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Donnerstag, 29. März 2007, 17:36

Hilfe bei kaputten Händen

Hallöchen!

Ich bin heute zum ersten Mal auf diese Seite gestoßen und bin darüber so froh, dass ich Menschen "gefunden" habe, die so ähnliche Probleme wie ich haben und mich verstehen - Ich leide seit einem Jahr an einem massiven Waschzwang.

Ich besuche zwar seit einem halben Jahr einen Therapeuten - das Händewaschen ist deswegen nicht merklich besser geworden.
Ich versuche wirklich meinen Zwang in den Griff zu bekommen - aber bis jetzt leider ohne sichtbaren Erfolg.

Ich wasche mir am Tag so oft, so lange und so intensiv mit Seife die Hände, dass sie schon aussehen, als ob ich 50 Jahre alt oder älter wäre.

Die Haut ist schon so dünn und faltig - schrecklich. Außerdem sind sie schon ganz rissig und tun schrecklich weh. Mein Problem ist, dass ich mich mit dem Händewaschen in der Öffentlichkeit gut zusammenreißen kann - aber meine Hände verraten mich bzw. lassen erahnen, dass ich ein Problem habe.

Ich merke oft, wie die Leute meine Hände anschauen - manchmal werde ich auch darauf angesprochen, warum meine Hände so faltig oder rissig sind.
Ich schäme mich dann immer ganz schrecklich und versuche meine Hände irgendwie zu verstecken (langer Pulli oder dergleichen). Aber das ist auch keine gute Alternative - meine Hände werden mit jeder Woche immer hässlicher.

Ich habe schon so viele Cremes und Lotions ausprobiert - aber keine hat mir wirklich gut geholfen (zB Eucerin)...

Kann mir irgend jemand einen Tipp geben, welche Cremen bei so einer zerstörten Haut helfen? Oder gibt es andere nützliche Pflegetipps?
Bin schon so verzweifelt, da bald die warme Zeit kommt, in der man sich hinter keinem Pullover verstecken kann... :( und zu welcher Ausrede werde ich dann greifen müssen, um von meinem Problem abzulenken?!

Liebe Grüße,

Wonki

nachtschattengewächs

unregistriert

2

Donnerstag, 29. März 2007, 18:03

Hallo Wonki!
Herzlich willkommen erstmal.
Ich leide auch schon länger an Waschzwang und meine Hände sind auch kaputt. Da ich jetzt nicht genau weiß, wie schlimm es bei dir ist, kann ich dir erstmal nur zu Bepanthen raten, das nehme ich immer. Ausreden gibt es viele, auch wenn es nicht immer der beste Weg ist, aber ich sollte still sein, denn auch ich bestehe den Alltag nur mit Ausreden. Bei mir hat die psychiatrische Betreuung auf diesem Gebiet auch nicht angeschlagen, bzw. komme ich wenig darauf zu sprechen, weil ich eigentlich wegen anderen Dingen in Behandlung bin. Dein Therapeut sollte dir aber auf jeden Fall Wege aus dem Kreislauf zeigen können, Methoden mit dem Zwang umzugehen und über möglihe Ursachen mit dir sprechen. Sprich ihn offen darauf an, was für Erwartungen du hast.
Liebe Grüße
Das Nachtschattengewächs

3

Donnerstag, 29. März 2007, 18:36

RE: Hilfe bei kaputten Händen

Versuch mal dein Waschritual zu ändern und gleichzeitig zu vereinfachen. Denn wie genau dein Ritual aussieht ist deinem Zwang egal, es muss nur eins da sein. So versuch es durch schrittweises Ändern zu vereinfachen.

4

Freitag, 30. März 2007, 08:56

Hallo!

Danke für eure Antworten!

Ich arbeite seit meinen letzten zwei Therapiestunden daran, meine Rituale zu verändern - obwohl mir das sehr schwer fällt.

Vor ein paar Monaten konnte ich noch gut differezieren, nach welcher Tätigkeit ich wie oft die Hände waschen musste.
Nach dem Müllaustragen beispielsweise musste ich sie mir "nur" in etwa 5 mal waschen - oder ein anderes Beispiel: vor dem Kochen musste ich mir früher nur einmal die Hände waschen.

Das hat sich dann aber plötzlich so sehr gesteigert, dass ich mir prinzipiell nach jedem Ding, das ich angreife, die Hände wasche - und das jedesmal mind. 5 mal.

