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depressed

unregistriert

1

Samstag, 14. Juli 2007, 12:05

Hilfe...Trennung???

Hallo zusammen,

ich habe gerade das Gefühl wahnsinnig zu werden. Seit ein paar Tagen drängt sich der Gedanken auf mich von meinem Freund trennen zu müssen. Es fängt schon wieder an wie bei meinem Ex-Freund, da hatte ich diesen Gedanken 6 Monate von morgens bis abends. Irgendwann konnte ich einfach nicht mehr und wir haben uns getrennt. Das möchte ich jetzt nicht nochmal erleben. Ich kriege diesen Gedanken aber einfach nicht weg und entferne mich somit auch immer mehr von meinem Freund. Was soll ich machen? Das macht mich wahnsinnig...

Wie komme ich denn plötzlich auf so einen Mist? Ich habe manchmal sogar regelrecht das Gefühl, dass ich Dinge für ihn tue, die ich eigentlich gar nicht möchte. Versteht ihr mich???

Ich weiß echt nicht mehr weiter. Ich weiß gerade nicht mal, ob ich ihn noch mag...HILFE!!!

LG
depressed

2

Samstag, 14. Juli 2007, 22:34

Hattest du die damals Hilfe bei einen Therapeuten gesucht?

depressed

unregistriert

3

Sonntag, 15. Juli 2007, 01:40

Ich war damals fast ein Jahr bei einem Therapeuten. Hauptsächlich habe ich über das gesprochen was ich in der Beziehung erlebt habe. Damals wusste ich noch nicht das ich Bindungsangst habe bzw. auch unter Zwangsgedanken leide. Ich denke, dass hat sich jetzt so langsam herauskristallisiert. Nach langem Überlegen und hin und her bin ich Anfang April zu einem neuen Psychologen gegangen. Jetzt muss ich so eine Art Lebenslauf schreiben und dann darf ich endlich eine Therapie anfangen...aber so lange muss ich noch durchhalten und mit meinen "anstrengenden" Gedanken leben...nur wie?

4

Sonntag, 15. Juli 2007, 10:56

Klasse dass du den Weg beschreitest und dir nochmal einen Therapieplatz nehmen willst, jedoch bin ich mir eigentlich nicht so sicher, ob es bei dir generelle Verlustängste sind oder ob etwas tief in dir drinn sagt, dass dein Partner nicht zu dir passt.
Bindungsängste, Sexualität und Vertrauen spielen in einer Partnerschaft eine große Rolle.
Versuche doch mal zu lokalisieren, wo in den genannten Gebieten es bei dir noch nicht 100% stimmt.
Hast du Angst er könnte dich verletzten?
Glaubst du dass es beim Sex differenzen gibt?
Hast du Angst dass er zuviel über dich erfährt?

Stell dir die Fragen rational und setze dich damit mal auseinander.
Oft werden Zwangsgedanken durch innere Unsicherheiten ausgelöst.

liebe Grüße

Pit-2001

unregistriert

5

Sonntag, 15. Juli 2007, 14:21

Zitat

Original von Depres


Stell dir die Fragen rational und setze dich damit mal auseinander.
Oft werden Zwangsgedanken durch innere Unsicherheiten ausgelöst.

liebe Grüße



Ein interessanter Satz, lieber depres.

Diese inneren Unsicherheiten kommen meist aus der Kindheit, ABER
sie könnten, das vergisst man leicht, ja auch aus der Gegenwart stammen und gar nicht so viel mit der Kindheit zu tun haben,
würden vielleicht systemische Therapeuten auch sagen???

Ein ganz neues Feld zur Diskussion??

Liebe Grüße an dich.

Pit

depressed

unregistriert

6

Sonntag, 15. Juli 2007, 15:00

Hallo zusammen,

depres, was du schreibst finde ich sehr interessant. Heute Morgen ging es mit mal wieder gar nicht gut. Ich lag neben meinem Freund und hatte immer wieder den gleichen Gedanken:"Du musst dich trennen!" Irgendwann habe ich angefangen zu weinen und er hat versucht mich zu trösten. Ich werde morgen bei meinem Arzt anrufen...so kann es nicht weitergehn. Es muss doch auch irgendein AD geben, dass meine Gedanken ruhen lässt, oder? Zumindest ein bisschen????

