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Dresdenbesucher

unregistriert

1

Samstag, 10. März 2007, 12:54

Ich brauche Eure Meinung

Hi,

in letzer Zeit bemerke ich, dass ich mich bei meinen Aktivitäten/ Tätigkeiten auf Arbeit und zu Hause immer mehr zurückziehe, d.h. sie lieber allein erledige, als es mit anderen Personen zusammen zu tun.

Werde ich dadurch zum Außenseiter?

Durch den vielen Ärger zu Haus und auf Arbeit, na Ihr wisst schon, versuche ich den Personen, die mich ab und zu ärgern, eher aus dem Weg zu gehen und nicht mit ihnen etwas gemeinsam zu erledigen.

Ein Beispiel: Ich bin öfters am Wochende mit meinen Bruder schwimmen gegangen. Während dessen machte er Späße auf meine Kosten. Anfangs störte es mich nicht. Doch es tat mir im Inneren weh und ich denke mein Selbstbewußtsein leidet darunter. Doch unter Freunen, guten Freunden bei mir, werden solche Späße nicht gemacht und da amüsierten wir uns schöner und besser.
Seit dem gehe ich öfters allein schwimmen ohne Begleitung und es macht mir Spaß.

Werde ich dadurch zum Außenseiter? Sind solche Alleingänge gut für mich?

Dresdenbesucher

2

Samstag, 10. März 2007, 13:39

RE: Ich brauche Eure Meinung

hallo dresdenbesucher

mache es so, wie es dir am liebsten ist,
und zerbreche dir doch nicht den kopf über sowas.

und wenn du ein aussenseiter währest, was wäre denn so schlimm daran.

lebe dein leben,
und zerbreche dir nicht den kopf darüber das was andere darüber denken.

ich bin lieber ein ,,individueller aussenseiter" als ein ,,selbstloser mitläufer",
damit mich jaaa auch jeder mag.

sch... drauf ,ich bin ich,
ich tue das was ich für richtig halte und lebe ,,MEIN" leben
und nicht das anderer!!!

LG tpg

Pit-2001

unregistriert

3

Samstag, 10. März 2007, 18:31

RE: Ich brauche Eure Meinung

Hallo mein lieber Dresdenbesucher.

Erst mal Gratulation, dass du es fertig bringst, Dinge allein zu machen.

Das ist eine große Leistung, besonders für Leute wie dich.

Statt dir Gedanken zu machen, solltest du stolz darauf sein!!!!!


Und dann noch was.

Wenn man sich ändert, schlägt man oft einen krassen Weg ein, das ist nötig, um sich überhaupt ändern zu können!
Wenn man die Änderung vollzogen hat und sich seiner sicher ist, geht der von ganz allein wieder etwas zur Mitte zurück.

Also jetzt ist stolz sein angesagt, sonst nichts. Ich bin stolz auf dich!

Ich grüße dich

Pit

4

Samstag, 10. März 2007, 19:08

RE: Ich brauche Eure Meinung

Hallo Besucher
Denke das es eher ein gutes Zeichen ist. Wie Pit schon erwähnt hat, ist es en ganz normaler Prozeß, damit du Ausgleich findest.

liebe Grüße

Hope

Administrator

  • »Hope« ist weiblich

Beiträge: 1 247

Aktueller Therapie-Status: War erfolgreich in Therapie

Status: Betroffene/r

Hobbys: Meine Tiere,Reiten,Kutschefahren ,Fotografie

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5

Samstag, 10. März 2007, 23:30

RE: Ich brauche Eure Meinung

Hallo tpg,

das sehe ich genauso warum sich über andere einen Kopf machen.

Gruß

Hope
Gruß

Hope


Frei nach Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

6

Sonntag, 11. März 2007, 12:16

RE: Ich brauche Eure Meinung

@hope

viel zu lange war ich selbstlos, und lebte das leben anderer.
erst spät tat ich das was ich im innersten schon immer wollte.

mein leben leben.
den tag nach meinen interessen gestallten und nicht sich von anderen mitziehen lassen.
ich bin erst spät zu dieser entfaltung gelangt.
aber besser spät als nie.



lebet euer leben,
zerbrechet euch nicht den kopf
um anderer willen.

viel zu wertvoll ist die kurze zeit,
die das leben mit sich bringt.

strebet die erfüllung euer träume an,
ohne grübelei der anderen wegen,

ob sie´s gut finden oder nicht.
dies ist ihre last nicht unsere.

hinter ihren merkwürdigen äuserungen,
steckt oft nur neid,
das vergesse nicht.

