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Therapieformen: Borderline und Zwänge

Sina

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1

Mittwoch, 2. Juli 2008, 22:56

Borderline und Zwänge

Hallo zusammen,

wie ich in einem anderen Thread gesehen habe, bin ich damit nicht allein!
Habe die Diagnose Borderline, aber vorwiegend mit nem Wasch- und Putzzwang zu tun.

Habe nun die erfahrung gemacht, daß reine VT nichts bringt, da dann ein Symptom das nächste ablöst.

Wie ist das bei Euch, die Ihr auch beide Diagnosen habt?
Welche Art von Thera habt ihr gemacht und was hat euch geholfen?

Würde mich über einen Austausch freuen!

LG
Sina

2

Mittwoch, 2. Juli 2008, 23:20

RE: Borderline und Zwänge

Hi Sina!


Erstmal ein herzliches Willkommen hier und einen Guten und Informativen Austausch für dich, mit all den anderen Usern hier, in diesem Forum!

Tja, ich habe ja schon in dem Threat, den du wohl meinst, auch schon geschrieben, dass ich auch beide Diagnosen bekommen habe!

Diese Störung "Borderline", setzt sich halt aus mehrfachen Problemen zusammen und so kann es halt auch vorkommen, dass ein Bordi, gleich mehrere Schwierigkeiten, aus ganz verschiedenen Krankheitsbildern, in sich tragen kann. Z.b. Zwänge, Essstörung, Depression und und und!

Eine Verhaltenstherapie allein, halte ich auch für zu wenig, denn viele Bordis, tragen ja auch ein Traumata, oder eben eine Essstörung ect. oder sogar Suchtproblme, mit sich herum und deswegen glaube ich, dass es eine Therapie sein sollte, die sämtliche Therapieformen, in sich trägt! :dafuer:

Da das aber meist sehr schwierig ist, glaube ich, dass man wirklich den Kern aller Problem auslösenden Schwierigkeiten finden müsste, also in der goldene Mitte beginnen sollte, damit sich all die anderen Einschränkungen, langsam auflösen können!

Tja auch das, stelle ich mir sehr aufwendig und extrem schwierig vor! :wand:



lg. Mogry

Sina

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3

Freitag, 4. Juli 2008, 12:26

Hallo Mogry,

so sehe ich das auch.
Am Besten fände ich eine Kompi aus analytisch-Trauma-Hypno und VT.

Aber wo kann man sowas bekommen?

LG
Sina

4

Samstag, 5. Juli 2008, 01:52

?( ?( ?( ;) ;)



gr. Mogry

Sina

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5

Samstag, 5. Juli 2008, 10:02

Hallo Mogry,

hast Du denn schon was probiert?
Und wenn ja, was hat Dir geholfen?

LG
Sina

6

Sonntag, 6. Juli 2008, 05:57

Hallo Sina!

Ich habe schon schon zweimal eine Verhaltenstherapie gemacht.

Einmal bei einer Niedergelassenen Therapeutin und einmal sogar in einer VT Klinik auf Station und in der Tagesklink.

Dann hatte ich auch schon eine Tiefenpsychologische Therapie gemacht und war in meiner Jugend, auch schon mehrmals in ähnlichen Therapien gewesen.

Aber nichts, hatte mir so richtig aus meinen Problemen heraus geholfen.
Nicht weil ich keine Lust hatte mitzuarbeiten, sondern weil es mir immer wieder schlechter ging und ich mich auch nicht so richtig, auf die Therapeuten einlassen konnte und auch das Vertrauen sehr oft fehlte.

Einige von den Therapeuten, stellten auch noch völlig andere Diagnosen und so, wurde ich vielleicht auch falsch ärztlich und Medikamentös behandelt. Dadurch, hatte ich sehr, sehr oft heftige Einbrüche, die dann in einem Krankenhaus endeten. ;( ;(

Zurzeit, bin ich aber in einer sehr Guten Psychiatrischen Behandlung und auch in einer Ambulanten Bertreungseinrichtung!
Außerdem, nehme ich einige Medi`s ein, die Ängste und Zwänge etwas einschränken sollten, was manchmal, aber leider halt auch nicht immer, ganz gut auch klappt.

Ich habe auch eine Kur beantragt und hoffe auf eine Zusage.
Mein Psychiater, hat nun auch alle körperlichen und psychischen Einschränkungen mit angegeben!
Ich hoffe die Kurklinik, würde dann auch bei einer Bewilligung, den richtigen für mich persönlichen Therapieplan auch erstellen können!

Tja, es ist halt sehr schwer, einen wirklich Guten und Verständnisvollen Thera. zu finden, der auch gleich mehrere Therapieformen, auch einsetzen würde und könnte.

