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Zwangsgedanken: Hilfeschrei

Melissa

unregistriert

1

Samstag, 3. April 2010, 13:20

Hilfeschrei

Hallo zusammen,

normalerweise sträube ich mich davor mich an irgendwelchen Foren anzumelden. Ich dennoch ziemlich offen mit meinen Zwängen um bzw. kann auch darüber reden. Wie einige bestimmt selber schon erfahren haben ist, dass die Außenwelt ohne Zwänge nicht weiß was in einem Vorgeht. Wieso man genau diese Symptom hat und woher diese Ängste kommen.

Ich warte noch auf einen Behandlungstermin und bin so froh wenn ich endlich Hilfe habe. Mein Zwang äußert sich im Wasche und Verdrängen aus. Ich komme mit dem Thema Tod nicht klar. Wenn ich daran denke muss ich sofort mich waschen. Ich kann nicht wenn ich draußen in der Stadt war danach einfach in mein Bett liegen, der Zwang sofort zu duschen ist da. Ich kann mich noch nicht mal mehr frei in meinem Haus bewegen. Auf einem Stuhl zu sitzen am Esstisch wo ein außenstehender draussen saß kann ich nicht. Um danach wieder ins Bett liegen zu können muss ich eine frische Kleidung anziehen. Ich habe einen sehr guten Kumpel eher mehr als das der im Krankenhaus arbeitet. Ich erhielt eine Nachricht dass jemand in seiner Schicht gestorben ist. Mein Handy lag auf meinem Bett. Ich habe heute mein Bett überzogen und dass Handy gewaschen. Ich hätte so gerne eine Beziehung mit ihm aber ich schaffe es einfach nicht. Ich kann mit der Situation nicht umgehe. In meiner Kindheit sind viele Menschen gestorben die ich liebe und geliebt habe. Das tat am meisten weh. Aufgearbeitet habe ich das nicht wirklich. Ich bin sehr zielsterbig und will immer alles schaffen. Um perfekt zu sein bin ich 2005 in einer Magersucht gerutscht. Damals hatte ich diese Zwänge noch nicht so ausgeprägt bis gar nicht.

Ich hoffe ihr könnt mir einfach nur zuhören was schon sehr gut tut.

Liebe Grüße

2

Sonntag, 18. April 2010, 19:48

Hallo Melissa,

ich finde es gut, daß Du den Schritt getan hast, Dich hier anzumelden und Dir vor allem professionelle Unterstützung suchst. Wie lange wirst Du noch auf den Behandlungstermin warten müssen?

Ja, es ist nicht immer leicht, in seinem Umfeld Verständnis für seine Erkrankung zu finden. Hast Du denn jemanden, mit dem Du darüber sprechen kannst?

Es muß sehr schwer und verunsichernd für Dich gewesen sein, wenn Du als Kind mehrere Personen verloren hast, die Dir viel bedeutet haben. Ich kann mir vorstellen, daß es eine große Verlustangst auslöst. Was würde "aufarbeiten" denn für Dich bedeuten? Daß Du um sie trauern kannst? Welcher Zusammenhang besteht für Dich zwischen dem Tod und den Zwängen?

Dein Beitrag ist ja schon etwas her, aber vielleicht kommst Du nochmal hier vorbei und magst etwas schreiben.

Liebe Grüße,
Mira