(c) by tpg

liebe grüsse

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »tpg« (11. März 2007, 12:19)


Hope

Administrator

  • »Hope« ist weiblich

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Aktueller Therapie-Status: War erfolgreich in Therapie

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7

Sonntag, 11. März 2007, 13:24

RE: Ich brauche Eure Meinung

Hallo tpg,

Du drückst genau das aus was ich auch denke danke, Du kannst richtig schön schreiben, ich bin da leider talentfrei aber dafür gibt es hier einige die mich immer wieder faszinieren mit ihrer schreibweise. :D

Gruß

Hope
Gruß

Hope


Frei nach Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
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8

Sonntag, 11. März 2007, 14:11

RE: Ich brauche Eure Meinung

hallo hope

diese worte aus DEINEM mund(geist) :]
faszienieren mich auch,
ganz besonders, wenn ich an den anfang unserer begegnung
hier im forum denke.

LG tpg :))

Dresdenbesucher

unregistriert

9

Samstag, 17. März 2007, 12:44

Ich brauche....

Hi,

ich danke Euch für Euren netten Worte.

Wie immer mache ich mir zu viele Gedanken. Ihr wisst doch: "Ich will zu Allen gut sein".

Mein Ziel ist es, dies abzulegen! Würde ich es doch endlich mal begreifen!!!!

Es tut mir gut, dass ihr es so seht, dass es ein erster Schritt dazu ist.

Denn zu Hause ist dass Alleinsein meinerseits nicht gern gesehen. Es kommen öfters Spitzen. Ihr wisst ja, wie ich bin, da kommen mir Gedanken, ob ich auch den richtigen Weg gehe.

Vor Montag, meinen Geburtstag, graut mir sehr. Wenn ich jetzt darüber schreibe, fällt es mir schwer die Tränen zurückzuhalten.

Ich brauche jemanden, der mir gut tut, doch am Montag.......

Am Montag wird mir mein Vater, der mir immer viel Kummer bereitet gratulieren. Es wird bestimmt keine großen Worte geben, nur eine kurze Gratulation, ohne irgend welche besonderen Worte. Wisst ihr, er ist immer grausam zu mir und trotzdem erhoffe oder wünsche ich mir etwas nettes. Doof ,nicht war????
Ich fühle mich dann immer so ungeliebt.

Ich weiss ich muss aufhören, zu Hause nettes zu erwarten, doch ich kann es einfach noch nicht.

Hoffentlich schaffe ich es mir den Tag nicht durch mein blödes Selbstmitleid zu versauen und nur zu heulen!!!

Am liebsten würde ich den Tag einfach ausfallen lassen!!!!

Dresdenbesucher

10

Samstag, 17. März 2007, 13:22

RE: Ich brauche....

hallo dresdie

schade das es so traurig in dir ist :(
aber wir haben dich sehr gern :lieb: :)

ganz liebe grüsse tpg

Charlie

unregistriert

11

Samstag, 17. März 2007, 13:41

Hi Dresdenbesucher,
geh' Deinen eigenen Weg - aber versuch Dir ab und zu von guten Freunden (ich meine wirklichen Freunden) ein feedback geben zu lassen.
Kann ja sein, daß Du Dich auf Deinem gewählten Weg in die absolute Isolation begibst. Will heißen - schließ Dich nicht selbst aus.
Wer aber glaubt, in der selbst gewählten Isolation besser leben zu können als in einer Gemeinschaft, der hat meiner Meinung nach nie ein schönes Leben kennengelernt. In der Einsamkeit wird man wunderlich....Wie gesagt, ist meine Meinung.

Hast Du Deinen Bruder mal offen auf sein Verhalten Dir gegenüber angesprochen und ihm gesagt wie weh er Dir damit tut?


