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Froschkönigin

unregistriert

1

Sonntag, 19. September 2004, 18:19

Rückfall...?

also ich dachte echt ich hätte jetzt ALLES hinter mir!!aber heute gab es wieder einen rückfall,inclusive zwangshandlung...
alles "nasse" war für mich wieder urin,z.b ein (wahrscheinlich Wasser-) Fleck neben dem Waschbecken und ich bin reingetreten!!danach hab ich mich sofort geduscht,gut wollte heutz eh duschen,aber eigtl. abends...
und das blöde ist das es wirklich soo irreal ist(das es urin war),a) spritzt bei mir beim häne waschen das wasser immer ziemlich raus und b)konnte ich mich daran erinner dass ich mir heute die hände gewaschen und dann gleich ohne abzutropfen zur zahnpasta gelangt hab,die nicht am waschbecken steht.

aber ICH dachte natürlich das ist urin,das kloh steht ziemlich nah am waschbecken(ist eine kleine toilette),aber wie soll den bitte etwas rauspritzen wenn man auf toilette ist/sitzt und dann noch sooviel??
das zweite war als ich aufs kloh gegangen bin,ich habe mir davor schon die hände gewaschen,und dann hab ich gesehen dass plötzlich durchsichtige(!) tropfen auf dem sitz der toilette waren,die ganz natürlich erklärung:ich trage sehr viele(genau 70*gg*) armbänder an meinem handgelenk die ich immer mitwasche und da ist was runtergetropft,ich trockne sie in meiner eile nämlich nie /richtig) ab...aber ICH denke es ist urin!!

und ausseerdem hab ich mir heute wieder viiel öfter die hände gewaschen..!so ein shit!

liebGrüssle

2

Sonntag, 19. September 2004, 19:48

RE: Rückfall...?

Hallo Froschkönigin,

auch ich hatte einige Rückfälle, doch wohl ist jeder Rückfall irgendwie ein Fortschritt für mich gewesen, da er mir neue "Erkenntnisse" gebracht hat!!

Lass Deinen "Kopp" doch ruhig denken, daß das etwas Schlimmes gewesen wäre und frage Dich und ihn doch mal, woher er und Du das überhaupt weißt und es könnte doch auch Flußsäure, vergiftetes Schwarzmeerwasser, Limonade oder Wasser aus dem Inneren des Planeten Mars ... gewesen sein!
Wenn Du keine Lust hast, darüber nachzudenken, dann lasse es halt und tue das, wonach Dir von innen heraus ist!

Ach, was ist denn überhaupt schlimm an Urin?? Schonmal davon gehört, daß Urin heilend wirken kann? Ich freue mich sogar etwas, wenn mich meine Wichtel anpinkeln - wohl auch ein Zeichen, dass ihnen etwas an mir liegt!!

Liebe Grüße

Markus

Don't count the years-count the memories...........

Froschkönigin

unregistriert

3

Montag, 20. September 2004, 16:21

was denn für wichtel ?(
ich finde urin einfach eklig da es nichts frisches ist,stinkt,...der körper hat es ja schließlich ausgespült!!also kann es ja nichts schönes sein...
außerdem wird ja jedem von kindheit an eingetrichtert dass man sich nach der toilette die hände waschen soll,wegen bakterien und so...

liebGrüssle

Pit-2001

unregistriert

4

Dienstag, 21. September 2004, 12:55

Darf ich mal was sagen?

Nichts großes, nichts sicher wahres, aber was ich grad so denke?

Du hast einfach krankmachende Vorstellungen, denen du erliegst. Natürlich kommt auch Angst und Zwang dazu.

Aber Urin hat nichts mit Bakterien zu tun. Eklig wird der nur, wenn er rumsteht, dann können sich Baktieren bilden. Vorher ist der sauber, keine Angst. Es gibt ja sogar Urintests bei Erwachsenen und ein normaler gesunder Mensch, hat darin nicht die Spur von Bakterien!!!

Nur sollte man ihn natürlich deshalb nirgends rumstehen lassen oder an Kleidern lassen, aber das gilt auch für alles mögliche andere, wovor du keine Angst hast.

