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1

Dienstag, 26. Juni 2007, 22:51

Lieber in all den Zwängen versinken, als in dieser beschissenen Welt leben zu müssen.......

Immer wieder stelle ich mir die gleiche Frage. werde ich jemals wieder glücklich werden??
Es ist lange her, als ich das letzte mal so richtig glücklich war. War ich dies überhaupt schon mal??
es ist schon so lange her, das ich mich nicht mehr daran erinnern kann.
Mein Leben war in der Kindheit geprägt von Trennung, Schmerz,Einsamkeit, Qualen, Depressionen, Selbstmordversuchen und Gedanken.war ich denn damals überhaupt schon mal glücklich?? Ich kann mich nicht daran erinnern...
Meine ganze Kindheit über habe ich gekämpft, gekämpft für ein besseres Leben. doch anstatt das alles besser wurde wurde es immer schlimmer. In der Pupertät quälte ich mich so durch die welt, nahm Drogen und versuchte immer das leben durch kleine Mittel mir einfacher zu machen. es gab Nächte, in denen ich so Einsam da lag und mich fragte wann endlich dieser schlimme Traum ein Ende haben wird. Womit habe ich dies alles verdient??
Immer habe ich den Menschen vertraut, mich ihnen anvertraut. Habe mein Herz leider oft verschenkt an die falschen, an jene, die dies ausnutzten. Verdammt nochmal, womit hatte ich dies verdient?
was ist Liebe überhaupt?
wie soll ich Liebe empfinden können, wenn ich schon als kleines Baby diese Liebe niemals erfahren dürfte??
Ich lebte mein Leben voller Schmerz und inneren Wunden, die mir das glücklich sein verboten. Immer wieder verlohr ich Menschen in meinem Leben, denen ich anscheinend egal war. Immer wieder wurde ich im stich gelassen und ich verlohr den Glauben an die Menschheit.
Ich erfuhr schlimme Ereignisse in meinem Leben, die mich immer tiefer fallen ließen.
Wo war der Sinn darin??
Wieviel musste ich noch leiden um zu verstehen??
Ich ging meinen weg rutschte immer tiefer in die Dunkelheit. Ich wusste nicht wer ich war, wusste nicht wohin ich gehen sollte und wohin mich dieser Weg einmal führen sollte.
ich dürfte nie die Liebe erfahren, ich dürfte sie nie spüren und erleben. All dies sollte mir verborgen bleiben. doch womit hatte ich das verdient?
oft lag ich nachts in meinem Bett, schaute in die Sterne und fragte mich wann endlich der Mensch kam, der mich aus all dem Leid und schmerz wieder herauszog.War es nur ein Traum von mir oder sollte ich diesem Menschen irgendwann einmal in meinem Leben begegnen?
Schon lange glaubte ich nicht mehr an dieses Glück.
Die größte Liebe meines Lebens wurde 2004 geboren.Eine Liebe, die so stark ist, das ich wieder an mich glaubte. Doch auch dies sollte mir verboten werden. Dann fing der Horror an. Warum weiss ich nicht.
Die Zwangswelt hatte mich zu ihrem sklave gemacht. Eine so große Macht, der ich nicht entkommen konnte.
Eine Macht, die mich immer weiter in ihren Bann zieht, aus der ich nie mehr raus komme, so befürchte ich es.
Was hat das für einen Sinn?
Nein, nicht ich bin krank sondern diese ganze beschissene Welt da draussen ist krank!! überall gibt es nur Streit, Kriege und Menschen, die nur an sich denken. Was ist das da draußen bloß für eine beschissene Welt?
In dieser Welt soll ich leben??
Einfach so wegschauen??
Nein, das kann ich nicht! Denn ich habe ein Herz. Und ich frage mich wie lange ich das noch aushalten soll.
Lieber versinke ich in all den Zwängen, als in dieser beschissenen Welt leben zu müssen.......

darkamy

unregistriert

2

Dienstag, 26. Juni 2007, 23:10

Es tut mir echt Leid dass du soviel schlechtes ind einem Leben erfahren musstest und ich habe zu deinem Bericht 2 Dinge zu sagen.
1. warst du denn schonmal in Therapie?