Zitat

Original von Dresdenbesucher
Am Montag wird mir mein Vater, der mir immer viel Kummer bereitet gratulieren. Es wird bestimmt keine großen Worte geben, nur eine kurze Gratulation, ohne irgend welche besonderen Worte. Wisst ihr, er ist immer grausam zu mir und trotzdem erhoffe oder wünsche ich mir etwas nettes. Doof ,nicht war????
Ich fühle mich dann immer so ungeliebt.
Dresdenbesucher


Kannst Du mir bitte sagen, inwiefern Dir Dein Vater Kummer bereitet und was das für Grausamkeitemn sind?
Bin selbst als Vater ein betroffener Angehöriger ...

Viele Grüße
Charlie

Pit-2001

unregistriert

12

Samstag, 17. März 2007, 13:45

RE: Ich brauche....

Hallo Dresdenbesucher(in),

du weißt ja viell. aus dem Forum, dass meine verbliebenen Verwandten mich sogar ganz und gar schneiden. Dagegen gehts dir noch richtig gut, dass dir gratuliert wird,

aber andererseits weiß ich aus den letzten Jahren, als sie mich noch nicht gänzlich schnitten, dass ein Bla-Bla, was an dem, was man eigentlich mit ihnen besprechen will, vorbeigeht, genauso nichts bringt und weh tut.

Alles liebe und Gute.

Pit

tierchen29

unregistriert

13

Sonntag, 18. März 2007, 01:21

RE: Ich brauche....

Ach, Dresdenbesucherin,

das hört sich so traurig an bei Dir, das tut richtig weh.

Was ist denn los mit Deinem Vater, dass er immer so grausam zu Dir ist? Warum wirst Du nicht mal zum Geburtstag herzlich gedrückt und gefeiert? Nein, eigentlich sollst Du nicht aufhören, Dir von zu Hause etwas Nettes zu erwarten. Normalerweise müßte man es erwarten dürfen und Du hast auch eigentlich ein Recht drauf. Hast Du Deinen Eltern schon mal gesagt, wie weh sie Dir immer tun? Ich weiß, dass das schwer ist!

Ich drücke Dich ganz fest und denke am Montag an Dich! :lieb:

tierchen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »tierchen29« (18. März 2007, 01:22)


Charlie

unregistriert

14

Sonntag, 18. März 2007, 14:20

hi tierchen 29,
das sagt sich so einfach.
was, wenn man als vater gern drücken und in den arm nehmen möchte - der zwängler aber niemanden an sich ran läßt (körperlich und seelisch).
beide seiten MÜSSEN (und das ist auch zwang) aufeinander zugehen.
keine seite darf allein erwarten - laß den anderen mal zuerst kommen...
Alles Gute
Charlie

Dresdenbesucher

unregistriert

15

Samstag, 24. März 2007, 12:35

Ich brauche...

Hi,

ich danke Euch für Eure Wünsche und Anteilnahme. Es berührte mich sehr!

Danke, danke......!

Der Montag ist gegenüber meinen Befürchtungen recht gut verlaufen.

Hatte mir frei genommen, um wenigstens an diesem Tag mir die Probleme und Beschipfungen auf Arbeit nicht an tun zu müssen.

Früh war ich mit meiner Mutter in Chemnitz bummeln. Und schön Mittag essen.

Wie erwartet war bei der Gratulation von meinen Vater Eismauer zwischen uns. Er gab mir nur die Hand und sagte alles Gute. Sonst nichts.

Es tat mir außergewöhnlicherweise nur etwas weh!!! Ich war stolz auf mich! Ich vermute es steckt der wunderschöne Vormittag dahinter, denn der war absolut schön!

Abends kam meine beste Freundin und sie blieb auch noch lang, so dass wir in Familienrunde feierten.

Meine Freundin weiss von dem Theater zu Hause, doch an diesem Abend war davon nichts zu spüren. Ich vermute durch ihre Anwesenheit war die Spannung genommen.

Wir sprachen den nächsten Tag darüber. Sie sagte auch, man kann gar nicht glauben, dass es bei uns solche Probleme gibt.