Zitat

Hast du Angst er könnte dich verletzten?

Ich denke schon, obwohl es dafür eigentlich keinen Anlass gibt. Mir ist aufgefallen, dass diese Gedanken hauptsächlich nach sehr intensiven und schönen Momenten zwischen meinem Freund und mir auftreten. So nach dem Motto, nun wird es mir zu eng, ich muss etwas unternehmen um Distanz zu schaffen. So würde ich das zumindest interpretieren.

Zitat

Glaubst du dass es beim Sex differenzen gibt?

Ich glaube nicht, dass es dabei Differnzen gibt. Eigentlich ist auch in der Hinsicht alles in Ordnung. Ich habe nur manchmal das Gefühl, dass es eine gewisse "Pflicht" ist dieses zu tun. Das liegt aber an dem Erziehungsstil meiner Eltern. Meine Mutter hat mir immer gepredigt, dass man "es" manchmal einfach tun muss, um den anderen nicht zu enttäuschen. Daran arbeite ich aber gerade...

Zitat

Hast du Angst dass er zuviel über dich erfährt?

Definitiv nicht. Er weiß schon sehr viel über mich und das ist auch gut so, denn sonst würde er mein Verhalten wohl kaum verstehen. Ich bin sehr offen und rede viel mit ihm, also das kann es schonmal nicht sein.

Doofe Frage, aber wie soll ich denn nun wissen, ob er zu mir passt oder nicht?

LG
depressed

7

Sonntag, 15. Juli 2007, 20:34

Hallo zusammen

@Pit
Ohh ja...das ist ein interessanter Ansatz den du uns gibst und stellt bestimmteinen Teil der modernen Psychologie dar.
Wo man früher oft in der Kindheit nach falsch erlernten Verhaltensmustern suchte, wird heute gerne das gegenwärtige Umfeld analysiert.
Mit meiner Fragestellung an depressed wollte ich dies auch genau erreichen. Ich schätze es so ein, das sie ein falsches Verhaltensmuster in der Kindheit oder während der Pupertät erlernt hat und sich bei dem Zusammenleben mit ihrem Freund nun einige Impulse dies nochmals hervorrufen.
Da man dies oft nicht verarbeiten kann , da es für uns ja nicht verständlich ist, kommen diese Zwangsgedanken.
Ist aber nur eine Theorie, kann natürlich auch andere Dinge sein.

@depressed
Ob es der richtige Mann ist kann auch eine gesunde Frau nicht wissen.
Der Unterschied ist, das eine gesunde Frau die gemeinsamen Momente geniest und du dir Gedanken darüber machst , ob dies alles so richtig ist.
Aus deinen Antworten lese ich eigentlich, wenn dein Freund als Freund zu sehen ist, ist deine Welt in Ordnung. Doch sobald ihr schöne Stunden miteinander verbringt wird es dir unheimlich und du quälst dich.

Bitte korrigiere mich wenn ich falsch liege.

ganz liebe Grüße an dich und Pit

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Depres« (15. Juli 2007, 20:36)


Pit-2001

unregistriert

8

Montag, 16. Juli 2007, 01:41

Arme depressed,

irgendwo versehe ich dich ja sogar. In den schönsten Momenten wirst du quasi gefesselt. Du kannst nicht mehr aus, denn wie soll man jemand, der gerade so nett ist, Grenzen aufzeigen, die man eingehalten braucht?

Könnte es daran hängen?


Du hast das Recht auf Grenzen, die du brauchst. Wenn du das mal durchsetzen würdest, ohne Rücksicht, dann wird alles besser, könnte man meinen. Wenn er das übersteht und er wird es, wenn du vernünftig mit ihm redest, dann wirst du merken, dass du lockerer wirst, dass dich nicht in diesen Momenten immer wieder Angst trifft, die angst, die ich dir ja beschrieb.

Ob ich das richtig sehe, weiß ich nicht. Aber ich wollte dir eine Chance geben, dich zu erkennen. Vielleicht habe ich aber nur mich erkannt, dann ists auch gut.

Das ist ja genau das, was Depres auch meinte.