Obwohl ich schon mal wo gelesen habe, dass ganze 10 Sekunden mit lauwarmen Wasser reichen würden, um die Hände gänzlich (also 100%) von Schmutz und Viren zu befreien ... habe ich nur dann ein "sauberes" Gefühl, wenn ich sie mir 5 mal wasche - um jeden Zweifel auszuschließen, dass da noch was sein könnte.
Keine Ahnung wie ich auf die Zahl 5 komme ... mein nächstes Ziel wird sein zu lernen, dass einmal - max. zweimal waschen reichen muss, um sauber zu sein.

Ganz schlimm geht es mir im Moment, wenn ich den Müll austragen muss: dann müssen es mind. 15 mal sein - und jedes Mal waschen mit so viel Seife, sodass es nur so schäumt!!!

Mein größtes Problem ist, dass ich mich außerhalb meiner Wohnung überhaupt nicht mehr frei bewegen kann. Ständig habe ich das Gefühl, dass ich irgendwo angestoßen sein könnte, in irgendeinen Dreck hineingestiegen sein könnte, usw.

Zweitens kann ich durch meinen Zwang nicht mehr spontan handeln (es geht so viel wertvolle ZEIT fürs Händewaschen drauf - jeder Tag muss komplett durchgeplant sein).

Drittens treffe ich meine Freunde kaum noch - sie könnten bemerken, was ich für ein Problem habe. So kann es doch nicht weitergehn. Am liebsten würde ich allen sagen, dass ich unter Waschzwang leide. Doch dazu bin ich einfach zu feige.

Ein wesentliches Problem - aber das brauche ich ja eigentlich nicht zu erwähnen - sind die hohen Kosten.
Ich habe früher normale flüssige Handwaschseife benützt. Die waren so furchtbar scharf und haben die Haut sofort aufgerissen. Jetzt verwende ich medizinische, ph-neutrale Flüssigseifen ... und die sind 3 mal so teuer!

@ Nachtschattengewächs:
Mh, ich versuche es dir so zu erklären: ich benötige am Tag mindestens 3 Packungen a 500ml Seife - also ganz schön viel Seife pro einseifen - also umso mehr Seife für einen 5er-Waschgang, wie ich ihn bezeichne.
Ich bin bei einer guten Apotheke Stammkunde - habe dort zwar nicht gesagt, dass ich unter Waschzwang leide - aber zumindest zugegeben, dass ich mir sehr oft die Hände wasche. Hab zwar einige Produkte ausprobiert - aber wie gesagt, noch nicht so recht fündig georden.

Mein nächster Schritt wird sein, dass ich auf die Hautklinik gehe und mich von Ärzten untersuchen lasse. Ich habe Angst, dass die Ärzte mir sagen werden, dass meine Haut sich nie wieder ganz von der Sache erholen wird - aber mein Therapeut meint, es sei wichtig sich der Realität zu stellen. Vielleicht hilft mir die Diagnose der Hautärzte noch mehr an mir zu arbeiten, um gesund zu werden.

Sobald ich von den Ärzten eine gute Creme verschrieben bekomme, werde ich es euch auf jeden Fall sofort zukommen lassen.

Schönen Tag euch allen,

Wonki

5

Freitag, 30. März 2007, 22:12

RE: Hilfe bei kaputten Händen

Hi Wonki,

versuchs doch mal mit Vaseline, die ist sehr fettreich, und hilft dir bestimmt.

Aber natürlich musst du auch einen Weg finden, deine Händewascherei in den Griff zu bekommen.

Und creme deine Hände nach jedem Waschen ein, das hilft.

lg Bella ;)

tränchen

unregistriert

6

Sonntag, 1. April 2007, 18:53

hi wonki,

ich habe das gleiche problem wie du. meine hände sind mittlerweile seit 3 wochen total offen und blutig. das beeinträchtigt natürlich auch meine arbeit, denn ich muss ständig aufpassen nirgendwo blut hinzuschmieren.
ich schlafe in letzter zeit mit baumwollhandschuhen und schmier mir meine hände dick mit nivea ein. mein persönliches wundermittel. hilft echt super, ist ja auch nur fett.
aber wie auch schon gesagt wurde, das ist natürlich keine dauerlösung.
3 päckchen seife am tag ist schon heftig. benutzt du einen seifenspender oder nimmst du die seife direkt aus dem nachfüllpack? weil ich die erfahrung gemacht habe das man dann viel mehr benutzt, und mit einem spender lässt sich die seife viel besser dosieren und du benutzt nicht ganz so viel.
ich hoffe du findest die richtige creme für deine hände und vor allem wünsche ich dir das du es schaffst gegen deine zwänge anzukämpfen
lg
tränchen :)

7

Montag, 2. April 2007, 08:46

Hallo Tränchen!

