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1

Samstag, 27. Januar 2007, 11:37

Ärger vom Therapeuten

Als ich letztens in meiner Therapiestunde saß ermahnte mich meine Therapeutin das ich zu verschlossen bin und nichts an mich ran lasse.
Sie meinte, das man so nicht arbeiten kann und das sie mir so nicht helfen kann, wenn ich so verschlossen bin und über nichts rede.
das hat mich etwas traurig gemacht, denn ich will ja Hilfe haben um wieder gesund werden zu können, aber was soll ich denn erzählen??
Zur Zeit fällt mir nichts ein über was ich reden könnte.
verschließe ich mich wirklich???
In der Therapie komme ich mir immer so komisch und beobachtet vor.
Und manchmal würde ich am liebsten wieder nach Hause gehen, obwohl meine Theraoeutin wirklich sehr nett ist.
Jetzt soll ich ein Tagebuch über meine Zwänge schreiben, wann, wie lange und wie oft ich sie ausführe am Tag. Das soll ich zwei wochen durchgehend machen.
aber auch da habe ich wieder etwas Schwierigkeiten.
Zur zeit komme ich mir eh etwas abgeschnitten von der Welt vor.
auch hier im Forum fällt mir zur Zweit nichts ein, was ich schreiben könnte.
Nur noch schlafen will ich am liebsten....

Hope

Administrator

  • »Hope« ist weiblich

Beiträge: 1 247

Aktueller Therapie-Status: War erfolgreich in Therapie

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2

Samstag, 27. Januar 2007, 11:47

RE: Ärger vom Therapeuten

Hallo Nina,

es ist manchmal schwer einfach zu erzählen, aber erzähle einfach egal was aus Deinem Leben, sie muß eben alles wissen um Dir helfen zu können.

Das mit den aufschreiben musste ich in der Verhaltentherapie auch machen das ist normal.

Sonnst versuche doch Dir vorher ein Thema auszudenken über das Du reden möchtest, im laufe der Woche fällt Dir doch was ein was Dich belastet, Du hast doch schon viel erlebt da gibt es doch viel zu erzählen.

Gruß

Hope
Gruß

Hope


Frei nach Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

3

Samstag, 27. Januar 2007, 12:02

Hallo
Als Ärger würde ich es nicht bezeichnen, vielmehr will die Therapeutin dich dazu animieren mehr aus deinem Leben preiszugeben. Ich weiß an manhen Tagen ist das verdammt schwer, aber selbst da sollte man versuchen mitzuarbeiten. Ich weiß nun nicht wie deine Therapiestunde aussieht, bei mir entwickelt sich jedoch auch an schweren Tagen ein Dialog.
Der Therapeut muß eben viel wissen um die Ursachen zu erkennen, da können selbst banale Dinge wichtig werden. Ich merke das immer wenn ich aus meiner Sicht was unwichtiges Sage und mein Therapeut sich plötzlich Notizen macht. Z.B. gerade die familiären Dinge die für dich ganz normal sind, sind für den Therapeuten wichtig. Denke eigentlich nicht dass du verschlossen bist. Wahrscheinlich bist du einfach nur müde. Das passiert und vergeht auch wieder.

bo

Schüler

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Aktueller Therapie-Status: Keine Ahnung

Status: Sonstige

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4

Samstag, 27. Januar 2007, 12:32

RE: Ärger vom Therapeuten

Hallo nina,

oft sind es die für dich angebliche Belanglosigkeiten, die zur Ursache der Erkrankung führen. Familiäre Probleme, sexuelle Phantasien, Konflikte mit anderen Menschen usw. . Du selbst hast diese Themen vielleicht vordergründig für dich "abgehackt", aber deine Psyche strickt fleissig weiter an der Problematik. Durch den offenen Dialog zwischen Patientin und Therapeut hört der Therapeut vielleicht Dinge aus deinen Erzählungen heraus, die du selbst als völlig unwichtig ansiehtst, aber vielleicht die Ursache deiner Erkrankung sein könnten.
Ein offener Umgang in einer Sitzung ist also sehr wichtig, ansonsten plätschert man ständig nur an der Oberfläche der Erkankung herum.
Das bedarf natürlich viel Mut und Vetrauen, wird sich aber sehr schnell auszahlen.

Ich wünsche dir viel Kraft für deine Therapie.
Bo

Dresdenbesucher

unregistriert

5

Samstag, 27. Januar 2007, 14:39

Hi,

ich bin auch in therapeutischer Behandlung und ich kann Dich verstehen, dass es einem schwer fällt einem fremden Dritten seine innersten Ängste mitzuteilen. Mir ging es bei meinen ersten Sitzungen genauso.
Ich habe mich geschämt ohne Ende.

Mir geht es heute noch so, wenn ich hier vor meinem Computer sitzte und mein Herz ausschütte, fühle ich mich innerlich sehr unwohl ( Herzklopfen usw.), es klingt komisch, aber mir fällt es auch sehr sehr schwer mein Herz zu öffnen. Es wird besser, glaube es mir. Mit der Müdigkeit habe ich Tag täglich auch sehr zu kämpfen, da der Kampf gegen die Krankheit sehr viel Kraft kostet. Doch die Reaktionen der Anderen hier tuen einen sehr sehr Gut und man wagt es einfac mehr und mehr sich zu öffnen.

Nur Mut und Kopf hoch und viel Glück!

Tschau!


Dresdenbesucher!

6

Samstag, 27. Januar 2007, 20:07

hallo nina,

darf ich fragen wie lange du bei ihr in therapie bist und welche art von therapie ihr zusammen macht????

kopf hoch, :]
alles liebe grace

7

Samstag, 27. Januar 2007, 20:58

Die Therapie hat erst begonnen. ein paar Sitzungen hatte ich schon, aber wirklich richtig an meinen Zwängen haben wir noch nicht begonnen zu arbeiten, weil es noch Ärger mit der Krankenkasse gab.
Ich mache eine Verhaltenstherapie. so eine Therapie habe ich noch nicht gemacht.

LG nina

8

Sonntag, 28. Januar 2007, 10:31

hallo nina, und alle anderen.

steck dann auf keinen fall den kopf in den sand. kann aus eigener erfahrung sprechen, dass es eine zeit braucht bis man sich traut da hin zu gucken, wo man hin gucken sollte.
kann über eine verhaltenstherapie leider nichts sagen, ich mache eine psychoanalyse und das seit 3 jahren.
wenn ich dir jetzt sage, dass ich es erst ende letzten jahres geschafft habe meine alten gefühle nach oben zu holen, beruhigt es dich hoffentlich in der hinsicht, das du erst ganz am anfang deiner therapie stehst und dir absolut keine sorgen machen musst, dass du dich noch verschliesst. so etwas dauert halt eben lange. wäre ja irgendwie auch komisch, wenn man einfach so nen hebel umlegen könnte, und die wirklichen ängste nach oben gesprudelt kämen. immerhin hat man diese barriere ja auch über jahre aufgebaut um sich davor zu schützen.


also, kopf hoch, das wird. man braucht dafür halt eben nur zeit und sollte sich nicht unter druck setzen.

alles liebe :lieb:

grace

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