Tschüs von
Pit

und einen Gruß auch an Depres :-)

depressed

unregistriert

9

Montag, 16. Juli 2007, 21:45

Hallo Pit,

irgendwie gehe ich mir gerade ziemlich auf die Nerven. Jetzt sitze ich hier und versuche herauszufinden was ich empfinde. Es ist schwer das zu differenzieren, weil ich bisher immer vor Beziehungen davon gelaufen bin. Ich weiß, es mag blöd klingen, aber ich weiß einfach nicht was ich empfinde bzw. ob es mehr als Freundschaft ist. Vielleicht habe ich auch die falsche Vorstellung von einer Beziehung und dem ganzen drum und dran. Ich meine, wir verstehen uns gut, er kann mich zum Lachen bringen, er ist super verständnisvoll, charmant, liest mir alles von den Augen ab und versteht mich ohne Worte. Reicht das für eine Beziehung??? Ich komme mir gerade vor wie eine 12jährige, die dumme Sachen fragt. Entschuldigt bitte, aber ich bin so unsicher...

Heute habe ich von meinem Arzt Trevilor retard 75 mg bekommen. Zuvor habe ich 50 mg Sertralin genommen. Ab morgen soll ich mit Trevilor beginnen. Bin mal gespannt.Irgendwie glaube ich inzwischen aber, dass ich die Tabletten eigentlich nicht bräuchte....

Zitat

In den schönsten Momenten wirst du quasi gefesselt. Du kannst nicht mehr aus, denn wie soll man jemand, der gerade so nett ist, Grenzen aufzeigen, die man eingehalten braucht?

Hm, eigentlich fange ich meist erst nach den schönen Momenten an zu grübeln. Ich weiß gerade gar nichts mehr...ich fühle mich leer und es macht mich wahnsinnig, dass ich nichts empfinden kann....ich fühle mich wie ein Stein...

Zitat

Der Unterschied ist, das eine gesunde Frau die gemeinsamen Momente geniest und du dir Gedanken darüber machst , ob dies alles so richtig ist.

Ja, das stimmt. Wenn ich so zurück blicke, dann konnte sogar ich mal genießen ohne ständig darüber nachdenken zu müssen, ob ich das Richtige tue oder nicht. Ich weiß nicht warum es inzwischen so schlimm ist. Ok, ich weiß, dass ich den Hang nach Perfektionismus habe und Angst habe ihm weh zu tun, aber muss ich dann gleich so viele Gedanken bekommen??? Eine Zeitlang konnte ich genießen doch jetzt ist es vorbei...

Zitat

Aus deinen Antworten lese ich eigentlich, wenn dein Freund als Freund zu sehen ist, ist deine Welt in Ordnung. Doch sobald ihr schöne Stunden miteinander verbringt wird es dir unheimlich und du quälst dich.

Sagen wir es mal so, sobald das Wort "Beziehung" benutzt wird, fühle ich mich unter Druck gesetzt und bin am Grübeln, obwohl es auch schöne Momente gibt. Wenn wir das Ganze "Freundschaft" nennen und uns auch so verhalten, ist der Drang nach mehr da und ich bin tierisch eifersüchtig, wenn er wen anderes kennenlernt. Ich kann also nicht mit und nicht ohne. Was nun???? Was meinst du mit quälen? Was soll ich sonst tun, ich versuche mich meinen Ängsten zu stellen.

LG
depressed

Pit-2001

unregistriert

10

Montag, 16. Juli 2007, 21:54

Zitat

Original von depressed
Sagen wir es mal so, sobald das Wort "Beziehung" benutzt wird, fühle ich mich unter Druck gesetzt und bin am Grübeln, obwohl es auch schöne Momente gibt. Wenn wir das Ganze "Freundschaft" nennen und uns auch so verhalten, ist der Drang nach mehr da und ich bin tierisch eifersüchtig, wenn er wen anderes kennenlernt. Ich kann also nicht mit und nicht ohne. Was nun???? Was meinst du mit quälen? Was soll ich sonst tun, ich versuche mich meinen Ängsten zu stellen.

LG
depressed


Ja, ja, liebe depressed, du steckst da irgendwie viel tiefer drin, als Leute, die das auch kennen, aber noch irgendwie damit umgehen können.

