aber da müssen wir noch 4 Wochen warten !!!

P.S. Das Buch werde ich mir dann besorgen wenn ihr das sagt

Schönen Abend noch !!!! :) :) :)

7

Montag, 20. August 2007, 20:38

Hallo,

möchte leider mal einen Zwischenbericht abgeben.
Habe mir heute morgen das Buch bestellt und hoffe das es mir was bringt.
Habe dann heute Nachmittag dann mit meinem Vater ein Gespräch gehabt weil er wieder so unruhig aussah.
Er kann einfach nicht entspannen, nicht loslassen auch in der Nacht kann er nicht vor 2 Uhr einschlafen.
Nach ein bisschen hin und her was ihm sichtlich unangenehm war (was mir im nachhinein wieder leid tut) hat er mir auch gestanden das er auch seiner Therapeutin im Krankenhaus nicht all seine Ängste gesagt hat. Mir wollte er es auch nicht sagen da ich ihm sowiso nicht helfen kann und er müsse das selber schaffen.
Ich habe nun die Befürchtung das er es dann der Psychotherapeutin auch nicht sagt und dann bringt´s wieder nichts.

Was könne wir tun !!!


Bin mittlerweile auch schon ein bischen fertig!

Bin nämlich schon 4 Wochen an die Couch gefesselt da ich mich am Sprunggelenk operrieren lassen mußte und ich noch 2 Wochen nicht belasten darf.
Wünsche mir für uns alle das es wieder gut wird.
Aber Gottseidank heitert mich meine Frau und unser 11 Monatiger Sohn immer wieder auf.

Danke schon mal für euere offenen Ohren !!!!


Bertl

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bertl« (20. August 2007, 20:40)


8

Montag, 20. August 2007, 22:40

Was ist denn akut das Problem aus Sicht Deines Vaters? Ist das ein Problem, daß er vor 2 Uhr nicht schlafen kann, ist er Rentner?

>Ich habe nun die Befürchtung das er es dann der Psychotherapeutin auch nicht sagt und dann bringt´s wieder nichts.<

Da sind 2 unbelegte Annahmen drin. 1 sind Therapeuten Profis im Verstehen und Vertrauen Gewinnen, 2. warum soll die Therapie nichts bringen, wenn nicht alle Ängst angesprochen werden?

Pit-2001

unregistriert

9

Montag, 20. August 2007, 22:53

Bertl

Hi, ich nochmal, also wegen dem Nichtsagen, würde ich mir nicht so viel Sorgen machen, er geht da ja nicht einmal hin un das wars. Eine Therapie ist ja gerade dazu da, Schritt für Schritt so auf jemand einzugehen, dass ...... usw.

Vielleicht sind es peinliche Gedanken. Wäre es da nicht eine Hilfe, ihm Beispiele aus dem Forum zu zeigen, wo hier auch Menschen peinliche Zwangsgedanken haben und damit fertig werden müssen?

Ich grüße euch

Pit

10

Dienstag, 21. August 2007, 08:48

RE: Bertl

Guten Morgen,

habe nach der ganzen Aktion von gestern ein flaues Gefühl im Magen und kann nach nicht anders als die Probleme die wir durch meinen Vater in der (ganzen Familie habe) denken.

Kennt das die Therapeuthin wenn ihr meine Vater nicht alles sagt. Die im Krankenhaus hat das scheinbar nicht gemerkt.

Jetzt hat er gerade einen Augenarzttermin (8.15 Uhr), da ist er schon um 6 Uhr aufgestanden das er ja nicht zu spät kommt.
Meine Frau und meine Eltern wollten dann um 7. 45 Uhr fahren (was locker reicht) , da ist er schon 10 Minuten vorher auf em Gang auf und ab gegangen. Bis meine Frau den Kleinen dann soweit eingepackt hatte was dann genau Zeit aber er war schon ein bischen ärgerlich darüber !!!

Versuche nun auf andere Gedanken zu kommen !!!

Das mit dem Forum will ich ihm erst gar nicht sagen. Werde nun auf das Buch warten und es dann lesen.
Ich weiß aber noch nicht ob ich es ihm dann geben werde da er ja nicht will das ich mich um sein Problem kümmere.


Bis dann

11

Dienstag, 21. August 2007, 08:59

Hallo Markus,

ja mein Vater ist Rentner !!!
Das Problem das er nicht schlafen kann ist das er eine solche Unruhe in sich hat und nicht abschalten kann.
Hatte das gleiche heute Nacht auch weil mir das Gespräch und seine eventuellen Folgen auch nciht mehr aus dem Kopf gehen.