Kot, kann die Dinge enthalten, die anstecken könnten, darum das Händewaschen, was aber im Normalfall völlig langt.

Vielleicht hilft dir schon ein Großreinemachen im Gehirn, was deine Angst aus falschen Infos steuert?

Was den Zwang angeht, falls er dein Hauptmotor ist, ist es ein Thema für sich.

Gruß Pit

johle1965

unregistriert

5

Dienstag, 21. September 2004, 17:51

Hallo Froschkönigin,

jetzt möchte ich doch auch einmal n'Bissle was dazu sagen.

Da ich aus einer etwas "anderen" Ecke von Zwang komme, hoffe ich, dass sich dir vor Ekel nicht gleich die Fußnägel kräuseln, wenn du nachfolgende Sätze liest.

Dein eigenes Pipi magst du also nicht!? Aber der Mensch hat ja auch noch andere Körperöffnungen: Bestimmt hattest du (als Kind doch sicher!?) schon einmal einen Finger im Mund, weil z. B. etwas zwischen den Zähnen war... (Dort gibt es übrigens wirklich massiv gefährliche Bakterien!)

Hast du schon mal in der Nase gepopelt? --- So einen richtig schönen fetten Popel aus der Nase gezogen, und gedacht: gut! Ein Prachts-Ergebnis! Aber auch schön, dass er draußen ist, nachdem man so lange rumpopeln musste... :D

Hast du schon einmal ein „Flusen-Knäuel“ aus dem Bauchnabel herausgefischt, herrührend von deinem Baumwoll-Unterhemd!?

Hast du dich schon einmal in deinem Ohr gekratzt, weil es so fürchterlich gejuckt hat!?

Und nun unter die Gürtellinie: Mann==2 Öffnungen, Frau==3. Da du dein eigenes Pipi nicht magst, eine andere Situation: Deine Tochter ist gerade 6 Monate alt, und du musst wieder einmal Windeln wechseln. Mittendrin fängt das Töchterlein an, munter drauf los zu pinkeln. Mitten auf deine Hände... Ziehst du ab jetzt nur noch Gummi-Handschuhe zum Windel-Wechseln an?

--- Glaub mir eins: Solange du zu deinem eigenen (!!) Pipi kein freundschaftlicheres Verhältnis finden wirst, wirst du von deinen Zwängen niemals loskommen.

--- Sorry, das ist leider so!

LG

Johle

6

Mittwoch, 22. September 2004, 20:07

Hallo,

die Wichtel sind die Ratten, die mit mir hier leben.

Solange das Immunsystem okay ist, was es bei einer gesunden Lebensweise (wozu wohl auch gehört, dass man sich keinen Streß mit Zwängen macht) wohl ist, kannst Du ruhig Bakterien und Viren und andere pathogene Keime aufnehmen - gab da doch wohl auch einen Arzt, der sogar ein ganzes Glas Cholerabakterien trank, was ja angeblich eine ganze Armee hätte töten sollen und rief zu dem Augenzeugen Robert Koch: "Wenn Ihre Theorie (gemeint ist die "Erregertheorie", die grob aussagt, daß eben Erreger an Seuchen und andere Krankheiten schuld sind und nicht das Immunsystem, d. h. dass auch ein Mensch mit intaktem Immunsystem krank werden würde) richtig ist, bin ich in kürzester Zeit ein toter Mann." Der einzige jedoch, dem es wohl miserabel ging, war Koch. Der, der das Glas austrank, war der Münchner Hygieneprofessor Max von Pettenkofer.

Ach, ich finde, daß Urin in geringen Mengen sogar nach frischem Heu und somit nach Sommer riecht und ich verwende Urin sogar manchmal als Parfüm und reibe meine Hände damit ein.

Warum meinst Du denn, daß viele unserer Mitgeschöpfe (auch Tiere genannt) sovieles mit ihren Ausscheidungen tun - daran riechen, markieren und ihn manchmal auch wieder essen, um noch darin enthaltene Nährstoffe wohl auszunutzen (angeblich manche Nagerarten z. B.) und trotzdem natürlicherweise super gesund sind und bleiben.