2. Diese Welt ist oft ungerecht und grausam aber es gibt auch schöne Dinge die man erleben kann man muss sie nur zulassen. Gib nicht auf! Wenn du die Welt wie so viele grausam findest dann versuche sie zu ändern...aufgeben verändert nicht es zeigt nur dass das grausame über das gute gewonnen hat! Man sollte stark genug bleiben um es nie dazu kommen zu lassen dass dies passiert.

einssechs

unregistriert

3

Dienstag, 26. Juni 2007, 23:19

Logotherapie

Faszinierend wie man viele Leidenswege nur durch einen Sinn heilen kann.

Und das meine ich wirklich ernst.

Pit-2001

unregistriert

4

Dienstag, 26. Juni 2007, 23:29

RE: Lieber in all den Zwängen versinken, als in dieser beschissenen Welt leben zu müssen.......

Liebe Nina, ich habe deinen bewegenden Bericht gelesen.

Vielleicht hilft dir diese Antwort. Warum bist du so oft enttäuscht worden?

Man wird enttäuscht, wenn ein anderer schlecht ist.

Aber kann man nicht auch enttäuscht werden, wenn man so starke Bedürfnisse hat, die andere meist nicht aushalten und stillen können? In dem Fall sind nicht allein die anderen schuld.
Man ist auch selbst mit an dem Geschehen beteiligt. Natürlich ist man für seine Bedürfnisse nicht schuld. Im Gegenteil!!!

Welchen Sinn hat all das? Gar keinen. Du bist verletzt worden und dies hat keinen Sinn! Es ist ein Übel, mit dem du dich abfinden lernen musst.

Der einzige Sinn wird in manchen Therapien geboten, nämlich dann, wenn man erkennt, was mit einem geschehen ist, wie man tickt, warum man ständig in Enttäuschungen rasselt usw. usw. Diese analytischen Erkenntnisse können die Basis dafür sein, hier und da etwas an sich zu verändern, was einem dann weniger Enttäuschungen bringt, z. B. , usw.

Für manche Christen bringt es einen Sinn, wenn sie erfahren, dass der Gott der Bibel all das Schlimme vorausgesagt hat und auch zu seiner Zeit beenden wird, dafür hat er den Christus sterben lassen, damit die Grundlage dafür gelegt ist.

Wer damit nicht so klar kommt, dem bleibt nur das Arbeiten an sich, manchmal eine Sisyphusarbeit, und der letztliche Gedanke, dass man einer von vielen hier drin und auf der Welt ist, der so leidet und dass hier immer einige waren, die sich durch ihre Erfahrungen von anderen unterscheiden und echt mitfühlen können.

Und über dieses Forum hinaus gibt es auch ein paar, aber die müssen wir selbst suchen in der Wüste dieser Welt, wenn wir außer den digitalen Freunden noch andere dazu finden wollen, wir können nicht genug davon haben in unserer Lage, und das wünsche ich dir auch, wie mir und allen hier.

Pit

5

Dienstag, 26. Juni 2007, 23:36

RE: Lieber in all den Zwängen versinken, als in dieser beschissenen Welt leben zu müssen.......

