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1

Freitag, 18. Mai 2007, 00:05

Ein ganz besonderer Mensch!

Mein Leben war gezeichnet von Trauer, Schmerz und traumatischen Erlebnissen.
Ich habe immer von einem Menschen geträumt, der mich aus meiner Verzweiflung und meinem Schmerz rausholt und mir wieder zeigt, was es heißt zu leben.
Ich zweifelte an den Menschen, zweifelte am Leben.
War besessen von einem Zwang, der mir alle Mut zum Leben nahm!
Doch dann begegnete ich einem Menschen, einem wundervollen Menschen, der mir zeigte, das es wichtig ist, das man an sich glaubt!
Dieser Mensch gab mir Liebe und zeigte mir, dass es noch ein Sonnenlicht in meinem Leben gibt, das es sich lohnt aufzustehen und weiter zu kämpfen.
Da war etwas vertrautes, etwas, das mein ganzes Herz Purzelbäume springen ließ.
Und ich verspürte Liebe, eine Liebe, die ich so noch nie verspürt hatte.
Es hätte eine ganz große Liebesgeschichte beginnen können...
Doch etwas riss mich aus meinen Träumen und meiner ganzen Liebe.
Es waren die zwei Welten, die zwischen uns standen.Es war die Realität des Lebens, der ich mitten ins Gesicht sah.
Ich musste zusehen, wie meine Träume langsam erloschen und konnte diesen Schmerz nicht ertragen.
Nun sitze ich hier mit diesem Schmerz in meinem Herz und frage mich:
Was ist nur los??
Wo bin ich bloß?
Ist dies gerecht?
Mein Herz zerbricht, ich sehe kein Licht.
Ist denn wirklich keine Hoffnung in Sicht?

Pit-2001

unregistriert

2

Freitag, 18. Mai 2007, 01:05

RE: Ein ganz besonderer Mensch!

Liebe Nina,

es ist nichts ungerecht. Ungerecht ist, was du in deiner Vergangenheit und Kindheit erlebt hast. Um dies zu verdauen, stellst du Ansprüche, die
keiner erfüllen kann, das ist der Grund, warum du enttäuscht bist.

Und diese ungerechte Enttäuschung, graviert in dich die vermeintliche Botschaft, schon wieder enttäuscht worden zu sein. Welch ein Drama.

Im Prinzip stelle ich auch solche Ansprüche, wenn ich in Angst und Zwang Leute x-mal das gleiche frage.

Was gibt es da für eine Lösung. Ich habe es schon oft geschrieben. Ich glaube schon, dass ich das Recht habe, dass jemand, der das kapiert, mir dann auch hilft. Aber ich muss auch lernen, dass ich nicht immer das Recht habe, soviel von demjenigen zu verlangen, wie mein inneres Kind schreit.

Ich muss über die froh sein, die mich nicht verlassen, auch wenn sie meinem inneren Kind nicht alles erfüllen können, nach was es berechtigt (darüber besteht keine Frage) schreit.

Und vielleicht ist dein Erlebnis gar nicht so schlimm, wenn du es so zu sehen lernst.

Alles Gute und Grüße

Pit

lämmli

unregistriert

3

Freitag, 18. Mai 2007, 06:27

RE: Ein ganz besonderer Mensch!

Guten Morgen,

als ich das gerade gelsen habe kullertern mir schon wieder die Tränen... und im Moment fehlen mir noch die Worte um auszudrücken was ich empfinde. Ich finde mich darin auch wieder. Auch die Antwort von Pit bewegt mich sehr.

In mir tobt manchmal ein so eine Art Kampf, auf der einen Seite schreit mein inneres Kind nach Liebe und "hängt sich an" andere Menschen, die einem aber auch nicht geben können was man gebraucht hätte...
Auf der anderen Seite ist es oft auch genau anders herum, ist da wirklich ein Mensch oder sind dort Menschen, habe ich das Gefühl das darf nicht sein und dann versuche ich diese Gefühle zu verdrängen, was aber auch nicht möglich ist...

Ich weiß im Moment nicht so recht mit diesem inneren Kind umzugehen, aber ich hoffe das zu lernen... Keiner kann das Liebes-Loch ausfüllen, damit muss man irgendwie umgehen können...

Liebe Grüße

lämmli

4

Freitag, 18. Mai 2007, 09:34

RE: Ein ganz besonderer Mensch!

Hi Nina

Auch ich las Deinen Text und sah mich darin wieder! :( :(
Das ewige Spiel und Leid, mit der Suche nach Liebe und Anerkennung, machte mir stets auch das Leben schwer. Da ich nie vermittelt bekommen habe, wie es ist etwas Besonderes zu sein, was man in sein Herz lassen würde, um das an mich weiter zu geben, wovon ich eine ganze Menge in mir trage und weiter geben möchte, nämlich Zuneigung und Nähe. :( :(
Auch ich glaube in meinem Fall daran, was der Pit beschrieb, dass vieles was mich in dieser Hinsicht geprägt hat, von meinem Elternhaus abhängt.
Dieses innere Kind, was getröstet werden wollte und nur einen nach dem anderen Tritt bekam, hat sich nun in ein selbstgebautes Schneckenhaus verkrochen und lässt so gut wie kaum jemanden, wirklich nah an sich heran und antwortet nur mit Angst und Zwang, damit niemand es wagt, sein Herz zu stehlen.

Euch allen, denen es auch so geht, viel Kraft!!!

Lieben Gruß von Mogry

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mogry« (18. Mai 2007, 09:55)