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VoodooDolly

unregistriert

1

Montag, 22. Januar 2007, 18:16

Fast am Ende...

Hallo erstmal,

bin auf das Forum gestoßen weil ich mich über meinen Waschzwang/Bakterienphobie erkundigen wollte. Bis vor kurzem war mir nicht einmal klar, dass ich unter Zwängen leide. (Man sieht manchmal halt nur was man sehen will.) Besuche bei Therapeuten die alle die Behandlung ablehnten brachte mich erst darauf. Immer hieß es, ich solle weiter suchen, bis ich letzte Woche bei einer Therapeutin war die endlich mal Klartext redete. Eine ambulante Therapie würde mir nichts bringen, deshalb bemühe ich mich um eine stationäre Therapie.
Bei mir fing es an mit dem Tod meiner Mutter als ich 16 war. Vorher war eigentlich alles normal. Ich zog zu meinem Vater der eine ziemlich vermüllte Wohnung hatte. Am Anfang habe ich noch versucht gegen den Dreck an zu putzen, aber irgendwann gab ich auf. Man kann es sich kaum vorstellen, dass ein Mensch so jahrelang leben konnte, aber meinem Vater machte es nichts aus. Obwohl in den Küchenschränken die Würmer hausten, Käfer überhall hervor kamen. Und mein Vater müllt auch noch heute fröhlich herum.
Als ich auszog in meine eigene Wohung ging es am Anfang noch. Aber irgendwann fings so langsam an, dass ich immer öfter die ganze Wohung von unten bis oben putze. Dazu kam das ständige Duschen da ich mich nach dem Putzen einfach widerlich fühlte. Und an schlechten Tagen duschte ich bis zu sechs Mal. Im Endeffekt litt darunter nicht nur meine Seele sondern auch mein Körper. Meine Haut war an manchen Stellen offen und blutig, alles brannte... irgendwie konnte es so nicht mehr weiter gehen. Mit den Wohungen anderer Leute habe ich weniger ein Problem, aber meine eigene, so sehr ich sie auch putzte war immer ekelig für mich. Aber da ich es einfach nciht mehr schaffte einen normalen Tagesablauf zu haben und meinem Putzzwang nach zu kommen fing ich (mehr unbewusst) an meine Wohnung in saubere, weniger saubere und ekelige Zonen aufzuteilen. Und noch so andere Tricks wie Hausschuhe tragen um saubere Füße zu haben wenn man ins Bett geht (ist ja ne saubere Zone).
Das ging eigentlich lange gut, aber mittlerweile reicht auch das nicht mehr. Die für mich ekeligen Zonen werden immer größer. Ich gehe auch nicht gerne nach draußen und wenn dann nicht ohne alles auf dem Boden an zu gucken, über jedes Blatt weg zu steigen und dann zu Hause alles zu waschen oder auf die Seite zu legen bis ich erneut nach draußen muss. Kochen ist ein Horror für mich. Fleisch, Eier und alles was selbiges enthält ist komplett aus meiner Wohung verbannt. Habe zu große Angst, dass ich irgendwas damit verdrecken könnte und dann krank werde. Manchmal wasche ich meine Einkäufe auch erst ab wenn die Person vor mir Eier oder Fleisch auf dem Laufband hatte weil ich auch dann Angst habe damit in Berührung zu kommen.
Mein Freund zog vor etwa acht Monaten zu mir und er musste die ganzen Regeln erstmal lernen. Mittlerweile sehe ich, dass er langsam auch anfängt sich diesen Zwängen zu unterwerfen. Deshalb schraube ich es ein wenig zurück und lasse ihn alles so machen wie er es gewohnt ist. Was mich wiederum teilweise an den Rand des Wahnsinns treibt.
Wie es weiter gehen soll ka. Werde am nächsten Montag erstmal zu einer Psychaterin gehen um abzuklären ob es eine angeborene Ursache gibt. Danach werde versuchen nach Roseneck zu kommen was mir von der Therapeutin wärmstens empfohlen wurde. Kann mir nicht vorstellen, dass ich irgendwann ohne die Zwänge leben kann. Vielleicht weil ich schon zu lange damit lebe. Aber mal sehen was noch kommt.