Ja, ich verwende einen Seifenspender - mein gewaltiger Seifenverbrauch resultiert daraus, dass ich für 1 mal waschen sooo viel Seife verwende. Wenn ich wenigstens nur 1 - 2 mal auf die Pumpe des Seifenspenders drücken würde - dann wär mein Verbrauch nicht so hoch.
Ich weiß, dass ich mich da schnellstens einschränken muss, ansonsten explodieren noch meine Seifenkosten!!!

In der Nacht verwende ich auch dünne Baumwollhandschuhe aus der Apotheke - und eine ganz intensive Handcreme.

Mein Problem ist aber, dass meine Haut nicht nur wund ist, sondern vor allem dünn und fettlos. Laut Apothekerin bräuchte ich eine Creme, die vor allem eine Neubildung der Hautzellen fördert und gleichzeitig hilft die hauteigenen Fette aufzubauen.

Habe gestern ziemlich intensiv im Internet nach Spezialpflegecremen gesucht und bin recht fündig geworden. Werde sie mir gleich aus der Apotheke holen bzw. bestellen.

Ich werde die Ergebnisse auf jeden Fall hier mitteilen .... :) Laut Beschreibung der einzelnen Produkte (und Preise) scheint es sich ja um wahre Wundermittel zu handen - mal schauen ;)

Schönen Tag noch, liebe Grüße,

Wonki

8

Mittwoch, 4. April 2007, 02:22

Hallo zusammen,

ich kann euch alle sehr gut verstehen, denn mir ging es fast 20 Jahre ähnlich.
Der Zwang freut sich jedesmal, wenn wir diesem kleinen Teufel nachgeben und unsere Rituale durchführen. Und genau hier gilt es anzusetzen,
wir müssen lernen mit den Gefühlen die hinte dem Zwang stecken umzugehen.
Und diese können wir nicht so leicht abwaschen.
Mit persönlich haben folgende Dinge geholfen:
- Bewusst machen, dass nur wir so hygienisch sind. Die Umwelt scherrt sich einen Dreck um unsere Probleme. Jede Mensch beherbergt 100 Billionen Bakterien, gewaschen oder nicht. D.h., es ist völlig normal und wir müssen unser Schuldgefühl/Ekel oder was auch immer reduzieren.

Entscheiden ist hinter der Zwang zu schauen und die Muster, die dahinter stecken zu ändern. Nur so werden wir diesen blöden Zwang besiegen.

Mit persönlich hat ganz erheblich Mentaltraining und Hypnose geholfen.

Und ich kann hier nur http://www.selbst-bewusst-sein.eu empfehlen.

Ich wünsche uns ganz viel Kraft und dass unsere Hände bald wieder normal aussehen. In ihnen spiegelt sich das Leiden unserer Seele und das daf so nicht weiter gehen.

Herzliche Grüße
Fips

9

Mittwoch, 4. April 2007, 07:41

keine 100%ige Garantie

Hallöchen!

Ja Fips, du hast recht, wenn du sagst, dass wir den Ekel nicht abwaschen können - und dass kein Mensch ganz hygienisch ist, weil wir doch sowieso aus hunderten von Billionen Bakterien bestehen !!! Vom Verstand her weiß ich ja, dass es sich nicht auszahlt, mehr als 1 mal die Hände zu waschen - denn nach nur 1 mal sind sie rein - aber mein Gefühl sagt mir, dass ich sie noch einmal, noch einmal - immer wieder hintereinander waschen muss - damit jeglicher Zweifel, "dass da noch irgendwo ein Keim oder Schmutz sein könnte" , weggewaschen ist.

Ja, und jedesmal wenn ich im Bad schon wieder eine Viertelstunde, eine halbe Stunde oder gar länger verbracht habe, tut es mir leid und schwöre mir, es beim nächsten Mal besser zu machen. ... so viel zum Thema Zwänge durchbrechen.

Seit ich aber hier an diesem Forum teilnehme, arbeite ich wieder viel mehr an mir - und das tut gut.

