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Sonntag, 24. Juni 2007, 14:19

Zwangsfrei kurz vor Klinikaufenthalt?

Hallo,

ich bin neu hier, lese aber schon eine ganze Weile Eure Beiträge und finde es schön, dass man hier so viel Hilfe und Unterstützung findet.
Da ich seit einiger Zeit ein Problem habe, mit dem ich allein nicht zurecht komme, hoffe ich nun, dass jemand von Euch vielleicht einen Rat weiß.

Ich leide seit ca. 7 Jahren unter Zwängen (Wiederholungszwänge bezogen auf Schreiben und Lesen, Grübelzwang etc.), die besonders ausgeprägt sind, wenn ich unter Leistungsdruck stehe (zur Zeit mein Studium). Das letzte halbe Jahr war wirklich schrecklich für mich, da die Zwänge so stark waren wie noch nie zuvor. Es gab viele Tage, an denen ich das Gefühl hatte einfach nicht mehr länger durchhalten zu können. Obwohl ich im vergangenen Jahr eine ambulante Therapie begonnen habe, musste ich mein Studium unterbrechen und mich nach einem stationären Behandlungsplatz umsehen.

Nächste Woche werde ich nun zwar in der Klinik aufgenommen (ziemlich kurzfristig), habe aber seit einigen Tagen ein neues Problem: Meine Zwänge sind stark zurückgegangen und in manchen Lebensbereichen vollständig verschwunden. Auch die Depression, die sich während der letzten Monate eingestellt hat, ist nicht mehr da. Vielleicht liegt es daran, dass ich jetzt nicht mehr unter Leistungsdruck stehe (ich habe mein Studium schon vor einigen Wochen unterbrochen), doch ich bin mir sicher, dass der Zwang wieder auftritt, wenn der Alltag zurückkehrt (nach meinem Klinikaufenthalt). Auch wenn es bestimmt undankbar klingt, möchte ich mich gar nicht so "gut" fühlen, da ich gehofft hatte, den Zwang mit verhaltenstherapeutischen Methoden in der Klinik in den Griff zu bekommen. Wie soll das jedoch funktionieren, wenn man gar keine Symptome zeigt?

Mittlerweile habe ich große Angst davor, während der stationären Therapie nicht an meinen Zwängen arbeiten zu können (weil sie nicht da sind und es mir "zu gut" geht), als "geheilt" entlassen zu werden und in einigen Monaten genauso zu leiden, wie ich es in der letzten Zeit getan habe. Schlimm wäre für mich vor allem, wenn ich mich noch einmal von meinem Studium beurlauben lassen müsste, da ich in einem Modellstudiengang bin. Das bedeutet in meinem Fall, dass man ein Jahr entweder schafft oder es wieder von vorne beginnen muss (was ich bald ja auch tun werde).

Aus diesem Grund wäre ich Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir vielleicht schreiben könntet, ob Ihr schon Erfahrungen mit einer solchen "Wunderheilung" gemacht habt bzw. wie Ihr sie bewertet (vielleicht hat das alles ja mit Vermeidung oder Verdrängung zu tun?).

Vielen Dank schon jetzt (auch für's "Zuhören"),

liebe Grüße, Mina

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Montag, 25. Juni 2007, 11:28

Ich denke mal, daß die Verhaltenstherapeuten in einer Klinik nichts anderes machen, als das was Du bereits vorher erreicht hast.
Sprich mal mit Deinem Therapeuten darüber, der sollte die Veränderung wissen!

Das Grundproblem ist, daß die VTler den Zwang behandeln, ohne auf die Ursachen einzugehen. Das ist in sich o.k., wenn es den Zwang reduziert, dann ist ja eine große Erleichterung erreicht.

Hier im Forum tummeln sich natürlich viele Hilfesuchende, die Zwänge haben, die nicht so einfach verschwinden, die mit einer Standardtherapie nicht zurechtkamen. Die Frage ist dann eben, ob man nicht doch an den Ursachen arbeiten muß. Das machen dann aber die Psychoanalytiker, Familientherapeuten usw. nicht die VTler.

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Dienstag, 26. Juni 2007, 23:15

Manchmal können Zwänge auch ganz plötzlich verschwinden. Das war bei mir auch so. ohne ein Grund sind sie aufeinmal weg und dann tauchen sie leider trotzdemirgendwann wieder stark auf. ich denke das du trotzdem an diesen Zwängen arbeiten solltest, damit sie nicht irgendwann wiederkommen.

LG nina

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