:)

zwangtussi

unregistriert

2

Mittwoch, 24. Januar 2007, 10:18

RE: Fast am Ende...

Hallo VoodooDolly,

ich bin auch so ein "Exemplar" - zu Hause ist mein Zwang ganz furchtbar - woanders geht es ganz prima. Ich hasse es zwar, auf öffentliche Toiletten gehen zu müssen, aber es geht. Am "normalsten" läuft es, wenn ich bei Verwandten oder Freunden zu Besuch bin, da geht es mir am besten. Aber zu Hause...
Nach dem Betreten der Wohnung ziehe ich mich komplett aus und dusche mich ab - ich muß nicht lange duschen, höchstens 5 min - aber ich muß wenigstens alles eingeseift haben (auch meine langen Haare). Gut - einmal am Tag duschen ist ja auch ok, belastend ist jedoch, daß ich diesen Zwang auch verspüre, wenn ich z. B. Samstags bloß kurz am Briefkasten war etc.
Meine Symptome haben einen ähnlichen Ursprung wie bei Dir.
Bei mir ist auch mein Bett heilig - dazu kommen das Badezimmer und generell Wäscheschränke. Deshalb betreibe ich fast einen Kult mit dem Wäschewaschen, als ob ich eine OP unter sterilen Bedingungen vor mir habe. :))
Im Urlaub etc. gehe ich ganz normal mit meiner Wäsche um, kann sie z.B. aus dem Schrank nehmen, ohne mir vorher die Hände waschen zu müssen. Ich genieße dann diese normalen Momente, aber zu Hause bekomme ich das trotz Therapie nicht hin. Es ist so ein komisches Gefühl... :wand:

Du bist nicht allein!
Liebe Grüße
zwangtussi

VoodooDolly

unregistriert

3

Dienstag, 30. Januar 2007, 00:01

^^ hehe ja kommt mir schon bekannt vor. Therapien hätten keinen Sinn bei mir erstmal. Habe nun eine (hoffentlich) gute Psychaterin die mir erstmal ein Bett in einer Uniklinik beschaffen will. Dort muss ich wohl einige Zeit bleiben da ich Medikamente brauche und eine kleine Therapie vor der eigentlichen.
Wenn alles gut geht werde ich wohl nach Roseneck gehen. Aber im Moment hält mich die Psychaterin noch nicht für stabil genug dafür. Nach den Medikamenten ist das hoffentlich anders.
War schon sehr ernüchternd das Gespräch. Heilen kann man es nicht, sie meinte das wäre so als würde ich darum bitten von meinen grünen Augen geheilt zu werden. Lernen damit zu leben und das weitgehend ohne Zwänge hält sie für gut möglich. Rückfälle nicht ausgeschlossen.
Naja mal sehen, die Ärztin hofft mich in ein bis zwei Wochen erstmal in die Uniklinik unter zu bringen. Die arbeiten auch mit Roseneck zusammen und so könnte die Wartezeit verkürzt werden. (Wartezeiten von sieben Monaten meinte sie... uffa...)
Naja, sie hat auch festgestellt, dass es wohl ererbt ist, da in meiner Familie Suchtkrankheiten und dergleichen waren. Drückt sich wohl oft so aus wenn man Ängst/Zwänge unter den Tisch kehren will. Meine kleine Schwester neigt auch dazu, wird wenn sie das Schuljahr beendet hat auch mal Hilfe suchen.
Ich denk mal es wird nicht so schlimm. Habe lange genug ein Leben geführt, das eigentlich nicht wert ist gelebt zu werden. Eigentlich sogar fern vom eigentlichen Leben. Jede Verbesserung und wenn sie auch noch so klein ist würde mich freuen. Erstmal die Klinik abwarten, dann auf schnelle Aufnahme in Roseneck hoffen.
Hab seit letzter Woche wieder angefangen wieder mit Fleisch und Ei zu kochen. Mache es halt auf meine Art, wird für viele sehr merkwürdig aussehen was ich da tue. Aber, auch wenn sich das nicht nach viel anhört, bin ich schonmal froh, dass ich es so weit schaffe. :P

Naja, erstmal wars das. Hoffe bald kann ich freudigere Dinge berichten.