Mein Therapeut sagte mir, dass ich das ANNEHMEN lernen muss. Erst wenn ich gelernt habe, anzunehmen, dass es nun einmal so ist, dass die Menschen "schmutzig" sind, dass die Welt voll von Schmutz ist - der aber für uns Menschen nicht gefährlich ist - dann werde ich langsam einsehen, dass es sich nicht lohnt, so viel Mühe und Zeit ins Putzen zu stecken - spätenstens wenn mein Freund nach der Arbeit heimkommt und sich "nur" einmal die Hände wäscht, "verunreinigt" er die ganze Wohnung.

Manchmal, in ganz seltenen Momenten, denke ich mir - "Für was wäscht du dir die Hände? Du wirst es nie schaffen, alles klinisch rein zu bekommen! Gib den blöden Zwang doch einfach auf, sch*** drauf, vergiss ihn am besten und tu so, als ob du ihn nie gehabt hättest (den Zwang)...."

Ja wie gesagt.... manchmal habe ich solche Highlights - doch spätestens nach dem ersten Objekt, das ich ohne Händewaschen angegriffen habe, bereuhe ich es und fange mit dem putzen von vorne an...

Ich gebe die HOFFNUNG, gesund zu werden, nicht auf ;)

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Tag, liebe Grüße,

Wonki

Karsten

unregistriert

10

Mittwoch, 4. April 2007, 08:01

RE: keine 100%ige Garantie

Hallo Wonki,

allen und auch Dir ist klar, dass sich Deine Hände nur dann erholen, wenn Du sie Dir zumindest seltener und mit weniger Seife wäschst. Letztlich musst Du den Zwang besiegen. Vielleicht helfen Dir bei besonders unagenehmen Tätigkeiten (Müll raustragen, Wohnung sauber machen, ...) Gummihandschuhe. Die gibts in jedem Supermarkt, sind nicht teuer und halten die Hände sauber.

11

Mittwoch, 4. April 2007, 09:58

Hallo Karsten,

vielen Dank für deinen Tipp mit den Gummihandschuhen - werd mir gleich heute welche besorgen ;)

Liebe Grüße,

Wonki

12

Mittwoch, 4. April 2007, 14:35

Hallo Wonki,

glaube mir ich kann deine Handlungen und Gefühle wirklich SEHR GUT nachvollziehen.
Dein Therapeut hat Recht damit, dass du ANNEHMEN musst. Aber du musst nicht nur die anderen und ihren Schmutz annehmen, sondern zuallererst dich selbst.
Ich wünsch dir viel Kraft und Mut im täglichen Kampf.
Du bist stärker wie der Zwang.

Lieber Gruß

Waschbärin

unregistriert

13

Mittwoch, 4. April 2007, 17:15

Hallo Wonki,
in der Apotheke gibt es eine seifenfreie Waschlotion (?) - die heißt Excipial-Clean (oder so ähnlich). Gut ist auch Handsan, greift die Haut nicht so sehr an. Dann benutze ich Dr. Theiss Nachtkerzen-Hautbalsam aus der Apotheke. Ist echt eine super Creme, die mir total hilft! Ist eigentlich als Begleitung zur Therapie bei Neurodermitis gedacht, gibt es als besonders intensiv fettende Creme. Ich benutze einfach die Basispflege, komme sehr gut damit zurecht. Viel Erfolg und gute Besserung für die armen geplagten Hände! Waschbärin

14

Mittwoch, 4. April 2007, 22:02

Hätte noch das gute, alte Wofacutan (seifenfreie Flüssigseife, altes Ostprodukt, dafür aber unübertroffen) anzubieten.
Ist sehr schonend und wird besonders gern von Neurodermitis-Patienten genommen, weil es sogar die Haut beruhigt.

Ist auch bezahlbar: 1Liter kostet an die 8 EUR und reicht lange. Ähm, naja, bei Waschzwang-Leuten weiß ich nicht...

Anna.

15

Freitag, 6. April 2007, 09:00

Hallo!

Vielen Dank für eure wertvollen Tipps!

Habe in den letzten paar Tagen intensiv über meine Rituale nachgedacht und muss sagen, dass mir viele eurer Aussagen dabei geholfen haben.