Was deine Tabletten betrifft, kann ich nichts sagen.
Ich würde sie nicht nehmen und ich würde mich in solchen Phasen auch nicht unter Tabletten setzen, aber ich habe ja keine Ahnung, wer und warum sie dir verschrieben wurden. Veilleicht ist es ja viel schlimmer, als es hier selbst rüberkommt und es gibt keinen anderen Weg.

Dass du einerseits eifersüchtig wirst und dann wieder bedrängt bist, ist doch klar in der Situation. Solange du nicht klar bist, was du wirklich willst und durchziehen willst, wirst du wie von Wellen umhergeworfen, durchleidest einmal das und dann das.

Ein Vorschlag: Lass es doch bei Freundschaft und sprich mit ihm darüber, dass du auf gewisse Zeit nur das kannst, dass du dann zwar Angst hast, dass er ne andere sucht, weil es eben nur Freundschaft ist, usw., sag ihm, dass er das Recht hätte, und hör dir an, was er sagt.
Wenn er er es wahrnehmen würde, musst du da durch, scheu dich dann auch nicht davor. Sag dir, dass du etwas an dir schützen willst und dafür dieses Opfer in Kauf nimmst.

Aber vielleicht reagiert er ja ganz anders und trägt dich, während er dich freilässt.

Wie auch immer, viel Glück.

Pit

11

Montag, 16. Juli 2007, 22:12

Liebe depressed,

Zu allererst, ich kann sehr gut nachvollziehen wie es dir geht, ich mache gerade genau das gleiche durch.
Ich habe also leider keine Antwort für dein problem ;(

Aber zu Pits Beitrag würde ich gerne etwas sagen, ohne ihn angreifen zu wollen. Aber ich finde seine Idee viel zu rational für einen Zwangskranken. Es wäre doch vile wichtiger herauszufinden, warum das bei uns so ist, schließlich ist bei dir nicht das erste Mal.....

Naja, ich wünsch dir alles Gute und ich hoffe, dass du einen Weg findest ohne dich gleich trennen zu müssen, auch wenn dein Kopf dir nichts andres sagt.


Liebe Grüße eni

12

Montag, 16. Juli 2007, 22:56

Hallo in die Runde
Es ist eben nicht einfach hier Antworten zu finden, wo wir die Fragen nicht kennen.
Mit Quälen meinte ich diese ständige Kastaneiung. Dieses ständige überprüfen, ob alles richtig war. Die Fragen die man sich anschließend stellt.
Ich habe den Eindruck das du deinem Freund magst. Ob du ihn auch liebst, kann ich dir nicht beantworten. Hattest du zwischen den Beziehungen genug Abstand zur alten Beziehung um dir klar zu werden, was du wirklich brauchst?
Oder hat dir dein jetziger Freund geholfen die Phase der Trauer zu überwinden?
Oje ich hätte da wohl noch 1000 Fragen.....

liebe Grüße

depressed

unregistriert

13

Montag, 16. Juli 2007, 23:59

Hallo depres,

du kannst mir ruhig so viel Fragen stellen wie du möchtest, ich bin über jede Hilfe dankbar.

Vor meiner jetzigen Beziehung war ich 2,5 Jahre Single. In diesen Jahren habe ich zwar Männer kennengelernt, bin aber immer wieder davon gerannt, weil mir das alles zu viel wurde...sehr starke körperliche Symptome, ich konnte es nicht aushalten. Als ich meinen jetzigen Freund kennengelernt habe, hatte ich eigentlich mit dem Thema Beziehung abgeschlossen und war fest davon überzeugt, dass ich Beziehungsunfähig bin. Nun ja, dann kam er....Die erste beiden Versuche haben nicht geklappt, ich habe es nicht ausgehalten, weil die körperlichen Symptome einfach zu stark waren. Dann hatten wir einen Monat Kontakabbruch, weil ich über mich nachdenken wollte/musste, in dieser Zeit begann ich auch mein AD zu nehmen. Naja, und seitdem klappt es irgendwie besser, zumindest habe ich keine körperlichen Symptome mehr, sondern nur die Zwangsgedanken und diese Grübeleien.