Ich ernähre mich auch natürlicherweise vegan und seitdem riecht auch meistens mein Kot angenehmer und auch der meiner Wichtel riecht meistens so schön, daß ich es sogar genießen kann, daran zu schnuppern.

Liebe Grüße

Markus

Inge Großmann, Rostock (per e-mail): "Nur wer Tiere als etwas
Minderwertiges betrachtet, der kann sich über den Vergleich mit
Schwerbehinderten aufregen. Auf der Homepage des
SPD-Landtagsabgeordneten Matthias Brodkorb plädiert jedoch niemand
dafür, Schwerbehinderte genauso schlecht wie Tiere zu behandeln,
sondern im Gegenteil, es wird dafür geworben, mit Tieren genauso
achtsam und würdevoll umzugehen wie wir es mit diesen Menschen tun."

7

Donnerstag, 23. September 2004, 11:46

hallo wicht!

oh je, also wenn ich ehrlich bin finde ich das ziemlich widerlich!
wenn du urin so wohlriechend findest, und dir sogar manchmal damit die hände einreibst, wirst du dir vermutlich auch nicht die hände nach dem klogang waschen. wär ja demzufolge auch sinnlos für dich.
meine güte, wenn ich mir vorstelle, dass ich jemandem die hand gebe, der diese vorher mit urin eingerieben hat, wird mir schlecht!!
sorry, das ist kein angriff gegen dich, aber ich finde es äußerst ekelhaft und sowas habe ich echt noch nie gehört!!
und wenn du urin schon als "parfum" benutzt, mach es dir doch wenigstens an den hals oder so und reib nicht deine hände damit ein, das ist doch wirklich ekelhaft für die leute, die dir die hand geben und das nicht wissen.


gruß, rose

8

Freitag, 24. September 2004, 07:54

Hallo Wicht,

ich habe selbst keine Zwangserkrankung und auch noch nie eine gehabt, aber ich kann Rose nur zustimmen!

Wenn man jemandem die Hand gibt (was ich zwar aufgrund der Problematik meines Mannes schon seit Jahren - bis auf letztens 2 Ausnahmen :)) - nicht machen durfte), erwartet man einfach, daß dessen Hände sauber sind, also, daß u.a. kein Urin dran ist.

Ani

9

Dienstag, 28. September 2004, 00:29

Hallo Ani und Rose,

was ist an Urin schmutzig?

Was kann ich dafür, daß andere es vielleicht ekelhaft finden, wenn sie meine Meinung wüßten und wenn sie es nicht wissen, dann macht es ihnen ja scheinbar nix aus - also kann es ja wohl kaum ekelhaft sein, wenn ich Urin an den Händen habe, sondern wohl nur die gedankliche Meinung darüber!
Außerdem ist auch trotz Händewaschens (auch beim intensiven) wohl noch immer Urin an den Händen, die auch ihr scheinbar dann berührt, ohne Ekel zu verspüren - also, wie schon gesagt ...

Ach, manchmal wasche ich auch meine Hände nach einem "Toilettengang" - wenn mir halt danach ist und ich Lust dazu habe!

Ani, warum darfst Du keine Hände schütteln?? Warum verbietest Du Dir das? Da Du Dich ja selbst steuerst, kann Dir Dein Mann das ja kaum ernsthaft und wirklich verbieten, sondern "nur" diesen Wunsch wohl äußern und, wenn Du es dann eben läßt, dann, weil Du es Dir dann nämlich selbst verbietest (falls Du es gerne machen würdest) und das ist dann auch zwanghaft und kaum von Vorteil für den Umgang mit einem anderen Zwanghaften (jedenfalls aus meiner Erfahrung und Eingebung heraus).

Warum erwarten einige, daß Hände sauber sein sollen, wenn man sie einander berührt? Muß das stimmen, was andere erwarten? Was bringt eine Erwartung überhaupt?? Was sind saubere Hände?? Schonmal Eure (selbst, wenn Ihr sie gewaschen habt) unter einem Mikroskop angesehen?