@ Karsten: Du sprichst das aus, was ich die ganze Zeit vor mir herschiebe. Ich muss wirklich anfangen meine Rituale zu ändern. Ich versuche sie wirklich jeden Tag zu ändern ... aber es klappt nicht immer so wie ich es mir vorstelle.
Gefrustet rede ich mir dann immer ein, dass "die" Creme das dann schon wieder hinbekommt, damit ich mein schlechtes Gewissen beruhigen kann.

Im Moment sehen meine Hände aber so schlimm aus, dass ich nicht umhin komme, mich noch genauer und intensiver mit meinem Problem auseinander zu setzen. Aber vor zwei Tagen hat sich etwas bei mir etwas getan......

Meine Mutter und ich waren gemeinsam in einem Shoppingcenter bummeln. Sie ist für mich eine große Stütze und ist immer für mich da, wenn ich ihre Hilfe brauche. Ich vertraue ihr sehr und nehme ihre Ratschläge immer gerne an.....
..... seit ich an dem Waschzwang leide und sie immer verzweifelt frage, ob sie glaubt, dass meine Hände eines Tages wieder normal aussehen würden - meinte sie bis jetzt immer ja, das wird schon wieder.... aber vor zwei Tagen meinte sie total erschrocken: na wenn du jetzt nicht langsam mit deinen Waschorgien aufhörst, wird dir bald keine Creme der Welt helfen können! So hässlich haben deine Hände noch nie ausgesehen......

Da war ich geschockt! Meine Mutter, die mich normal immer aufbaut, sagt mir ehrlich ins Gesicht, was ich die ganze Zeit zu verdrängen versuche! Jetzt musst du bald handeln!!!

Meine Stimmung ist plötzlich in den Keller gerasselt - ich bin sofort heim gefahren - aber, zumindest hat mich die ehrliche Aussage meiner Mutter so wachgerüttelt, dass ich seit zwei Tagen meine Hände seltener wasche.

Zitat pppi: "Versuch mal dein Waschritual zu ändern und gleichzeitig zu vereinfachen. Denn wie genau dein Ritual aussieht ist deinem Zwang egal, es muss nur eins da sein. So versuch es durch schrittweises Ändern zu vereinfachen."

Ja, ich versuche mir immer das vorzureden, was mein Therapeut sagt: 1 mal waschen ist normal.... alles was drüber geht ist nicht normal und man muss sich bewusst machen, dass einem da der Zwang leitet.....

Mein Therapeut sagte mir: Du läufst vor Krankheiten weg und kommst deshalb nicht zum Leben. Aber was passiert, wenn du dich mit was ansteckst? Ist dein Leben dann zu Ende? Nein, du wirst Medikamente nehmen, damit du wieder gesund wirst. Wovor hast du also Angst?
Du versuchst zu leben - aber vor lauter weglaufen, vermeiden und ständig daran denken kommst du nicht zum Leben. Ja, dadurch wird dein Leben nicht besser....

...also habe ich vor zwei Tagen für mich den Entschluss gefasst, genau die Worte meines Therapeuten umzusetzen... nicht mehr davon laufen, sondern sich der Angst stellen und genau das zu tun, wovor man Angst hat - um zu sehen, dass da eh nix sein kann!!!

Habe gestern seit zwei Jahren mein erstes HotDog gegessen, obwohl der Verkäufer zuerst das Geld (iiiihhhh) angegriffen hat, und dann erst mein Weckerl. Habe zuerst gezögert,habs dann aber gegessen (was für mich bis jetzt undenkbar gewesen wäre).

Ja, ich versuche jetzt meine unguten Gefühle auszuhalten um einzusehen, dass ich den Zwang nicht mehr brauche.... mal schauen, wie lange ich das durchhalte... ich werde euch davon berichten.

Schönen Tag noch euch allen,

Wonki

16

Freitag, 6. April 2007, 13:06

Hallo!
Gratuliere zu dem Burger!

Ich wette, dass du dieses unangenhme Erreignis bereits ganz gut verarbeitet hast und es dir keine Sorgen mehr bereitet. Weisst du warum? Weil du es nicht mehr rückgängig machen kannst und dich mit der Tatsache diesen Brger gegessen zu haben einfah abfinden muss. Dein Zwang hat jetzt in diesem Fall keine Chance dich zu quälen, getan ist getan. Und ausserdem wird dir natürlich nichts passieren wegen dem "schmutzigen" Burger.

Versuch mal immer mehr solche unangenehme Sachen zu tun, die du nicht mehr rückgängig machen kannst.

17

Samstag, 7. April 2007, 14:26

Hallöchen pppi!