VoodooDolly

unregistriert

4

Mittwoch, 31. Januar 2007, 16:34

Gestern schon meldung von der Uniklinik bekommen. Sollte aber sofort rein fahren. Ging nicht, erstens weil es mir einfach zu plötzlich kam, dann gibts halt immer noch ein paar Sachen die ich regeln muss. Naja in zwei Wochen ist es aber so weit. Bin schon gespannt.

Pit-2001

unregistriert

5

Mittwoch, 31. Januar 2007, 17:26

Gute Wünsche

Hab grad mehrere Beiträge deines Elendes gelesen. Ich wünsch dir alles Gute in der Klinik. War mutig von dir.

Berichtest du weiter?

Wär schön.

Gruß Pit

VoodooDolly

unregistriert

6

Freitag, 2. Februar 2007, 01:34

Klar berichte ich weiter. Hoffe ja, dass sich etwas bessert und anderen das dann auch Mut macht. Weiß ja selbst wie viel Mut das oft braucht um überhaupt etwas ändern zu können.
Ab dem 9. also Freitag in einer Woche bin ich dann in der Klinik. Hab heute schon bescheid bekommen. Ist ja erst Uniklinik und wird hoffentlich nicht so lange dauern. Bin ganz nervös, mir wurd schon gesagt, dass ich unter anderem auch Sportzeug einpacken muss. :P (Wo ich doch schon so lange nicht mehr gesportelt habe.)

Pit-2001

unregistriert

7

Freitag, 2. Februar 2007, 03:49

na ja, die werden da keine Wettkämpfe machen.