Gruß

Markus


Prof. Enderlein zeigte einen Entwicklungsvorgang auf und erklärte,
daß alle diese Stadien zusammen einen einzigen gemeinsamen Kreislauf
bilden, der seinen Ausgang von dem im Innern der jeweiligen Zellen
enthaltenen, völlig gleichartigen, ungegliederten, kolloidalen und
bewegungslosen Eiweißstoff nimmt. Diese Eiweißpartikel der
Primitivstadien sind in ihrer Größe im Bereich der Bakteriophagen und
Viren einzuordnen (ca. 0,01 µm). Aus dieser Masse lösen sich nun unter
bestimmten Verhältnissen Erscheinungsformen, die bei
krankheitserzeugenden Umständen entstanden sind und in dem Zyklus
weiterkreisen. Sie vermehren sich und bilden unendlich viele
verschiedene Gestalten und Formen. Bei Veränderungen des sie
umgebenden Milieus (beim Menschen z.B. durch Ernährung mit
überwiegend tierischem Eiweiß und Fetten) nehmen sie an Größe zu
und entwickeln sich schließlich zu krankmachenden Bakterien.

10

Dienstag, 28. September 2004, 14:53

Zitat

Original von wicht9
was ist an Urin schmutzig?

Was kann ich dafür, daß andere es vielleicht ekelhaft finden, wenn sie meine Meinung wüßten und wenn sie es nicht wissen, dann macht es ihnen ja scheinbar nix aus - also kann es ja wohl kaum ekelhaft sein, wenn ich Urin an den Händen habe, sondern wohl nur die gedankliche Meinung darüber!
Außerdem ist auch trotz Händewaschens (auch beim intensiven) wohl noch immer Urin an den Händen, die auch ihr scheinbar dann berührt, ohne Ekel zu verspüren - also, wie schon gesagt ...

Ach, manchmal wasche ich auch meine Hände nach einem "Toilettengang" - wenn mir halt danach ist und ich Lust dazu habe!

Warum erwarten einige, daß Hände sauber sein sollen, wenn man sie einander berührt? Muß das stimmen, was andere erwarten? Was bringt eine Erwartung überhaupt?? Was sind saubere Hände?? Schonmal Eure (selbst, wenn Ihr sie gewaschen habt) unter einem Mikroskop angesehen?



ich denke, an frischen urin eines gesundes menschen ist wahrscheinlich tatsächlich nichts schmutziges. trotzdem fängt urin, wenn es trocknet und "länger steht" an übel zu riechen, was wohl an den bakterien liegt, die den urin zersetzen.
man könnte jetzt eine ewige diskussion führen und du könntest vermutlich wissenschaftliche berichte kopieren, aus welchen hervorgeht, dass urin ganz und gar nicht eklig, sondern sogar gesund ist, aber dennoch ist es in unserer gesellschaft nun mal so, dass es zum normalen "hygiene-programm" eines jeden menschen in unseren breiten gehören sollte, seine hände nach dem klogang zu waschen und sie nicht mit urin einzureiben. mag sein, dass das in anderen kulturen vielleicht sogar üblich sein sollte, aber ich finde allein schon den gedanken eklelhaft und finde du solltest da etwas rücksicht auf die menschen in deinem umfeld nehmen, auch wenn sie nichts von deiner art des parfums wissen. was hälst du denn nun von meiner idee, den urin an den hals zu machen!? ;) (so komische ideen hatte ich ja auch selten :P)

und warum hände sauber sein sollten? etc..
das liegt wahrscheinlich zu nem großen teil an der erziehung und am umfeld, in dem man groß geworden ist. es gibt bestimmt auch leute, die sich kaum mal die hände waschen, weil sie es einfach nicht anders gelernt haben. aber ich würde nichts mehr essen wollen, wenn ich dir die hand gegeben hätte, ohne mir wieder sehr gründlich die hände zu waschen. das muss doch wirklich nicht sein. es ist einfach unhygienisch. und bestimmt auch nicht komplett frei von bakterien.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rose« (28. September 2004, 14:55)


