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Dienstag, 20. März 2007, 20:02

Brauche dringend eure Hilfe

-- Ich weiß es ist viel aber bitte lest es euch durch!!! --


Hallo zusammen.
Ich habe bereits bei Selbstdarstellung ein wenig von mir erzählt.
Dennoch werde ich hier eine kurzzusammenfassung schreiben.
Ich bin seit 1.5 Jahren mit meiner ersten Freundin zusammen.
Recht schnell ging es los. Ich wusste das sie bereits einen Freund hatte,
aber das tat mir dermaßen weh das ich sehr oft am Boden war.
Ich stellte mir vor wie sie mit ihm Sex hatte und es schmerzte so sehr
als würde sie mich betrügen und mich auslachen was für ein Idiot ich
doch wäre. Anfangs dachte ich ich wäre nur sehr eifersüchtig aber es ging weit darüber hinaus wie ich bald merkte. Ich versuchte gegen diese Gedanken und vorstellung anzukommen. Redete mit meiner Kleinen darüber. Es half... für genau 2h. oder maximal zum nächsten Tag. Dann ging das ganze von neuem los. Es wurde immer schlimmer und verletzte mich immer mehr. Aber ich liebte sie und wusste das auch. Jeder der uns kennt würde sagen ich war ihr ein sehr guter Freund. Ich schaffte es mit der Zeit dieses Thema etwas weg zu schieben. Wir fuhren in Urlaub und es war eigentlich alles toll, abgesehen vom Wetter. Dann geschah es. Es kam wie eine Panikattacke. Ich hatte auf einmal den Gedanken ich liebe sie doch gar nicht. Ich musste aufstehen bekam nur schwer Luft und war völlig konfuß. Es war unerträglich. Ich schaffte es nicht einmal mehr sie anzusehen. Ich grübelte die ganze Zeit. Jede Sekunde dachte ich nach und überlegte was nicht stimmen könnte. Ich hatte viele Ideen, aber diese wechselten oder endeten wieder in dem Gedanken ich liebe sie nicht.Ich konnte sie nicht verlassen. Ich fragte mich was los ist. Es tat mir so unendlich weh wenn ich daran denken musste ich würde sie nie wieder in meinem Leben sehen. Ich kämpfte und ich kämpfe. 2 Moante Lang. Ich ging zum Hausarzt weil ioch es nicht mehr aushielt jeden Tag in Tränen zusammen zu brechen. Der meinte es wäre ein Psychologisches Problem und ich solle einen Therapeuten aufsuchen. Ich suchte, suche habe aber bis jetzt keinen Platz bekommen. Dann geschah wieder etwas. Ich fuhr zu ihr wieder mit der Anspannung wie wird es wenn ich sie sehe und wird endlich alles gut usw. und dann geschah nichts. Ich war einfach locker. Ich hatte ein wundervolles Wochenende mit ihr. War glücklich das diese Krise endlich überstanden ist. Monatgs war ich noch auf Wolke 7, am Abend dann geschah es. Das Thema mit ihrem Exfreund ging wieder los. Ich verstand die Welt nicht mehr. Ich hatte versucht dieses Thema während der krise künstlich herzudenken, es gelang nicht, es war nebensache. Ich kämpfte dagegen an und schaffte es wieder es zu besiehen. Am nächsten Wochenende dann kam wieder das "liebe ich sie?" und "was stimmt denn nur nicht" Gedanke und Gefühl auf. So ging es immer weiter. Wir hatten gute und eher schwierige Wochenenden. Es wurde zwar immer besser und ich hatte auch echt das Gefühl jetzt sei es langsam geschaft aber dennoch ging ich zu einem Psychiater. Bevor ich jedoch zu einem termin zu ihm ging geschah es. Ich hatte auf einmal den Gedanken Schwul zu sein. Es kam wieder die Panik auf. Der Gedanke ich könne meine Freundin nicht lieben war mir total egal. Ich erzählte dann dem Psychiater davon. Er meinte er wäre sich 100%ig sicher ich wör nicht schwul von dem was ich erzähle und er diagnostizierte eine Zwangserkrankung. Er verschreib mir Paroxetin wo ich inzwischen auf 40mg am Tag bin. Die Anfangsphase der Einnahme war die Hölle. Die Gedanken schwankten. Einmal war ich mir sicher nicht schwul zu sein, dann kam das "liebesproblem", war das beseitigt kam wieder das Schwul Problem, dann kam das Exfreund Problem. Das schwankte manchmal regelrecht im Minutentakt. Mit der Zeit lies es nach und ich dachte nicht mehr so viel. Es wurde mir vieles Gleichgültig. Und jetzt bin ich hier. Das schwulenproblem ist nicht mehr Akut. Aber ich fühle wie mir meine Freundin eben auch irgendwie gleichgültiger wird. Früher wenn ich daran gedachte habe ich würde sie verlieren brach ich sofort in Tränen aus und ich wusste das ich sie liebe. Jetzt ist es mir mehr oder wenig gleichgültig. Ich weiß das ich sie liebe und ich will auch mit ihr glücklich werden aber ich habe Angst die Tabletten machen vollens alles egal. Und das ich irgendwann sage.. ach komm... jetzt schick sie einfach in die Wüste. Ich liebe sie. Ich weiß es. Aber es wird mir immer mehr egal. Sie ist der beste Mensch auf der Welt. Sie ist so süß. Wir passen gut zusammen. Ich möchte doch nur glücklich mit ihr sein. Sie versucht mich so oft aufzubauen wenn ich am Boden bin. Ich will sie nicht verlieren. Ich habe aber keine Angst mehr davor. Was bleibt übrig wenn mir alles egal wird?