Wie ich schon oft beschrieben habe, bin ich ein Mensch, der sehr harmoniebedürftig ist. Doch meine Bemühungen in dieser Richtung laufen immer in die falsche Richtung.
Aufgegeben habe ich inzwischen das bekannte Problem zu Hause anzusprechen. Ich habe meine Lehren schon aus den vielen Konflikten gezogen. Es bringt einfach nichts. Es ist schade, doch mein Vater ist in der Beziehung stur ohne Ende und es bringt nichts es weiter zu versuchen, denn ich gehe sonst daran kaputt.

Es liegt nicht daran, dass ich niemanden an mich heranlasse, weil ich zwankserkrankt bin. Nein durch die Situationen die vorfallen, fühle ich mich ungeliebt und fange an zu zwängeln. Alles was ich tue wird kritisiert.

Mein Vater akzeptiert einfach nicht, dass ich an einer Zwangserkrankung leide. Ich strenge mich nicht genug an, dass Waschverhalten zu verändern, ich sei einfach stur und lasse mich nichts von ihn sagen.
Das ich zu einen Therapeuten gehe ist zwecklos, usw. usw. .....
Das Problem ist einfach, dass ich früher seit meiner Zwangserkrankung ein gutes sehr gutes Verhältnis zu meinem Vater hatte, dass jetzt einfach nicht mehr da ist.
Charlie falls dich Einzelheiten interessieren, dann lass es mich wissen, dann nehme ich dazu genauer Stellung!

Pit, ich weiss, dass es Dir in der Beziehung schlimmer ergeht/ ergangen ist. Doch mir reicht das schon, um zu zwängeln. Dir gegenüber sind eigentlich meine Probleme keine. Doch ich entnehme auch deinen Erlebten und Erfahrungen, dass mir der Abstand gut tun wird. Du weisst ja, ich arbeite daran.

Nächste Woche fahre ich von Dienstag bis Samstag nach Österreich Ski fahren. Da habe ich vor, mir meinen Bruder mir mal vorzunehmen. Ich will ihm sagen, dass er mir mit seinen Aktionen sehr weh tut und wenn er es nicht lässt, dass ich ihn in meine Freizeitgestaltung nicht mehr mit berücksichtigen werde.

Ich fange schon wieder an nachzugrübeln, ob dass nicht zu hart ist ( so bin ich eben), aber ich denke das muss mal sein.

Diese Woche hatte ich auch wieder ein echt tolles Erlebnis auf Arbeit. Meine Kollegin sagte zu mir, dass ich mit meiner Arbeit nicht fertig werde, da ich meine Arbeit zu gut, d.h. zu genau erledigen würde.

Man, dass musste gerade von der Kollegin kommen, die nichte gerade die schnellste in ihrer Arbeitserledigung ist. Sie hat eben nicht geschnitten, dass ich eben rationell arbeite im Gegensatz zu ihr. Ich fasse meinen Vorgang nur einmal an, ohne Korrekturen und Erwiderungen, um Zeit zu sparen. Klar dauert dann die Erstellung länger.

Ich habe zu ihrer Äußerung nichts gesagt. In meinen Augen ist da Hopfen und Malz verloren!!!

Tschau, ich kannmich leider nicht mehr vor dem 02.04. melden.
Ich werde Euch bis dahin vermissen!

Kämpft weiter und lasst Euch nicht unterkiegen!