11

Dienstag, 28. September 2004, 17:31

Hallo Wicht9!Ich gebe auch niemandem die Hand,nicht weil ich das nicht möchte,sondern weil,wenn mein Mann dabei ist ich das nicht darf und ich auch mit niemandem in Berührung kommen darf ,weil er sonst jede Stelle mit der ich einen Fremden berührt habe desinfiziert .Wenn wir Verwante besuchen und wir notgedrungen jedem die Hand geben müssen ,warte ich ab bis ich allen die Hand gegeben habe und gehe dann aufs Klo um meine Hände zu desinfizieren ,ich habe dazu immer ein mini Desinfektionsmittel in der Tasche.Wenn ich mich nicht an den Wunsch :)) meines Mannes halte gibt es auf dem Heimweg ein riesen geschrei usw.Ich glaube nicht das das bei mir Zwanghaft ist sondern ich will nur Ärger vermeiden ,vielleicht geht es Ani auch so ?Viele Grüsse sofi

12

Mittwoch, 29. September 2004, 07:49

Hallo!

Ich finde, Rose`s Antwort ist mal wieder nichts hinzuzufügen.

Weshalb ich niemandem die Hand gebe?
Ein wenig hat Sofi recht, denn einerseits ist es auch bei mir reiner Selbstschutz, denn wenn ich es täte, hätte es partnerschaftliche Konsequenzen, die ich auf diese Art und Weise leicht - ohne daß ich sagen müßte, ich muß auf irgendetwas, was mir wichtig wäre, verzichten - vermeiden kann.
Andererseits aber weiß ich (und dieser Aspekt überwiegt bei mir eindeutig), wenn ich es täte, ginge es meinem Mann schlagartig viel, viel schlechter. Denn er hätte dann Angst, daß ich krank werden könnte, daß unsere Kinder krank werden könnten, ... Um sich selbst macht er sich wohl die wenigsten Sorgen.
Und da es ihm allgemein schon nicht besonders gut geht und seine Gesundheit aufgrund der permanenten Angst und dem damit verbundenen ständigen psychischen Druck auch nicht besser wird, ist es für mich als Partnerin doch leicht, ihm solche "einfachen" Gefallen zu tun.
Darüber hinaus liebe ich ihn viel zu sehr, als daß ich ihm mit solchen Sachen, die für mich wirklich keinen Umstand darstellen, das Leben noch schwerer machen könnte.
Bei anderen Sachen, die ich aufgrund der geschilderten Problematik auch nicht machen kann, fällt mir der Verzicht schon schwerer ...

Wenn ich in der Vergangenheit oder zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem seine Therapie noch in der Anfangsphase ist, alles so machen würde / gemacht hätte, wie ich es eben richtig finden würde, wäre unsere Beziehung schon längst zerbrochen und unsere Familie gäbe es als solche nicht mehr. Aber er ist (abgesehen von seiner Krankheit) ein wunderbarer Mann und Vater und mir liegt unheimlich viel an ihm.

Ani

Pit-2001

unregistriert

13

Mittwoch, 29. September 2004, 13:09

Kurze Einfügung

Hallo Ani, ich finde, du machst das richtig mit deinem Mann. Infos holen, Therapie, wenn möglich, zusammen gegen die Zwänge arbeiten, so weit es möglich ist und ihm bei Ritualen beizustehen, besonders, wie du schreibst, solange er noch am Anfang der Therapie ist.

Wieviele dumme und böse Menschen, denen ich schon begegnet bin, die mich niedertraten, könnten sich daran ein Beispiel nehmen.

Natürlich weiß ich auch, dass mir es gut täte, wenn ich auf Rituale verzichten könnte, wenn ich sie los wäre. Aber das geht nicht,indem mir einfach jemand nicht mehr hilft. Das möchte ich immer wieder in die Welt schreien, besonders an sogar Ärzte und Psychiater, aber auch an sogenannte selbsternannte Schlauberger ganz normaler Menschen, die glauben, sie müssen jetzt mal einen Endpunkt setzen, weil sie ja so schlau sind und in Wirklichkeit gar nichts wissen!!!!