Habe mir gerade mal seine Tablettenliste angesehen und ein bischen nachgeforscht.

Sein Hausarzt hatte ihm schon die Tavor 0,5 gegeben und im Krankenhaus hat er die auch bekommen.
Er hat mir gestert auch gesagt das sie sie dann im Krankenhaus zum Schluß abgesetzt haben.
Vielleicht sind es auch Entzugserscheinungen die diese Unruhe auslosen.


Bei ihm ist es das ihn die ganze Situation (das er die ganzen Tabletten nehmen muß, das er alles Vergißt und das er das selber nicht in den Griff bekommt).
Er wünscht sich nichts mehr alls das alles gut wird so das er mit seinem Enkel spielen kann.

Das ich zu den Therapeuthen kein so großes Vertrauen habe ist daß ich ven de im Krankenhaus kein gutes Bild habe.

Er ist meineserachtens nach 12 Wochen Krankenhaus auch nicht besser als zuvor.

Aber vielleicht täusche ich mich da auch.
Machen die dann auch so Gruppengespräche mit der Frau und der Familie ???

Bis dann !!!

Bertl

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bertl« (21. August 2007, 09:28)


12

Dienstag, 21. August 2007, 10:33

>Kennt das die Therapeutin wenn ihr meine Vater nicht alles sagt. Die im Krankenhaus hat das scheinbar nicht gemerkt.<
Es sind doch irrationale Ängste, die können sich auch beliebig ändern. Der Zwang kann sich auch verlagern. Mach Dir mal selber darüber keine Gedanken, außer, daß der Therapeut "gut" sein sollte. Das solltest Du im Auge behalten.

Was mich mal interessiert ist wie lange er schon diese oder andere Ängste hat. Es wäre sehr unwahrscheinlich, daß er sie erst seit kurzem hat. Kann er eine Idee für die Ursache benennen?


>Er wünscht sich nichts mehr alls das alles gut wird so das er mit seinem Enkel spielen kann.<
Immerhin, er hat ein klares Ziel! Das ist gut. Wenn er alleine wäre, hätte er vielleicht größere Probleme. Das ist auch der Sinn eines solchen Forum in Bezug auf Betroffene, man sieht, daß man die Probleme nicht alleine hat. Auch der beschriebene Kirchgang kann helfen, grundsätzlich alles, was Hoffnung auf eine Änderung macht.


>Er ist meineserachtens nach 12 Wochen Krankenhaus auch nicht besser als zuvor.<
War das eine Psychiatrie, wo er hauptsächlich Medikamente bekam? Die eigentliche Therapie kommt ja meist erst später.


>Machen die dann auch so Gruppengespräche mit der Frau und der Familie ???<
Wäre sicherlich sinnvoll, hängt aber vom T. ab. Die Suche nach einem geeigneten T. ist m. E. das Hauptproblem, das aber der Betroffene nicht selber machen kann. Da kannst Du am besten helfen.

13

Dienstag, 21. August 2007, 19:30

Hallo Markus,

Die Geschichte meines Vaters in Kurzform

Er war vor 20 Jahren 2* 6 Wochen auf Kur mit autogenem Trainig war es dann gut.
Grund war Schichtarbeit und ein Arbeitsunfall bei dem keiner groß Verletzt wurde und er nicht Schuld war. Er meinte aber er war Schuld.
Wieder gut !!!

Vor 5 Jahren als er in Rente ging arbeitete er noch 6 Wochen jeden Tag durch volle Power anschließen ging meine Mutter auf Kur und er war alleine.
Meine Mutter holten wir dann nach einer Woche wieder zurück.
Wieder gut !!!

Vor 6 Monaten als unser Sohn das essen begann wurde es wieder schlimmer (er kontrollierte die leeren Gläser ob nicht spitziges drin ist,
er hatte auch Angst das er dem kleinen etwas antuen könnte oder das ihm was passiert und wäre Schuld).

Das hat er auch seiner Therapeutin im Krankenhaus gesagt (von der ich nicht viel halte, sie war am Telfon immer sehr pampig).

War jetzt 12 Wochen auf einer offen Sation im Bezirkskrankenhaus Landshut.

Letzten Freitag wurde er entlassen.

Im Krankenhaus machten sie Seidenmalerei (Was für einen Mechaniker nicht gerade das ideal ist)
Schwimmen , Kegeln, Muskelentspannungsübungen und Gespräche

Was ihn noch bedrückt will er nicht sagen !!!!

Nimmt nun Zyprexa und Thombran.
Sein Hausarzt hat ihm nun noch Stilnox zum Schlafen verschriebn.