Viel Glück

Pit

VoodooDolly

unregistriert

8

Sonntag, 18. Februar 2007, 11:52

Soo etwas mehr als die erste Woche in der Klinik hinter mir. Und schon einiges gutes dabei mitgenommen.
Als ich ankam auf der Station hab ich mich schnell eingelebt. Leute sind nett, die Ärzte und Schwestern sowieso. Hab mir eine Uniklinik anders vorgestellt. Man hat dort ziemlich viele Freiräume und bin gerade auf Übernachtung Zuhause.
Was am Anfang ein wenig merkwürdig war, ich kam auf eine Schizophrenie-Station. Als ich das erfuhr war mir ganz mulmig, da ich nicht wusste was mich so erwartet. Mir wurde gesagt, dass meine Psychaterin den Fall eben als sehr dringend eingestuft wurde und ich deshalb einfach auf die Station kam auf der gerade ein Bett frei war.
Es war auf mehreren Arten sehr heilsam. Mittlerweile bekomme ich 1. Zoloft (hoffe das schreibt man so) was ganz gut anschlägt. 2. spüre ich die Zwänge in der Klinik durch die Ruhe dort nicht so stark, 3. war ich von Anfang an gezwungen aus meinem Schneckenhaus raus zu kommen und ziehe das ganz gut durch. Der 4. und mit Sicherheit auch wichtige Grund ist, dass ich so viele Schicksale vor Augen habe die mich trotz Zwängen zum ersten Mal seit langem wirklich sehr gesund fühlen lassen.
Es ist schon teilweise sehr traurig, wenn man die Lebensgeschichten der Mitpatienten hört. Es gibt einige wenige, die ihre Psychosen sehr gut im Griff haben und nach der Klinik in eine ambulante Therapie können. Das sind dann jene die noch nicht so lange unter Psychosen leiden oder es nicht so stark ausgeprägt ist. Dann gibts wieder die Menschen, bei denen nur noch eine neue Studie etwas bringen kann, und sogar das schon mit minder eingeräumtem Erfolg. (Da läuft eine Studie mit Abilify das einigen Hoffung auf ein normales Leben macht.) Aber hinter ihnen liegen etliche Jahre oder Jahrzehnte in denen sie von einer Klinik in die andere überstellt wurden oder in betreuten Wohngruppen lebten ohne ihre Krankheit wirklich in den Griff zu bekommen.
Da sitzt man als popeliger Zwängler inmitten von Menschen die dauerhaft unter Drogen gesetzt sind (eine schluckt sogar 23 Tabletten am Tag!), Frauen die nie wirklich für ihre Kinder da sein können da die Psychose sie nach der ersten Schwangerschaft umwarf. Und dann die Methoden mit denen früher behandelt wurde... da denkt man ans dunkelste Mittelalter wenn man das hört. Und dabei ist das noch nicht sooo lange her. >.>
Die Analyse bei mir ist noch nicht abgeschlossen, aber Psychose ist gott sei dank ausgeschlossen. Sie tippen auf Angststörung, eventuell Borderline und daraus resultieren eben die Zwänge. Und statt Roseneck empfehlen sie mit Windach wofür sie mich anmelden wollen.
Andere Zwängler habe ich auch bereits kennen gelernt. Sind eine Station unter mir, war recht sympatisch ein paar Erfahrungen auszutauschen. Und für mich auch so ein kleiner Ausflug in die Normalität die auf meiner Station nicht gegeben ist. :P
Wenn ich Glück habe bin ich nächste oder übernächste Woche erstmal wieder Zuhause. Bis dahin ists noch auszuhalten und ich freue mich, dass ich diesen Schritt gemacht habe.

Pit-2001

unregistriert

9

Sonntag, 18. Februar 2007, 12:21

Danke

Danke für den ersten Bericht und weiterhin gute Erfahrungen und viel Kraft.