Manchmal hätte ich es schon gern, wenn mich jemand vom Zwang erlösen würde, aber dazu gehört mehr, als einfach aufzuhören, zu helfen.
Zuerst wäre da mal eine Ankündigung des Vorsatzes wichtig, dann eine Frist, in der noch geholfen wird.
Dann wäre eine genaue Kenntnis der Angst nötig, die der Zwängler hat (genau, das fordert Zeit, sich etwas mit ihmauseinanderzusetzen) und dann eine bewusste, harte und weise Entscheidung, die gleichsam ein Rückgrat für den Verlassenen bildet, wenn er nun nicht mehr geholfen bekommt, die ihm im vornherein auch klar macht, warum er keine Angst haben muss, wenn er keine Hilfe mehr bekommt und die alle Angstfaktoren des Z-Kranken beachtet dabei. Klingt etwas hilflos und allgemein, ist halt auch auf meine Wiederholungszwänge, Fragezwänge zugeschnitten.
Wenn aber jemand wirklich helfen will, wird er nicht einfach aufhören, sondern all das beachten, und auch dann nicht dogmatisch sein, sondern erkennen,wann ein Rückgehen,eine Ausnahme nötig sein mag.
Aber ich glaube, damit sind die Menschen überlastet, sie helfen lieber immer weiter (was ja nett ist) oder hören einfach auf und überlassen dem Kranken seinem Schicksal.

Die Folge ist doch noch weniger Vertrauen. Man ist wieder mal hängen gelassen worden. Man muss wieder mal seine Welt umso mehr mit zwanghaften Verhalten selbst schützen usw. Das bleibt doch in der Seele hängen!!!!! Verflixt, wann kapieren dass die Oberschlauen.
Nichts gegen Verhaltenstherapie in einer Praxis mit einem tragenden Therapeuten, diese beruht ja auf beiderseitiger Einwilligung und Schutz durch den Therapeuten, das ist was ganz anderes, als wenn die Selbsternannten Schlauberger meinen, dem Zwängler mal Murrus beibringen zu wollen (leider auch oft Ärzte und sogar Psychologen, so habe ich die Erfahrung gemacht - ein Waschzwängler wird nicht soviele Menschen brauchen als ein Kontroller, weil er das Wasser ja immer hat und es ihm keiner abstellt undweil er einen Großteil seiner Probleme, die er irgendwo aufgabelt mit Wasser lösen kann, ein Wiederholungszwängler oder Fragezwängler kann schon mehr auf die Antworten von andern angewiesen sein) .
Hoffentlich liest mein Gestammel auch mal jemand. Denn dies gehört der Menschheit auch gesagt, wenn man den Zwangskranken helfen will.

Also sorry, dass ich deine Aussagen und deine richtige Haltung gegenüber deinem Mann zum Anlass nahm, auf die zu schimpfen, die überhaupt nichts verstehen.

Gruß und alles Gute Pit

14

Mittwoch, 29. September 2004, 18:24

RE: Kurze Einfügung

Hallo Pit,

beim Lesen Deiner Worte ist mir gleich wieder eine Situation von vorgestern eingefallen, die ich nur schwer verdrängen und schon gar nicht vergessen kann:
2 Tage vorher habe ich bei unserem Verwalter angerufen wegen einer Kleinigkeit. Bei dieser Gelegenheit sagte mir dieser, daß die Abwasserleitungen aufgrund einer Verstopfung bei unserem Nachbarn professionell durchgespült werden müßten und daß es durchaus passieren könnte, daß dabei unsere Wohnung mit *igitt* geflutet werden könnte (wir wohnen ganz unten). Da ich ja weiß, welche Probleme mein Mann mit jeglichen Einflüssen von außen oder durch andere Leute hat (kein "Dreck" und keine anderen Leute dürfen in unsere Wohnung, ansonsten wäre sie "verseucht", und wir müßten sofort ausziehen - ist aber unmöglich, denn wohin???)
Vorgestern jedenfalls rief besagter Verwalter noch mal diesbezüglich an, meinte, er müsse unbedingt in unsere Wohnung, angeblich wegen der Rohrleitungsführung.
Ich wiederum (manchmal bin ich so blöd!!! :tocktock: )habe doch tatsächlich versucht, bei ihm Verständnis zu wecken! Also fragte ich ihn, ob er denn ein verständnisvoller Mensch wäre. "Natürlich", tönte er, er wäre für alles offen und mit ihm könnte man über alles reden. Ich habe die Krankheit nicht beim Namen genannt - denn dafür hätte erst recht niemand Verständnis und ich glaube, ohne das abwertend zu meinen, bei vielen reicht der Geist einfach nicht aus, das zu verstehen oder verstehen zu wollen - sprach nur von enormen gesundheitlichen Problemen und daß er deshalb nicht in die Wohnung könnte.
Ich hatte das Gefühl, daß er mir überhaupt nicht zuhören würde ("Ich bin ja soooo verständnisvoll!!!"), er hat während des Gespräches mindestens 10 Mal gesagt: "Ich komme jetzt einfach vorbei und sehe mir das an". Am liebsten hätte ich ihn angeschrieen durch das Telefon, ob er etwas an den Ohren hätte - wie kann man nur so blöd und anmaßend sein!!!
Schließlich legte er dann einfach auf und war doch tatsächlich 15 Minuten später an unserer Wohnungstür. Nur "leider" mußte er unverrichteterdinge wieder abziehen, da ihm niemand geöffnet hat. Später hat er sich dann am Telefon bei meinem Mann (der das Telefonat mitgehört hat) beschwert, daß er "extra" gekommen wäre und ich ihn nicht hereingelassen hätte!!! :tocktock: :tocktock: :tocktock:

Soviel zum Thema Verständnis von Seiten der meisten unserer netten Mitbürger.

Pit, entschuldige bitte, daß ich das jetzt bei Dir abgeladen habe, aber das mußte einfach mal raus.

Viele Grüße,
Ani

Pit-2001

unregistriert

15

Donnerstag, 30. September 2004, 09:41

Verständnis

Hi Ani,
aus deinem Beitrag ist zwar nicht alles ersichtlich, um die ganze Lage zu kapiern, aber ich weiß,was du sagen willst.

Ich habe jetzt heute wieder so was, mit zwei Firmen, bei denen ich Kunde bin und wo sich Angst eingeschlichen hat. Fragen kann ich nicht, weil dann die Angst "Kinder kriegt" also schreibe ich die an.
Die meisten fühlen sich dann verfolgt angegriffen oder sonstwas, auch wenn man noch so gut beschreibt, dass man selbst Angst hat und ein Sätzchen genügen würde. Es ist der Horror.

Entweder DENEN da draußen gehts zu gut oder die haben selber mehr Angst als wir alle zusammen. (grins. lach, WEIN).

Gruß Pit

16

Donnerstag, 30. September 2004, 17:25

RE: Verständnis

Hallo Pit,

Du hast recht, aber das, was Du beschreibst, geht nicht nur Dir so. Auch ich (ohne Zwangserkrankung) habe oft massive Probleme mit Leuten am Telefon (meistens in öffentlichen Ämtern, manchmal auch bei Banken ...), was aber meiner Meinung nach nicht an mir liegt (höchstens deshalb, weil ich vielleicht zu freundlich, zu naiv, blauäugig und gutgläubig und zu wenig "abgebrüht" bin), sondern an der mehr und mehr zunehmenden Arroganz und Aggressivität der dort Arbeitenden. Die meinen wohl irgendwie, "Macht" über diejenigen ausüben zu können, die dort anrufen und Fragen oder Bitten haben. Denn schließlich liegt es ja in ihrer Hand, ob sie helfen oder nicht.

Manchmal könnte man wirklich drüber lachen - wenn es (wie Du schon sagtest) nicht so traurig wäre ...

Vieles mache ich deshalb auch lieber schriftlich ... dann muß ich mich wenigstens nicht direkt am Telefon "abfertigen" lassen. Oder ich bitte meinen Mann, anzurufen. Ihm nimmt niemand so schnell die "Butter vom Brot"; meistens "schluckt" dann das Gegenüber und hat nichts mehr zu erwidern ...

Ich habe noch viele Gedanken zu diesem Thema, nur inzwischen paßt es nicht mehr hier her. Wenn Du möchtest, können wir uns ja in einem neuen Thread (Zwanglos ??) darüber weiterunterhalten.