Momentan ist glaube ich sein größtes Problem das er keine Power zum arbeiten hat und das er soviele Tabletten nehmen muß.
Daß Nervt ihn so das er nicht entspannen und Schlafen kann.
Meine Mutter hat ihm gestern Baldrian gegeben und er konnte besser schlafen.

Die neue Therapeutin kenne ich nicht. Habe etliche angerufen die hatte aber alle erst Termine in 4 bis 6 Monaten. Bei der er in 4 Wochen einen Termin hatte ich nach einiger Überredungskunst schon einen Termin in 2 Monten erhalten.

Wie sagt der Kaiser immer: Schau mer mal !!!

Bekomme morgen wahrscheinlich mein Buch, dann werde ich erst mal lesen und wenn ich fertig bin gebe ich es vielleicht meinem Vater.


Schon mal Danke es ist echt befreiend wenn ich schreiben kann auch wenn ich nicht immer die richtigen Worte finde.


mfg


Bertl

14

Mittwoch, 22. August 2007, 01:02

>Was ihn noch bedrückt will er nicht sagen !!!!<

Was macht das für Dich für einen Unterschied?
Was glaubst Du, würde passieren, wenn er es sagen würde?
Was glaubst Du, glaubt er, würde passieren, wenn er es sagen würde?

Zum Thema 'verstehen' empfehle ich immer gerne das Buch:
"Das Haus der verrückten Kinder. Ein Bericht" von Valérie Valère. Bei Amazon ab 0,2 Euro zu haben. Ich finde, das schönste Buch der Welt. :]
(Vielleicht nimmt Bo es ja mal in die Literatursammlung auf?)


Vielleicht erwähnst Du mal beiläufig, wie schlimm es wohl sein muß, wenn man so eine Erkrankung schon in der Pubertät hat oder als Kind. Schau mal wie Dein Vater reagiert. Das ist zwar nicht wichtig, aber könnte ein bißchen mehr in die Richtung führen, die man als Ursache annehmen kann.
Ansonsten würde ich ihn zu der Erkrankung nicht zu sehr befragen, versuche mehr, ihn insgesamt zu verstehen.


Das Buch von Nicolas Hoffmann ist für Angehörige sehr gut, war auch mein erstes. Du findest zu Nicolas Hoffmann einiges im Internet. Es ist allerdings Verhaltenstherapeut, d. h. seine Sichtweise kommt eben aus der Richtung. :(


So, so, Seidenmalerei ist also nur für Feinmechaniker, eh? Man lernt ja in den Welten am meisten, wo man noch nicht war.

15

Mittwoch, 22. August 2007, 08:05

Morgen Markus,

das mit der Seidenmalerei habe ich nicht so gemeint, er ist halt nicht so der Typ für´s malen eher der für´s Handwerkliche.

Wegen Veränderung der Ängste. Mir ist im Krankenhaus schon aufgefallen das er immer auf die Uhr schaut als ob er immer die Angst hätte zu spät zu kommen. Kann das seine das sich die Angst ums Enkelkind gewandelt hat. (er ist jetzt sehr aktiv mit unserem Sohn)

Es geht nämlich darum das mein Bruder auch Vater wird und sie wollen es meinen Eltern morgen sagen und er hat mich gefragt ob es unser Vater verkraftet oder ob es ihn aus Angst dann wieder runterzieht.

Werde jetzt dann mal das Buch lesen und ihn nicht weiter auf das ganze ansprechen. Mal sehen wie es sich so entwickelt. Meine Mutter hat eh schon gesagt das er jetzt schon mehr sagt als imm erja und nein.
Es kommen sogar richtige Gespräche zusammen.

Den Tip mit der Heiprraktikerin ist gut.
Er war vor dem Krankenhaus auch schon beiner homeptischen Heilprktikerin. Der hat er iniges von seinen Angsten erzählt.
Das werde ich auch wieder in Angriff nehmen !!!


Bis dann

Bertl

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bertl« (22. August 2007, 12:46)


16

Sonntag, 26. August 2007, 16:08

RE: Vater mit Zwangsgedanken

Tja mal wieder Zeit für einen zwischen Bericht.

Leider hat mein Vater gestern und heute wieder voll den Rückschlag.
Er zitterte nur noch vor Anspannung und er konnte es nicht mehr lösen.
Wir wußten uns dann nur noch zu helfen das wir ihm eine Tavor Tablette zu geben. Er wurde dann ruhiger. Haben morgen einen
Termin bei seiner Ärztin Dr. Staudinger in Landshut.
Alls Resume diesser Woche muß ich leider sagen das wir nun alle total fertig sind von meiner Mutter bis hin zu meiner Frau und ganz besonders ich. Wir hatten uns von dem Klinikaufenthalt soviel versprochen und leider ist sowenig rausgekommen.