Hallo eni,

danke für die lieben Worte. Erzähl mir doch ein bißchen über deine Situation, wenn du magst. Wie lange bist du mit deinem Freund schon zusammen? Wie gehst du damit um? Hast du evtl. Tricks um aus dem Gedankenkarussell herauszukommen?


Hallo Pit,

danke für deinen Beitrag, aber in der Hinsicht stimme ich eni zu, du siehst das ein bißchen zu sehr rational. Ich möchte mich nicht von ihm trennen, ich möchte vielmehr einen Weg finden, um damit umgehen zu können. Wenn ich mich trenne und nur mit ihm befreundet bin, werde ich auch nicht glücklich, das weiß ich.

LG
depressed

Pit-2001

unregistriert

14

Dienstag, 17. Juli 2007, 17:00

Liebe depressed,

du hast einen Entschluss gefasst und deutlich geäußert.

Mein Beitrag war unpassend!

Und genau das war der Sinn meines Beitrags.

Jetzt bist du dir ganz klar!! Und hast es auch ganz deutlich geäußert.
Gratuliere.

Ich wünsche dir alles Gute dabei, diesen Entschluss, damit umgehen lernen zu wollen durchzuziehen und vielleicht ergeben sich dazu ja noch Gespräche mit dem einen oder anderen.

Erst mal tschüs für heute

Pit

15

Dienstag, 17. Juli 2007, 19:42

Hallo depressed
Danke für deine Antworten. Was du so geschrieben hast , hast du eigentlich eine sehr starke Basis für dich und deinen Freund gefunden. Und da du die Frage von Pit nun beantwortest hast, ist auch klar das eine Trennung nicht in Frage kommt.
Nun lass dich nicht von deinen Zwangsgedanken verleiten falsche Annahmen zu treffen.
Ich habe eigentlich in der Therapie gelernt, dass die Gedanken sich bilden um Ängste abzubauen. Wo deine Ängste genau liegen solltest du nun an dir selbst erforschen. Beobachte dich in den nächsten Tagen mal genau, wann die Gedankekn kommen. Sind es die Tage bei denen du unter Stress stehst? Oder sind es diese miese Tage, die eigentlich schon morgen schlecht beginnen?
Oder ist es vielleicht eine der Urängste, wie Angriff, Flucht und Totstellen?
Versuche einfach mal zu registrieren, wann dein Körper sich wehrt.

liebe Grüße

depressed

unregistriert

16

Mittwoch, 18. Juli 2007, 18:32

Hallo Pit,

guter Trick :)) . Mir ist aufgefallen, dass es hier um keine Entscheidung geht, di e ich zu treffen habe, sondern vielmehr um eine Lösung, um mit dem Problem umzugehen. Ich habe mir ein Buch bestellt "Der Kobold im Kopf" und hoffe nun, dass es mir einige Tipps liefern wird.


Hallo depres,

Zitat

Sind es die Tage bei denen du unter Stress stehst? Oder sind es diese miese Tage, die eigentlich schon morgen schlecht beginnen?

Wenn ich von morgens bis abends beschäftigt bin, denke ich kaum darüber nach. Mir ist aufgefallen, dass es erst so schlimm mit den Gedanken wird, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. In der Arbeit bin ich meist richtig gut gelaunt, komme ich dann aber nach Hause, baut sich langsam die schlechte Laune auf, die meistens aus meinen immer wiederkehrenden Gedanken resultiert. Bis eben habe ich darüber nachgedacht, ob es denn nicht sein kann, dass ich nur mit ihm zusammen bin, damit ich wen habe, damit jemand für mich da ist. Dieser Gedanke hat mich so schockiert, dass ich erstmal ein schlechtes Gewissen bekommen habe. Leider hat er das vorhin am Telefon auch zu spüren bekommen. Mir fallen immer wieder Gründe ein, die es begründen, dass ich mich trenne, aber das will ich ja nicht, das weiß ich. Es ist nur die Frage, ob mein inneres es ernst mit ihm meint, das weiß ich eben nicht. Irgendwie denkt alles in mir, dass ich ihn nur ausnutze, das macht mich echt wütend...und ich denke, vielleicht sollte ich mich doch trennen...und und und.