Viele Grüße, und viel Erfolg bei Deinen Auseinandersetzungen,
Ani

Pit-2001

unregistriert

17

Donnerstag, 30. September 2004, 23:52

RE: Verständnis

O.k, dann sei das die letzte Nachricht in dem Faden hier.
Wenn du dazu noch was sagen willt, dann eröffne du einen neuen, aber muss nicht sein, es ergibt sich sowieso wieder mal.

Ich hatte heute keine Antwort bekommen, bei einem Laden, habe ich mehrmals gefaxt und genau erklärt, dass ich nichts böses will, nur zwei Namen aufgeschrieben und zurückgefaxt, damit ich die dortigenLeute nicht mit anderen verwechsle und unnötig panische Angst habe.

Keine Antwort.

Haben die alle Angst, man vergewaltigt ihre Kinder und spült sie in die Gosse, so komme ich mir vor, wenn man mich so behandelt, einfach ignoriert. Die bringens nicht mal fertig, mir zu schreiben, dass sie keine Lust zum antworten haben und ich mich gefälligst schleichen soll. Dann wüsste ich wenigstens wo ich dran bin, wenn auch auf unflätige Art und Weise. Aber die antworten gar nicht und wenn man noch so fleht und wenn man bereit ist, hohe Summen für zwei Worte Auskunft zu bezahlen.
Das tut weh, man kommt sich wirklich so vor, wie ich obig beschrieb, denn nur einen solchen lässt man, wenn überhaupt so stehen.

Ich weiß nicht,wie ich das verarbeiten soll, es reißt entsetzliche Wunden.
Sobald das Wort angstkrank erscheint, sperren die zu!!!! Und wenn ich davon nichts schreibe, dann rufen sie zurück usw. wobei mich Rückrufe ja noch mehr ängstigen, also bin ich so fair und schreibe ihnen, warum ich eine gewisse Auskunft will. Ich spreche nicht von Leuten, die von mir x-mal belästigt werden, weil ich vielleicht in einen Wiederholungszwang verfalle, da verstehe ich ja, wenn man das nicht mehr kapiert und nicht mehr antwortet, obwohl es da auch eine feinere Art gäbe. Nein, diese Reaktionen kommen oft beim ersten Mal fragen!!!!!

Es ist wie Mittelalter, ich komme mir vor wie eine Hexe, die nur dazu taugt, verbrannt zu werden. Unwissenheit und falsche Information und Umenschlichkeit und Angst vor Terror oder sonst was, trägt dazu bei, dass Menschen so HERZLOS werden.
Eine gebrechliche Oma, die bittet über die Straße geführt zu werden oder ein Krüppel, wird besser behandelt. Es ist zum Schrrrreeeeeeiiiiiiiiennnnnn.
Ich bin doch keine Bestie!!!!!!!

Entschudigung, aber wie soll ich diese Traurigkeit sonst los werden.
Durch solche Leute, die mir wenn ich anfrage nicht einmal wenigstens antworten und eine ein, zweizeilige Antwort auf oft für sie belanglose Fragen geben, werde ich in grausige Angst- und Zwangsverstärkungen geschmissen und mein inneres Menschenbild wird immer kaputter.
Bitte ihr Studenten und Therapeuten lest dies und belehrt die Menschen.

Erst wenn eine Frage x-mal wiederholt wird, wird es doch verständlich, dass man andere damit nervt, auch wenn man nichts dafür kann, aber wenn ich einmal wo (also an Stellen, die einen als Kunde usw. kennen)nach was frage, was mir sonst Angst macht und erkläre freundlich warum usw. und man wird ignoriert, ist das ein Zeichen einer kränkeren, kaputteren,angsterfüllteren und morscheren Gesellschaft, als der schlimmste Zwangskranke sie symbolisieren könnte.

Stimmts?????? Oder wie soll ich das sonst erklären.

Liebe Ani, du musst darauf nicht antworten, ich hoffe nur, dass es ein paar Leute lesen, die es angeht. Aber was bin ich schon, wen sollte das schon interessieren. Die meisten Schmutzzwängler haben das Problem nicht und meine Angst ist schon sehr selten. Aber sie offenbart,wie die Menschen sind und was an Aufklärung fehlt. Aber auch dies werden wohl auch wieder nur die lesen, die sowieso anständig sind.

Gruß Pit

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