Dresdenbesucher

16

Samstag, 24. März 2007, 14:48

Hi Dresdenbesucher!
Als ich Deine Erlebnisse mit Deinem Vater las, in Deinem Beitrag, reflektierte ich meine Erfahrungen mit meinem Vater. ?(
Mein halbes Leben lang, war ich hoffnungslos auf der Suche, nach der Anerkennung meines Vaters und bekam aber stets nur Beschimpfungen und nicht die Liebe, die sich ein Kind doch sooo sehr wünscht.
:doof: Meine Mutter, mein Bruder und auch ich mussten uns anhören, was wir doch für looser wären.
Alle Familienmitglieder, wurden gegeneinnander aufgehetzt und ausgespielt, so das es lange Zeit brauchte, bis ich meinem älteren Bruder vertrauen konnte. Nun ist er mein großer Schatz, aber ich klammere so sehr, weil ich Angst habe ihn zu verlieren.
Ich glaube, ich bin auch so ein sensibelchen wie Du, muss es auch immer allen Recht machen, aus Angst sie zu verlieren. Ist das auch so bei Dir?
Mein Vater ist inswischen vor einem Jahr verstorben und viele wundern sich, warum ich ihn vermisse, ich kann es nur so erklären, dass ich immer noch auf der Suche bin, geliebt zu werden.
Aber wir sollten lernen, uns selbst zu vertrauen und selbst lieb zu haben.
Aber die Familie, kann man sich nicht aussuchen und sie prägen uns ein Leben lang.
Die alten Erlebnisse, Erfahrungen und Regeln, die uns unsere Eltern mit auf den Weg gegeben haben, kann man nur sehr schwer, durch neue eigene ersätzen. Vieles sitzt so tief, in einem drin, dass man auf seinem Weg, sein eigener Herr zu werden, vielleicht sehr lange braucht, um zu erkennen, das man eigendlich, so akzeptiert werden möchte, wie man ist und auch von sich selbst, wenn einem die Eltern vermitteln, dass man zu nichts taugt.
Ich möchte Dir ganz viel Mut zu sprechen, auf Deinem Weg zur Selbstfindung und bleibe Dir treu.
Ich finde aber auch, dass Du, nochmal mit Deinem Bruder reden solltest, um ihm klar zu machen, dass er Dir, mit seiner Art wehtut.


Viel Glück Deine Mogry

Charlie

unregistriert

17

Samstag, 24. März 2007, 16:47

RE: Ich brauche...

Hallo liebe Dresdenbesucher,
wenn Du das liest, bist Du hoffentlich gut erholt vom Skiausflug zurück und hast (hoffentlich) klar und deutlich mit Deinem Bruder über seine Verletzungen Dir gegenüber und Deine Empfindungen dabei gesprochen.
Ein offenes und ehrliches Wort (auch wenn es hart für den Gegenüber ist) ist sehr viel hilfreicher im Umgang miteinander, als zu vermuten, daß der Andere doch wissen/merken muß, daß man denkt, er müßte doch merken....
Aber Voraussetzung dafür ist, daß beide Seiten mit Kritik umgehen können und sich danach nicht beleidigt hinter einer Mauer verschanzen.


Zitat

Original von Dresdenbesucher

Charlie falls dich Einzelheiten interessieren, dann lass es mich wissen, dann nehme ich dazu genauer Stellung!

Dresdenbesucher


Du hattest mir Hilfe angeboten in Deinem letzen Beitrag, die ich gern annehmen möchte.
Bin wie gesagt selbst betroffener Vater und manches an Deinen Schilderungen kommt mir bekannt vor. Ich (wir) wollen es aber nicht soweit kommen lassen, daß wir uns wie Fremde innerhalb der Familie begegnen, deshalb auch unsere Hilfesuche hier im Forum.

Viele Grüße
Charlie

Dresdenbesucher

unregistriert

18

Montag, 2. April 2007, 18:17

Ich brauche Eure .....

Hi Charly und Mogry!

Ach, die Tagen waren wie im Flug vorbei und jetzt geht das Ganze wieder von vorn los.

Ich hab es so satt.

Im Urlaub habe ich das Gespräch mit meinen Bruder gesucht, das total an den Baum ging.

Ich spach das Problem an, als es mal wieder Ärger gab. Ich sagte ihm, dass es mir sehr weh tut, wenn er pausenlos an mir herum kritisiert, mich ärgert und mir Vorschriften macht. Außerdem sagte ich ihm auch, dass dies der Grund sei, warum ich mich so zurück ziehen würde und lieber mehr mit meiner Freundin als mit ihm unternehmen will.

Wisst ihr was er mir darauf antwortete, ich würde nur keine Kritik annehmen und mir nichts sagen lassen.
Dass traf mich zu tiefst.

Wisst ihr, genau dass, wirklich dass ist einfach das Problem.

Ich habe es so satt. Es ist für mich einfach manchmal nicht mehr realisierbar, ob ich überhaupt noch was richtig mache, wenn alle an mir herummägeln.