Ich habe z.b. ein sehr schweres Trauma aus meiner Kindheit zu bewältigen und eine Betreuerin z.b., empfiehlt mir eine Trauma Therapie zu machen, aber mein Psychiater, hält das noch als viel zu früh für mich.
Er sagt, ich wäre noch zu instabil dafür und würde bei einer richtigen Trauma Therapie, noch mehr Traumatisiert werden. :hm: ?(

Die Betreuerin, hält meinen Psychiater nun für unverständlich und unfähig! :tocktock: Obwohl, ich vertraue meinem Psychiater mehr, als dieser Betreuerin da.....Zum Glück, ist die ja nicht für mich zuständig!

Tja er denkt, ich sollte wieder eine Verhaltensthera. machen, mit einer Trauma Thera. inbegriffen. ?(

:hm: :hm:?????


lg. Mogry

Sina

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7

Sonntag, 6. Juli 2008, 11:12

Hallo Mogry,

die Sätze kenne ich auch nur zu gut...
"Frau XXX, dafür sind sie nicht stabil genug!" Hallo? Ich war seit ich denken kann, nicht stabiler? Aber es hat mir auch keiner gesteckt, wie ich die nötige stabilität erreichen kann...

Diese einseitigen Geschichten haben mich auch nicht weiter gebracht, nur VT brachte Symptomverschiebungen und analytisch orientiert wurde nur an der Oberfläche rumgekratzt.

Trauma mit VT wär doch gar nicht so schlecht!
Kenne aber nur 2 Kliniken in Deutschland, die das machen und beide kommen für mich leider nicht in Frage...
Hast du da noch nen Tipp?

Wohin fährst Du denn zur Kur?
Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg!

LG
Sina

8

Montag, 7. Juli 2008, 10:20

Hi Sina!

Tja du, leider weiß ich noch nicht, ob eine Kur überhaupt bewilligt werden kann, geschweige denn, wo es denn dann hingehen könnte, wenn es denn tatsächlich auch zu einer Bewilligung kommen sollte.

Ich lasse mich jetzt erstmal überraschen und wenn eine Ablehnung kommen sollte, dann gehe ich halt immer wieder in Widerspruch......Irgendwann, müsste es doch auch mal klappen! :rolleyes:

Leider, kann ich dir auch keinen so richtigen Tip geben,
da ich da ja selbst noch am Therapieren bin, ob nun selber, oder durch Unterstützung, von meinem Psychiater und meinem Betreuer.

Aber, ich war gerade vor kurzen, in "Bad Bramstedt" zu einem Zwänge Vortrag und dort gab es auch einen kleinen Einblick in diese Klinik und die haben dort wohl auch, eine Station für Persönlichkeitsstörungen wie Borderline eben!

Dann weiß ich auch von der Curtius Klinik in Malente, dass die dort wohl auch, Symptome dieser Störung behandeln würden, nur leider wohl keine Zwänge, ?( aber das weiß ich nicht ganz genau!
Schaue doch einfach mal im Internet nach, beide Kliniken, haben auch eine Homepage!

Viel Erfolg beim stöbern!


lgr. Mogry

Sina

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9

Montag, 7. Juli 2008, 10:51

Hallo Mogry,

na dann viel erfolg mit Deinem Kur Antrag. So n Lotto, wo man dann landet, das wäre so gar nichts für mich... Hab mir meine Kliniken bis dato immer selbst gesucht...

Zu BB:
Da war ich schon so 4-5 mal. Muß ich echt nicht mehr haben. Der Laden ist immer größer geworden und das Angebot immer kleiner....

In der Curtius Klinik bin ich ab September und Zwänge haben die auch auf dem zettel. Was dann definitiv passiert, merkt man ja leider erst, wenn man da ist..

LG
Sina

10

Montag, 7. Juli 2008, 23:15

Hi Sina,

ich habe auch beide diagnosen. Borderline und Zwänge.
Leide auch an putzzwängen, so fing alles jedenfalls mit den zwängen an, aber wie du schon sagtest löst der eine Zwang den anderen ab.
so bin ich von den Putzzwängen zu Rasier-, Haar-.Dermatillomanie-, Perfektionszwängen gekommen.