Ja pit, da muss ich dir wohl recht geben das man auch oft enttäuschungen erlebt, wenn man starke Bedürfnisse hat aber die der andere von dem man es sich wünscht nicht stillen kann. doch woher kommen diese starken Bedürfnisse??
Es sind doch bloß Bedürfnisse geliebt zu werden und all die schönen Dinge spüren zu dürfen, die man nie bekommen hat.
Hat man da nicht ein recht drauf, das die mal irgendwer stillt??
wenn der andere die Bedürfnisse nicht stillen kann aus irgendwelchen Gründen dann ist dies auch wieder eine Enttäuschung.
Und man fragt sich warum konnte derjenige diese Bedürfnisse nicht stillen??
Weil derjenige dich nicht so mag??? nicht die gleichen gefühle für dich hat?? weil du demjenigen nicht wichtig bist??
auch dies sind wiederr alles Eenttäuschungen.
verstehst du was ich meine??

ich will doch gar nicht so viel ich will einfach nur glücklich sein, geliebt werden und endlich leben können ......
ist das zuviel verlangt?????



ich bin ein Mensch, der für eine Freundschaft oder Liebe alles gibt ohne an sich zu denken. Denn wenn mir ein Mensch wichtig ist, dann meine ich es auch ernst mit ihm und bin immer für ihn da und veruche eine gute Freundin zu sein. warum denken andere Menschen nicht so wie ich???

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »nina« (26. Juni 2007, 23:38)


Hope

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6

Mittwoch, 27. Juni 2007, 00:08

RE: Lieber in all den Zwängen versinken, als in dieser beschissenen Welt leben zu müssen.......

Hallo Nina,

ich verstehe was Du meinst und denke oft genau so, obwohl mir nicht so schlimmes wiederfahren ist wie Dir.

Ich bin auch oft von Anderen enttäuscht worden.

Ich hoffe Du besprichst das was Du hier schreibst mit Deiner Therapeuthin so-was ist wichtig.

Ich wünsche Dir alles Gute und einen gaaanz dicken Knuddel schick.

Gruß

Hope
Gruß

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Pit-2001

unregistriert

7

Mittwoch, 27. Juni 2007, 00:11

RE: Lieber in all den Zwängen versinken, als in dieser beschissenen Welt leben zu müssen.......

Liebe Nina, "gestillt" wird man nur an der Mutterbrust. Dann nie mehr.
Es gibt manche gläubige Menschen, die fühlen sich auch von Gott gestillt. O.k. das lass ich einfach mal so stehen.

Aber im Prinzip ist die Zeit des Stillens nach der Zeit der Muttermilch vorbei, für immer.

Man will dann oft, dass irgend jemand, der einen etwas versteht, jetzt auch richtig liebt. Man sagt sich, jetzt oder nie und macht aus ihm eine Mutter, einen Ersatz dafür. Liebe Menschen halten das eine Zeitlang durch, aber nicht konstant. Das kann man von keinem konstant verlangen, Nina. Selbst ein Ehepartner würde da passen müssen, auch er kann nicht konstant die Mutter ersetzen.

Dieser Wunsch ist einfach zu groß, als dass ihn jemand konstant erfüllen kann, darum die Enttäuschungen, je größer der Wunsch wird.

Na ja und dann sieht man sich in der Opferrollel und bekommt noch mehr Bedürfnisse, die nicht gestillt werden.

Ein Tipp: für die, die ein wenig stillen unendlcih dankbar sein, auch wenn sie dann wieder aufhören, das macht zufrieden, befördert einen aus der Opferrolle und hilft es anderen ebenso zu tun. Manchmal bildet sich dadurch eine Gasse, die man begehen kann.

Nina, ich weiß, ist alles schlau dahergeredet, wenns einem richtig schlecht geht, meint man, nichts könne helfen. Aber man muss sich was aufbauen, immer wieder, immer wieder, mit dem die nächste Etappe leben kann.

Alles liebe dabei.

Pit

8

Mittwoch, 27. Juni 2007, 00:12

RE: Lieber in all den Zwängen versinken, als in dieser beschissenen Welt leben zu müssen.......

