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Angsthase28

unregistriert

1

Sonntag, 30. Oktober 2011, 12:28

Meine Zwangsgedanken schaffen mich

Hallo alle Zusammen

Ich bin neu hier im Forum und wollte euch mal was zu meinen Zwangsgedanken fragen.

Und zwar leide ich unter Zwängen seit meinem 12 Lebensjahr.Ich hatte früher kontrollzwänge wie immer wieder gucken ist der Herd aus oder ist die Tür zu.
Mitlerweile bin ich 28 und ungefähr mit 22 bekam ich Grübelzwänge die echt die Hölle sind.

Zum Beispiel wenn ich auf der Straße laufe und mir kommt eine Alte Frau entgegen dann denke ich ich könnte die Frau unbemerkt angerempelt haben und ihr wäre etwas schlimmes passiert.

Oder ab und an denke ich ich könnte meinen Bruder vergiftet haben ohne es zu wissen
oder ab und an auch mich selber das ich vileicht irgendeinen Reiniger getrunken habe und weiss es nicht mehr.

Was ganz aktuell dazu gekommen ist ist der Gedanken ich könnte ein Wattestäbchen verschluckt gaben ohne es zu wissen.

Auf jeden fall verbringe ich Stunden damit nochmal alles im Kopf durchzugehen um mir so Beruigung zu verschaffen.

Sagt mal hat vileicht einer ähnliche Zwangsgedanen und weiss was am besten hilft ?

Und was mir auch noch sehr wichtig wäre ist glaubt ihr es ist möglich wichtige und schlimme sachen getan zu haben und Sie dann nicht mehr zu wissen ?

Danke im Vorraus und übrigends finde ich es klasse das es so eine Seite gibt :)

2

Sonntag, 30. Oktober 2011, 18:30

Hallo lieber Angsthase!

Lass dich mal drücken! Ich weiss sehr gut, was du da durchmachst! Die Angst etwas getan zu haben, was man nicht mehr weiss od. Glaubt nicht bemerkt zu haben, kann einem schier alles kosten! Am allermeisten den Glauben an uns selber!

Aber der Clou ist das,...
Du bist ein voll normal denkender Mensch! Das erkennt man auch an der Schreibweise! Also, wenns dir mal nicht schlecht geht, denkst du ja auch: " das kann nicht sein, an sowas wenn es passiert wâre, würde ich mich aktiv erinnern!" und genau da liegt der Hund begraben!
Unser Zwang (so hab ich das Gefühl) überlagert manchmal das Erinnerungsvermögen od blockiert es! Und die Angst ist unerträglich!

Aber, du machst nichts, ohne dein eIgenen Willen und nix passiert einfach so, ohne das man es weiss!
Also, ab in Therapie!
Eventuell einen Termin beim Psychiater Termin ausmachen! Medikamente können viel helfen! Aber natürlich nicht ohne dein Zutun in einer Psychotherapie!!

Liebe Grüsse Mylady

Holly71

Schüler

  • »Holly71« ist weiblich

Beiträge: 59

Zwangssymptome: Zwangsgedanken, Kontrollzwänge

Medikament / Dosis: Fluoxetin

Aktueller Therapie-Status: Warte auf Zusage für Therapieplatz

Status: Betroffene/r

Wohnort: Bremen

Beruf: Floristin, Fremdsprachenkorrespondentin

Hobbys: Meine Tiere, Lesen, Spaziergänge mit Hund

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3

Sonntag, 30. Oktober 2011, 19:24

Hallo

Lieber Angsthase,

ich kann Dich ganz genau verstehen, denn ich habe genau die gleichen Gedanken.
Seit mehr als 10 Jahren denke ich stets, gerade etwas Schlimmes getan zu haben.
Ich habe genau die gleichen Ängste, jemanden vergiftet haben zu können, geschubst, geschlagen, das Genick gebrochen im Vorbeigehen und das Schlimmste f ür mich ist, dass es immer eine schnelle Bewegung oder Griff oder Tritt ist so dass ich mir dann einreden muss, dass es ja so schnell ging dass ich mich selbst nicht mehr erinnern könnte. Und für mich auch physisch immer möglich, das quält so sehr...
Ich habe dann bei Situtionen, in denen ich nicht kontrollieren konnte gemerkt, dass diese ziemlich schnell wieder verblasst sind, jetzt mache ich nach Jahren wieder Sorgen, ob ich es auch verdrängt oder einfach vergessen haben könnte, denn die Ausgangssituation war ja dass ich Angst hatte das etwas passiert sein könnte. Ich finde in den meisten Büchern auch immer Ratschläge, die sich nicht in die Vergangenheit richten, was mir dann gleich noch mehr Angst macht. Ich fühle mich, wenn ich etwas nicht auflösen kann wie ein Mörder.
Ich durchforste auch Zeitungen, Internet etc. mit dem Ergebnis, dass man ja fast zu allem etwas finden kann, und dann zweifle ich wieder noch mehr. Ich bin mir auch sicher dass es sich anders anfühlt, wenn ich konkrete Erinnerungen und Grübeleien vergleiche. Die Erinnerungen sind irgendwie klarer und die Taten, die ich mir dann zu rekonstruieren versuche, sind anders, abers sie machen mir große Angst. Ich kann das Ganze irgendwie nicht greifen, alles basiert auf Gedanken. Ich sage mir auch oft, dass alleine das monatelange Grübeln über eine Sache schon ein Beweis für einen Zwangsgedanken ist, und dass, wenn ich mich jetzt so dermaßen schuldig fühle, ich dass ja damals, wenn`s wirklich passiert wäre, auch dermaßen schlimm empfunden hätte und bestimmt nicht vergessen hätte. Kennst Du das auch, das Du bei Dir selber immer tausend Wenn und Aber`s gleich parat hast? Und rekonstruierst Du auch immer hin und her bis Du denkst es kommt Dir etwas bekannt vor???
Würde mich freuen von Dir zu hören,

Du siehst also, Du bist nicht alleine mit diesen schlimmen Gedanken,

LG, Holly

Holly71

Schüler

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4

Sonntag, 30. Oktober 2011, 19:30

Hallo

Angsthase,

was ich noch vergessen habe. Ich bin mir bei allen anderen und Dir total sicher dass niemand etwas Schlimmes vergessen würde, nur bei mir selber habe ich tausend Gründe dass es diesmal oder damals doch so oder so gewesen sein könnte. Daher fände ich es sehr gut, wenn Du weiter am Ball bleibst und dagegen angehst.

LG, Holly