Es gab bei mir sogar Momente, in denen ich meine Mutter fragte, ob ich in diesen Situationen tatsächlich die Hände waschen muss oder ob ich dies oder das richtig mache. Ich denke das ist ein Grund mit für mein Zwängeln.

Im Urlaub war es schön, schönes Wetter und ich genoss es mal ohne Stress und Druck und vorallem Arbeit in den Tag hineinzuleben.

Um dem Ärger mit meinem Bruder aus dem Weg zu gehen, habe ich oft Pausen gemacht und mich vor einer Skihütte in die Sonne gelegt oder etwas getrunken.

Es sind immer und immer wieder Kleinigkeiten, die mich auf die Palme bringen. Immer will mein Bruder Recht haben und ich soll den Kürzeren ziehen. Mich regt dies so auf, dass ich diese Situation einfach nicht schlucken kann, sondern mich immer und immer wieder darüber aufrege. Ich bin einfach doof. Warum kann ich das nicht abstellen?????
Das Schlimme daran ist, dass mein Bruder sich öfters auch einen Spaß daraus macht und mich in der Öffentlichkeit als doof hinstellt, so empfinde ich das zu mindestens.

Morgy, so wie Du mir Deine Geschichte beschrieben hast, genauso läuft es bei uns zu Haus ab. Nur im Gegensatz, dass mein Bruder gleichwertig meinem Vater gegenüber steht und er nicht angegriffen wird.

Als ich aus dem Urlaub wieder da war, war die Begrüßung herzlich, sogar eine Umarmung gabs von meinem Vater. Das gabs nicht mal zu meinem Geburtstag. Auch der Abend verlief echt gut. Doch am nächsten Tag das Übliche.

Ein Beispiel:
Ich sah mir am Nachmittag etwas im Fernsehen an und bat meinen Vater bitte ruhig zu sein, da ich den Beitrag bitte hören möchte. Reaktion meines Vaters: In seinem Haus lässt er sich nicht den Mund verbieten. 5 min später wollte er etwas sehen und ich erzählte etwas. Sagte er zu mir Wort wörtlich: Ich solle mein Maul halten.

Wisst ihr wie mir so etwas weh tut........Da kann ich mir Mühe geben und geben, ach .....

Charly, es gibt so viele Situationen in dieser Richtung, wenn ich anfange Dir alles zu erzählen, dann werde ich nicht fertig.

Mein Therapeut sagte zu mir, dass mein Vater mich nicht loslassen kann. Er akzeptiert nicht, dass ich erwachsen bin. Durch meine Ausbildung sei ich ihm überlegen und dies zeige er mir so. Erst wenn ich eine eigene Familie mit Kindern habe wird er wieder stolz auf mich sein können.

Ein weiters Beispiel was schon geschah. Mir wurde über meine Mutter mitgeteilt, dass ich mich zu Hause finanzell durch schlauchen würde. Ich sprach das Problem an und sagte dass ich monatlich Kostegeld bezahlen möchte. Reaktion meines Vaters: Er wolle mein Geld nicht. Was soll man dazu sagen, wie ich es mache mache ich es falsch!!!
Ich überweise jetzt monatlich einen Betrag, weitere Reaktionen gab es nicht.

Beschreib doch einmal eine Situation oder soll ich mehr über meine täglichen Situationen schreiben?

Mogry, ach Du hast so Recht. Sogar auf Arbeit will zu allen lieb sein. Und deshalb werde ich ausgenutzt ohne Ende. Ich will eigentlich, dass alle mich lieb haben und nett finden.

Was machst Du so bzw. hast Du verändert?

Zur Info: Vom Karfreitag bis Ostermontag ist die Bibliothek leider geschlossen. Kann daher frühestens erst Mittwoch nach Ostern wieder antworten.

Bis bald!

Dresdenbesucher

19

Mittwoch, 4. April 2007, 01:02

RE: Ich brauche Eure .....

Hi Dresdenbesucher!