Zitat

Original von nina
Immer wieder stelle ich mir die gleiche Frage. werde ich jemals wieder glücklich werden??
Es ist lange her, als ich das letzte mal so richtig glücklich war. War ich dies überhaupt schon mal??
es ist schon so lange her, das ich mich nicht mehr daran erinnern kann.
Mein Leben war in der Kindheit geprägt von Trennung, Schmerz,Einsamkeit, Qualen, Depressionen, Selbstmordversuchen und Gedanken.war ich denn damals überhaupt schon mal glücklich?? Ich kann mich nicht daran erinnern...
Meine ganze Kindheit über habe ich gekämpft, gekämpft für ein besseres Leben. doch anstatt das alles besser wurde wurde es immer schlimmer. In der Pupertät quälte ich mich so durch die welt, nahm Drogen und versuchte immer das leben durch kleine Mittel mir einfacher zu machen. es gab Nächte, in denen ich so Einsam da lag und mich fragte wann endlich dieser schlimme Traum ein Ende haben wird. Womit habe ich dies alles verdient??
Immer habe ich den Menschen vertraut, mich ihnen anvertraut. Habe mein Herz leider oft verschenkt an die falschen, an jene, die dies ausnutzten. Verdammt nochmal, womit hatte ich dies verdient?
was ist Liebe überhaupt?
wie soll ich Liebe empfinden können, wenn ich schon als kleines Baby diese Liebe niemals erfahren dürfte??
Ich lebte mein Leben voller Schmerz und inneren Wunden, die mir das glücklich sein verboten. Immer wieder verlohr ich Menschen in meinem Leben, denen ich anscheinend egal war. Immer wieder wurde ich im stich gelassen und ich verlohr den Glauben an die Menschheit.
Ich erfuhr schlimme Ereignisse in meinem Leben, die mich immer tiefer fallen ließen.
Wo war der Sinn darin??
Wieviel musste ich noch leiden um zu verstehen??
Ich ging meinen weg rutschte immer tiefer in die Dunkelheit. Ich wusste nicht wer ich war, wusste nicht wohin ich gehen sollte und wohin mich dieser Weg einmal führen sollte.
ich dürfte nie die Liebe erfahren, ich dürfte sie nie spüren und erleben. All dies sollte mir verborgen bleiben. doch womit hatte ich das verdient?
oft lag ich nachts in meinem Bett, schaute in die Sterne und fragte mich wann endlich der Mensch kam, der mich aus all dem Leid und schmerz wieder herauszog.War es nur ein Traum von mir oder sollte ich diesem Menschen irgendwann einmal in meinem Leben begegnen?
Schon lange glaubte ich nicht mehr an dieses Glück.
Die größte Liebe meines Lebens wurde 2004 geboren.Eine Liebe, die so stark ist, das ich wieder an mich glaubte. Doch auch dies sollte mir verboten werden. Dann fing der Horror an. Warum weiss ich nicht.
Die Zwangswelt hatte mich zu ihrem sklave gemacht. Eine so große Macht, der ich nicht entkommen konnte.
Eine Macht, die mich immer weiter in ihren Bann zieht, aus der ich nie mehr raus komme, so befürchte ich es.
Was hat das für einen Sinn?
Nein, nicht ich bin krank sondern diese ganze beschissene Welt da draussen ist krank!! überall gibt es nur Streit, Kriege und Menschen, die nur an sich denken. Was ist das da draußen bloß für eine beschissene Welt?
In dieser Welt soll ich leben??
Einfach so wegschauen??
Nein, das kann ich nicht! Denn ich habe ein Herz. Und ich frage mich wie lange ich das noch aushalten soll.
Lieber versinke ich in all den Zwängen, als in dieser beschissenen Welt leben zu müssen.......


Eigentlich hatte ich Glück und keine wirklich schlimmen Sachen erlebt aber ich stelle mir schon seit Jahren auch die Frage, bin bzw. war ich jemals glücklich und zufrieden. im Augenblick würde ich ausser meinem Freund viel eintauschen um glücklich oder zumindest zufrieden zu sein

9

Mittwoch, 27. Juni 2007, 21:11

RE: Lieber in all den Zwängen versinken, als in dieser beschissenen Welt leben zu müssen.......