Bitte schreibt mir was ihr davon haltet. Keiner der uns beide kennt und auch das Problem kennt sagt das es an uns liegen kann. Die Idee auf einmal schwul zu sein hat es auch gezeigt. die letzten 7 Monate waren echt die Hölle. Aber ich will doch mit ihr zusammen sein. Würde ich das nicht wollen wäre ich doch nicht mehr bei ihr. Und wir verstehen uns doch auch echt super. Ich kann über alles reden. Haben Spaß zusammen. Können gemeinsam weinen wenn es sein muss. Sind für einander da. Ich kann nicht sagen warum ich schluss machen sollte. Bitte schreibt mir was ihr von der Geschichte haltet. Glaubt ihr das es an uns liegen könnte? Welche Erfahrungen habt ihr bezüglich Paroxetin und Beziehung bzw. diesem Gleichgültigkeitsgefühl? Vielen Dank fürs lesen

Gruß Toschi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Toschi« (20. März 2007, 20:10)


Pit-2001

unregistriert

2

Dienstag, 20. März 2007, 23:38

RE: Brauche dringend eure Hilfe

Hallo Toschi, klingt bedrückend, was du schreibst.

Ich habe keine Medi-Erfahrung, weil ich genau diese Erfahrung, die du damit machst nicht möchte, ich bilde mir ein, ich habe sie nicht verdient.

Du gibst doch selbst zu und auch dein Fachberater, dass du Zwangsgedanken hast.

Also musst du dir sagen lassen, dass ihr zwei zusammengehört und nur der Zwang daran rumkokelt.

Früher war es einmal so, dass Leute, die sich gefunden hatten, sich schworen, für immer zusammen zu bleiben, egal, ob sie sich mögen, ob sie glücklichk scheinen usw. In deinem Fall scheint es, als wäre so ein Versprechen ganz gut für euch gewesen, denn es würde all dein Grübeln unnötig machen. Denk mal darüber nach. Natürlich weiß ich, dass, wenn es Zwänge sind, die Lage nicht so einfach mit so einem Beispiel zu klären ist. Andererseits, willst du die Meinung von Leuten, die nicht genau deine Zwänge haben, also in dem Fall klar sehen können.


Viel Kraft beim Durchringen zu einem Entscheid, der Euch mehr Ruhe gibt.