So, heute stelle ich mich einer neuen Heruasforderung.... Osterjause bei den Großeltern meines Freundes.

Das ist insofern eine Herausfoderung für mich, da ich überhaupt nicht imstande bin, mit den Händen irgendwas zu essen, ohne dass ich mir nicht vorher gründlich die Hände gewaschen habe. Nicht einmal, wenn ich in meiner eigenen Wohnung bin!

Und heute bin ich zur Osterjause bei den Großeltern meines Freundes eingeladen.... das heißt Schuhe, Liftknöpfe, Haustorgriff, Autotüre .... usw. angreifen :( mir graut jetzt schon so davor - am liebsten würde ich eine Ausrede finden, um nicht mit zu müssen - aber das kann ich 1. meinem Freund nicht antun - ich habs ihm versprochen - und 2. will ich meinen Zwangsgedanken nicht nachgeben - ich habe wegen dem blöden Zwang schon so viele Einladungen zum Essen usw. abgesagt ... also: Augen zu und durch... und nicht aufs genießen vergessen ;) ;) ;)

Naja, in einer Stunde fahren wir los... werde berichten, wie es mir gegangen ist!

Liebe Grüße,

Wonki

18

Samstag, 7. April 2007, 20:08

Hallo pppi!

So, habe mich heute wieder einer "unangenehmen" Situation gestellt - und stell dir vor - es ist mir dabei recht gut gegangen.

Ich muss zugeben, ich habe meinen Freund gebeten, mir die Türen aufzuhalten, damit ich sie nicht angreifen muss ... (habe ich vorhin erwähnt, Lift, Haustüre, usw.) aber ich habe es doch tatsächlich geschafft, die Osterjause auch ohne nur 1 mal die Hände zu waschen zu essen. Ich konnte das Essen sogar genießen und habe mich seit langem wieder als "normalen" Menschen empfunden.

Ich werde es - so wie auch du es mir geraten hast - absichtlich solchen Situationen aussetzen - in denen ich mich zwar nicht ganz so wohl fühle - aber in denen ich wenigstens ein bisschen Normalität leben kann. Das tut wirklich gut. Die Gedanken sind zwar immer im Kopf ... "da könnte doch Schmutz sein....usw", doch sobald ich es hinter mir hatte, merkte ich: oh, es geht auch Händewaschen.

Leider habe ich dieses Erlebnis noch nicht zu hause gehabt - immerhin ist da der Wasserhahn in greifbarer Nähe ... mal schauen, das wird mein nächstes Ziel sein (früher habe ich sogar meine Jause in der U-Bahn gegessen um Zeit zu sparen - und lebe auch noch!).

Liebe Grüße,

Wonki

19

Samstag, 2. Juni 2007, 07:35

Hallo!

Habe nun endlich eine gute Creme gefunden, die super hilft... ist meiner Meinung nach die beste Creme, die ich bis jetzt hatte (... ich habe echt schon eine Menge ausprobiert...)

heißt: ALFASON Repair - es gibt von Alfason drei verschiedene Cremen - ich nehme die "repair" - darin sind Inhaltsstoffe enthalten, die der Haut sofort einen Schutzmantel aufbauen lässt, welchen die Haut selbst (ohne Creme) erst in 5 - 7 Tagen bilden könnte.

Kann ich nur weiterempfehlen. Ist aber recht teuer - 100ml kosten 25€ - nur in der Apotheke erhältlich. Man kommt aber lange damit aus.

Liebe Grüße,

Wonki

20

Mittwoch, 6. Juni 2007, 20:06

RE: Hilfe bei kaputten Händen

Hallo
also ich habe auch das problem gehabt ich konnte es eindämmen indem ich mir brillenputztücher geholt habe und mir gesagt habe das meine hände damit auch sauber sind ich benutze sie nur draussen aber daduch ist das waschen drinen zurück gegangen und kreme dir die hände ein wenn du im bett gehst zwichendur bringt nichts du wäscht es ja nur ab natürlich musst du ständig daran arbeiten und wenn du es auch nur einmal am tag schaffst die hände nicht zu waschen wenn du es doch grade wolltest dann ist es ein erfolg ich habe es schon über 30 jahre und meine hände sind mittlerweile top das ziehl sollte erst mal sein es zu reduzieren dann damit leben zu können und wer weis vielleicht schaffst du es auch fast ganz zu verbannen aber ganz ist es nie weg

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