Lieber Pit,

danke für die lieben aufbauenden worte.
Und ich weiss, wie du all dies gemeint hast.
Doch was ist, wenn man als kleiner Mensch schon damals nicht gestillt wurde??Wenn man nie diese Liebe von seiner Mutter erfahren hat und nie das Urvertrauen aufbauen konnte durch die fehlende Liebe und Geborgenheit seiner Mutter.
dann sucht man im späteren Leben immer danach. Man such dann ein ganzes Leben lang danach. Und das tut verdammt weh.
Natürlich ist es ein Weg die Dinge so zu nehmen wie sie nun einmal waren und zu versuchen sich an anderen kleinen Dingen zu erfreuen und diese genießen und schätzen zu lernen.
Aber die Sehnsucht nach der Liebe, die man nie bekommen hat wird immer durchkommen. Und wahrscheinlich wird man ein Leben lang nach dieser fehlenden Liebe suchen......

LG nina

10

Mittwoch, 27. Juni 2007, 21:29

Du gehst falsch ran, Nina.

Du willst immer für einen liebenden Menschen da sein?

Hääääääääää? Willst Du dich zum Sklaven machen?

Sei für Dich selbst da!!!!! Mach Dich glücklich!

Du kannst ja die Menschen schlecht finden. Ich bin aber z.B. nicht schlecht. Ich bin gut. Und meine Kiddies auch. Und dann kenne ich noch andere gute Menschen.

Aber glücklich bin ich dann, wenn ich allein bin.
Wenn ich an der Ostsee bin, wenn ich vor einem riesigen Baum stehe, wenn ich eine Stunde im Buchladen vertrödeln kann, wenn ich kleine Kinder sehe und, und, und.

Du schiebst alles auf andere.

Um nicht selbst an Dir arbeiten zu müssen????????
Wenn Du dich nur auf andere verlässt, die Dich glücklich machen sollen ("Los!! Mach mich glücklich!! Jetzt auf der Stelle.") ------> das wird nie was.

Anna, die auch nie gestillt worden ist.

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11

Mittwoch, 27. Juni 2007, 21:47

Ja Anna,

Du hast Recht wir müssen an uns arbeiten damit es uns nicht so geht, ich bin mitten dabei ich weis zwar auch noch nicht wie aber irgendwann werde ich es herausfinden.

Das sollte Nina auch tun versuchen sich selbst zu ändern, die Dinge anders sehen und anders damit umgehen, ich wies es ist sehr schwer aber das ist der richtige Weg.

Gruß

Hope
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12

Mittwoch, 27. Juni 2007, 22:12

Hope,

Du machst hier immer allen Mut. Ich habe Dich noch nie so jammern gehört wie Nina. Vielleicht bist Du einfach schon stark und weißt es nur nicht.
Du kommst mir immer vor wie eine starke, ruhige Schulter, die allerhand aushält.

Liebe Grüße an dich,
Anna.

Hope

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13

Mittwoch, 27. Juni 2007, 22:55

Hallo Anna,

nein ich bin nicht der Typ der rumjammert auch nicht wenn ich Schmerzen habe.

Obwohl manchmal sollte man es einfach rauslassen und wem es dann besser geht der soll es machen.

Bei mir ist das immer so, wenn es mir schlecht geht denke ich auch rufe ich jemanden an und rede darüber oder nicht, ich entscheide mich dann immer für nein und am nächsten Tag ist eh wieder alles besser.

Naja vielleicht ist es auch verdrängen obwohl verdrängen nicht immer falsch sein muß.

Aber es gibt immer wieder bessere Tage auch wenn es mal länger dauert.