Pit

3

Mittwoch, 21. März 2007, 09:54

Danke für deine Antwort Pit.
Ich habe mich doch längst entschieden. Ich möchte bei ihr bleiben. Ich möchte ein glückliches Leben mit ihr führen und einfach nur zufrieden sein. Das ist alles. Wenn ich mich von ihr trennen würde wüsste ich keinen Grund dafür. Wir können Spaß zusammen haben, über alles reden, haben gemeinsame nteressen. Man könnte sagen wir passen zusammen. Wenn man sich nach 1.5 Jahren trennt muss doch etwas zwischen einem stehen. Ich habe das Gefühl ich kann einfach nur nicht glücklich sein. Als würde ich danach suchen warum ich im Augenblick traurig sein kann. Ich weine weil ich glaube meine Freundin verloren zu haben, dabei bin ich noch mit ihr zusammen. Ich denke mir wenn ich sie doch nur noch ein mal in meine Arme nehmen dürfte und sie küssen. Bin dabei wirklich in einem Traueranfall kann man sagen. Liege einfach nur da und weine und streichel das kleine Stofftierchen das sie mir geschenkt hat zum 1 Jährigen. Warum kann ich mich nicht freuen. Es gibt keinen Grund traurig zu sein. Die gedanken ich könne sie nicht lieben sind da absolut weg. Ich weiß das ich sie liebe, mehr als alles andere. Das mit dem versprechen habe ich mir so ähnlich auch schon gedacht. Hab mir hald gesagt, wenn du sie nicht liebst... na und. Dann verbring doch so einfach eine schöne Zeit mit ihr. Vielleicht verliebst du dich ja dann noch in sie. Es hat nichts gebracht. Ich weiß im Augenbölick einfach nicht wo mein problem liegt. Das letzte Wochenende war eigentlich gut. Montags war ich dann noch bei ihr und ich war einfach nur traurig. Ich dachte ich hätte sie verloren. So als hätte sie Krebs und ich darf nur noch 1 Woche mit ihr zusammen sein. Ich versteh das nicht. Warum kann ich nicht einfach glücklich sein. Bitte schreibt noch wenn ihr eine Meinung habt.

Pit-2001

unregistriert

4

Mittwoch, 21. März 2007, 13:46

Wenn du alle äußeren Entscheide getroffen hast, ist das doch schon mal was.

Die inneren Schmerzen, die musst du nun wohl aushalten lernen.

Und wenn du glaubst, das nicht mehr zu wollen, dann bleibt dir wohl nichts, als mit einem Freund oder Therapeuten über das zu sprechen, was deine Trauer ausmacht. Der Verlust deiner Freundin scheint ja nur der Aufhänger zu sein, an dem sich innerseelische Kräfte austoben.

Ich weiß, das klingt jetzt alles wunderbar und du wirst dich fragen, warum sage ich mir nicht selbst ein paar solche Sätze und bin zwangsfrei.

Mein Beileid für deine Qualen, ja so tobt die Zwangserkrankung.

Pit

5

Mittwoch, 21. März 2007, 19:08

RE: Brauche dringend eure Hilfe

Hi Toschi
Also ich kann sehr gut nachempfinden. Ich leide auch an Zwangsgedanken und habe ähnliche Problematik schon durchgemacht.
Also eins vorneweg: Es liegt nicht an dir und deiner Freundin. Auch bist du nicht schwul. Vielmehr trägst du wahrscheinlich einen Konflikt mit dir, den du nicht einmal selbst erkennst.Paroxetin ist eigentich ein recht gutes Mittel und die Nebenwirkungen vergehen auch recht schnell.
Dusolltest aus meiner Sicht auf jeden Fall einen Therapeuten aufsuchen um die Dinge aufzuarbeiten. Der Therapeut wird dich lehren dic hselber besser zu verstehen und mehr auf deinen Körper/Psyche zu achten. Ich kann dir aber auch sagen, dass es nicht von heute auf morgen geht.
Es braucht seine Zeit, bis du dein Verhalten geändert hast und erkennst warum es zu Zwangsgedanken kommt.
Die Thematiken mit denen sich Zwangsgedanken aufträngen sind meist Ängste die in uns drin stecken und die wir dann gedanklich austragen.
Beispiel: Du hast Angst deine Freundin zu verlieren. Was passiert?
Diese Gedanken treten als Zwangsgedanken auf. Kaum hast du den Gedanken im Griff kommt die nächste Angst. Du hast auf einmal Angst schwul zu sein. Was steckt nun hinter dieser Angst? Natürlich wieder deine Freundin zu verlieren. Weil als Schwuler kannst du ja nicht mit einer Frau zusammen sein. Irgendwie kommen die Gedanken (auch wenn auf Umwegen) immer zu deiner eigentlichen Angst. Das Problem das du deine Freundin verlieren kannst, kommt jedoch aus deinem Unterbewustsein. Was dahinter steckt wird der Therapeut mit dir erarbeiten.

ich hoffe ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen
liebe Grüße