Pit

VoodooDolly

unregistriert

10

Samstag, 24. Februar 2007, 18:56

Naja, die letzte Woche war nicht so toll. Kann zwar die Psychiatrische Klinik in München durchaus empfehlen, aber die Ereignisse drum herum waren nicht so besonders.
Diese Woche begann ganz toll damit, dass meine Zimmernachbarin Heulkrämpfe bekam. Sie weinte wegen ihrem Sohn um den sie sich nicht kümmern kann und der gerade mal drei Monate alt ist. Am nächsten Tag war sie weg, da sie eh entlassen werden sollte dachte ich sie ist draußen. Später hörte ich, dass ein paar Mitpatienten von der Station sie in der Cafeteria trafen wo sie nur mit Aufsicht einer Schwester sein durfte. Was das heißt ist nicht schwer zu erraten: Sie ist wieder auf der Geschlossenen...
Ich bekam eine neue Zimmerkameradin von der ich richtig begeistert war. Ein Mädchen in meinem Alter, Studentin die von der Geschlossenen runter verlegt wurde. Mit ihr hab ich mich super verstanden. Dann war sie zur Übernachtung draußen, kam am nächsten Tag und sah hundselend aus. Ich dachte sie wäre krank. Unsere Station war abgeschlossen, was eigentlich hieß, dass entweder jemand Selbstmord plante oder ausreißen wollte. Letztendlich erzählte mir die aus meinem Zimmer dann, dass sie in der Nacht zuhause Tabletten und Alkohol gemischt hatte weil sie nicht mehr Leben wollte. Kurz darauf wurde sie wieder auf die Geschlossene gebracht. Am selben Tag wurde noch ein anderes Mädchen auf die Geschlossene zurück verlegt, weil sie am Telefon zu ihrer Cousine gesagt hat, dass sie es nicht mehr aushält. Wurde so interpretiert, dass sie Selbstmord plant und schwubs war sie weg.
Zwei nette Freunde habe ich bereits gefunden auf der Station. Bin ja immerhin schon länger da als mir gesagt wurde. Eine davon ist da damit ihre Tabletten reduziert werden sollen. Gestern abend kam sie ins Raucherzimmer, ich hatte sie den ganzen Tag nicht gesehen. Mehr aus Höflichkeit fragte ich wies ihr geht. Sie meinte nur: "Die Stimmen schreien mich an. Sie sagen sie schicken Leute die mich ermorden." Uffa... da kriegt mans schon mit der Angst und kann sich kaum vorstellen wie die Arme sich so fühlt. Sie kriegt seit heute ein neues Medikament, bin heute auch auf Übernachtung zuhause und bin schon gespannt wies ihr morgen geht.
Mir selbst gehts ganz gut. Zoloft ist mittlerweile auf das vierfache erhöht und die Dosierung wird wohl so bleiben. Am Anfang hatte ich mit Müdigkeit und Kopfschmerzen zu kämpfen wenns auf den Abend zu ging. Mittlerweile bleiben die Kopfschmerzen zwar aus, aber die Müdigkeit ist noch ziemlich lästig.
Ich habe mehrere Test hinter mir. Darunter MRT, CT, einen Multiple Choicetest, EKG und einen psychologischen Test der ganze 2,5 Stunden gedauert hat. Dazu einige Gespräche mit der Psychologin auf der Station die sehr fähig zu sein scheint. Am Montag muss ich zusammen mit einer Psychologin einen Lebenslauf von mir erstellen um die Zeit in der die Zwänge angefangen haben besser bestimmen zu können. Am Mittwoch habe ich noch einen Termin mit der Psychologin die mit mir einen Spaziergang macht um mich draußen in der "schmutzigen" Natur ein wenig beobachten zu können. Die Anmeldung für Windach ist auch bereits weggeschickt und sobald die Klinik eine Rückmeldung bekommt ob sie mich aufnehmen werde ich entlassen. Eventuell soll ich dann noch Tagklinisch versorgt werden, aber das bereden wir noch am Montag.

Was meine Zwänge und Ängste betrifft, es gibt schon eine kleine Erleichterung. Sie sind nicht weg, sie werden auch nicht weniger. Aber durch das Zoloft (was im übrigen speziell für Zwänge sein soll) und die Ruhe die ich in der Klinik habe schaffe ich mich leichter von diesen Gedanken zu lösen. Also sie beschäftigen mich nicht mehr Tagelang orso... was schon sehr gut ist.
Alles in allem würde ich sagen, dass ich den Schritt in die Psychatrische Klinik zu gehen nicht bereue. Am Anfang hab ich mich zwar gefragt, ob das wirklich sinnvoll ist, aber wie man sieht war es das. Trotzdem freue ich mich darauf nach Hause zu kommen. (Vor allem weil man in der Klinik so schnell zunimmt... *swt*... Essen ist halt auch ein Zeitvertreib. :P)

:))

Pit-2001

unregistriert

11

Samstag, 24. Februar 2007, 19:02

dein Bericht

dein Bericht ist zwar nicht zu kommentieren, aber ich habe es gern gelesen, um ein Bild zu bekommen, wie es einem da so geht.
Danke.

Einen guten Rutsch in die andere Klinik, dann noch.

