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Montag, 18. Februar 2008, 23:22

Wie geht es weiter???

Heute hatte ich einen termin bei einer beruflichen Beratung für psychisch kranke Menschen. Ich würde ja schon gerne beruflich weiter voran kommen, wenn ich nur könnte.
Die Frau dort war sowas von freundlich, aufmerksam und nett. Hatte wirklich ein gutes Gefühl. Sie fragte mich viel, wollte viel verstehen und wir versuchten über alle Möglichkeiten zu sprechen.
Ich erzählte ihr von meinen erkrankungen und die damit verbundenen Probleme. Sie verstand mich, versuchte es zumindest.
Und sie sagte, das sie mir gerne weiter helfen würde.
Sie sagte, das ich viele Fähigkeiten hätte, die ich nicht vergraben sollte.
Sie bot mir an eine Stelle mit mir zusammen zu suchen im Kindergarten. sie sagte mir, das es für mich eine Probe wäre es mal zu versuchen beruflich. Und ich sollte beobachten was passiert, wenn ich wieder eine feste Struktur im Leben habe.
Ich würde mehr dazu verdienen und es wäre für mich gut zu gucken und zu beobachten wie der Job sich auf meine Zwänge auswirkt. Werden die Zwänge schlimmer dann? Gerate ich zu sehr unter Druck und Stress?
Bleibt der gesundheitliche Zustand gleich?
Oder verbessern sich die Zwänge sogar??

All das sollte ich mal beobachten.
Wenn die Zwänge schlimmer werden oder der Zustand gleich bleibt, dann meinte die nette Frau zu mir das ich mir dann überlegen sollte doch nocheinmal in eine spezial Klinik für Zwänge zu gehen.
Ich sagte ihr das ich ohne meinen Sohn nirgendswo mehr hingehen werde.
Sie empfohl mir mich jetzt schonmal im Notfall zu erkundigen ob es Kliniken für Zwänge gibt, die auch Kinderbetreuung haben, also wo ich Jeremy mitnehmen könnte.
Und ich sollte die Krankenkasse wechseln, weil meine Krankenkasse so eine Klinik wie Bad Bramstedt niemals bewilligen würde.
Ich bräuchte ein Rückrad, falls es mir weiter so schlecht geht.

Die nette Frau bot mir auch an zum Jobcenter mitzukommen, um mit dem Jobcenter zu reden, das ich jetzt in ihrer Betreuung bin und das es erstmal nur ein Versuch ist arbeiten zu gehen um zu gucken wie das mit den Zwängen zu regeln ist. Sie will dem Jobcenter klar machen das dies nur ein Versuch ist und falls es schief geht, das mir dann nicht gleich das ganze Geld gekürzt wird.
Ich fand das sehr nett und habe selten so jemanden gesehen, der sich so einsetzt.
Das hat mir etwas Mut gemacht.
Ich sollte klein und langsam anfangen.

Also heisst es für mich jetzt erstmal die Krankenkasse wechseln und mich erkundigen in wleche gute Klinik ich mein Kind mitnehmen könnte.

Aber ich will es erstmal versuchen mit dem Job. Ich bin zwar etwas misstrauisch und negativ darin, weil ich nicht glaube das die Zwänge dadurch besser werden. Ich denke eher das ich da noch mehr unter Druck und Stress gerate, aber ich will es versuchen.

wie heisst es so schön, wer nicht wagt, der nicht gewinnt.


Nina

Hope

Administrator

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Dienstag, 19. Februar 2008, 00:06

RE: Wie geht es weiter???

Hallo Nina,

schön das Du die nette Frau hast so was gibt es wirklich selten und schön das Du es versuchen willst vielleicht geht es Dir ja besser wenn Du arbeitest und merkst das Du gebraucht wirst.

Bei mir war es so als ich damals die Filiale alleine geführt habe weil der Filialleiter ja einen freien Tag in der Woche haben musste, ich habe mich richtig gut gefühlt gebraucht zu werden und ich hatte ja die Verantwortung für alles auch für die Mitarbeiter.

Ich wünsche Dir das es Dir besser geht und das Du es schaffst mit dem Arbeiten und wenn es nur ein paar Stunden sind.

Knuddäääällll!

Gruß

Hope
Gruß

Hope


Frei nach Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“
http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

Pit-2001

unregistriert

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Dienstag, 19. Februar 2008, 01:17

RE: Wie geht es weiter???

*freu* für dich Nina.

Und lass dich nicht von ersten Erfolgen oder Niederschlägen blenden, versuche einfach langfristig einen Halt darin zu sehen, dann könntest du es schaffen.

Pit

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pit-2001« (19. Februar 2008, 01:17)