Gruß

Hope
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14

Donnerstag, 28. Juni 2007, 12:18

Liebe Anna,

da magst du Recht haben. Man sollte sich natürlich nicht immer auf andere Menschen verlassen. sondern selbst an sich arbeiten. Das mag schon stimmen, doch leider ist es oft nicht so einfach umzusetzen, so wie du das hier schreibst. Wenn man gewisse Dinge im Leben nie gelernt hat oder nie beigebracht bekommen hat dann ist es verdammt schwer all das alleine zu lernen und auch so umzusetzen.

Zum anderen möchte ich dir sagen liebe Anna, das ich allen Grund zum jammern habe, denn was ich alles schon erleben musste in meiner frühen kindheit und auch in meiner Jugend, das mussten manche mit 50 Jahren noch nie erleben.Von klein auf bin ich abgeschoben wurden von den eigenen eltern kam mit drei Jahren ins Heim, dann zun Pflegeeltern. dort ging es mir auch nicht gut. Ich wurde dort eingesperrt, geschlagen und bekam auch dort nie Liebe. Dann wieder mit 13 Jahren ins Heim gekommen. Dort viele schlimme dinge erlebt und auch einen Selbstmordversuch gemacht. Habe dann erdahren das meine leibliche Mutter Drogensüchtig ist und ich noch drei weitere Geschwister habe, die aber alle in Heimen aufwachsen. Meinen leiblichen Vater dann auch mal kennengelernt, der mir ins Gesicht sagte das ich ein Fehler war und bin und lieber damals abgetrieben werden sollte, doch es war leider schon zu spät. Habe immer wieder große Enttäuschungen erfahren müssen. Bin damals mit 15 Jahren vergewaltigt wurden kann deshalb nur schwer meine Sexualität ausleben.
Und viele viele weitere Dinge, die ich durchmachen musste....
Habe ich nach all dem nicht Grund zum jammern??
Früher habe ich nie gejammert oder geweint. Habe immer alles in mich reingefressen. Doch damit ging es mir immer schlimmer. Deshalb habe ich gelernt auchmal weinen zu können und jammern zu dürfen nach all dem was ich erleben musste.
Und dann möchte ich dir noch etwas sagen.
Wenn ein Mensch nicht so jammert, dann heißt dies nicht gleich das er stark ist. Vielleicht kann dieser Mensch nicht jammern, weil er es nie gelernt hat zu weinen und die eigenen Gefühle raus zu lassen.
Ich finde schon das ich stark bin, denn manch anderer Mensch wäre nach all dem was ich erleben musste schon längst von einem Hochhaus gesprungen. doch ich bin nach all den Niederlagen immer wieder aufgestanden, habe immer wieder verucht nach vorne zu schauen und zu kämpfen. Ist das nicht eigentlich eine große Stärke und Leistung??

im prinzip habe ich schon verstanden was du mir mit deinen Worten sagen wolltest. Man soll nach vorne gucken, denn jammern allein ändert die Vergangenheit nicht. Das ist vollkommen richtig!! Und ich will auch an mir arbeiten, doch das ich nicht immer leicht, denn viele Dinge kann man nicht so einfach verarbeiten, wenn sie tief in der Seele sitzen.

Zu Hope: Ich finde es auch toll das hope immer anderen Mut macht!! Das ist ganz toll!! Nur manchmal da würde ich mir wünschen das Hope auch mal ein bißchen mehr Herz zeigt. Das sie auch mal "weint".
Manchmal kommt die liebe Hope ein bißchen naja schroff rüber. aber das hatte ich schon mal erwähnt. aber so hat jeder seine Schwächen und Stärken. Aber natürlich weiss ich das Hope dies nicht so schroff meint, wie es manchmal rüber kommt. Denn ich habe die Hope auch schon ganz liebevoll kennengelernt!!

LG nina

Bella80

unregistriert

15

Donnerstag, 28. Juni 2007, 13:23

Hallo liebe Nina,

ich finde es nicht gerecht fertigt, dass andere Leute hier schreiben dass Du rumjammerst oder schwach bist.