Pit

tierchen29

unregistriert

12

Samstag, 24. Februar 2007, 21:22

hallo dolly,

das kann einen aber schon auch ganz schön runter ziehen, oder?

lg

VoodooDolly

unregistriert

13

Mittwoch, 28. Februar 2007, 15:12

Hi Tierchen,

ja klar zieht es einen auch runter, vor allem da man dort nette Leute kennenlernt und diese dann oft mit riesigen Problemen erleben muss.
'Zoloft ist auch nicht so ohne Nebenwirkungen. Habe jetzt 200 mg seit gestern morgen und es schlägt sehr auf das Magendarm-System.
Schön ist, dass ich bereits entlassen wurde heute. Ein wenig traurig wars sogar, als ich mich von den neu gefundenen Freunden verabschieden musste. Es war aber auch gut so, weil ich einfach nur Platz weg genommen habe den andere Leute mehr brauchen. Immerhin gehört ein Zwängler nicht wirklich auf eine Schizophreniestation. Und besuchen kann ich die Leute ja so oft ich will.
Meine Wohnung sieht echt toll aus... (Ironie) da mein Freund jetzt drei Wochen fast hier alleine gehaust hat. :P
Im Moment lasse ich mich nicht besonders davon beeindrucken, ist viel zu schön endlich wieder meine Freunde und Verwandte sehen ohne auf die Uhr gucken zu müssen.
Windach hat noch nicht zu gesagt, aber ich wollte auch nicht tagklinisch versorgt werden und mehr konnte man mir nicht anbieten. Erstmal hoffe ich, dass die neue Dosierung von Zoloft bald nicht mehr so quälend ist und dass von Windach bald was zu hören ist.


MFg, Dolly

Sweet-Melli

unregistriert

14

Montag, 12. März 2007, 17:10

...

Hi Voody. Mir ging es vor knapp einem Jarh genauso ich war ein halbes Jahr lang in der Psychatrie in Alzey, aber leider hat es mir rein gar nichts gebracht. Ok vielleicht lieget es jaj auch daran, dass ich für das "kämpfen" was man bei einer Verhaltenstherapie ja tun muss nicht bereit bin! Ich kann das einfachnicht!! Wär schön wenn einer antworten würde
Melina :lol:

VoodooDolly

unregistriert

15

Donnerstag, 15. März 2007, 21:23

Ich war dazu auch nicht bereit, aber durch das neue Medikament fällt es mir leichter Hilfe anzunehmen. Ka was du da bekommst, ich bekomme eine sehr hohe Dosis im Moment. Aber es hilft sich innerlich ein wenig von den Zwängen zu lösen.
Ka woran es bei dir liegt, ich konnte auch lange nicht kämpfen weil ich keinen Grund dafür hatte. Mittlerweile planen mein Freund und ich unser gemeinsames Leben und was für einen besseren Grund könnte es geben?
War das wirklich eine Psychatrie? Wenn ja glaub ich nicht, dass es wirklich das wahre ist. Was ich jetzt von Psychatrie gesehen habe geht es da meistens nur um die Medikamente und nur hintergründig um eine psychologische Therapie. Und Medikamente sollen eigentlich bei Zwänglern die Therapie unterstützen und nicht andersrum.

(Hab mir gerade die Page von der Klinik angeguckt und das scheint so ähnlich wie die Uniklinik zu sein. Da wunderts mich nicht wirklich, dass es dir nichts gebracht hat.)

Bella80

unregistriert

16

Freitag, 16. März 2007, 00:37

Hallo Voodoodolly,
hallo zusammen,


war interessant Deine Berichte zu lesen. Ganz schön heftig was Du da erlebt hast, aber es holt einen dann doch auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn man sieht, dass es Menschen gibt, denen es noch viel schlechter geht. (wobei das jetzt nicht falsch verstanden werden soll - ich meine nicht, dass man sich am Leid anderer aufgeilen soll. Ich habe Mitgefühl).

Ich leide selber an sehr starken Kontrollzwängen und anderen Zwängen. Aber im Moment macht mir meine Depression noch zu schaffen. Morgen gehe ich zu meiner Psychiaterin - ich hoffe ich kann dann eine höhere Medikamenten-Dosierung nehmen, damit es mir besser geht.

Meine Therapeutin will mich auch nach Windach schicken! Oder in die Agiroff-Klinik am Starnberger See (wobei die keine spezielle Therapie gegen Zwänge haben sondern eher tiefenpsychologische Therapie machen). Und zwar sobald wie möglich. Allerdings haben die am Telefon gesagt 2-4 Monate Wartezeit für Windach.