Zitat

Oder ist es vielleicht eine der Urängste, wie Angriff, Flucht und Totstellen?

Ich vergleiche sehr viel mit meiner vorherigen Beziehung und habe teilweise Angst, dass sich einige Dinge wiederholen. Es ist mitunter wohl auch die Angst verlassen zu werden bzw. nicht genug geben zu können.

LG
Depressed

17

Mittwoch, 18. Juli 2007, 20:32

Hallo depressed
Da sitzt du wohl tief in deiner Gefühlswelt und kommst nicht mehr raus. Ursachen hierfür kann einiges sein. Als erstes was ich so aus deinen Sätze lese, sind mangelndes Selbstvertrauen. Das solltest du dir unbedingt wieder aneignen. Du stellst ständig alles in Frage was du machst und hast deswegen kein Vertrauen zu dir selbst. Ich kenne das genau, da es mir ähnlich ging. Ich war mir auch total unsicher in allem was ich tat.ERst eine Therapie führte mich langsam wieder auf den richtigen Weg.
Die Angst und die Grübelgedanken die abends bei dir kommen, können viele Ursachen haben. Oft stehen falsch erlernte Verhaltensmuster aus der Pupertät an erster Stelle.
Ein ganz einfaches Beispiel hierzu. Du durftest vielleicht bis 21.00h draussen bleiben und deine Freund vielleicht alle bis 22.00h.
Hier gibt es nun zwei Möglichkeiten. Du gehst pünktlich nach Hause und must dir die Neckerei der Freunde anhören , oder du kommst zu spät und mußt dir das Geschimpfe der Eltern anhören. Auf jeden Fall begann um 21.00h deine Tortur. Wenn sich diese Gefühle in der Entwicklung festigen, kann es später zu unangenehmen Gefülen kommen, wenn es gegen 21.00h wird, ohne das du heute einen Sinn darin siehst.

Hoffe ich konnte vermitteln um was es mir geht.

liebe Grße

depressed

unregistriert

18

Donnerstag, 19. Juli 2007, 14:58

Hallo zusammen,

ich möchte euch gerne einen aktuellen Bericht über meinen Gemütszustand geben.

Mir geht es körperlich sehr gut, dass heißt ich habe keine Paniksymptome mehr. Nun sind wir 9 Wochen zusammen, ich habe schon so lange durchgehalten. Doch was mich so langsam belastet sind meine zunehmenden Gedanken. Das mag sich für den ein oder anderen dumm anhören, aber ich kriege dieses Kopfkino nicht aus. Aus Erfahrungen weiß ich, dass man nicht versuchen sollte gegen dieses Kopfkino anzukämpfen, weil es sonst noch schlimmer wird. Kämpfen tue ich auch gar nicht mehr, vielmehr versuche ich eine Möglichkeit zu finden mit diesen Gedanken umzugehen. Ich habe mir nun ein Buch gekauft, das mir ein bisschen helfen soll damit umzugehen, „Der Kobold in meinem Kopf“. Ich habe gestern angefangen es zu lesen, es ist wirklich sehr interessant was der Mensch sich in seinem Hirn alles zusammenreimen kann.

Nun meine Frage, habt ihr Tipps für mich wie man herausfinden kann, ob diese Gedanken wahr oder nur zusammengesponnen sind? Ich gebe euch ein paar Beispiele meiner Gedanken: “Wenn ich nicht so oft mit ihm schlafen möchte, heißt das, dass ich ihn nicht mag?“, „Kann es sein, dass ich nur mit seinen Gefühlen spiele und ihn ausnutze?“, Wenn ich nicht an ihn denke, ist das schlimm, heißt das, dass ich ihn nicht mag, nicht genug Gefühle habe?“

Am meisten beschäftigt mich die Frage, ob ich ihn nur ausnutze. Ich kann es gar nicht näher erläutern, es läuft einfach durch meinen Kopf, immer und immer wieder. Mit der Zeit habe ich gelernt ruhig zu bleiben, weil es nur noch schlimmer wird, wenn man hektisch wird. Ich habe mich mehr oder weniger mit den Gedanken abgefunden, dennoch möchte ich versuchen den Grund dieser Gedanken zu verstehen.