Du hast verdammt recht, Du bist sehr stak!!! Und nicht das Gegenteil.
Du hast recht, wenn andere Leute all das durchgemacht hätten was du erleben mußtest gäbe es sie heute vielleicht nicht mehr weil sie schon länst aufgegeben hätten...

Ich kenne das was Du schreibst. Die Suche nach Liebe und Geborgenheit und guten Menschen. Und die Suche danach glücklich zu sein. Weil man einfach zu oft enttäuscht wurde.

Glaube fest daran, dass Du liebe und gute Menschen finden wirst (vielleicht kennst Du auch schon einige, nur ist Dir das nicht bewußt genug? Ging mir auch oft so wenn ich depressive Phasen hatte).

Sprich auf jeden Fall mit Deinem Arzt oder Therapeuten über Deine momentane depressive Stimmung. Vielleicht kann Dir ja ein Medikament zeitweise Stärkung geben in dieser schlimmen Phase.

Finde irgendetwas was Dir Spaß macht, Liebe und Halt bringt!!!
HIER EINIGE BEISPIELE:

Z.B. Freue Dich an Deinem Kind. Genieße die Zeit mit ihm. Ist es nicht so, dass wenn Dein Kind lacht, dass Du dann auch glücklich bist?

Manchmal können Tiere einem auch Halt und Liebe und Freude geben - z.B. hatte ich einen Hund (leider verstorben) der ganz sensibel war und wenn er gemerkt hat, dass ich traurig bin kam er her und wollte mich aufheitern, mit mir spielen/ schmusen. Der Hund hat mir auch Liebe gegeben.

Es gibt auch die Möglichkeit dass Du einen Partner findest, der Dir Liebe und Halt gibt. Auch wenn Dich bisherige Partnerschaften enttäuscht haben glaube ich dass man den richtigen finden kann. Man braucht nur Gedult.

Finde eine Aufgabe die Dich erfüllt und Dir einen Sinn im Leben gibt. Es muss nicht ein Beruf sein, es kann auch ein Hobby sein oder eine Aktivität in der Freizeit. Ich überlege z.B. ob ich mich in der Kirche engagiere in einer Jugendgruppe. Der Glaube kann viel Halt und Sinn geben. Oder ob ich ehrenamtlich ältere Menschen besuche in Altenheimen oder Obdachlosenheimen. Man kann sehr viel Dankbarkeit und Liebe zurückbekommen.

Vielleicht gibt es in Deiner Nähe ja auch ein Verein für alleinerziehende Mütter/ Eltern. Da kann man sich öfters im Monat treffen, austauschen, Kaffee trinken, Freizeit Aktivitäten unternehmen. Man hat dort eine Gemeinschaft und unterstützt sich. Man ist nicht allein wenn es einem schlecht geht. Sicherlich kann man dort auch neue Freunde kennenlernen.

Ich bin auch auf der Suche nach den positiven Dingen im Leben und mir geht es jetzt langsam wieder besser.

Du wirst es auch schaffen, Nina!

Fühl Dich ganz fest gedrückt!

Bella

Bella80

unregistriert

16

Donnerstag, 28. Juni 2007, 13:26

Achja, ein weiterer Punkt der einem Halt und Unterstützung geben kann ist dieses Forum! Es ist schön dass man sich hier austauschen kann und liebe Menschen kennen lernen kann. Danke dafür :lieb:

17

Donnerstag, 28. Juni 2007, 13:32

Danke liebe Bella,

danke für deine lieben worte!! Diese lieben Worte haben mich ein wenig aufgebaut. und ich glaube noch fest daran das es noch liebe Menschen auf der Welt gibt.
Ja, du hast Recht, man sollte Dinge in seinem Leben finden, die einem Spaß und Freunde bereiten. und ich bin noch auf der Suche danach....