:( Tja, dass was Du so über Deinen Vater berichtest, klingt so, als wären er und mein Vater miteinander verwandt. Ach mein Vater konnte nur austeilen, aber nicht einstecken.
Ich habe lange Jahre, mit ihm gestritten und gekämpft, um von ihm eine Entschuldigung, oder ein bißchen Verständnis für meine schwierige Situation zu bekommen. :tocktock: Aber ich habe gegen eine Wand geredet... :wand: Wem bringt das etwas? Man kann Menschen nicht ändern! :wand: Auch ihre Ansichten nicht. ?(
Es ist nur sooo schade, dass Dein Bruder noch nicht einmal zu Dir hält!
Hast Du denn wenigstens ein paar liebe Freunde, bei denen Du Dich auch mal ausweinen kannst? Das ersetzt zwar die Familie nicht, aber ein bißchen vieleicht. :ditsch:
Ich arbeite immer noch an meinem Selbstwertgefühl und kann Dir leider nicht so viele Tips geben. Du kannst es leider niemanden Recht machen und sogar noch nicht einmal Dir selbst.
Aber die Situation, wo Du Dich mal gegen Deine Kollegen durchgesetzt hast, hat Dich doch sicherlich stark gemacht, versuche, an dem wieder anzuknüpfen, was Dir mal positives wiederfahren ist, wo Du Dich mal richtig stark gefühlt hast. ;)
Ich las so etwas mal in einem Beitrag von Dir, wo Du beschrieben hast, dass Du Dich danach sehr Mutig und Stolz gefühlt hast.
Auf jedenfall, wünsche ich Dir viel Kraft, Dich auch mal gegen die, :bla: ,der anderen zu wehren.



Viele liebe Ostergrüße von Mogry

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Mogry« (4. April 2007, 01:25)


Dresdenbesucher

unregistriert

20

Mittwoch, 11. April 2007, 17:35

Ich brauche Eure Meinung...

Hi,

Danke Mogry für Deine Antwort.

Die Osterfeiertage ging es mir nicht sehr gut. Meine Zwangsgedanken waren ziemlich schlimm und ich litt wieder sehr unter meiner Familie.

Ich bin einfach viel viel zu doof, weil ich mich immer und immer wieder über die Kritiken, die sie so loslassen mich immer und immer wieder so ärgere.

Ich bin dann sehr sehr entäuscht und heule und denke ich bin allein auf der Welt und keiner hat mich gern. Ich zweifle natürlich wieder an mir und denke ich bin schuld.

Habe gerade das Problem mit meinem Bruder bei der Therapie angesprochen.
Ergebnis im Rahmen des Gespräches war, dass ich es schon so wie ich es angegangen habe, richtig gemacht habe.
Ich soll jetzt bei den üblichen Konfrontationen ihm gegenhalten, dass er damit aufhören soll.

Außerdem waren die Äußerungen meines Vater, wie halt dein Maul Thema.
Mein Therapeut sagte nur dazu, dass er sich selbst so etwas nicht von seinem Vater hätte sagen lassen.
Das Problem sei da, da Alt und Jung nicht unter einem Dach leben könnten.

Ich habe Freunde. Aber nur meine beste Freundin weiss über meine Probleme zu Hause bescheid, weiss aber nicht, dass ich unter einer Zwangserkrankung leide.

Gerade meine Freitzeitbeschäftigungen und Treffen mit Freuden im Sport- und im Malkurs zeigen mir, dass ich auch so wie ich bin akzeptiert werde. Ich bin eigentlich ein lustiger Mensch und mache gern Spaß.

Machst Du auch eine Verhaltenstherapie?

Wenn Du über Dein Selbstwertgefühl spricht konnte ich denken, Du sprichst von mir.

Du sprachst von Erfolgserlebnisse gegenüber meinen Kollegen. Du hast schon Recht, in dem Moment tat es echt gut. Doch ich habe manchmal echt keine Kraft immer und immer wieder gegen sie anzugehen. Ich könne manchmal nur ....Wenn man immer der Idiot war, wie gewöhnt man das Schlaraffenland ab???

Tja, es ist nicht einfach.

Was machst Du so, um Dein Selbstwertgefühl zu steigern?

Wäre mal interessant für mich zu wissen.


Bis bald!

Dresdenbesucher