Bei mir hilft leider das Arbeiten an einem Zwang überhaupt nichts, weil dann der nächste Zwang schon da ist.

welche Therapie da jetzt geeignet ist weiss ich auch nicht so recht leider.
Ich mache gerade eine tagesklinik, die mir ganz gut hilft, weil ich da tagsüber beschäftigt bin, dort aber nicht an den zwängen arbeite sondern viel an meinen inneren Gefühlen arbeite und damit konfrontiert werde.
Ich denke das ist bei uns ganz wichtig, bei uns Borderlinern mit Zwängen.
Da hilft es rein gar nichts an dem "einen" Zwang zu arbeiten.
Wir müssen an unseren Gefühlen arbeiten, die in uns sind. Denn unsere Zwänge liegen ja viel tiefer, unsere Persönlichkeit spielt da ne ganz große Rolle.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

lg nina

Pit-2001

unregistriert

11

Montag, 7. Juli 2008, 23:40

Ja, Nina, das ist das was ich schon immer so meinte.

Und was du von dir berichtest bezeugt das ja eigentlich.

Nebenbeigesagt, habe ich jetzt auch wieder einen Therapeuten angefragt, einen den ich empfohlen bekam, von dem ich im I-Net gelesen habe und der mir geeignet erschien. Er muss sich jetzt nur noch melden.

Pit

Sina

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12

Dienstag, 8. Juli 2008, 10:33

Hallo Nina,

danke für Deinen Beitrag.
Genau so sehe ich das auch und das ist schön zu lesen, daß ich mit dieser Ansicht nicht alleine dastehe.

Dann ist mein plan analytisch orientierte Thera mit Traumathera zu machen ja gar nicht so verkehrt! :-)

Wollte nur Vorher noch Hypnotherapie machen.

Hat da jemand Erfahrung?

LG
Sina

13

Dienstag, 8. Juli 2008, 19:35

uiiiii Pit, das ist toll, das du den Schritt gewagt hast und einen Therapeuten aufgesucht hast. Ich denke du brauchst jemanden, der nicht irgendwelche wilden Experimente mit dir macht, sondern du brauchst jemanden, der deine Angst versteht, der dich versteht in dem was du fühlst und was dir so angst macht. Ich denke du hast viel aufzuarbeiten in dir und vieles zu verarbeiten.

Ich wünsche dir dabei ganz viel Glück und es war tapfer von dir, das du den Schritt nocheinmal gewagt hast dir Hilfe zu suchen. Das finde ich ganz toll!!!!

lg nina

14

Dienstag, 8. Juli 2008, 19:59

Liebe Sina,

ich finde es auch schön, das ich nicht die einzige bin, die beide Diagnosen gleichzeitig hat.
Und es tut gut mit Menschen zu reden, die auch solche Probleme haben wie ich!

Borderline ist eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung.
Wie der Name schon andeutet sind Borderliner sehr sehr sensible Menschen und reagieren auf Ereignisse viel tiefer und emotionaler als "normale" Menschen.
Dem einen macht Kritik z.B. nichts aus, aber wir Borderline reagieren da sehr sensibel und emotional drauf. Was leider "normale" Menschen oft nicht verstehen können.

Was ich damit sagen will ist:

Mir wurde dringend von tiefenpsychologische Therapie und Analyse und Hypnose abgeraten.
Da ich sehr sensibel bin und durch das Borderline zu instabil bin sind solche tiefen Therapieformen sehr gefährlich
Verstehst du was ich meine??
Wenn es zu tief geht ertragen wir Borderliner diesen Schmerz nur kaum und wenden selbstzerstörerische Maßnahmen an um uns zu schützen oder um dem druck stand halten zu können.
Solche Therapieformen können bei Borderlinern zu extremen gefährlichen selbstzerstörerischen handlungen führen, deswegen wurde mir von solchen tiefen Therapieformen abgeraten.
Dafür sei ich zu instabil momentan.

Nur du kannst einschätzen wie instabil du bist. Wenn du auch so instabil und sensibel bist, dann würde ich mit solchen tiefen Therapieformen noch warten.

Für Boderliner gibt es eine Therapie, die gut helfen soll mit den Gefühlen klar zu kommen. Sie heisst: dialektisch behaviolare Therapie. Kurzform: DBT Therapie.

Diese Therapie wird oft bei Borderlinern angewendet und soll auf Dauer sich positiv auswirken.
Ich habe in der Tagesklinik auch diese Therapie als Gruppentherapie.

Im Internet findest du ne Menge über diese therapieform. Kannst dich ja mal schlau machen.

ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiter helfen.

lg nina

Pit-2001

unregistriert

15

Dienstag, 8. Juli 2008, 22:50

Therapie

Ja, Nina, es war reif, aber es lag auch daran, dass ich vom I-Net-Auftritt des Therapeuten überzeugt war. Nur leider hat er mir geschrieben, dass er keine Zeit hat. Ich habe nun nochmal gebeten, auch wenns später wäre.

Viele Grüße von Pit

und du hast Recht, in dem was du schreibst, danke.