Jeder wird seinen eigenen Weg finden und hoffentlich auch sein eigenes Glück....

ich drück dich,

nina

danke :dafuer:

18

Donnerstag, 28. Juni 2007, 13:34

ja, auch da stimme ich dir zu. Ich bin auch froh das es dieses forum gibt und das ich hier sooo viele liebe Menschen kennengelernt habe!!
Das ist auch ein kleines glück, worüber ich unendlich glücklich bin...

es gibt also im Schlechten doch noch das Gute....

LG nina

Bella80

unregistriert

19

Donnerstag, 28. Juni 2007, 13:53

Gern geschehen! Du hast mir im März ja auch mal so geholfen und mich aufgebaut als es mir schlecht ging (unsere Unterhaltung im Chat-Room). Danke auch dafür.

Fühl Dich auch ganz fest zurück gedrückt von mir!!! ;)

Versprich mir dass Du heute nicht mehr traurig bist sondern nur noch an die schönen Beispiele denkst, die ich Dir geschrieben habe.

Vielleicht findest Du ja auch ein paar Ideen und kleine Ziele für Dich? Lass es uns wissen.

Und was auch noch hilft: Wenn Du negative Gedanken hast, denke daran, dass es durch die Depression kommt. Denke daran, dass die Realität nicht so schlimm ist, wie Du es im Moment denkst (nämlich durch die graue Brille betrachtet). Denke daran, dass diese schlimmen Gedanken bald vorbeigehen werden und dass Zeiten kommen, in denen es Dir besser gehen wird.

LG, Bella

20

Donnerstag, 28. Juni 2007, 14:02

Hi liebe Nina

Ich kann Dich wirklich sehr gut verstehen, denn auch ich hatte eine wirklich schlimme Kindheit und auch ich war stets, nein, bin es sogar immer noch, ständig auf der Suche nach Liebe, Zuneigung und Bestätigung, weil auch ich nie erfahren durfte, was Liebe und Zuneigung bedeutet und ist. Ich musste es erst selbst lernen, nicht zu viel von anderen zu erwarten, denn dann wird man meist nur enttäuscht.
Der Gegenüber weiß ja leider manchmal auch nicht, was man sich gerade wünscht, oder jetzt gerade braucht. Wenn man auch noch so schüchtern ist, wie ich z.b. dann hat man auch Angst davor zu viel von sich preiszugeben, aus Angst wieder verletzt zu werden.

Auch ich durfte mir von meinem Vater Sachen wie, Du bist nichts wert, oder er hätte mich mal im Moment des Sam....gußes ins Gebüsch spr... sollen, anhören müssen. Solche Äußerungen können einen Menschen das ganze Leben prägen, auch gerade wenn Gewalt, wie es auch mir Gegenüber in der Familie passiert ist, mit im Spiel war.

Ich finde, dass Du sehr viel Stärke besitzt, weil Du zu Deinen Gefühlen stehst und auch darüber sprichst, denn das können nicht viele.
Ich finde es auch nicht besonders fair, wenn andere Leute versuchen, andere Schicksale zu vergleichen und zu beurteilen, denn die waren ja schließlich nicht mit dabei und können deshalb, auch gar nicht richtig mitreden, was mit uns wirklich los ist.

Auch ich mache gerade eine sehr schlimme Zeit durch so wie Du, weil ich mich mal wieder ziemlich verliebt habe und diese Liebe mal wieder nicht so erwidert wird, wie ich es mir wünschen würde.
Nun habe ich wieder das Gefühl, ungeliebt zurück zu bleiben und das es keinen mehr geben wird, der etwas Wunderbares an mir entdecken wird und stehen bleibt, um noch mehr zu wollen.

Liebe Nina, ich wünsche Dir viel Kraft und auch allen anderen hier im Forum, denen es so geht wie uns beiden.

Gruß von der Mogry