Ich dachte das er durch die Tabletten ein bischen ruhiger wird aber scheinbar haben wir uns zuviel versprochen !!!


Wir wären um ein paar aufmunternde Worte schon froh.


Bertl

17

Montag, 27. August 2007, 00:04

Wundert mich, daß es mit Tabletten nicht zu bremsen ist.

Kann Dein Vater eine Idee für die Ursache des Zwanges / Angst benennen? Ich meine den ursprünglichen Auslöser? Wann trat er tatsächlich erstmalig auf?

18

Montag, 27. August 2007, 08:18

Morgen,

tja das ist ja das große Problem, er will mit uns nicht darüber reden.
Er erzählte mal das es mit unserem Sohn zusammen hängt. Das er ihm etwas antuen könnte.
Aber das ist sicherlich nicht der Auslöser, da er ja früher schon probleme hatte da konnte er sich aber immer im großen und ganzen selber wieder helfen. Nur diesesmal hat er scheinbar die Kraft nicht mehr.
er war früher auch ein richtig Kräftiger und bestimmender Mann, das hat er jetzt alles verloren !!!!

Haben heute einen Termin bei seiner Ärztin und werde sie mal wegen der Medikamente anreden.
Vielleicht kann sie ihm etwas geben das er mehr lachen kann und wieder mehr Mut bekommt.

Mir ist schon in den Sinn gekommen ob es nicht wieder besser wäre das er Stationär geht !!!

Denn wie schon beschrieben das mit den Medikamenten ist nicht so de Hit und Statuionär könnte man das sicher besser überwachen.

Hinzu kommt das meine Frau jetzt dann auch wieder zu arbeiiten beginnt und dann ist es mit denn fahrten zum Artzt schlecht.
Meine Mutter hat keinen Führereschein und mein Vater kann so nicht autofahren.

Übrigends das Buch habe ich gelesen. Für mich waren die letzten 30 Seiten am wichtigsten.
habe es nun meiner Mutter gegeben zum lesen gegeben.

19

Montag, 27. August 2007, 21:40

Zitat

Original von Bertl
tja das ist ja das große Problem, er will mit uns nicht darüber reden.


O.k., das war nur zu meinem Gesamtverständnis, es ist nicht wirklich das Problem. Ich glaube wenn Dein Vater bisher eher kräftig war, und er das jetzt verlohren hat, dann ist das für alle eine gravierende Umstellung, so als ob die Ameisenkönigen Migräne hat.

>Mir ist schon in den Sinn gekommen ob es nicht wieder besser wäre das er Stationär geht !!!<
Ich weiß nicht, ich bin da kein Fan von. Man wird so aus allem herausgerissen. Der Familienverband kann schon hilfreich sein. Man könnte ihn da sicher besser überwachen, aber ob das auch heilt? Wir reden ja von psychischen Vorgängen.

>Übrigends das Buch habe ich gelesen. Für mich waren die letzten 30 Seiten am wichtigsten.<
Ich fand die ersten 25 ganz gut, der typische Lebensstil.

20

Dienstag, 28. August 2007, 07:59

Morgen,


waren ja gestern bei der Doktorin.
Sie war fast ein bisschen erschrocken in welchem unruhigem Zustand er war. Mußte erst mal den Brief aus dem Krakenhaus lesen. Da sie erst aus dem Urlaub gekommen ist. Dabei ist ihr sofort die hohe Dosis von Thombran aufgefallen am Tag zusammen 500mg.
Sie hat nun ide Dosis auf 2 + 100mg am Tag gesengt bzw. gestern sollte gar keinen nehmen um den Spielgel runter zu bekommen.
Sie hat ihm dann auch die Tavor verschrieben. Von der dürfen wir ihm schon mal 3 (also gesammt 3 mg am Tag geben). Die hat er gestern auch gebraucht wobei die dritte schon fast 2 Stunden gebraucht hat bis sie gewirkt hat. Er ist dann so unruhig das die Beine immer in Bewegung sind das gleiche mit den Armen, aufstehen eine Runde im Zimmer gehen hinsetzen.

Ob meine Mutter ihm dann noch einen dritte abends gegebn hat weiß ich noch nicht.
Am Freitag fahren wir wieder zur Ärztin ! Ich hoffe das sich der Zustand dann verbessert hat.


lg

Bertl


P.S. Wer ist den bei dir Betroffen wenn ich fragen darf !!!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bertl« (28. August 2007, 08:00)