Ich habe mich umgehört und nur Gutes über Windach gehört. Anscheinend ist das eine gute Klinik für die Behandlung gegen Zwänge.


@ Voodoodolly: Sag bescheid, wie es Dir in Windach gefällt, falls Du schon früher dort hinkommst.


Möchte so bald wie möglich in eine Klinik. :dafuer:

Ich fühle mich momentan schlapp und antriebslos und ausgebrannt. An manchen Tagen fühle ich mich aber gut und habe Energie Dinge anzupacken. Irgendwie habe ich verlernt, auf meinen Körper zu hören. Ich kann mich im Moment selber so schlecht einschätzen. Ich denke immer wenn ich meine ganze Kraft zusammen nehme, schaffe ich die nächste Hürde/ Aufgabe/ Uni-Prüfungen. Aber ich habe Angst, dass danach wieder ein Zusammenbruch folgt, wie letzten Sommer. Da war ich psychisch und pysisch total am Ende. Konnte gar nichts mehr. Noch nicht mal schlafen.

Wenn ich in eine Klinik gehe, müßte ich auf jeden Fall ein Urlaubssemester nehmen in der Uni (und ich stehe kurz vor meinem Studienabschluss, also der Diplomarbeit!). Einerseits denke ich mir das das genau das ist, was mein Körper braucht. Andererseits habe ich ein schlechtes Gewissen weil ich kurz vor meinem Studienabschluss stehe. Ich habe quasi Angst, dass mein schlechtes Gewissen mich fertig macht, wenn ich mir jetzt eine Auszeit nehme, weil ich so gewissenhaft und pflichbewußt bin.

Und ich habe totale Angst die Monate meines Urlaubssemesters (die ich nicht in der Klinik bin) nur isoliert zu Hause rumzusitzen. Ich befürchte, dass meine Depressionen dann noch schlimmer werden. Ich weiss, dass es so ist. Ich brauche immer Menschen um mich herum (ich habe Panik/ Angst, alleine zu sein -> Panikattacken) und etwas zu tun, eine Aufgabe.

Was soll ich tun? Weiss jemand Rat?

VoodooDolly

unregistriert

17

Freitag, 16. März 2007, 08:50

Huhu,

Na wenn du weißt, dass du den Klinikaufenthalt brauchst solltest du nicht lange überlegen. Das Wichtigste sollte erstmal sein, dass es dir gut geht.
Du bist pflichtbewusst, schön und gut. Aber wie sieht das Pflichtbewusstsein dir selbst gegenüber aus?
Ich hatte auch Bedenken einfach eine Auszeit zu nehmen. Wie kommt meine Family klar? Wer versorgt sie? Aber irgendwann ist bei mir die Erkenntnis durchgesickert, dass ich erstmal gesund werden muss um wirklich für sie da zu sein.
Ich weiß ja nicht wie es dir geht, stecke ja nicht in deiner Haut. Aber Zwänge können schon sehr viel Raum im Leben einnehmen und von allem "ablenken" was eigentlich für einen wichtig wäre. Und ob das so gut ist wenn man kurz vor dem Diplom steht?

Und wenn du denkst nicht klar zu kommen vor oder nach der Klinik solltest du mal bei deiner Psychaterin anfragen ob du eventuell auch in einer Tagklinik betreut werden kannst. Ich weiß ja nicht wie es bei dir aussieht mit solchen Einrichtungen, aber an sich wäre das eine gute Sache. Da gibt es Gleichgesinnte und du wirst medizinisch betreut. Dazu noch die Therapieangebote die auch sehr interessant sein können.
Naja wäre immerhin eine Lösung für die Zeit in der du sonst in der Isolation verbringen würdest. Kannst ja mal bei deiner Ärztin nachfragen ob sie dir so etwas empfehlen könnte.