Wenn ich mir diese Fragen ansehen, fällt mir auf, dass wohl vieles auf meine eigene Unsicherheit zurück zu führen ist. Ich hinterfrage quasi, ob ich alles richtig mache und rede mir selber Schuldgefühle ein. Ich habe teilweise sogar richtige Bilder zu den Gedanken, das macht mir des öfteren Angst. Nun habe ich ja am Montag Trevilor von meinem Arzt verschrieben bekommen und das Sertralin abgesetzt. Ich komme damit gut zurecht, habe keine Nebenwirkungen. Ich würde mir wünschen, dass es mir hilft zu erkennen, warum ich so viel denke…

Das musste ich einfach mal los werden….Sorry.

Liebe Grüße
Jacky

Pit-2001

unregistriert

19

Donnerstag, 19. Juli 2007, 17:28

Keine Ahnung, ob ich jetzt deine Zwänge unterstüzte, ist mir auch egal.

Ich will dir alle drei Fragen beantworten, nur damit du die Sicht anderer Leute, die nicht den gleichen Zwang haben, erfährst. Wilst du doch? Oder?

Hier die von dir gestellten Fragen:


Nun meine Frage, habt ihr Tipps für mich wie man herausfinden kann, ob diese Gedanken wahr oder nur zusammengesponnen sind? Ich gebe euch ein paar Beispiele meiner Gedanken: “Wenn ich nicht so oft mit ihm schlafen möchte, heißt das, dass ich ihn nicht mag?“, „Kann es sein, dass ich nur mit seinen Gefühlen spiele und ihn ausnutze?“, Wenn ich nicht an ihn denke, ist das schlimm, heißt das, dass ich ihn nicht mag, nicht genug Gefühle habe?“

Hier meine Antworten:


1.) kann es heißen, dass du ihn nicht magst, es kann aber genauso gut, gar nichts damit zu tun haben, sondern mit ganz anderen harmlosen Dingen.

2.) Jeder nutzt viell. mal einen anderen aus, das ist ganz normal. Aber jemand, der sich so wie du Gedanken darum macht, gehört ganz bestimmt nicht zu den Ausnutzern, die du nicht sein willst.

3.) Wenn ich an jemand nicht denke, kann das schlimm sein, es kann sein, dass ich ihn nicht mag, aber es kann auch ganz harmlos sein, es kann sein, dass ich mier seiner so sicher bin, dass meine Seele Ruhe findet und sich ganz persönlicher Dinge annehmen kann, die einen voll vereinnahmen und das ist doch was Schönes!!!!

Wie du siehst, gibt es keine klare Antwort, aber ich habe mein bestes getan, dir zu sagen, was mir spontan dazu einfällt. Jetzt kannst du ich prüfen, ob du eine ganz Böse bist, wie irgendwas dir einreden will oder ob du dir um Dinge Gewissen machst, die andere als völlig normal , ja sogar schön sehen würden.

Grüße

Pit

depressed

unregistriert

20

Freitag, 20. Juli 2007, 11:06

Hallo Pit,

du nimmst ja wirklich kein Blatt vor den Mund, aber das ist vielleicht auch ganz gut so.

Ok, ich habe eingesehen, dass es keine klaren Antworten gibt, nichts desto trotz bin ich trotzdem am Grübeln. Sicherlich bin ich auch keine Böse, die anderen Menschen Schaden zufügen möchte, ich bin vielleicht einfach nur ein bisschen unsicher. Und diese Unsicherheit spiegelt sich dann wiederum in meinen Gedanken wieder. Wäre das nicht ein logischer Denkansatz?

Gibt es denn ein AD, das gegen Zwangsgedanken hilft? Gibt es Personen, die von ihren Zwangsgedanken geheilt wurden?


Hallo depres,

darf ich fragen wie du dein Selbstwertgefühl gestärkt hast? Ich habe nicht erst gestern bemerkt, dass mein Selbstbewusstsein gerade den Bach hinüber geht, das weiß ich schon länger…

Dein Beispiel war sehr gut, ich weiß was du meinst. Nun ist es natürlich schwer diese erlernten Verhaltensmuster wieder abzutrainieren. Weißt du denn inzwischen was deine Ursachen waren?

LG
depressed